2758/AB XXIV. GP

Eingelangt am 09.09.2009
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BM für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Anfragebeantwortung

 

(5-fach)

 

Frau

Präsidentin des Nationalrates

Parlament

1010 Wien                                                                        

 

 

GZ: BMASK-431.004/0075-VI/BS2/2009

 

Wien,

 

 

Sehr geehrte Frau Präsidentin!

Ich beantworte die an mich gerichtete schriftliche parlamentarische Anfrage Nr. 2752/J des Abgeordneten Mag. Schwentner wie folgt:

 

Frage 1:

Die am Stichtag 16.07.2009 laufenden Kurzarbeits-Projekte umfassen 314 Betriebe. Je 13,1% sind den Wirtschaftsabteilungen Herstellung von Metallerzeugnissen und Maschinenbau zuzuordnen, weitere 10,5% dem Großhandel, 8% der Metallerzeugung und -bearbeitung, 5,1% der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren und 4,5% der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen.

 

Aktuelle Daten zur Kurzarbeit: Betriebe nach Wirtschaftsabteilungen

zum Stichtag: 16.07.2009

 

Herstellung von Metallerzeugnissen

41

Maschinenbau

41

Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)

33

Metallerzeugung und -bearbeitung

25

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

16

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen

14

Herstellung von chemischen Erzeugnissen

11

Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektron. und opt. Erzeugnissen

10

Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)

9

Sonstiges

9

Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von KFZ

8

Herstellung von elektrischen Ausrüstungen

8

Herstellung von Möbeln

8

Herstellung von Textilien

7

Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik

6

Lagerei sowie Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr

6

Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen

6

Verwaltung und Führung von Unternehmen, Unternehmensberatung

6

Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften

5

Vorber. Baustellenarbeiten, Bauinstallation

5

Architektur- und Ingenieurbüros, technn, physikal. und chem. Untersuchung

4

Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie

3

Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen

3

Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus

3

Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen

3

Luftfahrt

3

Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)

2

Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau

2

Herst. von Druckerzeugn., Vervielfältigung von Ton-, Bild- und Datenträgern

2

Herstellung von sonstigen Waren

2

Reisebüros, Reiseveranstalter

2

Sonstiger Fahrzeugbau

2

Erzbergbau

1

Forstwirtschaft und Holzeinschlag

1

Gastronomie

1

Grundstücks- und Wohnungswesen

1

Herstellung von Bekleidung

1

Hochbau

1

Informationsdienstleistungen

1

Kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten

1

Sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten

1

Betriebe insgesamt

314

 

Frage 2:

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (=Gesamtbeschäftigtenstand) in den am Stichtag 16.07.2009 von Kurzarbeit betroffenen Unternehmen beläuft sich auf 84.882. Eine Differenzierung nach Geschlecht würde eine Einzelauswertung sämtlicher Unternehmensdaten erfordern und steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung.

 

Frage 3:

Eine Differenzierung nach Geschlecht würde eine Einzelauswertung sämtlicher Unternehmensdaten erfordern und steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung.

 


Fragen 4 und 6:

Mit Stichtag 16.07.2009 sind 52.784 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Der Frauenanteil der Beschäftigten, die sich in Kurzarbeit befinden, liegt – einer Schätzung auf Basis der bereits abgerechneten Projekte zufolge – bei rund 18%. Im Juni und im Juli 2008 befanden sich keine Personen in Kurzarbeit.

 

 

Frage 5:

Die bereits getätigten Zahlungen für das Jahr 2009 belaufen sich mit Stichtag 16.07.2009 auf insgesamt 44,5 Mio. €, wobei dazu anzumerken ist, dass auf Grund der laufenden und noch nicht abgerechneten Vorhaben dieser Betrag deutlich überschritten wird, seine Bedeckung im Planbudget 2009 findet. Von diesem Betrag entfallen geschätzte rund 11% auf Frauen und ca. 89% auf Männer.

 

Frage 7:

Zum Stichtag 15.7.2009 gab es 317 genehmigte Arbeitsstiftungsprojekte, für die 9.168 Personen angemeldet waren, davon 4.634 Frauen und 4.534 Männer.

 

Frage 8:

Es gibt keine Zahlen über Änderungskündigungen wegen der Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen, daher kann auch nicht gesagt werden, wie viele Frauen und wie viele Männer in den Jahren 2008 und 2009 von Änderungskündigungen betroffen waren.

 

Frage 9:

Entsprechend den Bestimmungen des Arbeitsmarktservicegesetzes und den darauf beruhenden Förderrichtlinien zur Kurzarbeitsbeihilfe können mit Ausnahme von Lehrlingen und Mitgliedern geschäftsführender Organe alle Beschäftigten an Kurzarbeitmaßnahmen teilnehmen. Das arbeitsmarktpolitische Instrument der Kurzarbeit eignet sich daher grundsätzlich dazu, Arbeitsplätze von Frauen und Männern gleichermaßen wirkungsvoll abzusichern. Dass nach den dazu vorliegenden Informationen derzeit deutlich mehr Männer in die Kurzarbeit einbezogen wurden als Frauen, ist auf den verstärkten Interventionsbedarf in hinsichtlich ihrer Beschäftigtenstruktur klar männerdominierten Wirtschaftsbereichen und Arbeitsmarktsegmenten zurückzuführen.

 

Mit freundlichen Grüßen