14.19.01

Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Volks­anwältin! Meine Herren Volksanwälte! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte an das anschließen, was meine Kollegin Brigitte Povysil bereits erwähnt hat, nämlich die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Ich bin beim Sonderbericht erschrocken: Jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen im Volksschulalter sind übergewichtig, 10 Prozent der Kinder sind adipös, sprich fettleibig! Was heißt das? – Das heißt, dass man in der Kindheit und Jugend den Grundstein für spätere Fettleibigkeit, für gesundheitliche Belastungen und Herz-Kreislauf-Erkran­kun­gen legt. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, steigt, und natürlich gehen damit auch psychische Probleme einher.

Was kann man dagegen tun? – Das eine ist das, was im Elternhaus vorgelebt wird, Bewegung und gesunde Ernährung, das geht selbstverständlich in der Schule weiter. Dabei sei die Initiative „Unser Schulbuffet“ erwähnt, die es in vier Bundesländern gibt.

Eine Form der Prävention ist die Ernährung und die andere, mindestens genauso wichtige ist die Bewegung. Ein Projekt, das mir aufgefallen ist und bei dem mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden sollen, ist Wrestling goes school, ins Leben gerufen vom hauptberuflichen Justizwachebeamten und Nationalteamtrainer der österreichischen Ringermannschaft, bei dem Kinder zu Gewaltprävention, sozialer Kompetenz und gleichzeitig zu Bewegung angeleitet werden. Viele der 500 Kinder, die dieses Programm in der Nachmittagsbetreuung im Burgenland bereits wahrgenommen haben, gehen dann weiter in Vereine. Das muss unser Ziel sein: Freude an der Bewe­gung; denn alleine dagegen zu wettern, wenn Kinder sich ausschließlich mit dem Handy oder dem Fernsehapparat beschäftigen, ist zu wenig. Wir müssen attraktive Angebote ins Auge fassen und auch anbieten.

An dieser Stelle möchte ich auch allen Trainerinnen und Trainern, die das ehrenamtlich machen, und allen Funktionärinnen und Funktionären in den Sportvereinen danken, denn bei ihnen sind die Kinder wirklich gut aufgehoben und werden gut vorbereitet. Hätten wir sie nicht, dann würde es noch wesentlich schlimmer ausschauen. Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Das eine ist die gesunde Ernährung, einhergehend mit der wirklich guten Bewegungs­therapie, worum wir uns jedoch auch kümmern müssen – und da bin ich auch ganz bei Kollegin Povysil –, ist die psychische Gesundheit. Gewaltprävention und soziale Inte­gration sind ein Thema, aber wir müssen auch dafür sorgen, dass es wesentlich bes­sere Betreuung durch Kinder- und Jugendpsychiater und auch durch Psychothera­peu­ten gibt.

Wir nehmen den Bericht der Volksanwaltschaft sehr ernst, wir werden nicht nachlassen und uns bemühen, damit wir den Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft und ein gesundes Erwachsenenleben bereiten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

14.21

Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeord­nete Friedl. – Bitte, Frau Abgeordnete.