1648/J-BR BR
A n f r a g e
der Bundesrätinnen Haunschmid, Mühlwerth
und Kollegen
an die Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales
betreffend Gesundheitsvorsorge durch richtige Ernährung
von Säuglingen und Kleinkindern und deren Mütter
Die Ernährungserziehung in der Familie beschränkt sich
haufig auf die Weitergabe bestimmter Ernährungsstandards
und Verhaltensweisen, die kaum auf ernährungsphysiologischen
Grundsätzen basieren. Als Ursache dafür gilt vor allem das
unzureichende Ernährungswissen Erwachsener bzw. vieler Eltern.
Eine gezielte Verbesserung des Ernährungswissens von Eltern
könnte wesentlich zur Hebung des Gesundheitszustandes der
Kinder in Österreich beitragen.
Trotz größerem Interesse ist es um das Ernährungswissen
schwangerer Frauen nicht viel besser bestellt, obwohl die
richtige Ernährung der werdenden Mutter, aber auch des
Säuglings und Kleinkindes für Gesundheit und Wohlbefinden
unerläßlich ist. In einer Studie des Österreichischen
Instituts für Ernährungswissenschaften wurden diese
geringen Kenntnisse, aber auch die große Bereitschaft,
in dieser Phase Ernährungswissen zu erwerben, festgestellt.
Daher richten die unterzeichneten Bundesrätinnen an die
Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales
die nachstehende
Anfrage:
-1. Welche Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge durch richtige
Ernährung
a) von Säuglingen und Kleinkindern im Elternhaus,
b) von werdenden Müttern,
c) von stillenden Müttern
führt Ihr Ressort eigenverantwortlich in welchem Umfang
durch ?
2. Welche Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge durch richtige
Ernährung
a) von Säuglingen und Kleinkindern im Elternhaus,
b) von werdenden Müttern,
c) von stillenden Müttern,
führen andere Institutionen in Ihrem Kompetenzbereich
in welchem Umfang durch ?
3. Welche Ausgaben für diese Gesundheitsvorsorge durch
richtige Ernährung tätigte Ihr Ressort in den Jahren
1996, 1997 und 1998 ?
4. Welche Ausgaben für diese Gesundheitsvorsorge durch
richtige Ernährung tätigten die Institutionen Ihres
Kompetenzbereiches in den Jahren 1996, 1997 und 1998 ?
5. Wie hoch war der jeweilige Ausgabenanteil der Punkte
3 und 4 in den einzelnen Jahren speziell für die
Ernährungsberatung
a) werdender Mütter,
b) Mütter mit Säuglingen und Kleinkindern ?
6. Wieviel von den unter 5 genannten Ausgaben wurde für
a) Inserate, Plakate und sonstige Werbung,
b) Informationsbroschüren
c) mündliche Einzelberatung durch Expert(inn)en1
d) Telefonberatung durch Expert(inn)en,
e) sonstige Beratungstätigkeit
f) Naturalien
ausgegeben ?
7. Warum ist das Ernährungswissen der Eltern von Säuglingen
und Kleinkindern in Österreich so lückenhaft, obwohl
gerade bei schwangeren Frauen sowohl Interesse als auch
Bereitschaft zum Erwerb von Ernährungswissen besteht ?
8. Was werden Sie unternehmen, um diese für die Gesundheits -
vorsorge so gefährlichen Wissenslücken der Eltern von
Säuglingen und Kleinkindern möglichst rasch zu schließen ?

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HTML-Dokument erstellt: Jul 8 11:42