2313/AB XXII. GP

Eingelangt am 17.01.2005
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

BM für Verkehr, Innovation und Technologie

 

Anfragebeantwortung

 

GZ. BMVIT-10.000/0034-I/CS3/2004     DVR:0000175

 

An den

Präsidenten des Nationalrates

Dr. Andreas Khol

 

Parlament

1017   W i e n

 

Wien, 17. Jänner  2005

 

Sehr geehrter Herr Präsident!

 

 

Die schriftliche parlamentarische Anfrage Nr. 2344/J-NR/2004 betreffend den Ausbau des Bosruck-Bahntunnels, die die Abgeordneten Fleckl, Genossinnen und Genossen am 18. November 2004 an mich gerichtet haben, beehre ich mich wie folgt zu beantworten:

 

Fragen 1, 2, 2a und 3:

Welche Pläne werden für welchen Zeitraum bezüglich des Bosrucktunnels verfolgt?

 

Gibt es Pläne für einen Neu- bzw. Umbau des Bosrucktunnels?

 

Falls ja, wann wird der voraussichtliche Baubeginn sein?

 

Welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Bosruck-Bahntunnel sind aus heutiger Sicht vorgesehen?

 

Antwort:

Der im Jahr 1902 in Betrieb genommene Bosruck-Bahntunnel wird laufend hinsichtlich Betriebssicherheit überprüft und entsprechend erhalten und saniert. Die technische Entwicklung erfordert eine nachhaltige technische Ausrüstung hinsichtlich des Standes der Technik. Um die notwendigen Maßnahmen hinsichtlich ihrer betrieblichen Umsetzbarkeit mit der gebotenen Sorgfalt, insbesondere sicherheitstechnisch, verkehrstechnisch und wirtschaftlich, beurteilen zu können, wurde seitens der Österreichischen Bundesbahnen eine Studie in Auftrag gegeben, in welcher die zu erwartenden Kosten der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen am Bestandstunnel und alternativ eines ein- oder zweigleisigen Neubaus samt einer Aussage zur zeitlichen Umsetzung dargestellt werden sollen.

Mit der Neuerrichtung eines ein- bzw. zweigleisigen Tunnels, bei gleichzeitiger Nutzung des alten, rückgebauten Bestandstunnels als Rettungsstollen, wäre auch die Herstellung von Notausgängen nach europäischem Standard möglich. Dieser europäische Standard mit Querverbindungen zwischen den Tunnelröhren in Abständen von ca. 500 m würde alle Anforderungen entsprechend dem Stand der Technik erfüllen.

 

Fragen 4 und 4a:

Wird auf Grund der angekündigten Überarbeitung des Generalverkehrsplanes der Zeitplan für den Ausbau des Bosruck-Bahntunnels in irgendeiner Weise verändert?

 

Falls ja, wie?

 

Antwort:

Einreichplanung, Behördenverfahren, Ausschreibungen und Vergabe beanspruchen einen Zeitraum von mindestens drei Jahren.

 

Wie die Erfahrung bei ähnlichen Projekten gezeigt hat, kann diese optimistische Einschätzung oftmals nicht erfüllt werden, weil anderweitige Interessen einer einvernehmlichen Lösung entgegenstehen. Unter diesem Gesichtspunkt kann erst nach Vorliegen aller rechtskräftigen Bescheide eine verlässliche Aussage über den Realisierungszeitraum getroffen werden, wobei die reine Baudauer mit rund 5 Jahren zu veranschlagen ist.  

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen