2346/J XXIV. GP

Eingelangt am 05.06.2009
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

 

der Abgeordneten Mag. Johann Maier

und GenossInnen

an den Bundesminister für Gesundheit

betreffend „Feuerwerkskörper und Gesundheitsschäden 2008/2009"

Mit der AB 4904/XXIII.GP vom 27.10.2008 wurden die Fragen des Fragestellers betreffend
„Feuerwerkskörper und Gesundheitsschäden" für das Jahr 2007 durch die damalige
Gesundheitsministerin beantwortet.

Dabei wurden nicht nur Daten übermittelt sondern auch zur Gefährlichkeit von
Feuerwerkskörpern Stellung genommen (z.B. Der Gefährdungsbereich kann bei impulsartigen
Lärmereignissen, wie dies bei Feuerwerkskörpern der Fall ist, ab etwa 140 dB (Immission)
angesetzt werden).

In Frage gestellt werden müssen wiederum die bekanntgegebenen Zahlen über spitalsbehandelte
Personen. Laut IDB (Injury Data Base Austria) liegt der Anteil der spitalsbehandelten
Personenschäden durch Feuerwerkskörper zwischen 0,02 % und 0,03 % aller Freizeitunfälle
(ohne Gehörschäden). Hochgerechnet ergibt das zwischen rund 100 und 200 spitalsbehandelten
Personen im Jahr. Die wirklichen Unfallszahlen liegen viel höher.

Aus systematischen Gründen werden ähnliche Fragen wieder gestellt, um die aktuellen Zahlen
und Informationen für das Jahr 2008 zu erhalten.


Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Gesundheit
nachstehende

Anfrage:

1.          Wie schätzt das Ressort nun - nach den in den Medien bekannt gewordenen Vorfällen von
Silvester 2008/2009 - grundsätzlich das gesundheitliche Risiko von Feuerwerkskörpern ein?

2.          Welche konkreten Verletzungen durch Feuerwerkskörper sind dem Ressort im Jahr 2008
bekannt geworden?

Wie viele Todesfälle sind dem Ressort bekannt geworden?

3.         Wie viele Unfälle mit Personenschäden durch Feuerwerkskörper (z.B. Böller, Raketen etc.)
und darauf folgender medizinischer Behandlung sind dem Ressort 2008 bekannt geworden?

4.         Wie hoch schätzt das Ressort die Gesamtzahl der durch Feuerwerkskörper Verletzten im Jahr
2008 ein (sofern keine konkreten Zahlen vorliegen)?

5.         Sind dem Ressort diesbezügliche Unfalls- und Verletzungszahlen aus anderen
EU-Mitgliedstaaten bekannt?

Wenn ja, in welchen Staaten?

6.         Wie viele Unfälle mit Personenschaden durch Feuerwerkskörper und darauf folgender
medizinischer Behandlung in Krankenhäusern und bei niedergelassenen Ärzten sind dem
Ressort über Silvester 2008/2009 bekannt geworden?

7.         Wird das Ressort gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und
Konsumentenschutz sowie dem Innenministerium eine systematische
Unfallursachenforschung von Unfällen mit Feuerwerkskörpern, Böllern etc. veranlassen, um
die tatsächlichen Zahlen zu erhalten?

Wenn ja, wann und in welcher Weise?
Wenn nein, weshalb nicht?

8.         Wie wird das Ressort die Bevölkerung zukünftig über gesundheitliche Risken von
Feuerwerkskörpern aufklären?

9.         Welche Position wird das Gesundheitsressort bei der Umsetzung der RL über das
Inverkehrbringen von Feuerwerkskörpern einnehmen?