3780/J XXIV. GP

Eingelangt am 23.11.2009
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ANFRAGE

 

 

des Abgeordneten Jannach

und weiterer Abgeordneter

 

 

an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

 

betreffend Maßnahmen gegen den Borkenkäferbefall in Österreich

 

Auch heuer werden die heimischen Wälder wieder von Milliarden Borkenkäfer bedroht. Das heiß-schwüle Klima hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass sich das Problem im Jahr 2009 noch ausgeweitet hat und man sogar mit drei Generationen der Käferfamilie kämpfen muss. Die höheren Temperaturen lassen die Borkenkäfer aber auch in höhere Lagen fliegen, sodass der Befall neuerdings sogar über 1.700 m Seehöhe akut werden kann.

Das Ausmaß und die Schäden sind zum Teil sehr groß. Sie stellen für die betroffenen Waldeigentümer, die Gemeinden und Regionen sowie für die Forstwirtschaft eine enorme Herausforderung dar. Problematisch ist vor allem, dass die Borkenkäfer immer mehr Schutzwälder gefährden.

 

Alle Bäume, an denen Bohrmehl festzustellen ist, müssen schon aufgearbeitet werden – sprich nicht nur jene, die bereits befallen sind.

 

In diesem Zusammenhang richten die unterfertigenden Abgeordneten an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft folgende

 

ANFRAGE

 

1.     Wie groß ist das Ausmaß der befallenen Flächen?

2.     Wie groß ist der quantitative Schaden in Festmeter befallenen Holzes?

3.     Wie viel davon wurde genutzt bzw. aus dem Wald entfernt und wie viel im Wald belassen?

4.     Welche Gebiete sind besonders betroffen?

5.     Wie wird die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Situation eingeschätzt?

6.     Welche biologischen Maßnahmen werden gegen den Borkenkäferbefall in Österreich eingesetzt?

7.     Welche Auswirkung hat die dargestellte Situation auf die Forstwirtschaft bzw. auf die betroffenen Forstwirte?

8.      Welche Fördermaßnahmen sind seitens des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft für betroffene Waldbauern vorgesehen?

9.     Wird es seitens des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft eine spezielle Förderung für die Aufarbeitung von Schadholz zugunsten der betroffenen Waldbauern geben – wenn ja, wie hoch wird diese ausfallen?