13951/J XXV. GP

Eingelangt am 25.07.2017
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Anfrage

 

der Abgeordneten Alev Korun, Albert Steinhauser, Freundinnen und Freunde an die Bundesministerin für Bildung

betreffend Schulworkshops gegen Extremismus

BEGRÜNDUNG

 

Der Standard berichtete, dass Bildungsministerin Heinisch-Hosek 300 neue Schulworkshops gegen Extremismus ankündigte (20.03.2015). Damals hieß es, dass man das Angebot verdopple da die zur Verfügung stehenden 300 Seminare schon massiv überbucht seien. Die notwendigen 150.000 € für diese Workshops sollen bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bildungsministeriums eingespart werden.

Die unterfertigenden Abgeordneten stellen daher folgende

ANFRAGE

 

 

1)    Wie viel Geld wurde vom Bildungsministerium 2015 bis inklusive 1. Halbjahr 2017 für das Thema Extremismusprävention zur Verfügung gestellt?

 

2)    Gibt es im Budget des Bildungsministeriums einen eigenen Budgetposten, in dem Radikalisierungspräventionsprojekte finanziert werden? Falls ja, welchen und wie hoch ist der Posten dotiert?

 

3)    Wie viel Geld wurde vom Bildungsministerium 2015 und 2016 für Schulworkshops bzw. -projekte gegen Extremismus zur Verfügung gestellt? Wie viel dieser Mittel fließt in Workshops für LehrerInnen, wie viel in Workshops für SchülerInnen?

 

4)    Wie viel Geld wurde vom Bildungsministerium 2015 bis inklusive 1. Halbjahr 2017 für Projekte an Schulen, die präventiv gegen Extremismus wirken sollen, zur Verfügung gestellt? Bitte um Angabe nach Projekt, Jahr und Kosten.

 

5)    Wie viele der von 2015 bis inklusive 1. Halbjahr 2017 durchgeführten Projekte bzw. Workshops waren an SchülerInnen oder an LehrerInnen gerichtet? Wie lange dauerten diese Workshops bzw. Projekte im Durchschnitt?

 

6)    Falls ja, welche Personen waren die Vortragenden dieser Schulworkshops (Berufsfeld, Expertise).

 

7)    Worin bestehen die LehrerInnen-Schulworkshops, die sich mit Extremismus befassen? Wie lange dauern diese, welche Inhalte werden anhand welcher Methodik (Vortrag, Rollenspiel etc.) behandelt?

 

8)    Welche Personen werden bei diesen LehrerInnen-Schulworkshops als Vortragende herangezogen, bitte um Angabe der Vortragenden und deren Organisation bzw. Profession.

 

9)    Worin bestehen die SchülerInnen-Schulworkshops, die sich mit Extremismus befassen? Wie lange dauern diese, welche Inhalte werden anhand welcher Methodik (Vortrag; Rollenspiel etc.) behandelt?

 

10) Welche Personen werden bei diesen SchülerInnen-Schulworkshops als Vortragende herangezogen, bitte um Angabe der Vortragenden und deren Organisation bzw. Profession.

 

11) Ist geplant, begleitende Schularbeit (zumindest über ein Semester oder ein Schuljahr) zum Thema Extremismus an betroffenen Schulen anzubieten, wie das zB in Berlin durch Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (Kiga Berlin) bereits der Fall ist? Falls ja, in welcher Form und ab wann?

 

12)  Falls nein, weshalb nicht?

 

13) Ist geplant, begleitende Burschenarbeit zum Thema Gleichstellung an Schulen anzubieten, wie zB das Projekt „Heroes“ in Salzburg? Falls ja, ab wann? Falls nein, weshalb nicht?