256/AB XXII. GP

Eingelangt am 22.05.2003
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfragebeantwortung

 

 

 

 

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

 

 

 

 

Die schriftliche parlamentarische Anfrage Nr.256/J-NR/2003 betreffend Förderung des Schul-
sports, die die Abgeordneten Gerhard Steier, Kolleginnen und Kollegen am 26. März 2003 an
mich richteten, wird wie folgt beantwortet:

Ad l., 2. und 5.:

In den letzten Jahren wurden den Schulen vermehrt autonome Entscheidungsmöglichkeiten

zur Schwerpunktsetzung und Profilbildung übertragen. Dieser Weg hat sich grundsätzlich

bewährt.

In den Stundentafeln der Hauptschule und AHS-Unterstufe sind mit dem Lehrplan 1999, in
den Stundentafeln der AHS-Oberstufe mit dem Lehrplan 2003, Untergrenzen bei der
Wochenstundenanzahl der Pflichtgegenstände festgelegt worden, die schulautonom nicht
unterschritten werden dürfen.

Die Mindestanzahl beträgt bei Leibesübungen in der Hauptschule 12, bei der AHS-Unterstufe
13, bei der Oberstufe 8 Wochenstunden. Nur für den Fall, dass an Schulen keine
schulautonome Entscheidung getroffen wird, werden in der aktuellen Lehrplanverordnung die
Unterrichtsstunden für Leibesübungen wie folgt festgelegt: Hauptschule 13 Wochenstunden
(früher 14), AHS-Unterstufe 14 Wochenstunden (früher 15), AHS-Oberstufe
9 Wochenstunden (früher 10).


Durch schulautonome Schwerpunktsetzung, Freigegenstände, Unverbindliche Übungen,
Sportwochen und sonstige bewegungsorientierte Schulveranstaltungen kann das
Pflichtausmaß an Sport und Bewegung je nach Interesse und Leistungsfähigkeit der
Schülerinnen und Schüler am Schulstandort deutlich erhöht werden.

Ad 3. und 4.:

Grundsätzlich sind die Anregungen des Gesamtprogramms „Bewegte Schule“ (also „Gesund

& Munter“ in der Volksschule, „Klug & Fit“ in der Sekundarstufe I und „Gemeinsam &

Aktiv“ in der Sekundarstufe II) so zu verstehen, dass Bewegung zusätzlich in den Unterricht

aller   Gegenstände   ausgleichend   zum   Sitzen   eingebaut   wird   und   Maßnahmen   durch

Unverbindliche  Übungen  und  Kooperationen  zu   anderen  Bewegungsbereichen  gesetzt

werden.

Das Gesamtprogramm „Bewegte Schule“ wurde in den österreichischen Schulen laufend
erweitert und wird im kommenden Jahr „2004 - Erziehung durch Sport“ eine zentrale
Stellung einnehmen:

-    Zusätzliche Inhalte (Entspannung, Konzentration, etc.) in der Volksschule;

-    Öffentlichkeitsarbeit für „Klug & Fit“ auf Internet-Basis;

-    Ausbau der Vereinskooperation für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Ad 6. bis 8.:

Zwischen Sportvereinen und Schulen gibt es seit vielen Jahren gut funktionierende Koopera-
tionen. Sowohl im Bereich der Bundesschulen, wie auch bei Pflichtschulen, bei denen die
Gemeinden Schulerhalter sind, erfolgt häufig eine Mehrfach-Nutzung von Turnhallen und
Sportanlagen. Die Kooperationen sind durch die Bestimmungen der Teilrechtsfähigkeit gere-
gelt.