1593/J-BR BR

Anfrage
der Bundesräte Dr. Bösch und Kollegen
an den Bundesminister für Finanzen
betreffend Auswirkungen der EURO - Einführung auf die Gültigkeit von Briefmarken
Mit der Abschaffung der Landeswährungen sind zweifellos auch die Wertzeichen
staatlicher wie halbstaatlicher Einrichtungen, also auch der Post, auf Euro umzustellen.
Dabei müßte nach der Logik der Umstellung eine beliebig lange Umtausch- bzw.
Rückgabefrist gelten, es sei denn, man betrachtet Briefmarken als Produkt (Kauf einer
Transportleistung) - dann wiederum müßten sie im Sinne der doppelten
Preisauszeichnung mit beiden Wertangaben während der Übergangsphase versehen
werden.
In Anbetracht der Tatsache, daß Briefmarken seit jeher auch auf Vorrat bzw. als
Sammlerobjekt gekauft werden, erscheint jedenfalls eine Klärung der sich daraus
ergebenden Fragen vonnöten.
Die unterzeichneten Bundesräte stellen daher folgende

Anfrage
1. Wie wird die Umstellung von der Landeswährung auf EURO im Bereich von
Wertzeichen, insbesondere der Post in Österreich ablaufen?
2. Wird es in der Übergangszeit eine doppelte Preisauszeichnung wie bei anderen
Produkten geben, wenn nein, warum nicht?
3. Wie lange werden diese Zeichen im Hinblick auf die teils erheblichen Vorräte bzw.
als Sammelgut im Umlauf befindlichen Mengen gültig sein?
4. Wie lange und zu welchen Konditionen werden diese Marken gegebenenfalls
umgetauscht werden können?
5. Ist in diesen Fragen eine europaweit einheitliche Vorgangsweise vorgesehen, wenn
nein, warum nicht?