Parlament Österreich 

 

 

 

Stenographisches Protokoll

 

 

 

Bild des Parlamentsgebäudes

 

 

J U G E N D P A R L A M E N T 11/12

Thema:

Sport in der Schule

 

Plenarsitzung:

Freitag, 23. November 2012

 

Sitzungssaal des Nationalrates

 

15.04 Uhr – 15.51 Uhr

 

 


Eingeladen zum Jugendparlament wurden Schülerinnen und Schüler der 9. Schulstufe aller Schultypen jenes Bundeslandes, das gerade den Vorsitz im Bundesrat  diesmal also Tirol  innehat.

Eine Fachjury bewertete die eingelangten Antworten auf die Frage „Was bedeutet Demokratie für dich und deine KlassenkollegInnen?“, wobei unter mehreren Bewerbungen die Wahl auf folgende drei Schulen fiel:

BORG Innsbruck Klasse 5B

BG BRG SRG Reithmannstraße, Innsbruck – Klasse 5A

PTS Prutz, Ried im Oberinntal PTS 1 und PTS 2

*****

Generelle Informationen zum Jugendparlament: www.reininsparlament.at

*****

Tagesablauf

8.30 Uhr bis 9.15 Uhr: Begrüßung durch die Nationalratspräsidentin und Gruppenfindung

(Welchem Klub – gelb, türkis, weiß, violett – ordne ich mich zu?)

9.15 Uhr bis 11.45 Uhr: Klub- und Ausschusssitzungen (Teil 1)

(Welche Meinung vertritt mein Klub? Wie denken die anderen Klubs über das Thema?)

11.45 Uhr bis 12.30 Uhr: Mittagspause

12.30 Uhr bis 15.00 Uhr: Klub- und Ausschusssitzungen (Teil 2)

(Sind Kompromisse mit anderen Klubs möglich? Wie bereite ich meine Rede für das Plenum vor?)

*****

Ab 15.04 Uhr:

Plenum und Abstimmung

Reden, Debatten und Abstimmung über die Gesetzesvorlage

Wie werde ich mich, wie wird sich mein Klub entscheiden? Wird die Gesetzesvorlage angenommen oder abgelehnt?

*****

Zusätzlich gibt es professionelles Feedback von den PolitikerInnen und journalistisches Blitzlichtgewitter.

Wer hat Fragen an die Profis? Wer stellt sich den Fragen der JournalistInnen und gibt Interviews?

 

Thema des Jugendparlaments am 23. November 2012:
Sport in der Schule

 

Beginn der Sitzung: 15.04 Uhr

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren Abgeordnete zum Jugendparlament! Ich darf Sie jetzt am Nachmittag noch einmal herzlich begrüßen, und ich eröffne damit auch ganz offiziell die 10. Sitzung des Jugendparlamentes.

Die einzelnen Gruppen haben ihre Klubsitzungen abgehalten, dies mit Unterstützung der Abgeordneten zum Nationalrat, die hier vor Ihnen sitzen: Frau Abgeordnete Lueger, Frau Abgeordnete Mag. Hakl – sie ist jetzt bei ihrem Baby –, Herr Abgeordneter Ing. Höbart, Herr Abgeordneter Dr. Grünewald sowie Herr Abgeordneter Markowitz. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich für die Mitarbeit der Abgeordneten zum Nationalrat bedanken.

Bevor wir die Debatte jetzt beginnen, sind von meiner Seite noch einige Punkte bekannt zu geben. Sie alle wissen, auf der Tagesordnung steht der Bericht des Ausschusses des Jugendparlaments über die Gesetzesvorlage (19 der Beilagen): betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird (Sport in der Schule-Gesetz). (20 der Beilagen)

Ich möchte auch darauf aufmerksam machen, dass angekündigt wurde, dass einige Klubs weitere Entschließungsanträge zu diesem Tagesordnungspunkt einbringen werden.

Wir gehen nun in die Tagesordnung ein.

Redezeitbeschränkung

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Gemäß § 31 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Jugendparlaments – denn auch hier gilt die Geschäftsordnung – habe ich gemeinsam mit den Klubobleuten, die Sie ja gewählt haben, eine Redezeit von 60 Minuten für die heutige Sitzung des Jugendparlaments vereinbart.

Da die Klubs nicht gleich groß sind, ist auch die Redezeit nicht für alle gleich, das heißt: die Gelben 18 Minuten, die Weißen auch 18 Minuten, die Türkisen 13 Minuten und die Violetten 11 Minuten. Wie Sie sich dann in den Klubs die Redezeit aufteilen, bleibt Ihnen überlassen, aber wenn die Zeit abgelaufen ist – die jeweiligen Gesamtminuten –, dann ist es aus mit der Redezeit. Ich darf Sie also ersuchen, darauf Rücksicht zu nehmen, dass auch wirklich alle zu Wort kommen.

Ich werde Ihnen – so wie es hier in diesem Saal üblich ist – die Redezeit einstellen. Sie gehen ja dann zum Rednerpult, um Ihre Rede zu halten. 1 Minute, bevor die Redezeit zu Ende ist, fängt die Lampe da vorne zu blinken an, und wenn es dann durchgehend rot leuchtet und nicht mehr blinkt, dann ist die Redezeit abgelaufen – was darüber geht, wird den anderen wieder abgezogen.

1. Punkt

Bericht des Ausschusses des Jugendparlaments über die Gesetzesvorlage (19 der Beilagen): Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird (Bewegung und Sport in der Schule-Gesetz). (20 der Beilagen)

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gelangen zum 1. Punkt der Tagesordnung. Berichterstatter ist Herr Abgeordneter Felix Stippler, und ich darf ihn bitten, die Debatte als Berichterstatter zu eröffnen. – Bitte.

Berichterstatter Felix Stippler: Bericht des Ausschusses des Jugendparlaments: Aufgrund des Rückgangs der Leistungen österreichischer Sportlerinnen und Sportler, wie es sich vor allem durch das schlechte Abschneiden bei den Olympischen Spielen 2012 gezeigt hat, will die Bundesregierung neue Akzente setzen. Sie hat daher vorgeschlagen, dass alle Schülerinnen und Schüler täglich mindestens eine Stunde Bewegung und Sport haben sollen. Damit sollen auch die Entwicklung und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler gefördert werden.

Der Ausschuss des Jugendparlaments hat die gegenständliche Gesetzesvorlage in seiner Sitzung am 23. November 2012 in Verhandlung genommen. An der Debatte beteiligten sich die Abgeordneten Elias Greiner, Eros Yildiz, Milena Jovanovic, Felix Stippler, David Penz, Johanna Heller und Anna Niedermoser. Als Expertin stand Mirna Jukic dem Ausschuss zur Verfügung.

Alle Abgeordneten haben sich für mehr Bewegung und Sport in der Schule und gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer beziehungsweise Sporttrainerinnen und -trainer ausgesprochen. Die Violetten forderten, dass Bewegung und Sport am Vormittag stattfinden soll, dass dies aber nicht täglich sein müsse. Die Türkisen betonten, dass auch die Lehrkräfte an Volksschulen gut ausgebildet sein müssen. Die Gelben sprachen sich auch für mehr Auflockerungsübungen in anderen Stunden aus, um Fitness und Aufmerksamkeit zu fördern. Die Weißen haben zum einen gefordert, Kooperationen mit Sportvereinen auszubauen, zum anderen haben sie Bedenken darüber geäußert, dass Bewegung und Sport auf Kosten anderer Unterrichtsfächer ausgebaut wird. Nach einer intensiven Debatte wurde die Ausschusssitzung unterbrochen, um weitere Vorschläge in den Klubs zu diskutieren.

In der wiederaufgenommenen Ausschusssitzung beteiligten sich die Abgeordneten Milena Jovanovic, Eros Yildiz, Anna Niedermoser und Felix Stippler an der Debatte.

Im Zuge der Debatte hat die Abgeordnete Milena Jovanovic vom Klub der Weißen einen Abänderungsantrag eingebracht, der in jeder Schulwoche Unterricht in Bewegung und Sport im Ausmaß von vier oder fünf Stunden vorsah. Dieser Antrag fand keine Mehrheit.

Weiters haben die Abgeordneten David Penz (Gelb), Eros Yildiz (Violett) und Norbert Gerhold (Türkis) einen Abänderungsantrag eingebracht, der in jeder Schulwoche Unterricht in Bewegung und Sport im Ausmaß von mindestens vier Stunden vorsieht, wovon eine Stunde für Ernährungsberatung verwendet werden muss. Außerdem hat jeder Schultag mit einer kurzen Bewegungseinheit zu beginnen.

Bei der Abstimmung wurde der in der Gesetzesvorlage enthaltene Gesetzentwurf unter Berücksichtigung des Abänderungsantrags der Abgeordneten Penz, Yildiz und Gerhold mit Stimmenmehrheit – dafür: Gelb, Violett, Türkis, dagegen: Weiß – beschlossen.

Als Ergebnis seiner Beratungen stellt der Ausschuss des Jugendparlaments somit den Antrag, der Nationalrat wolle dem angeschlossenen Gesetzentwurf die verfassungsmäßige Zustimmung erteilen. – Danke.

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herzlichen Dank für die Berichterstattung.

Diskussion

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gehen in die Debatte ein. Die Klubs sind übereingekommen, dass nach Themenbereichen gegliedert diskutiert werden soll.

Themenblock 1: Sport und Bewegung in der Schule

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir beginnen zunächst mit dem Thema Sport und Bewegung in der Schule. Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Raphael Jubke. Ich stelle die Uhr auf 2 Minuten. – Bitte.

15.10

Abgeordneter zum Jugendparlament Raphael Jubke (Gelb): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Heute haben wir über Bewegung und Sport diskutiert. Heutzutage bewegen sich die Jugendlichen viel zu wenig, deswegen überlegten wir uns, in den Schulen mehr Sportstunden einzuführen. Wir haben uns vorgestellt, auch das Thema gesunde Ernährung in den Schulalltag einzubringen.

Was ich mir nicht gedacht hätte, ist, dass so viel Arbeit hinter den Kulissen steckt. Die Gesetzesvorlage haben wir mit den Türkisen und den Violetten mehrheitlich beschlossen. Das bedeutet, dass wir miteinander das Gesetz beschließen könnten.

Vielen Dank, dass ich vor Ihnen reden durfte. Ich hoffe, ich kann bald wieder kommen und eine weitere Rede halten. (Beifall.)

15.11

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Frau Abgeordnete Melanie Renk zu Wort. 3 Minuten Redezeit. – Bitte.

15.12

Abgeordnete zum Jugendparlament Melanie Renk (Weiß): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Sport an den Schulen ist ja ein sehr aktuelles Thema, und ich bin froh, dass wir uns jetzt alle für die gleiche Richtung entschieden haben, und zwar für mehr Sport in den Schulen. Sport in den Schulen bringt nicht nur einen abwechslungsreichen Schulalltag, sondern ist auch für die Gesundheit sehr gut und damit nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist und die Psyche, weil Sport eine antidepressive Wirkung hat und auch die Neubildung von Nervenzellen sowie die Konzentration und die Gehirnfunktionen fördert.

Wir haben ja überlegt, vier Stunden Sport in den Schulen pro Woche einzuführen, und wir haben auch überlegt, wie wir das umsetzen könnten. Dabei sind wir auf ein paar Probleme gestoßen. Ein Problem war zum Beispiel der Platz. Wir haben einfach zu wenig Turnsäle, damit alle Schüler vier Stunden Sport in der Woche machen können. Auch haben wir zu wenig professionell ausgebildete Lehrer, und ein anderes Problem war, dass mit dem Gesetz auch hohe Kosten verbunden wären. Ich weiß nicht, ob Sie alle sich darüber schon Gedanken gemacht haben. – Vielen Dank. (Beifall.)

15.13

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Marlene Plattner. – Bitte.

15.13

Abgeordnete zum Jugendparlament Marlene Plattner (Türkis): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir vom Klub Türkis stehen für Bildung und Wissen. Wir fordern mehr Turnstunden, da wir uns einig sind, dass das gut für die Konzentration in der Schule ist und dass es Disziplin, Regeltreue, Teamfähigkeit, Fairness und Wettkampf und auch den Respekt vor den Fähigkeiten der anderen fördert.

Sport trainiert nicht nur den Körper, sondern sogar das Gehirn. Sich regelmäßig zu bewegen macht schlau, aktiviert das Nervenwachstum und wirkt dem geistigen Abbau entgegen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, dass es gut wäre, die Wochenanzahl der Turnstunden zu erhöhen. – Vielen Dank. (Beifall.)

15.14

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Eros-Aziz Yildiz ist der nächste Redner. – Bitte.

15.15

Abgeordneter zum Jugendparlament Eros-Aziz Yildiz (Violett): Guten Tag, Frau Nationalratspräsidentin und geschätzte Abgeordnete! Als Allererstes: Vielen Dank für diese großartige Chance! Ich spreche im Sinne aller, wenn ich sage, dass diese beiden Tage ein einzigartiges Erlebnis waren und Einblick in die Welt der Politik Österreichs geboten haben.

Nun zum Wesentlichen: Seit Jahren wird darüber geklagt, dass in Österreichs Schulen der Turnunterricht immer unbedeutender wird und immer mehr Kinder und Jugendliche adipös sind. Aus diesem Grund bearbeiteten wir heute und im Vorhinein dieses heiß debattierte Thema. Nach längerem Diskutieren sind wir, der Klub Violett, zu dem Ergebnis gekommen, dass die ursprüngliche Gesetzesvorlage, in der jeden Tag eine Turnstunde vorgesehen war, nicht durchführbar ist, denn es scheitert sowohl am Platz als auch am Lehrpersonal. Wir sind deshalb sehr erfreut darüber, dass unser neuer Gesetzesvorschlag bereits im Ausschuss angenommen wurde und hoffen darauf, dass dies auch hier im Plenum geschieht.

Ich bedanke mich sehr herzlich für die Zusammenarbeit und Unterstützung der beiden Klubs Gelb und Türkis und auch bei Frau Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und allen Mitwirkenden des Projektes, die uns diese wundervolle Chance ermöglicht haben. – Vielen Dank! (Beifall.)

15.16

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Verena Stützner zu Wort gemeldet. – Bitte.

15.16

Abgeordnete zum Jugendparlament Verena Stützner (Gelb): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir haben uns hier versammelt, weil wir uns mit einem sehr wichtigen Thema beschäftigt haben. Das Thema lautet: Bewegung und Sport an Schulen. Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Schüler mehr Sport betreiben, darum haben wir beschlossen, dass die Anzahl der Sportstunden verdoppelt werden soll. Wir sind auch sehr froh darüber, dass uns die Klubs Türkis und Violett in unserem Anliegen unterstützt haben. In diesem Sinne ersuchen wir Sie, Hohes Haus, unserem Antrag stattzugeben. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.17

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter David Lukasser zu Wort. – Bitte.

15.17

Abgeordneter zum Jugendparlament David Lukasser (Weiß): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Durch Vereine haben gewisse Personen, die eher sogenannte Outsider sind, die Gelegenheit, mit neuen Personen in Kontakt zu kommen. Außerdem hat man auch die Gelegenheit, auf andere Klubs zu stoßen und gegeneinander ein Turnier auszutragen.

Durch Sport kommt Abwechslung in den Vormittag, und das verringert den Schulstress. Außerdem darf man die Sportart selbst aussuchen, wenn man will, und der Vorteil ist, dass jeder Interesse zeigt, da er seine Lieblingssportart ausführen darf. Man bekommt viel mehr Lust auf Sport. Festere Menschen, die nicht viel Sport betreiben, bekommen auf einmal auch Lust auf Sport, da man einen Einblick in einen Sportverein bekommt. Es motiviert vielleicht auch, dass der Turnlehrer plötzlich der Fußballtrainer, Volleyballtrainer oder vielleicht auch Schwimmtrainer ist.

Wir stimmen aber dagegen, dass auf Kosten einer Turnstunde eine Ernährungsstunde veranstaltet wird. Wir betonen nochmals, dass die Sportauswahl freiwillig ist und niemand gezwungen wird, einem Verein beizutreten. Wir wollen nur eine Möglichkeit anbieten, um mehr Abwechslung im Turnunterricht zu bekommen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.19

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun ist Herr Abgeordneter Andreas Leitner zu Wort gemeldet. – Bitte.

15.19

Abgeordneter zum Jugendparlament Andreas Leitner (Türkis): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Warum ist es wichtig, in diesen Zeiten mehr Sport zu betreiben? – Weil wir jetzt beginnen müssen, gegen die Fettleibigkeit etwas zu tun. Mit Sport können wir auch besser Krankheiten vorbeugen, und es ist eine Abwechslung in der Schule. Wenn wir mehr auf Sport eingehen, können wir uns vielleicht bei den nächsten Olympischen Spielen wieder besser präsentieren.

Abschließend möchte ich festhalten, dass der Körper nicht nur Stativ für den Kopf ist, vielmehr ist ein fitter Körper Grundvoraussetzung für einen fitten Geist. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.20

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Michael Salzgeber. – Bitte.

15.20

Abgeordneter zum Jugendparlament Michael Salzgeber (Türkis): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir sind für mehr Sport in der Schule, weil es die Gesundheit der Jugendlichen fördert. Laut Studien aus dem Gesundheitsbereich ist es für die Hirnleistung extrem wichtig, ausreichend mit Sauerstoff versorgt zu werden. Durch Bewegung und Sport kommt mehr Sauerstoff in das Hirn. Um sich auf die verschiedenen Fächer konzentrieren zu können, die im Ablauf eines Tages stattfinden, braucht man Abwechslung, und gerade Sport bietet diese Abwechslung. Besonders für uns ist das wichtig, denn wir achten auf Bildung und Wissen.

Wir wollen, dass sich Schüler im Unterricht besser konzentrieren können. Aufgrund dieser Überlegung bitten wir Sie, Hohes Haus, für unseren Antrag zu stimmen. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.21

Themenblock 2: Gesetzesvorlage

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Damit gelangen wir zum zweiten Diskussionsblock, nämlich zur Gesetzesvorlage selbst, in der Form, in der sie im Ausschuss beschlossen wurde.

Als Erste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Melek Sahin. – Bitte.

15.21

Abgeordnete zum Jugendparlament Melek Sahin (Gelb): Sehr geehrte Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Unser heutiges Thema war Bewegung und Sport, worüber wir sehr viel diskutiert haben. Unsere Überlegungen waren vielseitig, aber doch präzise. Schließlich haben wir uns dafür entschieden, die Gesetzesvorlage so zu ändern, dass es vier zusätzliche Turnstunden gibt, diese aber manchmal auch in einer Doppelstunde und sehr abwechslungsreich gestaltet sind.

Dazu hatten wir die Idee, dass am Anfang eines Schultages zirka 5 Minuten Sport betrieben werden soll. Wir hatten das Glück, dass die Türkise und Violette Partei ähnliche Argumente vorbrachten, so konnten wir uns einigen. In diesem Sinne ersuchen wir Sie, Hohes Haus, unserem Antrag stattzugeben. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.22

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Felix Stippler. – Bitte.

15.23

Abgeordneter zum Jugendparlament Felix Stippler (Türkis): Sehr geehrte Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Unser Antrag betreffend mindestens vier Turnstunden mit einer zusätzlichen Ernährungsstunde pro Woche war als Bekämpfung der immerfort zunehmenden Fettleibigkeit bei Minderjährigen gedacht. Er ist auch ernst zu nehmen, da körperliche Fitness für die geistige Leistung von riesiger Bedeutung ist. Durch das frühe Bewusstsein der Volksschüler für Sport und Gesundheit kann man sie leicht für einen Sport begeistern, und durch Talent und Förderung kann man sicher den einen oder anderen Spitzensportler hervorbringen.

Vielleicht sind unsere Ergebnisse bei den nächsten sportlichen Großereignissen daher erfreulicher. In diesem Sinne rufe ich Sie alle dazu auf, für unseren Antrag zu stimmen! – Danke. (Beifall.)

15.24

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Nico Regensburger. – Bitte.

15.24

Abgeordneter zum Jugendparlament Nico Regensburger (Violett): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Heute ist ein wichtiger Tag im Parlament. Seit Jahren diskutieren viele über die Notwendigkeit, mehr Sport und Bewegung für die Jugend anzubieten. Vor Jahren wurden Turnstunden gekürzt. Immer wieder wird geklagt, dass Jugendliche zu häufig übergewichtig sind und zu wenig Bewegung machen. Wir vom Violetten Klub wollen das ändern.

Nach intensiven Beratungen fiel uns auf, dass die früher geforderte tägliche Turnstunde nicht durchführbar ist. Nach längeren Beratungen und Gesprächen mit ExpertInnen kamen wir zur Überzeugung, dass den unterrichtlichen Möglichkeiten von Schulen Platz im Gesetz gegeben werden muss. Wir fordern mindestens vier Stunden Sport und Bewegung in einer Schulwoche. Jede Schule kann somit Dauer und Zahl der Sport- und Bewegungsstunden selbst festlegen. Jede erste Schulstunde soll jedoch mit einer kurzen Bewegungsübung starten.

Es freut uns, dass wir hier mit allen Parteien eine Einigung erreichen konnten. Wir hoffen, dass die Regierung zum Wohle der Jugendlichen unsere Vorschläge so schnell wie möglich umsetzt. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.25

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Sandro Haslwanter zu Wort. – Bitte.

15.25

Abgeordneter zum Jugendparlament Sandro Haslwanter (Gelb): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Heute haben wir viel über das Thema Bewegung und Sport in österreichischen Schulen gesprochen. Unser Klub hat die Gesetzesvorlage nach unseren Meinungen geändert, weil uns eine Turnstunde am Tag zu kurz war und weil man zum Aufbauen und Abbauen zu viel Zeit braucht.

Wir haben gesehen, dass man miteinander viel umsetzen kann, und wir sind froh, dass wir mit Türkis und Violett zusammenarbeiten können. In diesem Sinn ersuchen wir Sie, Hohes Haus, unserem Antrag stattzugeben. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.26

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Johanna Heller. – Bitte.

15.27

Abgeordnete zum Jugendparlament Johanna Heller (Türkis): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir im Türkisen Klub waren uns sofort nach dem Lesen der Gesetzesvorlage einig, einiges davon abzuändern, denn täglich eine Stunde Turnunterricht ist unserer Meinung nach zu viel, da es dann weniger Freizeit und mehr Schulstunden gibt.

Generell sind wir natürlich für mehr Sport in der Schule, da es die Gesundheit und Konzentration der Schüler fördert, mindestens vier Stunden pro Woche sind genug. Da es aber nichts bringt, mehr Turnstunden einzuführen, wenn sich die Jugendlichen danach von Fastfood und anderem ernähren, kamen wir auf die geniale Idee, auch Ernährungskunde einzuführen. Weiters ist eine bessere Ausbildung der Sportlehrerinnen und Sportlehrer sehr wichtig für einen professionellen und abwechslungsreichen Turnunterricht. – Danke. (Beifall.)

15.27

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gemeldet ist nun Herr Abgeordneter Elias Greiner. – Bitte.

15.28

Abgeordneter zum Jugendparlament Elias Greiner (Violett): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Unser Klub Violett unterstützt den Antrag auf mindestens vier Stunden Bewegung und Sport und zusätzlich eine Ernährungsstunde, denn 25 Prozent der Kinder sind übergewichtig. Wir sind dafür, dass der Sport viel im Freien ausgeübt wird, da das allen viel Spaß macht. Außerdem ist es an der Zeit, dass sich die Bundesregierung mit weiteren Maßnahmen zum Thema befasst, nämlich mit Ernährung und Sportvereinen.

Die Bundesregierung und die Schulen sollen diese Maßnahmen möglichst rasch umsetzen und so einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Jugend leisten. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.28

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Markus Ausserlechner. – Bitte.

15.29

Abgeordneter zum Jugendparlament Markus Ausserlechner (Gelb): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Heute wurde viel über Bewegung und Sport diskutiert. Wir Abgeordnete des Gelben Klubs änderten die Gesetzesvorlage so, dass man in den österreichischen Schulen mindestens vier Turnstunden pro Schulwoche einführen sollte. Außerdem sollten 5 Minuten Dehnungsübungen und dergleichen stattfinden, da dies die Durchblutung und dadurch die Leistungsfähigkeit der Schüler steigert. Alles andere haben meine Parteikollegen schon erwähnt. Ich danke auch noch den Türkisen und den Violetten für ihre Unterstützung. – Danke für eure Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.29

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Anna Niedermoser. – Bitte.

15.30

Abgeordnete zum Jugendparlament Anna Niedermoser (Türkis): Sehr geehrte Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Da unser Klub Bildung und Wissen aus nur 16 Abgeordneten besteht, haben wir beschlossen, in Koalition mit anderen Klubs zu gehen. Alle Parteien waren in einer Hinsicht der gleichen Meinung, und zwar dass mehr Bewegung in die Schülerinnen und Schüler kommen muss. In den Verhandlungen hatten wir, der Türkise Klub, unsere Ziele klar vor Augen, die anderen Klubs erfüllten die meisten unserer Anforderungen und Bedingungen, und wir mussten fast keine Kompromisse eingehen.

Es wurde lange und hart diskutiert, doch schlussendlich schafften wir es, mit den anderen Klubs einer Meinung zu sein. Trotzdem waren wir mit der Einigung dann doch nicht glücklich; mit einigen Änderungen ließ sich das jedoch kaschieren, und wir sind zufrieden. – Danke. (Beifall.)

15.31

Themenblock 3: Weiterführende Maßnahmen

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun kommen wir zum dritten Themenblock, nämlich zu den weiterführenden Maßnahmen, die ja auch diskutiert wurden.

Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Fabian Kathrein. – Bitte.

15.31

Abgeordneter zum Jugendparlament Fabian Kathrein (Gelb): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir haben uns heute im Parlament versammelt, um über das Thema Bewegung und Sport zu diskutieren. Die Gelbe, die Violette und die Türkise Partei haben sich zusammengetan. In der Gesetzesvorlage steht, dass mindestens vier Turnstunden mehr kommen, dass die fünfte Stunde für Ernährung und Sport verwendet wird und dass die Lehrer ausgebildet werden müssen.

Es hat eine Weile gedauert, bis die Gesetzesvorlagen fertig umgeschrieben waren. Gemeinsam mit den Türkisen und Violetten haben wir uns auf einen Antrag geeinigt, den mein Kollege David Penz einbringen wird. – Vielen Dank. (Beifall.)

15.32

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Sophia Loos. – Bitte.

15.33

Abgeordnete zum Jugendparlament Sophia Loos (Weiß): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Im Moment werden zirka 80 Millionen € für den Sportunterricht ausgegeben. Würden wir vier bis fünf Sportstunden einführen, so wie wir es eigentlich geplant hätten, würden die Kosten sich am Anfang auf ungefähr 300 Millionen € steigern. Allerdings lohnt es sich, in die Jugend zu investieren, denn dann würde dies von der Altersvorsorge abgezogen werden und im Endeffekt hätten wir einen doppelten Gewinn.

Einer der Hauptgründe, warum die Sportstunden unbedingt erhöht werden müssen, ist die große Anzahl der übergewichtigen Jugendlichen. Die Folgen von Übergewicht sind Haltungsschäden, geringe geistige Leistungsfähigkeit und chronische Erkrankungen. Dadurch vermindert sich auch die Lebensqualität. Bewegung ist eine Grundvoraussetzung für eine gesunde Entwicklung, denn sie macht fit, selbstbewusst, fördert die Konzentrationsfähigkeit, erleichtert das Lösen komplexer Aufgaben und vor allen Dingen ist Bewegung eine wirklich willkommene Abwechslung im langweiligen Alltag.

Eigentlich sollte Sport bereits von der Familie gefördert werden. Kinder sollten schon in frühen Jahren auf verschiedene Sportarten aufmerksam gemacht werden und diese dann auch selbst ausüben. Sogar der Rechnungshof bestätigt, dass unsere Gesellschaft viel zu wenig Sport treibt, denn eigentlich sollten sich Erwachsene mindestens 30 Minuten pro Tag körperlich betätigen. Kinder sollten dies sogar 60 Minuten pro Tag tun.

Im Großen und Ganzen bedeutet meine Rede eigentlich, dass mangelnde Sportausübung im Endeffekt für höhere volkswirtschaftliche Kosten verantwortlich ist. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.35

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Norbert Gerhold zu Wort. – Bitte.

15.35

Abgeordneter zum Jugendparlament Norbert Gerhold (Türkis): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir, die Türkisen, stehen für Bildung und Wissen, deshalb kam uns anfangs der Gedanke, dass man die Grundlagen gesunder Ernährung und richtigen Trainings im Biologieunterricht integrieren könnte. Später schlug allerdings die gelb-violette Koalition vor, mindestens vier Turnstunden pro Woche – wie wir – vorzuschreiben und in einer dieser Stunden die vorhin genannten Grundlagen zu vermitteln.

Aus diesem Grund hatte die gelb-violette Koalition unsere Zustimmung, und im Gegenzug werden Sie – hoffentlich – unserem Antrag auf Verbesserung der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen im Fach Bewegung und Sport stattgeben, denn wenn Klubkollegen erzählen, dass Kinder nach der Volksschule nicht rückwärtsgehen können oder im Turnunterricht am Handy gespielt wird, weil die Schüler und Schülerinnen unmotiviert sind, liegt das mit Sicherheit nicht an den Schülern. Ich würde sagen, mindestens 90 Prozent würden nicht am Handy spielen, wenn der Lehrer sie in der Volksschule richtig motiviert hätte, eine Ausbildung, die für dieses Fach geeignet ist, gehabt und ihnen diese Freude vermittelt hätte.

Die Motivation muss von den LehrerInnen in der Volksschule vermittelt werden. Aufgrund dieser Überlegungen würde ich mich freuen, wen Sie am Ende dieser Sitzung dem Entschließungsantrag der Türkisen Partei zustimmen würden. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.37

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter David Penz. – Bitte.

15.37

Abgeordneter zum Jugendparlament David Penz (Gelb): Ich bringe folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten David Penz (Gelb), Norbert Gerhold (Türkis) und Eros Yildiz (Violett) betreffend gesunde Ernährung

Das Jugendparlament wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen dafür zu setzen, dass regionales Obst und Gemüse gratis für die Schülerinnen und Schüler an den Schulen zur Verfügung steht.“

*****

Vielen Dank. (Beifall.)

15.38

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der Entschließungsantrag ist damit offiziell eingebracht, und er wird auch mitberaten.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten David Penz (Gelb), Norbert Gerhold (Türkis) und Eros Yildiz (Violett) betreffend gesunde Ernährung

Die unterfertigten Abgeordneten stellen folgenden

Entschließungsantrag

Das Jugendparlament wolle beschließen:

Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen dafür zu setzen, dass regionales Obst und Gemüse gratis für die Schülerinnen und Schüler an den Schulen zur Verfügung steht.

*****

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Martin Schild. – Bitte.

15.38

Abgeordneter zum Jugendparlament Martin Schild (Weiß): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Eines unserer größten Anliegen ist es, die österreichische Jugend sportlicher zu stimmen, deshalb unterstützen wir jegliche Ideen zur Vermehrung der Turnstunden. Dadurch fördern wir nicht nur die Gesundheit unserer Jugend, sondern auch die Leistung unserer Sportler und können so bei den Olympischen Spielen wieder erfolgreich sein.

Des Weiteren möchten wir den Schulunterrichtsgegenstand Bewegung und Sport als unbenoteten Pflichtgegenstand einführen. Wir haben die Idee, dass man durch die Anwesenheit bei einem Sporttraining die Möglichkeit hat, diese Stunde gegen Turnstunden einzutauschen. Das heißt: Bringe ich den Nachweis, dass ich in einem Verein regelmäßig trainiere, dann soll für mich die Möglichkeit bestehen, anstatt der Turnstunde eine Freistunde, in der ich meine schulischen Aufgaben erledigen oder – bei einer Randstunde – früher heimgehen kann, zu haben.

Die Kosten werden sich so um einiges reduzieren. Da es ziemlich teuer sein wird, neue Turnsäle zu bauen und neue Lehrer für Sportstunden auszubilden, ist es unsere Idee gewesen, das so zu regeln, damit man erstens Geld spart und zweitens die Schüler sich ihrem Sport auch in der Schule widmen können und dadurch mehr Spaß an der Bewegung haben.

Ich möchte daher folgenden Antrag einbringen:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Martin Schild (Weiß), Kolleginnen und Kollegen betreffend Kooperation von Schulen und Sportvereinen

Das Jugendparlament wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen für eine verstärkte Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen zu setzen. Insbesondere soll es möglich sein, dass das Training in Sportvereinen auf die Turnverpflichtung in der Schule angerechnet wird bzw. den Schülerinnen und Schülern Zeit für individuellen Sport zur Verfügung gestellt wird. Daher sollen auch Maßnahmen gesetzt werden, die eine flexible Gestaltung des Unterrichts in Bewegung und Sport ermöglichen.

Um eine ausreichende Vorbereitungszeit zu gewährleisten, sollen diese Maßnahmen mit Beginn des Schuljahres 2015/16 greifen.“

*****

Danke für eure Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.40

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Dieser Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht, und er wird mitberaten.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Martin Schild (Weiß), Kolleginnen und Kollegen betreffend Kooperation von Schulen und Sportvereinen

Die unterfertigten Abgeordneten stellen folgenden

Entschließungsantrag

Das Jugendparlament wolle beschließen:

Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen für eine verstärkte Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen zu setzen. Insbesondere soll es möglich sein, dass das Training in Sportvereinen auf die Turnverpflichtung in der Schule angerechnet wird bzw. den Schülerinnen und Schülern Zeit für individuellen Sport zur Verfügung gestellt wird. Daher sollen auch Maßnahmen gesetzt werden, die eine flexible Gestaltung des Unterrichts in Bewegung und Sport ermöglichen.

Um eine ausreichende Vorbereitungszeit zu gewährleisten, sollen diese Maßnahmen mit Beginn des Schuljahres 2015/16 greifen.

*****

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Katharina Krug. – Bitte.

15.41

Abgeordnete zum Jugendparlament Katharina Krug (Türkis): Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die Regierung sollte sich intensiver mit der Aus- und Weiterbildung der Sportlehrer beschäftigen, da Sportunterricht mit ungeschulten Lehrern weniger zur Gesundheit beiträgt als ein Unterricht mit Lehrern, die etwas von Sport verstehen. Auch würde sich somit das Ganze interessanter gestalten und auch die Schüler motivieren, dem Programm zu folgen. Sport nützt nur etwas, wenn er auch Spaß macht, da er ansonsten demotiviert und das eigentliche Ziel – die Begeisterung am Sport zu mehren – verfehlt.

Auch trägt professioneller Sportunterricht dazu bei, dass Sehnen und Muskeln der Schüler trainiert werden, und dadurch verringert sich auch die Verletzungsgefahr in Alltagssituationen, da ein trainierter Körper mehr verkraftet und widerstandfähiger ist als ein untrainierter.

In diesem Sinne ersuchen wir Sie, unserem Entschließungsantrag stattzugeben. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.42

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Catharina Sieberer. – Bitte.

15.42

Abgeordnete zum Jugendparlament Catharina Sieberer (Violett): Ich bringe für den Klub Violett folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Catharina Sieberer, Gina Vetter, Ebru Kicik (Violett), Kolleginnen und Kollegen betreffend Ernährungskunde

Das Jugendparlament wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen zu setzen, dass Ernährungskunde fächerübergreifend im Stundenplan integriert wird.“

*****

Dafür kann nicht nur das Fach Biologie, sondern auch Geographie oder andere Fächer verwendet werden, damit es nicht zulasten eines Faches geht. Um den hohen Stellenwert von Ernährung hervorzuheben, stellen wir diesen Antrag. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.43

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Auch dieser Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht und wird mitberaten.


Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Catharina Sieberer, Gina Vetter, Ebru Kicik (Violett), Kolleginnen und Kollegen betreffend Ernährungskunde

Die unterfertigten Abgeordneten stellen folgenden

Entschließungsantrag

Das Jugendparlament wolle beschließen:

Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen zu setzen, dass Ernährungskunde fächerübergreifend im Stundenplan integriert wird.

*****

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Frau Abgeordnete Giulia Prissmann zu Wort. – Bitte.

15.43

Abgeordnete zum Jugendparlament Giulia Prissmann (Türkis): Ich darf folgenden Antrag einbringen:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Giulia Prissmann (Türkis), Kolleginnen und Kollegen betreffend Aus- und Weiterbildung von Sportlehrerinnen und -lehrern

Das Jugendparlament wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen für eine umfassende Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Bewegung und Sport zu setzen. Insbesondere sollen auf diese Weise die Lehrerinnen und Lehrer an Volksschulen gefördert werden.“

*****

Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die Regierung sollte sich intensiver um die permanente Weiterbildung von Sportlehrern kümmern. Oftmals ist es ja leider Tatsache, dass Weiterbildung von Lehrern – somit auch von Sportlehrern – zu kurz kommt.

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über abwechslungsreichen Sportunterricht, der auch Spaß machen sollte. Außerdem sollten die Schülerinnen und Schüler einen umfangreichen Überblick über verschiedene Sportarten bekommen, damit sie motiviert sind, ihren Lieblingssport herauszufinden und um diesen zu fördern. Nur auf diesem Weg kann es Österreich gelingen, für die nächste Olympiade Spitzensportler auszubilden.

In diesem Sinne ersuchen wir Sie, Hohes Haus, unserem Antrag stattzugeben. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)

15.45

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Auch dieser Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Giulia Prissmann (Türkis), Kolleginnen und Kollegen betreffend Aus- und Weiterbildung von Sportlehrerinnen und -lehrern

Die unterfertigten Abgeordneten stellen folgenden

Entschließungsantrag

Das Jugendparlament wolle beschließen:

Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen für eine umfassende Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Bewegung und Sport zu setzen. Insbesondere sollen auf diese Weise die Lehrerinnen und Lehrer an Volksschulen gefördert werden.

*****

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es liegen nun keine Wortmeldungen mehr vor, es gibt aber noch eine sogenannte Restredezeit, daher frage ich Sie, ob noch jemand reden möchte? – Das ist offensichtlich nicht der Fall.

Damit schließe ich die Debatte.

Wünscht der Herr Berichterstatter ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.

Abstimmungen

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir kommen nun zu den Abstimmungen.

Zunächst lasse ich über die Gesetzesvorlage abstimmen, und zwar über die Gesetzesvorlage in der Fassung des Ausschussberichtes.

Ich ersuche alle Damen und Herren, die dieser Gesetzesvorlage die Zustimmung geben, aufzustehen, sich von den Plätzen zu erheben. – Das ist einstimmig.

Der Gesetzentwurf ist somit einstimmig angenommen. (Beifall.)

Nun gelangen wir zu den Abstimmungen über die Entschließungsanträge.

Zunächst: Abstimmung über den Entschließungsantrag der Klubs Gelb, Türkis und Violett betreffend gesunde Ernährung.

Wer diesem Entschließungsantrag bezüglich gesunder Ernährung – Sie können sich erinnern, das ist der mit der Ernährungsstunde – die Zustimmung gibt, den bitte ich, aufzustehen. – Dieser Entschließungsantrag ist mit Mehrheit angenommen.

Wir gelangen nun zur Abstimmung über den Entschließungsantrag des Weißen Klubs, und zwar betreffend Kooperationen von Schulen und Sportvereinen.

Wer diesem Antrag die Zustimmung gibt, den ersuche ich, aufzustehen. – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt.

Wir gelangen nunmehr zur Abstimmung über den Entschließungsantrag des Klubs Violett betreffend fächerübergreifende Integration von Ernährungskunde im Stundenplan.

Wer dem die Zustimmung gibt, den bitte ich um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist mehrheitlich angenommen.

Und nun gelangen wir zur Abstimmung über den Entschließungsantrag des Klubs Türkis betreffend Aus- und Weiterbildung von Sportlehrerinnen und Sportlehrern.

Wer diesem Antrag die Zustimmung gibt, den bitte ich, aufzustehen. – Das ist ebenfalls mehrheitlich angenommen.

*****

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Damit sind wir auch mit den Abstimmungen am Ende, die Tagesordnung ist erschöpft – selten sage ich dazu, wir sind es auch, aber ich glaube, Sie sind es, nach einem langen Tag.

Die nächste Sitzung des Jugendparlaments – das kann ich heute gleich ankündigen –wird voraussichtlich im Mai nächsten Jahres stattfinden; da sind dann nicht Tirolerinnen und Tiroler eingeladen, sondern Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, worauf wir uns heute schon freuen.

Bevor ich die Sitzung schließe, gebe ich noch bekannt, dass gleich jetzt im Anschluss die Damen und Herren Nationalratsabgeordneten Ihnen ein kurzes Feedback geben werden, und dann findet noch die Urkundenüberreichung statt – nicht einzeln, denn ich weiß, Sie haben es eilig, der Zug fährt bald und die Reise ist weit – und ein Gruppenfoto sollten wir auch noch irgendwie zustande bringen, daher mache ich es ganz, ganz schnell und schließe die Sitzung.

Schluss der Sitzung: 15.51 Uhr


 

Schlussstatements der Abgeordneten zum Nationalrat

(Auszugsweise Darstellung)

Abgeordnete zum Nationalrat Angela Lueger (SPÖ) führt aus, dass niemand als Demokrat geboren werde und man Demokratie lernen müsse. Das Jugendparlament biete die Möglichkeit, auszuprobieren wie schwierig es sei, jemanden von der eigenen Meinung zu überzeugen, davon zu überzeugen, dass man eine gute Idee für die Zukunft habe. Sie sei davon überzeugt, dass es eine gute Wahl sei, sich im Leben einzumischen und sich so im täglichen Leben auch weiterzubilden. Das sei ganz einfach eine große Chance. Die SchülerInnen sollten erfahren, dass nicht andere das tägliche Leben für sie gestalten, sie sollten es mitgestalten, und der heutige Tag sei ein Versuch für sie gewesen, dies auszuprobieren.

Abgeordnete Lueger bedankt sich herzlich bei ihrer Gruppe, den Weißen, die sich ganz tapfer und wacker geschlagen hätten, sowie beim gesamten Team des Jugendparlamentes, welches es möglich mache, dass so etwas zustande komme. Sie dankt weiters der Frau Präsidentin, die das Jugendparlament letztendlich initiiert habe, aber auch Abgeordnetem Dominic, der die Zusammenarbeit im Klub geleitet habe. (Beifall.)

Abgeordnete zum Nationalrat Mag. Karin Hakl (ÖVP) hält fest, dass das Einzige, was sie heute sagen könne, Danke sei. Es sei schön, zu sehen, dass es so gescheite, fröhliche, aufgeweckte, junge Menschen, gerade in Tirol, gebe. Die Abgeordnete merkt an, dass sie um dieses Land nicht bange, da es solche jungen Leute gebe. Sie fordert die Jugendlichen auf, immer ihre Meinung zu sagen und dazu zu stehen. Sie wünscht den SchülerInnen alles Gute und sendet Grüße nach Innsbruck und Tirol. (Beifall.)

Abgeordneter zum Nationalrat Ing. Christian Höbart (FPÖ) merkt an, dass der Tag sehr spannend und das Thema interessant gewesen sei  nicht nur, da erst vor wenigen Tagen beschlossen worden war, die tägliche Turnstunde in den Schulen sicherzustellen. Über die Argumente sei heute schon genug diskutiert worden. Man müsse festhalten, dass Übergewicht ein Problem sei, es gebe auch einen Universitätsprofessor, einen Mediziner unter ihnen, der sicherlich ausführen könne, was Übergewicht und zu wenig Bewegung alles anrichten könne: die Leistungsfähigkeit lasse nach, genauso wie die körperliche Kraft.

Abgeordneter Ing. Höbart verweist auf einen zweiten wichtigen Punkt, nämlich dass die Jugendlichen eine der drei Säulen der Demokratie vor Ort kennengelernt hätten: die Gesetzgebung, die Prozessabläufe im Parlament. Dies sei vor allem in Zeiten des Politikverdrusses, des Politikerverdrusses und auch der sinkenden Wahlbeteiligung sehr wichtig. Er hoffe, sie alle konnten den Jugendlichen einen Eindruck davon vermitteln, was an diesem Ort, im Zusammenspiel aller politischen Fraktionen, geleistet werde.

Der dritte Punkt sei, dass er, Abgeordneter Höbart, jede Menge Talente erkannt habe, natürlich vor allem in seiner Gruppen, den Türkisen. Jeder sei gleich wichtig, wie im normalen Leben, in einer Firma, da gebe es auch gute, fleißige Mitarbeiter und sogenannte „Häuptlinge“. Die habe er erkannt und er sei davon überzeugt, dass vielleicht zu einer gewissen Zeit der eine oder andere sogar tatsächlich als realer Abgeordneter an diesem Rednerpult stehen werde.

Abschließend wünscht er den SchülerInnen alles Gute, frohe Weihnachten und weiterhin viel Erfolg. (Beifall.)

Abgeordneter zum Nationalrat Stefan Markowitz (STRONACH) merkt an, dass er sich ganz besonders freue, heute das erste Mal für das Team Stronach beim Jugendparlament dabei gewesen zu sein. Er spricht ein Kompliment an die begeisterten Tiroler Jugendlichen, an das Jugendparlament und an das gesamte Team, auch an die Experten, aus. Alle hätten an diesem Tag sehr viel gelernt.

Wie bereits angesprochen sei der erste Sechs-Parteien-Antrag vorige Woche beschlossen worden, was auch ihn, Markowitz, sehr freue.

Österreich sei ein so tolles Land mit tollen Sportlern, er habe heute eine Riesensportlerin persönlich kennengelernt, Mirna Jukic. Dies habe ihn sehr gefreut, sie sei ein Vorbild, und zwar nicht nur für ihn, sondern auch für viele, die heute dabei gewesen seien.

Was nicht vergessen werden solle, sei die Tatsache, dass die Jugendlichen die Möglichkeit gehabt hätten, hinter die Kulissen zu schauen, nach Wien zu kommen und zu sehen, was im Hohen Haus ablaufe und wie die Ausschüsse funktionieren, wie eine Kompromissgemeinschaft funktioniere. Diese Kompromissbereitschaft sei das Wichtigste, um gemeinsam etwas umzusetzen. Bei den Abstimmungen sei dies spürbar gewesen. Es gab viele Meinungen, und am Ende des Tages zählte doch das Miteinander. Das sei das, was jeder heute gelernt habe.

Abgeordneter Markowitz betont, dass er sich sicher sei, dass die Jugendlichen einiges mitnehmen werden, sie seien jederzeit herzlich willkommen. Er freue sich sehr, die Jugendlichen in Zukunft wieder einmal zu sehen, vielleicht an Plenartagen. Auch sei er davon überzeugt, dass der eine oder andere sicher einmal selbst an dieser Stelle stehen und Abgeordneter der Republik sein werde. Abschließend spricht er seinen Dank aus. (Beifall.)

Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne) merkt an, dass sie alle heute gemeinsam gezeigt hätten, dass es möglich sei, zusammen etwas zu schaffen und zwar zusammen, egal, aus welchem Bundesland, egal, ob aus der Hauptstadt oder einem kleineren Ort, Prutz sei ja etwas kleiner als Innsbruck. Egal, woher die Jugendlichen stammen, ob aus einer Familie von Reichen, Studierten oder nicht, es gehe gemeinsam. Das sei eine ganz wichtige Idee.

Interessant sei für die Jugendlichen gewesen, dass sie vielleicht gemerkt hätten, dass hinter den Kulissen einiges geschehen müsse, damit ein Gesetz gut werde, und dass die Zeit knapp werde. In der Politik sei es vernünftig, sich nicht ewig Zeit zu lassen, man brauche aber Zeit zum Nachdenken, bevor man etwas schnell mache, nur damit es geschehen sei.

Die SchülerInnen seien teilweise ohne Hilfe seinerseits draufgekommen, dass die Erläuterungen des ersten Entwurfes – man müsse jetzt etwas bei den Turnstunden ändern, da Österreich bei der Olympiade nicht so gut war – an und für sich Nonsens gewesen seien, denn die Turnstunden müssten über zehn, 20 Jahre hinweg vervielfacht werden, bis die ersten SchülerInnen in ein Alter kämen, um bei einer Olympiade anzutreten.

Die Jugendlichen hätten aber auch bemerkt, dass es eine gesundheitliche Bedeutung habe, weil eben Geist und Körper zusammenspielen. Der Abgeordnete möchte auch darauf hinweisen, dass der oft falsch zitierte lateinische Spruch: Nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist! ebenfalls ein relativer Schwachsinn sei. Es gebe Leute, die ungeheuer gescheit seien und einen sehr, sehr kranken Körper hätten sie gehörten auch dazu.

Abgeordneter Dr. Grünewald merkt an, wenn man denken und nachdenken lerne, sei Politik spannend, und die Jugendlichen hätten vielleicht auch Nachsicht, wenn nicht alles bei den PolitikerInnen selbst immer so toll klappe, sie, die SchülerInnen, hätten es sicher nicht schlechter gemacht.

Abschließend ruft er die SchülerInnen auf, Selbstvertrauen zu haben. Er habe gemerkt, dass sich einige wenig zutrauen. Das fände er schade. Er wünscht den SchülerInnen und LehrerInnen das Beste. (Beifall.)

Präsidentin Mag. Barbara Prammer hofft, dass die SchülerInnen vieles mit nach Hause nehmen können. Die Präsidentin betont, dass es Mut brauche, an dieses Rednerpult zu gehen. Jede/r Politiker/in sei auch ein erstes Mal an diesem Rednerpult gestanden, dabei aber erwachsen und viel älter als die SchülerInnen gewesen. Ihnen hätten jedoch die Knie auch ordentlich geschlottert manches Mal sei das heute noch so, auch nach langer Zeit in der Politik. Daher bringt die Präsidentin ihre Anerkennung zum Ausdruck, dass die Jugendlichen schon in den Vorberatungen, im Ausschuss mutig diskutiert und beraten hätten und vor allen Dingen natürlich auch ans Redner- und Rednerinnenpult gegangen seien.

Sie wünscht den SchülerInnen alles Gute und hofft, dass diese nicht den Spaß daran verlieren, sich einzubringen. Dies müsse nicht immer in der ganz großen Politik sein, im Nationalrat oder wo auch immer, sondern Politik beginne in der Schule, im Verein, in der Gemeinde. Man könne sich überall einbringen, und es lohne sich allemal. (Beifall.)