1715/J-BR BR

Anfrage


der Bundesräte Dipl.Ing. Missethon
und Kollegen
an den Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie
betreffend Schließung von Postämter in der Steiermark
In den Medien wird zur Zeit von Umstrukturierungen im Bereich der gelben Post berichtet.
Die dabei angesprochenen Strukturmaßnahmen (Zustellerkonzentration Service -, Kunden -
Basispostämterkonzept, Zentralisierung der Umleitungen, Speed - Programm) verunsichern die
Bediensteten und die Kunden der Post.
Es besteht die Gefahr, daß durch die Umsetzung der geplanten Einsparmaßnahmen, die
ländliche Nahversorgung und die damit verbundenen Arbeitsplätze gefährdet werden. Die
Sorgen der Bevölkerung finden unter anderem in Gemeinderatsresolutionen ihren
Niederschlag. (Beilage Resolution des Gemeinderates von St. Stefan/Leoben).
Das Entwickeln neuer oder ergänzender Dienstleistungen für Postämter in ländlichen
Regionen wäre ein Weg, die von der Schließung bedrohten Postämter wirtschaftlich
attraktiver zu machen.
Die unterzeichneten Bundesräte stellen daher an den Bundesminister für Verkehr, Innovation
und Technologie folgende

Anfrage


1. Welchen Stellenwert hat für Sie die Beschäftigungspolitik im ländlichen Raum?
2. Hat der Vorstand der Gelben Post Konzepte für die Weiterentwicklung der
Dienstleistungen von Postämtern am Land entwickeln lassen?
Wenn ja, wann und welche Konzepte und Programme waren bzw. sind diese?
3. Wenn nein, warum nicht, und welche Auswirkungen hat das auf die Postämter der
Steiermark?
4. Welche Postämter in der Steiermark sind in den nächsten Jahren von einer möglichen
Schließung betroffen?
5. Welche Postämter in der Steiermark sind in den nächsten 3 Jahren von einer
möglichen Personalreduktion betroffen?
6. Hat es für das Verteilzentrum Bruck ein Alternativprogramm zur Schließung gegeben?
Wenn ja, welches?
Wenn nein, warum nicht?

RESOLUTION


Wie aus der Presse und dem ORF zu entnehmen war, ist geplant, im Laufe der
nächsten Jahre unser Postamt zu verkleinern bzw. sogar gänzlich aufzulassen.
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 05. Mai 2000 intensiv über die Pläne
diskutiert und den einstimmigen Beschluss gefasst gegen diese Pläne aufs Schärfste zu
protestieren.
Nach Auflösung der ÖBB - Haltestelle und der Schließung des Gendarmeriepostens.
würde diese Maßnahme noch einmal nicht wieder gutzumachenden Einschnitt in die
dörfliche Infrastruktur bedeuten und eine gesellschaftliche Abwertung unserer
Gemeinde nach sich ziehen.
Weiters würden auch mindestens 5 örtliche Arbeitsplätze verloren gehen. Dies wäre
für eine Gemeinde, die ohnehin nur über wenige örtliche Arbeitsplätze verfügt, ein
gewaltiger Verlust.
Aus diesen angeführten Gründen ersuchen wir, von diesen Plänen abzugehen und
erwarten eine dementsprechende Stellungnahme.

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HTML-Dokument erstellt: Jun 6 17:46