4121/AB XXII. GP

Eingelangt am 26.06.2006
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BM für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz

Anfragebeantwortung

 

 

                                                                                                       

Herrn

Präsidenten des Nationalrates

Parlament

1010 Wien

                                                                                                        (5-fach)

 

 

GZ: BMSG-20001/0026-II/2006                                                 Wien,

 

 

 

Betreff:  Parlament

Parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch- Hosek u. a. betreffend die Lebenssituation von Frauen und Männern in der Prostitution, Nr. 4193/J

 

 

Sehr geehrter Herr Präsident!

 

Ich beantworte die an mich gerichtete schriftliche parlamentarische Anfrage Nr. 4193/J der Abgeordneten Gabriele Heinisch – Hosek u. a. betreffend die Lebenssituation von Frauen und Männern in der Prostitution wie folgt:

 

 

Zu den Fragen 1, 2 und 3:

 

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) hat mitgeteilt, dass derzeit gemäß § 2 Abs. 1 Z 4 GSVG 826 Prostituierte als neue Selbständige in der Krankenversicherung und 83 Prostituierte in der Pensionsversicherung laufend bei der SVA pflichtversichert sind.

 

Überwiegend wird von dieser Berufsgruppe das „Opting in“ nach § 3 Abs. 1 Z 2 GSVG in der Krankenversicherung gewählt, eine Pflichtversicherung § 2 Abs. 1 Z 4 GSVG ist selten.

 

Die Gebietskrankenkassen speichern keine speziellen Berufsbezeichnungen und haben somit keine Möglichkeit, kranken- und/oder unfallversicherte „registrierte Prostituierte“ zahlenmäßig zu benennen.

 

Ergänzend sei angemerkt, dass  im Falle der Anmeldung als Dienstnehmer­In auf den Meldungen meist nur unauffällige Tätigkeitsbezeichnungen (KellnerIn, TänzerIn) angegeben werden, die keine Rückschlüsse auf den der Anfrage zugrunde liegenden Personenkreis ermöglichen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen