Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll41. Sitzung, 18. Oktober 2018 / Seite 70

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setzt. Das war doch ein Thema von uns, und es wäre doch wieder einmal was für uns von der Liste Pilz, für uns in unserer Funktion als Totengräber der Grünen. (Abg. Noll: Als Tortengräber?)

Nun aber zu den Tatsachen: Die neu erarbeitete Klima- und Energiestrategie verbindet Klimaschutz und Wirtschaft, denn Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Entwicklung müs­sen Hand in Hand gehen. Uns ist der Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie be­sonders wichtig. Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten sich, dass wir mit intelligent gestalteten Rahmenbedingungen genau das schaffen.

Sehr geehrter Herr Kollege Bernhard! Sie haben uns jetzt unterstellt, wir hätten kein Mitgefühl und wir würden uns nicht dafür interessieren, was es schon jetzt für Auswir­kungen in Österreich gibt, wir würden uns nicht für die Schadensfälle interessieren und wir würden nicht handeln. Das stimmt nicht! (Abg. Leichtfried: Aber es drängt sich auf!) Gerade die Frau Ministerin setzt sich immer wieder dafür ein, dass bei Schadens­fällen Unterstützung geleistet wird, dass die Schäden abgegolten werden, zum Beispiel auch im Landwirtschaftsbereich. Natürlich: Wenn es Schadensereignisse wie Muren gibt, dann wird auch ein Beitrag des Bundes bezahlt. Es stimmt also einfach nicht, dass wir uns nicht dafür interessieren.

Ich möchte jetzt auch gerne noch ein zweites Thema aufgreifen, weil der Herr Kollege von der SPÖ moniert hat, dass im Gebäudebereich zu wenig passiert und dass es lä­cherlich sei, was wir hier an Einsparungen bei der Verwendung von Ölheizungen ins Auge gefasst haben. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Lächerlich habe ich nicht gesagt!) Im Gebäudebereich sind Einsparungen von 3 Millionen Tonnen CO2 geplant. Das ist wirklich sehr, sehr viel. Das ist ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Es gibt den Sanie­rungsscheck des Bundes. Der liefert Anreize und dafür wurde auch viel Geld vorgese­hen. (Ruf bei der SPÖ: Weniger als in unseren Zeiten!) Bei den Vorgängerregierungen war es auch so, dass nur Geld bezahlt wurde, Unterstützung bezahlt wurde, wenn eine komplette Sanierung ins Auge gefasst worden ist. Jetzt gibt es das auch bei Teilsanie­rungen. Das heißt: Auch kleinere Investitionen und Menschen, die kleinere Häuser ha­ben und sich nicht eine Rieseninvestition leisten können, profitieren davon. Das Raus aus dem Öl gab es zum Beispiel vorher gar nicht, das gibt es jetzt unter unserer Minis­terin. Seit Juli sind insgesamt 3 500 Projekte mit einem Volumen von 20 Millionen Euro eingereicht worden. Da zu sagen, es passiere nichts, das finde ich eigentlich schon ziemlich vorwitzig.

Abschließend – da meine Redezeit schon zu Ende ist – möchte ich noch eines festhal­ten – Frau Meinl-Reisinger und einige andere haben das auch schon gesagt –: Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen wir auch die Bewusstseinsbildung un­terstützen. Dazu möchte ich Sie wirklich ganz herzlich einladen. Malen Sie nicht immer den Teufel an die Wand, helfen Sie uns, die Menschen zu motivieren, mitzuarbeiten, und machen Sie den Menschen nicht nur ständig Angst! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

13.07


Präsidentin Doris Bures: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Mag.a Muna Duzdar zu Wort. – Bitte.


13.07.38

Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Da­men und Herren! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen auf der Galerie! Es ist heute richtig gesagt worden – von mehreren Seiten –, dass die Klimakrise die größte globale Herausforderung ist, mit der wir zu tun haben. Sie ist real und sie findet statt. Sie findet nicht ausschließlich oder vor allem in Ländern der Dritten Welt statt, sondern sie findet auch auf dem europäischen Kontinent statt. Dabei ist Österreich in Mitteleuropa über­durchschnittlich stark betroffen. Wir erleben mit dem Temperaturanstieg Hitzewellen,


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