3580/J XXIV. GP

Eingelangt am 05.11.2009
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

der Abgeordneten Gerhard Huber Kolleginnen und Kollegen

an den Herrn Bundesminister für Gesundheit

betreffend „Thiomersal (Quecksilberverbindung) in Impfstoffen gegen die Schweinegrippe“.

Die Schweinegrippe ist derzeit ein gesundheitspolitisches Problem, welches weltweit für

großes Aufsehen sorgt. Tagtäglich gibt es neue Meldungen über Neuerkrankungen bzw. über

die damit verbundene empfohlene Impfung gegen Schweinegrippe.

Im Gegensatz zu anderen Impfstoffen, sind die Impfstoffe, welche für die Impfung gegen die

Schweinegrippe verwendet werden, innerhalb der Schulmedizin umstritten.

Erfahrene Ärzte und Mikrobiologen warnen teilweise vor den Impfstoffen, während andere

Ärzte und Mikrobiologen, welche teilweise in einem Nahverhältnis zur Pharmaindustrie stehen

die Impfstoffe für unbedenklich halten.

Die Menschen sind daher verunsichert, und wollen auch nicht Ihre Gesundheit, aufgrund eines

evtl. bedenklichen Impfstoffes, riskieren.

Zur weiteren Verunsicherung trägt die Tatsache bei, dass auch Mitglieder der österreichischen

Bundesregierung und auch Ärzte sich nicht gegen die Schweinegrippe impfen lassen, und sich

die Menschen fragen, warum eigentlich nicht?

Wie man internationalen Ärzteberichten bzw. Berichten von Mikrobiologen entnehmen kann ,

sind besonders Impfstoffe in denen der Wirkstoff Thiomersal (Quecksilberverbindung)

enthalten sind bedenklich.

Aus medizinischer Sicht ist der Wirkstoff Thiomersal umstritten, da er bei Kleinkindern und

Schwangeren zu unkalkulierbaren Nebenwirkungen führen kann, und somit eine Gefahr

darstellen soll.

Originalzitat:

Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, sagte

hingegen dem „Westfalen-Blatt", die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in

Berlin habe den „Alleingang der Bundeswehr" mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.

Der Verband der Kinder- und Jugendärzte fordert für Kinder im Alter von sechs Monaten bis

sechs Jahren ebenfalls ein Serum ohne Verstärkerzusätze.

Desweiters wurde 2006 in den USA die erste Studie zur Gefährlichkeit von Thiomersal (Quecksilberverbindung) in Impfstoffen veröffentlicht. (Journal of American Physicians and Surgeons) Lt. Medienberichten in diversen Medizinfachzeitschriften werden in den USA keine neuen Impfstoffe, die Thiomersal enthalten, zugelassen.


Aus wirtschaftspolitischer Sicht ist dieser Wirkstoff zu hinterfragen, da er lt. Mikrobiologen als Wirkstoffverstärker seitens der Pharmaindustrie verwendet werden soll, da man aufgrund der großen Nachfrage in kurzer Zeit genügend Impfstoffe für die Bevölkerung produzieren kann, und hier evtl. zwecks Gewinnoptimierung umstrittene Wirkstoffe mit Quecksilbergehalt zulässt.

Abschließend möchte ich betonen, dass Impfungen grundsätzlich wichtig und notwendig sind, aber nur dann, wenn die Impfstoffe nicht medizinisch sehr umstritten sind, bzw. sich die Entwicklung der Impfstoffe noch im Anfangsstadium befindet.

Die obengenannten Fakten, gilt es im Sinne der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung, zu hinterfragen, um hier selbige vor unerwarteten gesundheitlichen Nebenwirkungen zu schützen.

In diesem Zusammenhang stellen unterfertigte Abgeordnete an den Herrn Bundesminister für Gesundheit folgende

ANFRAGE

1.       Ist es richtig, dass Österreich einen Vorvertrag für 16 Millionen Dosen für einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe unterzeichnet hat?

2.       Wenn ja, wann und mit wem wurde der Vorvertrag unterzeichnet?

3.Ist es richtig, dass aufgrund der großen Nachfrage an Impfstoffen gegen die Schweinegrippe aufgrund der großen Nachfrage abgeschlossen werden musste?

3.  Wann wurde der Ankauf von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe für die Republik Österreich offiziell ausgeschrieben ?

4.  Wieviele bzw. welche Pharmaunternehmen haben sich um den Zuschlag für den Ankauf der Republik Österreich bzgl. Impfstoff gegen Schweinegrippe beworben?

5.Wer hat den Zuschlag für die obengenannte Ausschreibung bekommen, und warum?

6.Welche Impfstoffe gegen die Schweinegrippe wurden von der Republik Österreich angekauft?

7. Können Sie ausschließen, dass in Österreich nur der Impfstoff Celvapan verwendet wird?

8. Wenn ja, warum?

 9.Wenn nein, warum nicht?

10. Wieviel Dosen von diesem Impfstoff gegen die Schweinegrippe wurden bzw. werden von der Republik Österreich tatsächlich angekauft?

11.Zu welchem Preis wurden bzw. werden die Dosen Impfstoff angekauft? (Bitte Preis, pro Dose)

12. Wieviele Dosen Impfstoff wurden bzw. werden den Bundesländern seitens des Bundesministeriums für Gesundheit zugewiesen ? (Bitte Aufstellung, jeweils nach Bundesland)

13.Können Sie ausschließen, dass in den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe, welche von der Republik Österreich angekauft wurden, der Wirkstoff Thiomersal (Quecksilberverbindung) nicht enthalten ist.

14. Wenn nein, sind dem Bundesministerium für Gesundheit die Nebenwirkungen des Wirkstoffes Thiomersal bekannt?

10.Wenn nein, sind dem Bundesministerium für Gesundheit Studien aus den USA aus dem Jahre 2006 bekannt, in denen vor dem Wirkstoff Thiomersal gewarnt wird ?

11. Wenn ja, wie bewertet das Bundesministerium für Gesundheit diese Studien?

12.Wurde ihr Ministerium von der Pharmaindustrie informiert, dass es aufgrund der großen Nachfrage an Impfstoffen gegen die Schweinegrippe, zu Lieferverzögerungen kommen kann.?

13.  Wen ja, wie wird der Lieferverzug der Pharmaindustrie dem Bundesministerium für Gesundheit gegenüber, begründet?


14.Ist es richtig, dass durch den Wirkstoffverstärker Thiomersal es der Pharmaindustrie möglich ist der großen Nachfrage an Impfstoffen gegen Schweinegrippe nachzukommen, und somit die Republik Österreich ausreichend beliefern kann?

15.Gibt es seitens Ihres Ministeriums Pläne um die Schweinegrippe in Österreich präventiv durch Einreiseverbote bzw. Hygienevorschriften etc.. zu bekämpfen?

16.      Wenn ja, wie sehen diese Pläne aus?

17.      Wenn nein, warum nicht?

18.Besteht für die österreichische Bevölkerung noch Gefahr aufgrund der Verbreitung der Vogelgrippe?

19.Wenn ja warum, und welche Maßnahmen hat das Bundesministerium für Gesundheit dsbzgl. getroffen ?

20.   Wenn nein, warum nicht?

21.   Gibt es eine europaweite Zusammenarbeit der Gesundheitsminister innerhalb der Europäischen Union?

22.   Wenn ja, welche Rolle spielt dabei das österreichische Bundesministerium für Gesundheit?

23.   Wenn nein, warum nicht?

24.Welche Impfstoffe gegen die Schweinegrippe hat die europäische Union genehmigt, und können vom Bundesministerium für Gesundheit angekauft werden?


25.   Gab es zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit und den zuständigen Gesundheitslandesräten der Bundesländer informelle Krisengespräche , wie man die Schweinegrippe präventiv bekämpfen kann?

26.Wenn ja, wann fanden diese Gespräche statt?

27.Wenn nein, warum nicht?

28,       Gab es bzgl. Bekämpfung der Schweinegrippe informelle Gespräche zwischen ihrem Bundesministerium und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur?

29.   Wenn ja, wann fanden diese Gespräche statt?

30.   Wenn nein, warum nicht?

31.   Gab es bzgl. Bekämpfung der Schweinegrippe informelle Gespräche zwischen ihrem Bundesministerium und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung?

32.   Wenn ja, wann fanden diese Gespräche statt und mit welchem Ergebnis?

33.Wenn nein, warum nicht?

34. Wie viele Mitarbeiter ihres Ministerium sind derzeit direkt oder indirekt mit der Bekämpfung der Schweinegrippe beschäftigt?

35.    Wie stehen Sie zu dem Vorwurf der Bevölkerung, dass es sich bei der Berichterstattung bzgl. Schweinegrippe um eine Panikmache handelt, die einzig allein dazu dient der Pharmaindustrie gewinnoptimierend  zu dienen?