Erstens: Es geht darum, Gruppenpraxen auch zu ermöglichen und dort medizinische Versorgung vor Ort einzurichten.
Zweitens: Es geht darum, dass in diesen medizinischen Versorgungszentren – ich sage immer, wir brauchen ein „Haus der Gesundheit“ in der Region – Versorgung stattfindet, aber nicht nur Versorgung, sondern in diesen Einrichtungen sollen auch Maßnahmen der Prävention stattfinden können.
Ich gehe davon aus, dass mithilfe des partnerschaftlichen Zielsteuerungssystems und in Kenntnis der regionalen Gegebenheiten Sozialversicherung, Landesregierung, Länder, Krankenanstaltenträger sehr genau wissen, welche notwendigen Leistungen wo am Land, in der Region am besten angeboten werden können. Und darum geht es, dass wir genau das entdecken und entwickeln, damit man dann mit den Zahlungsströmen, die in das Gesundheitssystem fließen, das, was qualitativ notwendig ist, auch finanzieren kann.
Präsident Gregor Hammerl: Wird eine Zusatzfrage gewünscht? – Bitte.
Bundesrat Gerd Krusche (FPÖ, Steiermark): Ihrer Antwort habe ich jetzt entnommen, dass offensichtlich keine konkreten Maßnahmen geplant sind.
Glauben Sie, dass es bei einer verstärkten Verlagerung zu den Arztpraxen hin zu Kostensenkungen für die öffentliche Hand kommen könnte, und in welchem Ausmaß?
Präsident Gregor Hammerl: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger, diplômé: Ich habe es schon angesprochen, Herr Bundesrat.
Erstens: Es geht um Patientinnen und Patienten. Es geht nicht immer um die Frage, ob etwas dort oder da billiger ist, sondern es geht darum, Patientinnen und Patienten exzellent zu versorgen. Da wird es viele Dinge geben, wo das in der Arztpraxis stattfinden soll und stattfinden kann, und das wird gestärkt und soll auch sichergestellt werden.
Ein Instrument könnte dazu auch der Katalog ambulanter Leistungen sein, was gerade den Bereich der Fachärztinnen und Fachärzte anspricht. Das ist aus meiner Sicht dringend notwendig.
Ein zweiter Schritt, der dringend notwendig ist, ist auch eine größere Transparenz über das, was wir in den Ambulanzen von Krankenanstalten tatsächlich tun und wie das in Verbindung mit den niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten stattfindet.
Ich denke, das ist entscheidend, und das führt auch dazu, dass die Versorgungslandschaft in Österreich verbessert wird.
Präsident Gregor Hammerl: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Bundesrat Hensler.
Bundesrat Friedrich Hensler (ÖVP, Niederösterreich): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Welche Kostenersparnis beziehungsweise Kostenverlagerung wird durch welche von Ihnen geplanten Maßnahmen österreichweit erreicht, wenn in den Spitalsambulanzen keine Behandlungsleistungen angeboten werden, die im niedergelassenen Bereich kostengünstiger erbracht werden können?
Präsident Gregor Hammerl: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger, diplômé: Ganz konkret geht es darum: Was kann man tun, damit dort die richtige Leistung erbracht wird? Wir haben im Rahmen der Bundesgesundheitskommission jetzt das Projekt der präoperativen Diagnostik umgesetzt. Das findet derzeit statt. Es geht darum, dass Diagnostik dort stattfindet, wo sie kostengünstig gemacht werden kann, und dass man auch ganz
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