BundesratStenographisches Protokoll875. Sitzung / Seite 32

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Und es gibt nur den männlichen Gott, den Sohn, den heiligen Geist. Wo ist die Göttin, wo ist die Tochter, wo sind die Priesterinnen? Hier fehlt die weibliche Energie. Auch bei den Märchen, die wir unseren Kindern erzählen, kommt immer der starke Prinz vor, und die schwache Frau fällt ständig hin und muss immer gerettet werden.

Es gibt ein gutes Buch: „Good Night Stories for Rebel Girls: 100 tales of extraordinary women“, also 100 Gutenachtgeschichten von herausragenden Frauen, die man unse­ren Kindern vorlesen könnte und in denen die Frau diejenige ist, die die Männer rettet.

Ein weiterer Punkt ist die Unfähigkeit der Männer, Konflikte gewaltlos zu lösen. Wir müssen die Männer in den Schulen und in der Erziehung lehren, wie man Konflikte gewaltlos löst.

Auch die Wehrlosigkeit der Frau gehört beendet – wer sich wehren kann, der wird weniger oft attackiert. Es braucht Selbstverteidigungskurse, finanzielle Unabhängigkeit und öffentliche Rechtsstellen, die unsere Frauen unterstützen, auch finanziell bei Klagen – Sie kennen die Problematik.

Die weibliche Energie muss in alle Männerteams hinein. Ausbalancierte Män­ner/Frauen-Teams bedeuten Fortschritt für uns alle: Länder mit größerer Geschlech­tergleichheit haben höheres Wirtschaftswachstum. Unternehmen mit ausgeglichenem Männer/Frauen-Anteil leisten mehr. Friedensabkommen, an denen Frauen beteiligt sind, halten länger. Parlamente mit höherem Frauenanteil verabschieden bessere Ge­setze. Und auch Kirchen mit weiblichen Priesterinnen haben größere Unterstützung.

Unsere Frauen sind Quelle unseres Lebens und Daseins und vollbringen die göttliche Schöpfung: Sie gebären uns, sie ernähren uns (Ruf bei der SPÖ: 5 Minuten!), sie sorgen für uns als Kinder, sie ziehen uns groß und wachen über unser Wachstum. Sie pflegen uns bei Krankheit.

Achtet die Frauen, ...

 


Präsident Reinhard Todt: Herr Bundesrat, ich bitte Sie, zum Schluss zu kommen. Sie haben die 5 Minuten Redezeit bereits überschritten.

 


Bundesrat Mag. Gerald Zelina (fortsetzend): ..., beschützt sie! Die Frau ist das heiligste Wesen auf Erden. (Heiterkeit.) – Das müssen wir unsere Kinder und in unse­ren Schulen lehren, in unsere Bücher schreiben und auch in der Politik vorleben.

Es ist heute meine letzte Rede im Bundesrat. (Bundesrat Samt: Aber die schönste!) Ich bitte den Herrn Präsidenten, wenn er es gestattet, noch um ein paar Minuten, die nicht dem Thema gewidmet sind, für ein paar abschließende Worte.

Ich danke zunächst einmal Frank Stronach (Bundesrat Stögmüller: Er ist eh nicht mehr in Österreich!), denn ohne ihn wäre ich nicht hier. Frank Stronach ist ein guter Mensch. Er hat immer versucht, Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen, die Produktion im eigenen Land zu halten (Bundesrat Stögmüller: Keine Firmenreden da!) und einen Standort zu schaffen, der wettbewerbsfähig ist. Sein Reformprogramm zur Sanierung von Österreich war goldrichtig.

Warum gibt es das Team Stronach nicht mehr im Parlament? – Dazu möchte ich nur eines sagen: An mir lag es sicherlich nicht. (Nein-Ruf und Heiterkeit.)

Die neuen Parteien Team Stronach und NEOS haben sicher auch dazu beigetragen, dass sich eine neue türkise Bewegung entwickeln konnte. Der eingeschlagene Reform­kurs von Bundeskanzler Kurz und seinem ÖVP-FPÖ-Regierungsteam entspricht inhaltlich, ganz ehrlich, voll und ganz dem Stronach-Programm. (Bundesrat Stögmüller: Nicht schon wieder! Ein Bewerbungsgespräch reicht!) Insofern ist das Team Stronach auch nicht mehr wirklich notwendig. (Bundesrat Stögmüller – in Richtung ÖVP –: Bitte


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