278/AB XXII. GP

Eingelangt am 26.05.2003
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Anfragebeantwortung

Bundeskanzler

 

Die Abgeordneten zum Nationalrat Lunacek, Freundinnen und Freunde haben am
26. März 2003 unter der Nr. 241/J an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage
betreffend Berücksichtigung des Fairen Handels im öffentlichen Beschaffungswesen
gerichtet.

Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:

Zu Frage 1:

Grundsätzlich befürworte ich die Förderung von ökologisch und fair gehandelten

Produkten durch das öffentliche Beschaffungswesen.

Zu den Fragen 2, 3, 4 und 5:

Natürlich bin ich bemüht, in meinem Zuständigkeitsbereich die Beschaffung qualitativ
gleichwertiger fair gehandelter Produkte zu fördern und zu berücksichtigen, sofern
mir dies im Rahmen der Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweck-
mäßigkeit möglich ist. Bei öffentlichen Ausschreibungen wird im Rahmen der gesetz-
lichen Möglichkeiten entsprechend den Grundsätzen des Vergabeverfahrens nach
dem Bundesvergabegesetz sowohl auf ökologische als auch auf sozialpolitische Be-
lange Bedacht genommen.

Zu Frage 6:

An Kaffee, Tee und Orangensaft wurden im Bundeskanzleramt seit dem Jahr 2000

folgende Mengen zu folgenden Kosten angekauft:

Jahr

 

Artikel

 

Menge

 

Betrag Euro

 

2000

 

Orangensaft, L

 

8.415

 

7.705,43

 

2000

 

Tee, Pkg

 

493

 

760,23

 

2000

 

Div. Kaffeesorten, kg

 

1.018

 

11.305,71

 

2000

 

Kaffee EZA 3. Welt, kg

 

330

 

3.213,59

 


2001

 

Orangensaft

 

8.757

 

7.723,23

 

2001

 

Tee verschiedene Sorten, Pkt

 

759

 

1.330,47

 

2001

 

Kaffee verschiedene Sorten, kg

 

1.118

 

13.595,30

 

2001

 

Kaffee EZA 3. Welt, kg

 

303

 

2.865,70

 

 

 

 

 

 

2002

 

Orangensaft

 

8.994

 

7.580.17

 

2002

 

Tee verschiedene Sorten, kg

 

559

 

969,03

 

2002

 

Kaffee verschiedene Sorten, kg

 

1.174

 

13.165,82

 

2002

 

Kaffee EZA 3. Welt, kg

 

265,75

 

2697,36

 

Zu Frage 7:

Ja, ich werde die gegenständliche Anfrage zum Anlaß nehmen, um das
Österreichische Staatsarchiv als nachgeordnete Dienststelle des
Bundeskanzleramtes zu informieren und den vermehrten Ankauf von fair
gehandelten Produkten im Rahmen der Beschaffung anregen.