1381/AB XXIV. GP

Eingelangt am 13.05.2009
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BM für Inneres

Anfragebeantwortung

 

Frau

Präsidentin des Nationalrates

Mag. Barbara Prammer

Parlament

1017 Wien

           

           

 

 

GZ: BMI-LR2200/0055-I/2/c/2009                                                                

              

Wien, am       . Mai 2009

 

 

Die Abgeordneten zum Nationalrat Schwentner, Freundinnen und Freunde haben am         13. März 2009 unter der Zahl 1348/J an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend „den Frauenanteil in höherwertigen Verwendungen (Funktionen)“ gerichtet.

 

Diese Anfrage beantworte ich nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

 

Zu den Fragen 1 bis 3 und 7:

Es wird auf die Beantwortung der PA 1343/J durch die Bundesministerin für Frauen und öffentlicher Dienst verwiesen.

 

Zu den Fragen 4 und 12:

Es gab keine Fälle, in denen eine Bewerberin und ein Bewerber gleich qualifiziert waren.

 

Zu den Fragen 5, 10 und 11:

Im Bereich der BM.I-Zentralleitung wurden im Jahr 2007 10 Funktionen/Verwendungen und im Jahr 2008 16 Funktionen/Verwendungen gem. Bundesministeriengesetz besetzt.

 

Für die 10 Funktionen/Verwendungen (2007) haben sich insgesamt 11 männliche und 8 weibliche Bedienstete beworben. Bestellt wurden 5 männliche und 5 weibliche Erstgereihte.

Für die 16 Funktionen/Verwendungen (2008) haben sich insgesamt 83 männliche und 16 weibliche Bedienstete beworben. Bestellt wurden 12 männliche und 4 weibliche Erstgereihte.

 

Zu Frage 6:

In Anbetracht der Komplexität und Vielschichtigkeit der Fortbildungsstruktur des Innenressorts und der in diesem Zusammenhang maßgeblichen organisatorischen bzw. strukturellen Rahmenbedingungen, der unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse im Sinne der für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen allgemein gebotenen Bedarfs- und Zielgruppenorientierung, aber auch der allgemeinen Zielgruppengröße von mehr als 30.000 Bediensteten und der sich dadurch ergebenden verwaltungsökonomischen Zwänge, werden unter Bedachtnahme auf die gebotenen Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit des Verwaltungshandelns keine durchgehenden Aufzeichnungen in der geforderten Erfassungsbreite bzw. Gliederungstiefe geführt.

Einzelne Segmente des sehr breit gefächerten Feldes der berufsbegleitenden Fortbildung im Innenressort stellen sich wie folgt dar:

 

Fortbildungen im Rahmen des Seminarkatalogs der Sicherheitsakademie (.SIAK)

2007               2008

Anzahl der Teilnehmer/-innen:          819                  813

davon weiblich                                   158 (= 19,3%)            153 (= 18,8%)

 

Maßnahmen im Rahmen der Führungskräfteausbildung

2007               2008

Anzahl der Teilnehmer/-innen:          111                  59

davon weiblich                                   17 (= 15,3%)   8 (= 13,6%)

 

Maßnahmen im Rahmen der Verwaltungsmanagement-Lehrgänge

2007               2008

Anzahl der Teilnehmer/-innen:          100                  122

davon weiblich                                   58 (= 58,0%)   74 (= 60,7%)

 

Maßnahmen im Rahmen der Fremdsprachenausbildung

2007               2008

Anzahl der Teilnehmer/-innen:          296                  306

davon weiblich                                   49 (= 16,6%)   56 (= 18,3%)

 

Zu den Fragen 8 und 9:

Die Besetzungsvorschläge enthielten nur Bewerber/innen, die zumindest die Formalerfordernisse erfüllten. 2007 haben sich bei 4 bzw. 2008 bei 9 Verwendungen/Funktionen keine Frauen beworben. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes wurden sämtliche eingelangten Bewerbungen von Frauen bei der Personalauswahl berücksichtigt.

 

Zu Frage 13:

Besonderes Augenmerk wurde und wird auf die entsprechenden Formulierungen bei den Texten der Ausschreibungen bzw. Interessenten/innensuchen gelegt.

Mit Rundschreiben vom 24. April 2007, Zahl BMI-PA1800/0020-I/2/c/2007 wurde auf die Notwendigkeit des geschlechtergerechten Sprachgebrauches hingewiesen und ein Leitfaden für geschlechtsneutrale Schreibweise erstellt, der im Intranet abgerufen werden kann.

 

Zu Frage 14:

Im Rahmen des eingerichteten Mentoring, welches insbesondere den Wiedereinstieg von Frauen in den Dienstbetrieb nach Mutterschaftskarenz erleichtern soll, ist die Karriereplanung der Mentees ein diesbezüglicher Themeninhalt.

 

Zu Frage 15:

Bundes-Gleichbehandlungsgesetz und Frauenförderungsplan sind bereits seit Jahren Bestandteil der Grundausbildungslehrgänge für den Exekutivdienst sowie der Grundausbildungslehrgänge für den allgemeinen Verwaltungsdienst.

Weiters werden die entsprechenden Inhalte unter Einbindung der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen im Rahmen der Verwaltungsmanagement- Lehrgänge behandelt.

 

Zu Frage 16:

Die Besetzung von Verwendungen/Funktionen (im Exekutivdienst bei den Landespolizeikommanden und dem Bildungszentrum Traiskirchen) wurde im Hinblick auf nachvollziehbare Qualifikationsvergleiche erlassmäßig durch Einbindung der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen geregelt.