17.25

Abgeordneter Efgani Dönmez, PMM (ohne Klubzugehörigkeit): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! (Unruhe im Saal.) – Soll ich kurz warten? – Geht es? – Ja.

Viele richtige Dinge wurden gesagt, ein Aspekt aber ist meiner Meinung nach nicht an­gesprochen worden: Weltweit gibt es 330 riesengroße Containerschiffe, die Tonnen von Fracht kreuz und quer über den Ozean verschiffen. Allein 15 dieser Gigacontai­nerschiffe benötigen 370 Millionen Tonnen Treibstoff und pusten 20 Millionen Tonnen Schwefeloxid in die Luft. Und 15 dieser größten Containerschiffe produzieren so viel Emissionen wie 750 Millionen Kraftfahrzeuge im Jahr.

Was macht die Autoindustrie? – Sie versucht jetzt, uns allen weiszumachen, dass die Lösung der Probleme in der Elektromobilität läge – in dem in den Vorstandsetagen vor­handenen Wissen, dass das eine Schmähpartie ist. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)

Warum aber machen sie das? – Weil die Elektromobilität massiv mit öffentlichen Gel­dern gefördert wird. Da gibt es etwas zu holen. – Punkt eins.

Und Punkt zwei: Weil durch die Einführung einer Elektroflotte die Werte reduziert wer­den und sie sich sozusagen auch noch ein grünes Label geben können.

Also hören wir bitte auf, uns etwas vorzumachen! Wir können uns alle miteinander ge­genseitig anlügen und in die Irre führen, aber das Klima sicher nicht.

Österreich und unsere österreichische Wirtschaft sind in vielen Bereichen vorbildhaft. Ich als Oberösterreicher und Linzer habe die Voestalpine direkt vor der Haustür – die sauberste Stahlproduktionsstätte weltweit! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP) –, und wir dürfen unserer Industrie, die hier wirklich hervorragend und vor­bildhaft tätig ist, nicht noch weiter Steine in den Weg legen.

Ganz im Gegenteil, wir müssten als Politiker dazu beitragen, dass die Technologie und das Know-how, das wir in vielen, vielen Bereichen haben, in die armen Länder expor­tiert werden. Wir müssten gemeinsam dafür sorgen, dass im Bereich der Abfallentsor­gung, der sauberen Wassernutzung, Wasseraufbereitung und so weiter dieses Know-how, das wir haben, exportiert wird. Und wir haben Expertise – darauf können wir stolz sein –, weil wir in diesen Bereichen auch super Firmen haben.

Und was die Jugend betrifft, so soll sie natürlich demonstrieren und für ihre Zukunft eintreten, aber genauso wichtig ist es, nicht der Bildung fernzubleiben – denn wenn das passiert, seid ihr vielleicht die fehlenden Forscher für die Zukunft, die diese Tech­nologien entwickeln könnten und sollten, damit diese Welt um ein Stückchen besser und sauberer wird. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)

17.28