9165/J XXV. GP

Eingelangt am 03.05.2016
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ANFRAGE

 

des Abgeordneten Hermann Brückl

und weiterer Abgeordneter

an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport

betreffend Mängel in der Ausbildung der Grundwehrdiener

 

In der Anfrage 8018/J wurde an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport folgende Frage gestellt:

   

11.       Ist es richtig, dass Grundwehrdiener Ende 2015 auf Grund von Kadermangel

durch den Assistenzeinsatz bereits im letzten Dienstmonat des

Grundwehrdienstes keine Ausbildung erhalten haben oder nur mehr

eingeschränkten Dienst (Selbststudium in den Unterkünften) versehen

konnten?

 

Sie wurde in der Anfragebeantwortung 7748/AB wie folgt beantwortet:

 

Um die oben beschriebenen Aufgaben des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes rasch und effizient erfüllen zu können, musste durch den kurzfristig entstandenen Bedarf an gut ausgebildeten Kadersoldaten als Erstreaktion auch auf den Ausbildungskader zurückgegriffen werden, wodurch vereinzelt Ausbildungsziele von Grundwehrdienst leistenden Soldaten nicht im vollen Umfang erreicht wurden.

 

Im Verteidigungsausschuss vom 20.04.2016 darauf angesprochen antwortete der Herr Bundesminister nur ausweichend.

 

In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport nachstehende

 

Anfrage:

 

1.            Welche  Maßnahmen werden ergriffen, um die Missstände, wie sie sich in der  oben zitierten Anfragebeantwortung 7748/AB darstellen, abzustellen?

2.            Wie wollen Sie  durch solche Mängel einen Kadernachwuchs erzielen?

3.            Wie wollen Sie so Grundwehrdiener für die Meldung zur Miliz bewegen?

4.            Durch welche Maßnahmen planen Sie die Attraktivität des Grundwehrdienstes gegenüber dem Zivildienst angesichts bekannter Missstände zu steigern?