7075/J XXVII. GP

Eingelangt am 17.06.2021
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ANFRAGE

 

des Abgeordneten Walter Rauch

und weiterer Abgeordneter

an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

betreffend ASFINAG testet Verkehrsschilder aus Holz

 

Folgendes konnte man am 16.06.2021 im Onlineportal von „steiermark.orf.at“ lesen:

„Um künftig CO2 einzusparen, will die ASFINAG auf Verkehrsschilder aus Holz umsteigen. Diese sind zwar teurer, man erwartet sich aber auch eine längere Haltbarkeit. Am Mittwoch werden die ersten Schilder montiert. Die Idee entstand beim jährlichen Unternehmensinnovationstag der ASFINAG: Peter Rath, der in der Mautgesellschaft eigentlich für die Weiterentwicklung der Videoüberwachung zuständig ist, brachte den Vorschlag, künftig in der Beschilderung auf Holz zu setzen, ein. Am Mittwoch werden nun beim Rastplatz Hainersdorf bei Blumau die ersten 29 Holzschilder montiert, erzählt der ASFINAG-Mitarbeiter: „Das Holzschild selbst besteht aus Bambus, und die Steher werden aus Accoya hergestellt, ein Kiefernholz, das mit Essig extrem widerstandsfähig gemacht wird“, so Rath. Auf die Haltbarkeit gibt es laut ASFINAG zumindest 25 Jahre Garantie – zum Vergleich: Aluschilder samt Folie müssen nach zwölf bis 16 Jahren ausgetauscht werden. Holz ist derzeit zwar noch doppelt so teuer wie Aluminium, die höhere Stückzahl in Zukunft würde den Preis jedoch deutlich senken – immerhin tauscht die ASFINAG österreichweit jährlich bis zu 3.000 Schilder aus. Entscheidender Vorteil der Holzvariante: Bei der Produktion würde im Vergleich zur Alutafel nur etwa ein Zehntel an CO2 anfallen. „Die ASFINAG wird durch die nachhaltigen Verkehrsschilder etwa 400 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen können, man will als ASFINAG künftig nachhaltiger aufgestellt sein, und dazu tragen die Holzschilder aus Bambus nachhaltig bei“, so Rath. Im Pilotversuch wird nun getestet, ob die Schilder tatsächlich Hitze, Schnee und Kälte unbeschadet überstehen – ist das der Fall, soll ab Sommer 2022 ganz auf Holzschilder umgestellt werden.

(https://steiermark.orf.at/stories/3108501/)

 

In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie folgende

 

 

Anfrage

 

1.    Wie hoch sind die Kosten für die Komplettumstellung der derzeitigen Schilder auf Holzschilder?

2.    Bis wann sollen sämtliche Schilder auf Österreichs Autobahnen durch Holzschilder ersetzt werden?

3.    Welche Kategorien von Schildern werden durch Holzschilder ersetzt?

4.    Welche Firma stellt die Holzschilder her?

5.    Wurde bzw. wird die Produktion und Beschaffung der Holzschilder seitens Ihres Ministeriums oder der ASFINAG ausgeschrieben?

6.    Wenn ja, wie lauten die konkreten Ausschreibungskriterien?

7.    Wenn ja, wie hoch ist das Auftragsvolumen?

8.    Wenn nein, warum nicht?

9.    Werden die im Bericht genannten Hölzer Bambus und Accoya für die Herstellung der Schilder aus anderen Ländern importiert?

10. Wenn ja, aus welchen Ländern werden die Hölzer importiert?

11. Wenn ja, wie hoch ist der CO2-Ausstoß beim Import?

12. Wenn ja, kann ausgeschlossen werden, dass durch die Rodung der genannten Hölzer Umweltschäden in den Rodungsgebieten verursacht werden?

13. Wenn nein bei 12., warum nicht?

14. Welche Maßnahmen sind geplant, um die derzeitig vorhandenen Verkehrsschilder zu entsorgen?

15. Auf welchen konkreten Statistiken und Berechnungen fußen die Annahmen, dass pro Jahr rund 400 Tonnen CO2 eingespart werden können?