11.03.05

Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minis­ter! Liebe Gäste auf der Galerie und im virtuellen Raum! Liebe Kollegen und Kolle­ginnen! Es ist schon viel gesagt worden. Ich kann hier und heute wiederholen, um es zu unterstreichen und auch um die Wichtigkeit dieses Themas noch einmal hervorzu­heben, dass Forschung und Digitalisierung die Zukunftsthemen der nächsten Jahre sind, denen wir uns neben anderen ebenso wichtigen Bereichen widmen werden, wo­bei, und da darf ich an das erinnern, was Kollege Kassegger gesagt hat, unsere Stärke vor allem das Humankapital ist, weil wir eben mit Rohstoffen und in anderen Bereichen international nicht entsprechend punkten können. Dazu gibt es gute Nachrichten, es gibt aber auch Herausforderungen.

Die guten Nachrichten: Im Bereich der Forschung stehen wir auf einem sehr guten Fundament. Österreich steht mit F&E-Ausgaben in der Höhe von 3,1 Prozent des BIPs hervorragend da, und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden sich heuer noch um 3,8 Prozent steigern.

Besonders hervorstreichen darf ich – und das freut mich als Steirer ganz besonders –, dass die Forschungsquote in der Steiermark bei 5,14 Prozent liegt. Damit liegen wir im Ranking wirklich ganz, ganz weit vorne.

Weiters ist das Bekenntnis zur Forschungsprämie als essenzieller Standortvorteil wichtig: Für 100 investierte Euro gibt es 14 Euro Prämie. Das ist ein klares Signal für neue Arbeitsplätze.

Nun aber zu den Herausforderungen: Es gibt bereits sehr gute Entwicklungen in Sa­chen Digitalisierung, eingeleitet von Ministerin Schramböck, zum Beispiel was den Ab­bau der Bürokratie und die Steigerung der Effizienz bei den Förderstellen betrifft – Stichwort One-Stop-Shop –, es wird die Forschungsquote kontinuierlich erhöht, und es erfolgt auch eine Reformierung und Umsetzung der bundesweiten FTI-Strategie.

Wir sind also in Sachen Digitalisierung gut unterwegs, wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir dabei auch die Menschen mitnehmen. Wir haben da einen enormen Schu­lungsbedarf, damit auch Menschen, die nicht besonders digitalisierungsaffin sind, den Anschluss nicht verpassen. In Sachen Unterricht, in Sachen ältere Mitmenschen, die Kompetenzen erwerben müssen, um der Digitalisierung zu folgen, warten auf uns gro­ße Herausforderungen.

Wir brauchen auch – das darf ich noch einmal unterstreichen, es wurde heute schon mehrfach gesagt – eine flächendeckende Breitbandversorgung in den regionalen Räu­men, und das, meine Damen und Herren, muss zur Staatsaufgabe Nummer eins in Sa­chen Digitalisierung werden. – Ich danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abge­ordneten der FPÖ.)

11.05

Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Peter Weidin­ger. – Bitte.