1321/J-BR BR
 
der Bundesräte Irene Crepez
und Genossen
an die Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales
betreffend AltenfachbetreuerInnen
Die Betreuung älterer Menschen wird immer wichtiger und der Bedarf daran immer größer.
Um die Qualität der erbrachten Leistungen zu steigern, werden auch an die Betreuer immer
größere Anforderungen gestellt. In einigen Bundesländern - wie zum Beispiel
Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark - gibt es bereits entsprechenden
Landesgesetze, die den Berufsstand der AltenfachbetreuerInnen regeln.
In anderen Ländern jedoch entsteht in diesem Bereich ein völliger Wildwuchs. Jedermann
darf sich Altenpfleger nennen, ohne Rücksicht auf seine Ausbildung oder seine Kenntnisse
und Fähigkeiten. Im Interesse der Betroffen muß dem jedoch entgegengewirkt werden.
Aus diesem Grund stellen die unterfertigten Bundesräte folgende
Anfrage
1) Sehen Sie Möglichkeiten, Ausbildung und Berufsausübung der AltenfachbetreuerInnen
bundesweit einheitlich gesetzlich zu regeln?
2) Innerhalb welchen zeitlichen Rahmens könnte eine derartige gesetzliche Regelung
erfolgen?
3) Welche Mindestanforderungen knüpfen Sie an ein Berufsbild einer Altenfachberteuerin.?
4) Sollte es zu keiner bundesweiten Regelung kommen, werden Sie sich für einheitliche
gesetzliche Mindeststandarts in Landesgesetzen einsetzen?
5) Welche gesetzlichen Regelungen sind für den Bereich der Gesundheitsberufe generell noch
in dieser Legislaturperiode geplant?