All das werden wir aber im Sinne der Betroffenen und vor allem der Energieeffizienz klären. Ich erinnere nur an Kyoto. Wenn wir uns nicht dazu durchringen, das jetzt zu machen, werden wir nachher viel größere Probleme haben.
Präsident Edgar Mayer: Wird eine Zusatzfrage gewünscht? – Bitte.
Bundesrat Johann Schweigkofler (SPÖ, Tirol): Mit welchen Auswirkungen auf die Endkunden von Energieversorgungsunternehmen ist zu rechnen?
Präsident Edgar Mayer: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Es sollten keine Preissteigerungen, was die Endkunden anbelangt, dadurch argumentierbar und darstellbar sein. Es soll aber darstellbar sein, dass wir, was die Energieeffizienz anbelangt, mit diesen Maßnahmen etwa 76 Petajoule erreichen. Die Frage ist: Was sind 76 Petajoule in der Relation? – Wir haben energieeffizient 200 Petajoule in der Energiestrategie vorgesehen. Es wird also in etwa ein Drittel allein mit diesen Maßnahmen zu bewerkstelligen sein. Der Rest kommt dann aus dem Autobereich und aus anderen Maßnahmen aus dem Verkehrsbereich generell.
Präsident Edgar Mayer: Weitere Zusatzfrage? – Bitte, Herr Bundesrat Preineder.
Bundesrat Martin Preineder (ÖVP, Niederösterreich): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Mein Heimatbundesland Niederösterreich hat es sich zum Ziel gesetzt, energieunabhängig zu werden, und auch meine Region, die Region Bucklige Welt, hat das als Ziel. Um hier neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien wirklich weiterzukommen, ist es sicherlich wichtig, die vorhandene Energie effizient einzusetzen. Welche positiven Ergebnisse erwarten Sie von dem neuen Energieeffizienzgesetz?
Präsident Edgar Mayer: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Ich erwarte mir, dass wir insgesamt auf dem Weg in Richtung der 20-Prozent-Steigerung hinsichtlich Energieeffizienz einen guten Schritt weiterkommen. Ich habe das vorher schon mit Zahlen belegt.
Auf der anderen Seite ist natürlich auch beim Denken der Bevölkerung eine eigentlich jetzt schon vorhandene Einstellung noch weiter zu verstärken, und zwar dass man mit Energie anders umgeht, als das vorher der Fall gewesen ist, und insbesondere auch Überlegungen anstellt, was Verschwendung beziehungsweise übertriebenen Verbrauch anlangt.
Was die Frage betrifft, ob wir damit die Energieautarkie erreichen, ob das möglich ist, so glaube ich, dass wir Autarkie erreichen können, was die Stromerzeugung anbelangt. Dort wird es kein so großes Problem darstellen, weil wir dadurch, dass wir viel Strom aus Wasser erzeugen, die Situation haben, dass wir jetzt schon bei 70 Prozent der Abdeckung liegen.
Was die Gesamtenergie anbelangt – die teilweise verwechselt wird mit der Stromerzeugung –, so haben wir eben das 34-Prozent-Ziel bis zum Jahr 2020. Das werden wir übererreichen, gerade mit diesen Maßnahmen, und damit dann auf dem Weg sein, mehr zu erreichen. Eine vollkommene Autarkie kann ich mir nur sehr schwer vorstellen – als Wunschziel ja, aber es gibt eben auch bestimmte Leistungen im Hochtemperaturbereich, wie etwa Hochöfen, die man eben dann nicht mit erneuerbarer Energie wahrnehmen kann.
Ich glaube, der Sinn der Sache, der auch angesprochen ist, ist, die Autonomie und die Autarkie möglichst zu erhöhen, und auf diesem Weg sind wir an sich sehr gut unterwegs.
HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite