BundesratStenographisches Protokoll795. Sitzung / Seite 15

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matik, das I für Informatik, N für Naturwissenschaften und T für Technik. Gerade diese Initiative seitens des Ministeriums ist also sehr zu begrüßen und als sehr positiv zu bewerten.

Besonders hervorheben möchte ich aber auch die FTI-Strategie des Bundes. Dabei möchte ich einige Dinge herausgreifen. Es ist – in dieser Form eigentlich erstmals – gelungen, eine richtige Forschungsstrategie zu entwickeln. Ziel ist es, dass sich Öster­reich verändert und es aus der Gruppe, wie es so schön heißt, der Innovation Follo­wers in die Gruppe der Innovation Leader kommt, das heißt, in das vordere Feld der EU-Länder vordringt. Dabei heißt das Ziel Potenziale ausschöpfen, Dynamik steigern und Zukunft schaffen. Das könnte man jetzt als die wichtigsten Punkte heraus­streichen.

Österreich hat in den vergangenen – ja, man muss es eigentlich so sagen – Jahr­zehnten einen beeindruckenden Aufholprozess begonnen und führt diesen weiter. Das war nicht selbstverständlich! Die Forschungsquote, die einmal 1,94 Prozent des Brutto­inlandsprodukts betragen hat, ist jetzt auf 2,76 Prozent gestiegen, und es ist natürlich unser gemeinsames Bestreben, diesen Prozentsatz weiter zu heben.

Wir wollen die Potenziale von Wissenschaft, Forschung, Innovation und Technologie weiterentwickeln, entfalten und gesamthaft zum Einsatz bringen, um die großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen auch wirklich zu meistern. Dazu brauchen wir eine ganz besondere gemeinsame Anstrengung! Dazu ist es wichtig, die Forschungsstrukturen koordiniert auszubauen, keine Einzelgänge zu machen, sondern sie zu vernetzten und zu koordinieren.

In diesem Zusammenhang ist auch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft wichtig, denn ohne das geht es nicht – das heißt, Barrieren und Schwel­lenängste in den Unternehmen abbauen, speziell auch bei den kleinen und mittleren Unternehmen, die da fallweise vielleicht bestimmte Vorurteile haben –, also dass insbesondere die Kooperation und die Forschung weiter vorangetrieben werden.

Die international erfolgreichen Leitbetriebe, die wir in Österreich ja haben, sollen in ihrer tragenden Rolle für dieses Innovationssystem besonders gestärkt und auch die KMU in ihrer Forschungs- und Innovationsleistung aktiviert werden – da ist sicher noch allerhand zu tun, um diese einzubinden. Dazu gehören aber auch ein gesunder Wettbewerb und eine aktive, innovationsfördernde Wettbewerbspolitik, und das ist nicht einfach, weil die finanziellen Ressourcen immer knapper werden, das wissen wir alle. Überall muss gespart werden und wird gespart, und daher ist natürlich auch besonders auf bestimmte Schwerpunktsetzungen zu achten. Dabei ist auf die Stärkefelder der heimischen Wissenschaft und Wirtschaft besonders Bezug zu neh­men, Kompetenzen und Potenziale österreichischer Unternehmen sind also schwer­punktmäßig zu berücksichtigen.

Ein weiteres besonderes Ziel ist auch die internationale Positionierung über unsere Grenzen hinaus. Österreich soll sich also durch gestaltende Mitwirkung an der Formu­lierung einer gesamteuropäischen Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik optimal positionieren. Zusätzlich soll auch eine stärkere österreichische Beteiligung an europäischen Förderprogrammen stattfinden – diese ist besonders anzustreben –, aber auch eine selektive globale Zusammenarbeit, zum Beispiel mit den USA, ausge­wählten asiatischen Ländern oder auch anderen Ländern, die betroffen sind, mit denen über unsere Grenzen hinweg die Zusammenarbeit gesucht werden muss. Auch die Zusammenarbeit mit den Ländern in Mittel-, Ost- und Südeuropa muss weiter vertieft werden.

Es ist festzuhalten, dass, wenn Österreich weiterhin international wettbewerbsfähig und ein attraktiver Standort sein möchte, Wissenschaft und Forschung ebenfalls gestärkt


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