1009/J XXVI. GP

Eingelangt am 11.06.2018
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ANFRAGE

 

 

 

der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek und Pamela Rendi-Wagner,

Genossinnen und Genossen

 

an die Bundesministerin für Frauen, Familie und Jugend

 

betreffend Gender-Gesundheitsbericht

 

Gesundheitliche Chancen sind ungleich verteilt. Bezugnehmend auf den Genderaspekt bedeutet dies eine für Frauen und Männer unterschiedliche Lebenserwartung, Sterblichkeit und Krankheitslast, die sich auch in ihrem Gesundheitsverhalten, dem Nutzen des Gesundheitssystems (inklusive gesundheitsfördernder und präventiver Angebote) sowie hinsichtlich sozialer Gesundheitsdeterminanten unterscheiden.

 

Im aktuellen Bericht des Rechnungshofes zu Gendergesundheit in Österreich (Follow-Up-Überprüfung Reihe BUND 2018/7; http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/_jahre/2018/berichte/berichte/Gendergesundheit.pdf kritisiert dieser zum wiederholten Male, dass es in Österreich kein gesamthaftes Berichtswesen zum Thema Gendergesundheit gäbe. Vorbild sei hier etwa die Schweiz, wo es bereits einen „Gendergesundheitsbericht“ gibt. Der Rechnungshof stellt nunmehr fest, dass von der Vorgängerregierung ein Gendergesundheitsbericht zum Themenschwerpunkt „Psychische Gesundheit“ bei der Gesundheit Österreich GmbH in Auftrag gegeben wurde.

 

Die Berichtsabgabe war laut RH-Bericht für Dezember 2017 vorgesehen. Aus dem Bundesfinanzgesetz 2018 lässt sich herauslesen, dass der erste Gendergesundheitsbericht bis 30.6.2018 vorliegen soll.

 

Die unterzeichnenden Abgeordneten richten daher an die Bundesministerin für Frauen, Familie und Jugend folgende

 

Anfrage:

 

1.  Wann gelangt der Gender-Gesundheitsbericht zur Fertigstellung?

2.  Wo wird er vorgestellt bzw. präsentiert werden?

3.  Wann wird der Bericht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

4.  In welcher Form?

5.  Wann wird er dem Parlament zugewiesen?

6.  Nach Fertigstellung des Gender-Gesundheitsberichtes soll es zur Planung und Entwicklung entsprechender Maßnahmen kommen. Wie werden Sie sich als Frauenministerin an diesem Prozess beteiligen?

7.  Sind weitere Gendergesundheitsberichte zu anderen Themenschwerpunkten geplant und falls ja, zu welchen Themen? 

8.  Gab es hinsichtlich des Gender-Gesundheitsberichtes bereits Gespräche mit der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz?

9.  Wenn nein, wann werden Sie das Gespräch mit der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz suchen?

10. Welche Priorität hat für Sie als Bundesministerin die Gesundheit der Frauen in Österreich?

11. Wie haben Sie vor, die Gesundheit der Frauen in Österreich zu verbessern?

12. Wo bringen Sie sich als Ministerin aktiv in den Bereich Frauengesundheit ein?

13. Welche Maßnahmen wurden, seitdem Sie Bundesministerin sind, von Ihrem Ressort im Bereich Frauengesundheit gesetzt?

14. Werden Sie das Thema Frauengesundheit im Rahmen der Arbeitsgespräche mit den Landesfrauenreferentinnen ansprechen?

15.  Werden Sie anregen, dass zum Thema Frauengesundheit Beschlüsse in den Landtagen gefasst werden?

16. Werden Sie den Aktionsplan Frauengesundheit weiterführen?

17. Wie werden Sie die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks der österreichischen Frauengesundheitszentren unterstützen?

18. In welcher Höhe werden Sie das Netzwerk der österreichischen Frauengesundheitszentren unterstützen?

19. Wie werden Sie die erfolgreiche Arbeit der einzelnen Frauengesundheitszentren unterstützen?

20. In welcher Höhe werden Sie die einzelnen Frauengesundheitszentren  finanziell unterstützen?