Plenarsitzung
des Nationalrates


Stenographisches Protokoll

 

12. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich

Donnerstag, 27. Februar 2020

 

XXVII. Gesetzgebungsperiode

 

 

 

Großer Redoutensaal

 


Stenographisches Protokoll

12. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich

XXVII. Gesetzgebungsperiode   Donnerstag, 27. Februar 2020

Dauer der Sitzung

Donnerstag, 27. Februar 2020: 9.06 – 21.02 Uhr

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Ergänzte Tagesordnung

1. Punkt: Erklärungen des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Kon­sumentenschutz und des Bundesministers für Inneres gemäß § 19 Absatz 2 der Ge­schäftsordnung des Nationalrates zum Thema „Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19 und Aktionsplan“

2. Punkt: Bericht über den Antrag 275/A der Abgeordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ulrike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Durchfüh­rung von Europäischen Bürgerinitiativen (Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz – EBIG), BGBI. I Nr. 12/2012, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBI. I Nr. 32/2018, geändert wird

3. Punkt: Bericht über den Antrag 176/A(E) der Abgeordneten Christian Lausch, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend bessere Fortbildungsmöglichkeiten im Sicherheitsbe­reich

4. Punkt: Bericht der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsu­mentenschutz über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion in den Jahren 2017 und 2018

5. Punkt: Bericht über den Antrag 264/A(E) der Abgeordneten Mag. Verena Nuss­baum, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen zur Verbesserung der Ar­beitsbedingungen für Menschen mit Behinderungen, sowie über den

Antrag 185/A(E) der Abgeordneten Fiona Fiedler, BEd, Kolleginnen und Kollegen be­treffend Umsetzung der Empfehlungen der Volksanwaltschaft für einen inklusiveren Ar­beitsmarkt

6. Punkt: Bericht über den Antrag 240/A der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kol­leginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeiterkammer-Ge­setz geändert wird

7. Punkt: Bericht über den Antrag 241/A der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kol­leginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeiterkammerge­setz geändert wird


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 2

8. Punkt: Bericht über den Antrag 242/A der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kol­leginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeiterkammer-Ge­setz geändert wird

9. Punkt: Bericht über den Antrag 195/A der Abgeordneten Josef Muchitsch, Dr. Dag­mar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsge­setz, das Bauern-Sozialversicherungsgesetz und das Arbeits- und Sozialgerichtsge­setz geändert werden

10. Punkt: Bericht über den Antrag 141/A(E) der Abgeordneten Dr. Reinhold Lopatka, Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc, Petra Steger, Mag. Eva Blimlinger, Dr. Helmut Brand­stätter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verurteilung von Antisemitismus und der BDS-Bewegung

11. Punkt: Bericht über den Einspruch des Bundesrates vom 19. Dezember 2019 ge­gen den Beschluss des Nationalrates vom 11. Dezember 2019 betreffend ein Bundes­gesetz, mit dem das Bundeshaftungsobergrenzengesetz geändert und das EUROFI­MA-Gesetz aufgehoben wird

12. Punkt: Bericht über den Antrag 282/A der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz, mit dem eine vorläufige Vorsorge für das Finanzjahr 2020 getroffen wird (Gesetzliches Budgetprovisorium 2020), und das Bundesfinanzrahmen­gesetz 2019 bis 2022 geändert werden

13. Punkt: Ersuchen der Landespolizeidirektion Wien um Zustimmung zur behördli­chen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat David Stögmüller

14. Punkt: Ersuchen der Landespolizeidirektion Wien um Zustimmung zur behördli­chen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat Michel Reimon, MBA

15. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Jörg Leichtfried, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Ge­schäftsordnung des Nationalrates (Geschäftsordnungsgesetz 1975) geändert wird (98/A)

16. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Geschäftsordnung des Nationalrates (Geschäftsordnungsgesetz 1975) geändert wird (127/A)

17. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Er­richtung der Marktordnungsstelle „Agrarmarkt Austria“ (AMA-Gesetz 1992) geändert wird (271/A)

18. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die österreichi­sche Staatsbürgerschaft (Staatsbürgerschaftsgesetz 1985 – StbG), BGBl. I Nr. 96/2019, geändert wird (272/A)

19. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Dr. Reinhard Eugen Bösch, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wehrgesetz 2001 – WG 2001, BGBl. I Nr. 102/2019, geändert wird (273/A)

20. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Hochschülerinnen- und Hoch­schülerschaftsgesetz 2014 geändert wird (274/A)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 3

21. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Einkommenstransparenz­gesetz geschaffen wird (277/A)

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Inhalt

Personalien

Verhinderungen .............................................................................................................. 56

Ordnungsrufe ......................................................................................................  145, 245

Geschäftsbehandlung

Redezeitbeschränkung nach Beratung in der Präsidialkonferenz gemäß § 57 Abs. 5 GOG                     79

Antrag der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen, dem Gleichbehandlungsausschuss zur Berichterstattung über den Antrag 117/A(E) der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Echte Gewaltschutzmaßnahmen statt Rückschritte zu Lasten gewaltbetroffener Frauen und Kinder“ gemäß § 43 Abs. 1 GOG eine Frist bis 17. März 2020 zu set­zen ......................................................................................................................................... 80

Verlangen gemäß § 43 Abs. 3 GOG auf Durchführung einer kurzen Debatte im Sinne des § 57a Abs. 1 GOG ............................................................................................................................... 80

Redner/Rednerinnen:

Gabriele Heinisch-Hosek ........................................................................................... 166

Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller .................................................................... 169

Sabine Schatz ............................................................................................................. 170

Rosa Ecker, MBA ....................................................................................................... 172

Mag. Meri Disoski ....................................................................................................... 172

Henrike Brandstötter ................................................................................................. 174

Ablehnung des Fristsetzungsantrages ........................................................................ 175

Antrag der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch im Sinne des § 18 Abs. 3 GOG auf Anwesenheit der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend – Ab­lehnung ...........................  198, 198

Wortmeldung des Abgeordneten Mag. Jörg Leichtfried betreffend Vorsitzfüh­rung während einer Abstimmung ................................................................................................................. 198

Stellungnahme des Präsidenten Mag. Wolfgang Sobotka .................................... 198

Aktuelle Stunde (6.)

Thema: „Green Deal im Güterverkehr: Transitfrage lösen, Bevölkerung und Umwelt von Stau, Lärm und Schadstoffen entlasten“ ..................................................................................... 57

RednerInnen:

Hermann Weratschnig, MBA MSc ............................................................................. 57

Bundesministerin Leonore Gewessler, BA .............................................................. 60

Andreas Ottenschläger ............................................................................................... 62

Alois Stöger, diplômé .................................................................................................. 64

Christian Hafenecker, MA ........................................................................................... 65


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 4

Dr. Astrid Rössler ........................................................................................................ 67

Michael Bernhard ......................................................................................................... 69

Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller ...................................................................... 70

Julia Elisabeth Herr ...................................................................................................... 72

Walter Rauch ................................................................................................................ 73

Lukas Hammer ............................................................................................................. 74

Dr. Johannes Margreiter ............................................................................................. 76

Bundesregierung

Vertretungsschreiben ..................................................................................................... 56

Schreiben des Bundeskanzlers Sebastian Kurz betreffend Amtsenthebung des Bundesministers Vizekanzler Mag. Werner Kogler, der Bundesministerin Elisa­beth Köstinger, des Bundesministers Mag. Alexander Schallenberg, LL.M., des Bun­desministers Rudolf Anschober, der Bundesministerin Leonore Gewessler, BA, der Bundesministerin Mag. (FH) Christine Aschbacher, der Bundesministerin Dr. Al­ma Zadić, LL.M., der Staatssekretärin Mag. Ulrike Lunacek und des Staatssekre­tärs Dr. Magnus Brunner, LL.M. bei gleichzeitiger Ernennung von Herrn Vize­kanzler Mag. Werner Kogler zum Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, von Frau Elisabeth Köstinger zur Bundesministerin für Landwirt­schaft, Regionen und Tourismus, von Herrn Mag. Alexander Schallenberg, LL.M. zum Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten, von Herrn Rudolf Anschober zum Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, von Frau Leonore Gewessler, BA zur Bundesministe­rin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, von Frau Mag. (FH) Christine Aschbacher zur Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend, von Frau Dr. Alma Zadić, LL.M. zur Bundesministerin für Justiz, von Frau Mag. Ulrike Lunacek zur Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und von Herrn Dr. Magnus Brunner, LL.M. zum Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mo­bilität, Innovation und Technologie durch den Bundespräsidenten .................................................................. 56

Rechnungshof

Verlangen gemäß § 99 Abs. 2 GOG im Zusammenhang mit dem Antrag 291/A betreffend Gebarungsüberprüfung ................................................................................................ 268

Ausschüsse

Zuweisungen .........................................................  77, 240, 243, 249, 253, 257, 263, 268

Auslieferungsbegehren

gegen den Abgeordneten Ing. Norbert Hofer ............................................................... 78

Unvereinbarkeitsangelegenheiten

Zweiter Bericht des Unvereinbarkeitsausschusses ....................................................... 79

Verhandlungen

1. Punkt: Erklärungen des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und des Bundesministers für Inneres gemäß § 19 Absatz 2 der Geschäftsordnung des Nationalrates zum Thema „Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19 und Aktionsplan“ ............................................. 80

Bundesminister Rudolf Anschober ........................................................................... 80


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Bundesminister Karl Nehammer, MSc ..................................................................... 83

Verlangen auf Durchführung einer Debatte gemäß § 81 Abs. 1 GOG .......................... 80

RednerInnen:

Dr. Josef Smolle ........................................................................................................... 87

Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc ................................................................................. 88

Herbert Kickl ................................................................................................................. 90

Ralph Schallmeiner ...................................................................................................... 94

Mag. Gerald Loacker .................................................................................................... 96

Karl Mahrer, BA ............................................................................................................ 97

Philip Kucher ................................................................................................................ 98

Mag. Gerhard Kaniak ................................................................................................. 101

Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (tatsächliche Berichtigung) ................................... 105

Mag. Georg Bürstmayr .............................................................................................. 105

Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda ............................................................................... 106

Ing. Reinhold Einwallner ........................................................................................... 107

Entschließungsantrag der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kol­legen betreffend „sofortige umfassende und einheitliche Information der Bevölke­rung über das Coronavirus“ – Ablehnung  100, 108

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen betreffend „lückenlose Informationspolitik zu den Bedrohungsszena­rien durch die Corona-Virus-Seuche in Österreich und Europa“ – Ablehnung                                                                                                           103, 108

2. Punkt: Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 275/A der Ab­geordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ulrike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesge­setz, mit dem das Bundesgesetz über die Durchführung von Europäischen Bür­gerinitiativen (Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz – EBIG), BGBI. I Nr. 12/2012, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBI. I Nr. 32/2018, geändert wird (43 d.B.) ....................................... 108

RednerInnen:

Mag. Wolfgang Gerstl ................................................................................................ 109

Mag. Jörg Leichtfried ................................................................................................. 109

Ing. Mag. Volker Reifenberger .................................................................................. 110

Mag. Ulrike Fischer .................................................................................................... 113

Mag. Felix Eypeltauer ................................................................................................ 113

Johann Singer ............................................................................................................ 114

Mag. Thomas Drozda ................................................................................................. 115

Peter Wurm ................................................................................................................. 119

Dr. Astrid Rössler ...................................................................................................... 121

Mag. Christian Drobits .............................................................................................. 122

Dr. Ewa Ernst-Dziedzic .............................................................................................. 123

Entschließungsantrag der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend „die Einführung des Rechtsinstruments der Volksinitiative“ – Ab­lehnung .................  112, 126

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Thomas Drozda, Dr. Nikolaus Scherak, MA, MMMag. Dr. Axel Kassegger, Kolleginnen und Kollegen betref­fend „Förderung der Bürgerbeteiligung an der europäischen Politik, Stärkung der Grundrechte, Freilassung von Julian Assange aus der Haft“ – Ablehnung     117, 126


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 6

Entschließungsantrag der Abgeordneten Peter Wurm, Kolleginnen und Kol­legen betreffend „Nein zum Rauchverbot in Gastgärten der heimischen Gastro­nomie“ – Ablehnung ...........  120, 127

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Dr. Rein­hold Lopatka, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Achtung, Schutz und Ge­währleistung der Presse- und Meinungsfreiheit in Europa“ – Annahme (9/E)                                                                                                                               124, 127

Annahme des Gesetzentwurfes in 43 d.B. .................................................................. 125

3. Punkt: Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 176/A(E) der Abgeordneten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen betreffend bessere Fortbildungsmöglichkeiten im Sicherheitsbereich (44 d.B.) ........................................................................................................................ 127

RednerInnen:

Christian Lausch ..................................................................................................... ... 127

Mag. Michaela Steinacker ......................................................................................... 130

Mag. Selma Yildirim ................................................................................................... 131

Mag. Agnes Sirkka Prammer .................................................................................... 133

Dr. Johannes Margreiter ........................................................................................... 134

Lukas Brandweiner .................................................................................................... 135

Mag. Georg Bürstmayr .............................................................................................. 135

Entschließungsantrag der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend „freiheitliches Sicherheitspaket“ – Ablehnung ............................................................................  128, 136

Kenntnisnahme des Ausschussberichtes 44 d.B. hinsichtlich des Antrages 176/A(E)                    136

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 44 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend „bessere Fortbildungsmöglichkeiten im Sicherheitsbereich“ (10/E) ........................................... 136

4. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Bericht der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion in den Jahren 2017 und 2018 (III-68/45 d.B.)                                                                                                                        136

RednerInnen:

Rebecca Kirchbaumer ............................................................................................... 137

Josef Muchitsch ......................................................................................................... 138

Dr. Dagmar Belakowitsch ......................................................................................... 141

Mag. Markus Koza ...................................................................................................... 144

Bundesministerin Mag. (FH) Christine Aschbacher .............................................. 145

Mag. Michael Hammer ............................................................................................... 147

Mag. Christian Drobits .............................................................................................. 148

Ralph Schallmeiner .................................................................................................... 149

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Muchitsch, Kolleginnen und Kol­legen betreffend „Aufstockung des Arbeitsinspektionspersonals“ – Ablehnung                                     139, 150

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch, Kollegin­nen und Kollegen betreffend „Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter des Arbeitsinspektorats und des Arbeitsmarktservice“ – Ablehnung ......................................................................  142, 150

Kenntnisnahme des Berichtes III-68 d.B. ..................................................................... 150

5. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 264/A(E) der Abgeordneten Mag. Verena Nussbaum, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Men­schen mit Behinderungen, sowie über den


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Antrag 185/A(E) der Abgeordneten Fiona Fiedler, BEd, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umsetzung der Empfehlungen der Volksanwaltschaft für einen inklusi­veren Arbeitsmarkt (46 d.B.)                         150

RednerInnen:

Kira Grünberg ............................................................................................................. 150

Mag. Verena Nussbaum ............................................................................................ 151

Mag. Christian Ragger ............................................................................................... 152

Heike Grebien ............................................................................................................. 153

Fiona Fiedler, BEd ...................................................................................................... 154

Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler ........................................................................... 155

Bedrana Ribo, MA ...................................................................................................... 156

Dr. Gudrun Kugler ..................................................................................................... 157

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 46 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend „Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderungen“ (11/E)        ............................................................................................................................. 158

Gemeinsame Beratung über

6. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 240/A der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeiterkammer-Gesetz geändert wird (47 d.B.) .................................................................................... 158

7. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 241/A der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeiterkammergesetz geändert wird (48 d.B.) ........................................................... 158

8. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 242/A der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeiterkammer-Gesetz geändert wird (49 d.B.) .................................................................................... 158

RednerInnen:

Dr. Dagmar Belakowitsch ......................................................................................... 158

Mag. Klaus Fürlinger ................................................................................................. 159

Mag. Gerald Loacker .................................................................................................. 160

Alois Stöger, diplômé (tatsächliche Berichtigung) .................................................... 163

Dietmar Keck .............................................................................................................. 163

Peter Wurm ................................................................................................................. 164

Mag. Markus Koza ...................................................................................................... 175

Josef Schellhorn ........................................................................................................ 177

Josef Muchitsch (tatsächliche Berichtigung) ............................................................. 179

Mag. Michael Hammer ............................................................................................... 179

Dr. Elisabeth Götze .................................................................................................... 181

Karlheinz Kopf ............................................................................................................ 182

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Offenlegung der vollständigen Kammerrechnungsab­schlüsse“ – Ablehnung ..  162, 184

Kenntnisnahme der drei Ausschussberichte 47, 48 und 49 d.B. ................................ 184

9. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 195/A der Abgeordneten Josef Muchitsch, Dr. Dagmar Belakowitsch, Kol­leginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Allgemeine So-


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zialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, das Bau­ern-Sozialversicherungsgesetz und das Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz geän­dert werden (50 d.B.)         ............................................................................................................................. 184

RednerInnen:

Mag. Gerald Loacker .................................................................................................. 184

Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler ........................................................................... 186

Yannick Shetty ............................................................................................................ 187

Ing. Markus Vogl ......................................................................................................... 194

Dr. Johannes Margreiter ........................................................................................... 197

Dr. Dagmar Belakowitsch ......................................................................................... 199

Mag. Markus Koza ...................................................................................................... 200

Peter Wurm ................................................................................................................. 201

Mag. Selma Yildirim (tatsächliche Berichtigung) ....................................................... 202

Dr. Christoph Matznetter ........................................................................................... 202

Entschließungsantrag der Abgeordneten Yannick Shetty, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Retten wir unser Pensionssystem und die Zukunftschancen unserer Kinder“ – Ablehnung  189, 206

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Christoph Matznetter, Kollegin­nen und Kollegen betreffend „Abschaffung der Selbstbehalte für UnternehmerIn­nen“ – Ablehnung ................  204, 206

Annahme des Gesetzentwurfes in 50 d.B. .................................................................. 204

10. Punkt: Bericht des Budgetausschusses über den Antrag 141/A(E) der Abge­ordneten Dr. Reinhold Lopatka, Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc, Petra Steger, Mag. Eva Blimlinger, Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen betref­fend Verurteilung von Antisemitismus und der BDS-Bewegung (40 d.B.)           ............................................................................................................................. 206

RednerInnen:

Dr. Reinhold Lopatka ................................................................................................. 206

Dr. Harald Troch ......................................................................................................... 207

Mag. Eva Blimlinger ................................................................................................... 208

Dr. Helmut Brandstätter ............................................................................................ 209

Mag. Martin Engelberg .............................................................................................. 210

Mag. Michaela Steinacker ......................................................................................... 212

Dr. Josef Moser .......................................................................................................... 213

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 40 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend „Verurteilung von Antisemitismus und der BDS-Bewegung“ (12/E) ............................ 214

11. Punkt: Bericht des Budgetausschusses über den Einspruch des Bundesrates vom 19. Dezember 2019 gegen den Beschluss des Nationalrates vom 11. De­zember 2019 betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundeshaftungs­obergrenzengesetz geändert und das EUROFIMA-Gesetz aufgehoben wird (20/41 d.B.)          ............................................................................................................................. 215

RednerInnen:

Mag. Karin Greiner ..................................................................................................... 215

Ing. Klaus Lindinger, BSc .......................................................................................... 216

MMag. DDr. Hubert Fuchs ........................................................................................ 217

Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA .................................................................................... 218

Josef Schellhorn ........................................................................................................ 218

Dr. Josef Moser .......................................................................................................... 219

Laurenz Pöttinger ....................................................................................................... 222


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 9

Franz Hörl .................................................................................................................... 223

Beharrungsbeschluss in 41 d.B. .................................................................................. 224

12. Punkt: Bericht des Budgetausschusses über den Antrag 282/A der Abgeord­neten Gabriel Obernosterer, Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA, Kolleginnen und Kol­legen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz, mit dem eine vorläufige Vorsorge für das Finanzjahr 2020 getroffen wird (Gesetzliches Budget­provisorium 2020), und das Bundesfinanzrahmengesetz 2019 bis 2022 geändert werden (42 d.B.)        ............................................................................................................................. 224

RednerInnen:

Ing. Markus Vogl ......................................................................................................... 224

Gabriel Obernosterer ................................................................................................. 225

Erwin Angerer ............................................................................................................ 226

Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA .................................................................................... 226

Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer .................................................................................... 227

Angela Baumgartner ................................................................................................. 228

Maximilian Lercher .................................................................................................... 229

Mag. Andreas Hanger ................................................................................................ 230

Christoph Stark .......................................................................................................... 231

Annahme des Gesetzentwurfes in 42 d.B. .................................................................. 231

13. Punkt: Bericht des Immunitätsausschusses über das Ersuchen der Landes­polizeidirektion Wien, GZ. PAD/19/2395031/2 und PAD/19/2387323/2, um Zu­stimmung zur behördlichen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat David Stögmüller (35 d.B.) ................................................................. 232

Annahme des Ausschussantrages in 35 d.B. .............................................................. 232

14. Punkt: Bericht des Immunitätsausschusses über das Ersuchen der Landes­polizeidirektion Wien, GZ. PAD/19/2387422/2, um Zustimmung zur behördlichen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat Michel Reimon, MBA (36 d.B.)                                                                                                                           232

RednerInnen:

Mag. Christian Drobits .............................................................................................. 232

Mag. Friedrich Ofenauer ........................................................................................... 234

Mag. Philipp Schrangl ............................................................................................... 234

Sigrid Maurer, BA ...................................................................................................... 235

Annahme des Ausschussantrages in 36 d.B. .............................................................. 236

15. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Jörg Leichtfried, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Geschäftsordnung des Nationalrates (Geschäftsordnungsgesetz 1975) geändert wird (98/A) .............................................. 236

RednerInnen:

Mag. Jörg Leichtfried ................................................................................................. 236

Mag. Friedrich Ofenauer ........................................................................................... 237

Mag. Harald Stefan ..................................................................................................... 238

Mag. Georg Bürstmayr .............................................................................................. 239

Zuweisung des Antrages 98/A an den Geschäftsordnungsausschuss ....................... 240

16. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundes-


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 10

gesetz über die Geschäftsordnung des Nationalrates (Geschäftsordnungsge­setz 1975) geändert wird (127/A) ............................................ 240

RednerInnen:

Dr. Nikolaus Scherak, MA ......................................................................................... 240

Irene Neumann-Hartberger ....................................................................................... 241

Mag. Thomas Drozda ................................................................................................. 242

Mag. Harald Stefan ..................................................................................................... 242

Sigrid Maurer, BA ...................................................................................................... 243

Zuweisung des Antrages 127/A an den Geschäftsordnungsausschuss ..................... 243

17. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Peter Schmiedlechner, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Errichtung der Marktordnungsstelle „Agrarmarkt Austria“ (AMA-Gesetz 1992) geändert wird (271/A) ................................. 243

RednerInnen:

Peter Schmiedlechner ............................................................................................... 244

Martina Diesner-Wais ................................................................................................ 245

Cornelia Ecker ............................................................................................................ 246

Alois Kainz .................................................................................................................. 246

Dipl.-Ing. Olga Voglauer ............................................................................................ 247

Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer .................................................................................... 248

Ing. Johann Weber ..................................................................................................... 249

Zuweisung des Antrages 271/A an den Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft        249

18. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die österreichische Staatsbürgerschaft (Staatsbürgerschaftsgesetz 1985 – StbG), BGBl. I Nr. 96/2019, geändert wird (272/A)                  249

RednerInnen:

Peter Wurm ................................................................................................................. 250

Ing. Josef Hechenberger ........................................................................................... 250

Petra Vorderwinkler ................................................................................................... 251

Mag. Georg Bürstmayr .............................................................................................. 252

Dr. Helmut Brandstätter ............................................................................................ 252

Zuweisung des Antrages 272/A an den Ausschuss für innere Angelegenheiten           253

19. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Dr. Reinhard Eugen Bösch, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wehrge­setz 2001 – WG 2001, BGBl. I Nr. 102/2019, geändert wird (273/A) .......................................................................................................................... 253

RednerInnen:

Dr. Reinhard Eugen Bösch ....................................................................................... 253

Ing. Manfred Hofinger ................................................................................................ 254

Robert Laimer ............................................................................................................. 255

Ing. Mag. Volker Reifenberger .................................................................................. 255

Dr. Ewa Ernst-Dziedzic .............................................................................................. 256

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff ............................................................................. 257

Zuweisung des Antrages 273/A an den Landesverteidigungsausschuss ................... 257


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 11

20. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Hochschülerin­nen- und Hochschülerschaftsgesetz 2014 geändert wird (274/A) .......................................................................................................................... 258

RednerInnen:

Mag. Dr. Martin Graf .................................................................................................. 258

Nico Marchetti ............................................................................................................ 259

Mag. Andrea Kuntzl ................................................................................................... 260

Mag. Eva Blimlinger ................................................................................................... 260

Yannick Shetty ............................................................................................................ 261

Martina Kaufmann, MMSc BA .................................................................................. 262

Zuweisung des Antrages 274/A an den Wissenschaftsausschuss ............................ 263

21. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Einkom­menstransparenzgesetz geschaffen wird (277/A)   ............................................................................................................................. 263

RednerInnen:

Gabriele Heinisch-Hosek ........................................................................................... 263

Maria Großbauer ........................................................................................................ 264

Rosa Ecker, MBA ....................................................................................................... 265

Mag. Meri Disoski ....................................................................................................... 266

Henrike Brandstötter ................................................................................................. 267

Franz Leonhard Eßl .................................................................................................... 267

Zuweisung des Antrages 277/A an den Ausschuss für Arbeit und Soziales ............... 268

Eingebracht wurden

Petitionen ...................................................................................................................... 78

Petition betreffend „Stopp der Mautflüchtlinge durch Kittsee!“ (Ordnungsnum­mer 6) (überreicht vom Abgeordneten Christian Ries)

Petition betreffend „Reduktion des Verkehrslärms, verursacht durch die A1 West­autobahn und Güterzug-Umfahrung (GZU) der ÖBB im Gemeindegebiet von St. Margarethen/Sieming“ (Ordnungsnummer 7) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Friedrich Ofenauer)

Petition betreffend „NEIN zur Abschaffung der Notstandshilfe“ (Ordnungsnummer 8) (überreicht von den Abgeordneten Josef Muchitsch und Mag. Selma Yildirim)

Bürgerinitiativen .......................................................................................................... 78

Bürgerinitiative betreffend „STOPP 5G-Mobilfunknetz“ (Ordnungsnummer 21)

Bürgerinitiative betreffend „Freies Pokerspiel in Österreich“ (Ordnungsnummer 22)

Gesetzesantrag des Bundesrates ............................................................................ 77

51: Gesetzesantrag des Bundesrates vom 13. Februar 2020 betreffend Änderung des Bundes-Verfassungsgesetzes (Einführung des Instruments Teileinspruchs­recht des Bundesrates)

Regierungsvorlagen ................................................................................................... 77

37: Bundesgesetz, mit dem das Zahlungsdienstegesetz 2018 geändert wird und das Pfandbriefstelle-Gesetz aufgehoben wird


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 12

38: Übereinkommen zur Errichtung der Internationalen EU-LAK-Stiftung

39: Erklärung der Republik Österreich über die Annahme der Beitritte von Bela­rus, der Dominikanischen Republik, Ecuadors, von Honduras, der Ukraine und Usbekistans zum Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internatio­naler Kindesentführung

52: Strafrechtliches EU-Anpassungsgesetz 2020 – StrEU-AG 2020

53: Bundesgesetz, mit dem das Erdölbevorratungsgesetz 2012 geändert wird

Berichte ......................................................................................................................... 77

Vorlage 9 BA: Bericht über die Übernahme von Bundeshaftungen im Jahr 2019; BM f. Finanzen

Vorlage 10 BA: Bericht gemäß § 4a Zahlungsbilanzstabilisierungsgesetz über die im 4. Quartal 2019 ergriffenen Maßnahmen; BM f. Finanzen

Vorlage 11 BA: Monatserfolg Dezember 2019; BM f. Finanzen

Vorlage 12 BA: Bericht gemäß Art. 50c Abs. 3 B-VG iVm § 6 der Anlage 2 zum GOG (ESM-Informationsordnung) über die im Rahmen des Europäischen Stabi­litätsmechanismus getroffenen Maßnahmen im 4. Quartal 2019; BM f. Finanzen

Vorlage 13 BA: Bericht gemäß § 78 Absatz 5 des Bundeshaushaltsgesetzes über das Eingehen, die Prolongierung und die Konvertierung von Finanzschulden und Währungstauschverträgen im Finanzjahr 2019; BM f. Finanzen

Vorlage 14 BA: Bericht gemäß § 54 Abs. 12 BHG 2013 über die Genehmigung von Mittelverwendungsüberschreitungen und gemäß § 60 Abs. 3 BHG 2013 über zugestimmte Vorbelastungen im 4. Quartal 2019; BM f. Finanzen

III-82: Bericht betreffend Beschaffung und Einsatz von Drohnen im Bundesheer – Reihe BUND 2020/1; Rechnungshof

III-83: Bericht betreffend Drohnen in der zivilen Luftfahrt – Reihe BUND 2020/2; Rechnungshof

III-91: Bericht betreffend Leseförderung an Schulen – Reihe BUND 2020/3; Rechnungshof

III-92: Bericht betreffend Studienwahl – Beratung und Information – Reihe BUND 2020/4; Rechnungshof

III-93: Bericht betreffend Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH; Follow-up-Über­prüfung – Reihe BUND 2020/5; Rechnungshof

III-94: Bericht betreffend System der Erhebung der Verbrauchsteuern; Follow-up-Überprüfung – Reihe BUND 2020/6; Rechnungshof

III-95: Bericht betreffend Löschung von Abgabenrückständen; Follow-up-Über­prüfung – Reihe BUND 2020/7; Rechnungshof

III-96: Bericht betreffend den Jahresbericht 2018 der Parlamentarischen Bundes­heerkommission für Beschwerdewesen und Stellungnahme der Bundesministerin für Landesverteidigung; BM f. Landesverteidigung

III-97: Bericht betreffend Pflege in Österreich – Reihe BUND 2020/8; Rechnungs­hof


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III-98: Bericht betreffend Koordinierung von Qualitätszeichen im Lebensmittelbe­reich – Reihe BUND 2020/9; Rechnungshof

III-99: Bericht betreffend Steuerung und Koordinierung des Straf- und Maßnah­menvollzugs – Reihe BUND 2020/10; Rechnungshof

III-102: Bericht über die Situation und Entwicklung kleiner und mittlerer Unterneh­men der österreichischen Wirtschaft („KMU im Fokus 2019“); BM f. Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

III-103: Bericht betreffend Jahresvorschau des BMJ auf der Grundlage des Le­gislativ- und Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für 2020 sowie des Achtzehnmonatsprogramms des rumänischen, finnischen und kroatischen Ratsvorsitzes; BM f. Justiz

Anträge der Abgeordneten

Alois Stöger, diplômé, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Staatsbürgerschaftsgesetz 1985 geändert wird (290/A)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Überprüfung der Bereiche Grund­versorgung und Bundesbetreuung im Bundesministerium für Inneres einschließlich der Tätigkeit der Ressortleitung in diesem Bereich (291/A)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsinspektorats und des Arbeitsmarktser­vice (292/A)(E)

Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Strafprozeßordnung 1975 (StPO) geändert wird (293/A)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Ausführungsgesetze zum Sozial­hilfe-Grundsatzgesetz und Adaptierung des Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes (294/A)(E)

Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verkürzung der Abschrei­bungsdauer im Tourismus (295/A)(E)

Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmenpaket für Ver­mieterinnen und Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen (296/A)(E)

Erwin Angerer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung von Prüfungs- und Kursgebühren für Meister- und Befähigungsprüfungen sowie von Prüfungstaxen für Lehrlinge (297/A)(E)

Walter Rauch, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung eines Pfandsystems für Einweggetränkeverpackungen (298/A)(E)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen betreffend Nein zum Masterplan der Bargeld­abschaffung in der EU (299/A)(E)

Ing. Mag. Volker Reifenberger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Dringlichkeit der Einigung auf einen Kollektivvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bun­desmuseen und der Österreichischen Nationalbibliothek (300/A)(E)

Edith Mühlberghuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend rasche Reform des Kin­desunterhaltsrechts (301/A)(E)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umbenennung der „Justizwa­che“ in „Justizpolizei“ (302/A)(E)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 14

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschiebestopp für Asylsu­chende in Ausbildung (303/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Kassenleistungsvergleich: Umfassende Studie zu Leistungsunterschieden in der Krankenversicherung und -für­sorge (304/A)(E)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Restitution von afrikani­schen Kulturgütern im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit (305/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Pensionsversicherung: Berücksichtigung der Wanderversicherungseffekte (306/A)(E)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verlängerung der Abruf­barkeit von Online-Inhalten in der ORF Mediathek (307/A)(E)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wirtschaftskammergesetz geändert wird (308/A)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen betreffend Streichung der Kammerum­lage II (309/A)(E)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen betreffend Inserate Obergrenze für die Wirtschaftskammer (310/A)(E)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen betreffend Demokratiereform in der Wirt­schaftskammer (311/A)(E)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung der Wirtschafts­kammer Pflichtmitgliedschaft (312/A)(E)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen betreffend Transparenz in der Wirt­schaftskammer und Ausweitung der Prüfungskompetenz des Rechnungshofes (313/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Offenlegung der vollstän­digen Kammerrechnungsabschlüsse (314/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Mauteinhebung auf Bundesstraßen (Bundesstraßen-Mautgesetz 2002 – BStMG) geändert wird (315/A)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Modernisierung der Selbst­verwaltung – Versichertenvertreterwahlen jetzt (316/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Sozialversicherung: Veröf­fentlichung der Jahresberichte und Gebarungsvorschauen (317/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Pensionskonto Plus (318/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Integrierte Finanzierung für das Diabetes-Programm „Therapie aktiv“ (319/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung einer Flexipen­sion mit Pensionsautomatismus (320/A)(E)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Etablierung eines Risiko­strukturausgleichs (321/A)(E)

Mag. Martina Künsberg Sarre, Kolleginnen und Kollegen betreffend Lehramt Quer­einsteiger_innen Studium (322/A)(E)


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Mag. Martina Künsberg Sarre, Kolleginnen und Kollegen betreffend Volle Schulauto­nomie als Opt-in-Modell (323/A)(E)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend gleich gute Gesundheitsleis­tungen für alle Versicherten und einen Risikostrukturausgleich über alle KV-Träger (324/A)(E)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend gleich gute Gesundheitsleis­tungen für alle Versicherten und einen Risikostrukturausgleich über alle KV-Träger (325/A)(E)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Österreichs Nachholbedarf im Bereich psychischer Erkrankungen“ (326/A)(E)

Josef Muchitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend Aufstockung des Arbeitsins­pektionspersonals (327/A)(E)

Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundes­gesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz geändert wird (328/A)

Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundes­gesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz geändert wird (329/A)

Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen betreffend gesetzliche Verankerung von Berichten über die Entwicklung von Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschu­len und Privatuniversitäten (330/A)(E)

Ing. Markus Vogl, Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundes­gesetz, mit dem das VKI-Finanzierungsgesetz 2020 erlassen und das Kartellge­setz 2005 geändert wird (331/A)

Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Studienförderungsgesetz 1992, BGBl. Nr. 305, zuletzt geändert durch das Bundes­gesetz BGBl. I Nr. 25/2019, geändert wird (332/A)

Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Studienförderungsgesetz 1992, BGBl. Nr. 305, zuletzt geändert durch das Bundes­gesetz BGBl. I Nr. 25/2019, geändert wird (333/A)

Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Organisation der Universitäten und ihrer Studien (Universi­tätsgesetz 2002) geändert wird (334/A)

Ing. Markus Vogl, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz vom 8. März 1979, mit dem Bestimmungen zum Schutz der Ver­braucher getroffen werden (Konsumentenschutzgesetz – KSchG) geändert wird (335/A)

Alois Stöger, diplômé, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesstraßen-Mautgesetz 2002 geändert wird (336/A)

Mag. Jörg Leichtfried, Kolleginnen und Kollegen betreffend rasche Maßnahmen zur Verhinderung von LKW-Maut-Umgehungsverkehren (337/A)(E)

Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über den Transport von Tieren und damit zusammenhängenden Vor­gängen (Tiertransportgesetz 2007-TTG 2007) geändert wird (338/A)

Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stopp den Tierqualen durch Tier­transporte – Initiative auf europäischer Ebene dringend notwendig (339/A)(E)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 16

Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen betreffend mehr Kontrollen von Lebendtier­transporten am Transportweg zur Verhinderung unnötigen Tierleids (340/A)(E)

Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen betreffend Tierschutz-Check für Agrarförder­maßnahmen (341/A)(E)

Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen betreffend Gemeinsame Agrarpolitik der EU entwicklungspolitisch verträglich gestalten (342/A)(E)

Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stopp den Tierqualen durch Tier­transporte – nationale Schritte umgehend setzen (343/A)(E)

Cornelia Ecker, Kolleginnen und Kollegen betreffend wirksame Ziele und Maßnahmen zur europaweiten Reduktion des Einsatzes chemisch-synthetischer Pestizide (344/A)(E)

Cornelia Ecker, Kolleginnen und Kollegen betreffend Veröffentlichung der Wirk­stoffmengen, die in Österreich von Pestizide-Produzenten in Verkehr gebracht werden (345/A)(E)

Yannick Shetty, Kolleginnen und Kollegen betreffend Strikte Ablehnung jeglicher Form von Homophobie und politischer Hetze gegen LGBT-Personen (346/A)(E)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen betreffend Unabhängigkeit der Rechtsberatung im Asylverfahren sicherstellen (347/A)(E)

Mag. Felix Eypeltauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Nachfrist für Räumung von Mietwohnungen (348/A)(E)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Trennung Straflegistik- von Weisungssektion im Justizministerium (349/A)(E)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Reduktion der Ge­richtsgebühren (350/A)(E)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Gebührengesetz 1957 (GebG) geändert wird (351/A)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen betreffend Keine Abschiebung wäh­rend offener Rechtsmittelfrist und vor Entscheidung über aufschiebende Wirkung (352/A)(E)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfas­sungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) geändert wird (353/A)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Für ein Recht auf Anonymität im öffentlichen Raum (354/A)(E)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Keine automatisierte Echtzeitgesichtserkennung durch die Sicherheitsbehörden (355/A)(E)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Nebenbeschäfti­gungsverbot für Verfassungsrichter und Verfassungsrichterinnen (356/A)(E)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Fremdenpolizeigesetz 2005 (FPG) geändert wird (357/A)

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen betreffend Volksgruppenangelegen­heiten im Ressort der Bundesministerin für Integration (358/A)(E)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 17

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungs­gesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) geändert wird (359/A)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungs­gesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) geändert wird (360/A)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Unabhängiger Bun­desstaatsanwalt (361/A)(E)

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen betreffend Bundesrahmengesetz und Bundesstrategie für Raumordnung und Flächenmanagement (362/A)(E)

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen zur Verbes­serung der UVP (363/A)(E)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Für ein europaweites temporäres Moratorium für den Einsatz von Software zur automatisierten und mas­senhaften Gesichtserkennung im öffentlichen Raum (364/A)(E)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen betreffend Entwicklung einer Strategie zur Thematik und Risiken von Deepfakes (365/A)(E)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stärkung der Forschung im Bereich Cybersicherheit (366/A)(E)

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schaffung eines Bundesna­turschutzgesetzes (367/A)(E)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen betreffend Alternative Luftraumüberwachung (368/A)(E)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen zur Herstellung der Verteidigungsfähigkeit im Cyberbereich (369/A)(E)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schaffung umfassender Rechtssicherheit für Blockchain und Kryptoökonomie (370/A)(E)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen betreffend Externe Kosten für Überwachungsmaßnahmen (371/A)(E)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen betreffend Strafrechtli­che Verfolgung Deepfakes (372/A)(E)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stopp dem Pflegekräfteimport aus Marokko (373/A)(E)

Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen betreffend Berichtspflicht über die Haltung und den Transport von Kälbern aus der AMA Rinderdatenbank (374/A)(E)

Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beauftragung einer Zeitverwendungsstudie (375/A)(E)

Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen betreffend regelmäßige Hoch­risikofallkonferenzen in ganz Österreich (376/A)(E)

Petra Wimmer, Kolleginnen und Kollegen betreffend kein unsozialer Familienbonus, jedes Kind muss gleich viel wert sein (377/A)(E)

Eva Maria Holzleitner, BSc, Kolleginnen und Kollegen betreffend Recht und Würde intergeschlechtlicher Kinder dürfen nicht weiter verletzt werden (378/A)(E)

Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen betreffend Nein zum No­tenzwang – Ja zur Wahlfreiheit (379/A)(E)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 18

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen betreffend lückenlose Informations­politik zu den Bedrohungsszenarien durch die Corona-Virus-Seuche in Österreich und Europa (380/A)(E)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend Lohn- und Sozialver­sicherungspflicht statt Taschengeld in Behindertenwerkstätten (381/A)(E)

Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Gleichbehandlungsgesetz und das Gesetz über die Gleichbehandlungskom­mission und die Gleichbehandlungsanwaltschaft geändert werden (382/A)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Einführung eines unab­hängigen Bundesstaatsanwaltes als Weisungsspitze gegenüber den staatsanwaltli­chen Behörden (383/A)(E)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein dringend notwendi­ges höheres Justizbudget zur Aufrechterhaltung eines funktionierenden Rechtsstaates (384/A)(E)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Jurisdiktionsnorm, die Zivilprozessordnung, das Gerichtsgebührengesetz, das Rechtsanwaltstarifgesetz, das Konsumentenschutzgesetz, das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und das Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz geändert wer­den (Gruppenverfahrengesetz) (385/A)

Christian Hafenecker, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Wechselkennzeichen PKW - Motorrad (386/A)(E)

MMag. DDr. Hubert Fuchs, Kolleginnen und Kollegen betreffend Garantie des Fort­bestands des Pendlerpauschales (387/A)(E)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen betreffend Arzneimittelversorgung und Verordnung zur Sicherstellung der Arzneimittelversorgung (388/A)(E)

Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen betreffend die wirtschaftlichen Bezie­hungen zu Afrika (389/A)(E)

Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen betreffend Doppelbesteuerungsab­kommen (390/A)(E)

Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen betreffend Bilaterale Investitions­schutzabkommen (BITs) (391/A)(E)

Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Bericht zu Selbstmorden und psychischen Erkrankungen bei Landwirtinnen und Landwirten (392/A)(E)

Mag. Martin Engelberg, Michel Reimon, MBA, Kolleginnen und Kollegen betreffend eine substantielle Aufstockung der humanitären Hilfe und der Mittel der bi- und multi­lateralen Entwicklungszusammenarbeit (393/A)(E)

Dr. Reinhold Lopatka, Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Kolleginnen und Kollegen betreffend wirksames Vorgehen gegen die Hisbollah (394/A)(E)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen betreffend Sofortmaßnahmen zur Ein­haltung der nationalen Klimaziele (395/A)(E)

Zurückgezogen wurde der Antrag der Abgeordneten


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 19

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Geschäftsordnung des Nationalrates (Geschäfts­ordnungsgesetz 1975) geändert wird (125/A) (Zu 125/A)

Zurückgezogen wurde das Verlangen auf erste Lesung binnen drei Monaten über den Antrag der Abgeordneten

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfas­sungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird (126/A) (Zu 126/A)

Anfragen der Abgeordneten

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Nachhal­tigkeit und Tourismus betreffend „wir wundern uns, was ist für die obersten 10.000 in Österreich noch alles möglich?“ (577/J)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Nach­haltigkeit und Tourismus betreffend Verkauf von Naturparkflächen der Österreichischen Bundesforste AG in Tirol (578/J)

Alois Stöger, diplômé, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Taktverkehre im Bundesland Niederösterreich (579/J)

Alois Stöger, diplômé, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Taktverkehre im Bundesland Oberösterreich (580/J)

Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Susanne Wiesinger (581/J)

Rudolf Silvan, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend weiterführender Gespräche hinsicht­lich der Nachnutzung des Rehabilitationszentrums Weißer Hof der AUVA in Kloster­neuburg (582/J)

Rudolf Silvan, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend möglicher Mehrkosten Aufgrund des Nichteinzuges der ÖGK in das Haus der sozialen Sicherheit (583/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend Nachfrage zum Ausbau rechtsextremer Infrastruktur in Oberösterreich (584/J)

Ing. Mag. Volker Reifenberger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Assistenzeinsätze des Bundesheeres im Jahr 2019 (585/J)

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkon­flikte (586/J)

Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Bestellung des Rektors der Pädagogischen Hochschule Tirol (587/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Statistiken zu Einreiseverboten (588/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 20

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Chris­tenverfolgung (589/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Sicherheitsalarm auf der Schiene – Illegale in Güterzügen (590/J)

Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Totalitäre Tendenzen an Universitäten (591/J)

Ing. Mag. Volker Reifenberger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend „Es ist nicht, und es wird auch nimmer gut.“ (592/J)

Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Nach­haltigkeit und Tourismus betreffend möglicher schwarzer Postenschacher (593/J)

Christian Ries, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Verlauf des Probebetriebs einer Bereitschaftseinheit (BE) im Bereich der LPD OÖ (594/J)

Kai Jan Krainer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend Aufkommen Kapitalertragsteuer aus Kapitalvermögen (595/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend „Der Kofi-Annan-Preis - Struktur und Verwendung“ (596/J)

Mag. Philipp Schrangl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Kriminalitätsstatistik (597/J)

Mag. Philipp Schrangl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Jugendkriminalität (598/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze am Wiener Praterstern 2018 und 2019 (599/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Umfeld der Wiener U-Bahnstation Josefstädter Stra­ße in den Jahren 2018 und 2019 (600/J)

Mag. Christian Drobits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Volksgruppenförderung (601/J)

Mag. Christian Drobits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Datenschnüffelei am Smart­phone (602/J)

Mag. Christian Drobits, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verfas­sung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend Datenschnüffelei am Smartphone (603/J)

Mag. Christian Drobits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Transparenz über Liefereng­pässe von Medikamenten und Impfstoffen sowie die Herkunft der Inhaltsstoffe (604/J)

Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend Breitspurbahnverlängerung - Anbindung an das eurasische Breitspur-Bahnnetz (605/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 21

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend „Maßnahmen gegen die Lärmbelastung entlang der Murtalschnellstraße S36?“ (606/J)

Rainer Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend entsandter ArbeitnehmerInnen (607/J)

Rainer Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend die offenen Abgabenrückstände per 31.12.2019 und Daten über den Vollzug des Finanzstrafgesetzes im Jahr 2019 (608/J)

Rainer Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Beitragsrückstände der Dienst­geberInnen bei den Gebietskrankenkassen im Jahr 2018 (609/J)

Rainer Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Beitragsrückstände der Dienst­geberInnen bei den Gebietskrankenkassen im Jahr 2019 (610/J)

Rainer Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Beitragsrückstände der Dienst­geberInnen bei den Gebietskrankenkassen im Jahr 2017 (611/J)

Rainer Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Beitragsrückstände der Dienst­geberInnen bei den Gebietskrankenkassen im Jahr 2016 (612/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend Gesinnungsjustiz? (613/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Verbreitung des Fuchsband­wurms (614/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Außenstände nicht rücker­statteter Behandlungskosten (615/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Influenza-Impfung (616/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Wartezeit bei CT- und MRT-Untersuchungen (617/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend meldepflichtige Krankheiten (618/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres betreffend Ausgaben der Ministerbüros (619/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Ausgaben der Ministerbüros (620/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verfas­sung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend Ausgaben der Ministerbüros (621/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 22

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Nachhal­tigkeit und Tourismus betreffend Ausgaben der Ministerbüros (622/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend Ausgaben der Ministerbüros (623/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Ausgaben der Ministerbüros (624/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Ausgaben der Ministerbüros (625/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für öffentli­chen Dienst und Sport betreffend Ausgaben der Ministerbüros (626/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Ausgaben der Ministerbüros (627/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Ausgaben der Ministerbüros (628/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Ausgaben der Ministerbüros (629/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digitali­sierung und Wirtschaftsstandort betreffend Ausgaben der Ministerbüros (630/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Bedenken der EU Kommission hinsichtlich Gesichtserkennungssoftware (631/J)

Mag. Dr. Petra Oberrauner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Di­gitalisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Sicherheitsbedenken beim 5G-Ausbau (632/J)

Mag. Dr. Petra Oberrauner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Sicherheitsbedenken beim 5G-Ausbau (633/J)

Mag. Dr. Petra Oberrauner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Sicherheitsbedenken beim 5G-Ausbau (634/J)

Mag. Dr. Petra Oberrauner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Sicherheitsbedenken beim 5G-Ausbau (635/J)

Cornelia Ecker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus betreffend Bericht über dubiose Agrarförderungen (636/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Transparenz der Staatendokumentation (637/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verfas­sung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend Entscheidungen des BVwG über Beschwerden gegen Bescheide des BFA im Jahr 2019 (638/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 23

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend Entscheidungen des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl im Jahr 2019 (639/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Aberkennungsverfahren nach dem Asylgesetz im Jahr 2019 (640/J)

Mag. Felix Eypeltauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verfas­sung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend Einstellungsbegründung in der Causa IMV Immobilien Management Holding GmbH (641/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz betreffend Kürzung bzw. Streichung des Kinderbetreuungsgeldes (642/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Cyberattacke auf das Außenministerium (643/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend Cyberattacke auf das Außenministerium (644/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Cyberattacke auf das Außenministerium (645/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres betreffend Cyberattacke auf das Außenministe­rium (646/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Cyberattacke auf das Außenministerium (647/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Vorrat und Nachbeschaffung von Verbandsmaterial beim Österreichischen Bundesheer (648/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Ernennungen im BMLV unter schwarz-blauer Regie­rung (649/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betref­fend Nachbesetzung des Generaldirektors der Statistik Austria (650/J)

Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für So­ziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Tierseuchen vor den Grenzen Österreichs (651/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesund­heit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Kapitel Konsumentenschutz im schwarz-grünen Regierungsprogramm 2020-2024 (652/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesund­heit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend letzte Raucher-Lounge Österreichs (653/J)

Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Gewalt an Frauen (654/J)

MMMag. Dr. Axel Kassegger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Cyberattacke auf das Au­ßenministerium (655/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 24

Walter Rauch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Geisterfahrer im Jahr 2019 am Teilstück A9 Raum Liezen (Bosrucktunnel – St. Michael) (656/J)

Walter Rauch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Geisterfahrer im Jahr 2019 am Teilstück S6 Raum Steiermark (Knoten St. Michael – Tunnel Semme­ring) (657/J)

Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Land­wirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Tierseuchen vor den Grenzen Öster­reichs (658/J)

Petra Wimmer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend Abdeckung des Mehraufwands der Exekutive durch das Gewaltschutzge­setz 2019 (659/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Einstellung eines Verfahrens wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Ver­botsgesetz (660/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Sicher­heitsalarm auf der Schiene – Illegale in Güterzügen (661/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Einsatz von Suchtmittelspürhunden und Mobiltelefonspürhunden in Justizan­stalten (662/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Christenverfolgung (663/J)

Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Treibstoff­schnellablass von Kerosin (664/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend zugekauftes Personal und Beraterverträge im Bundesministerium für Verfas­sung, Reformen, Deregulierung und Justiz (BMVRDJ), Ministerbüro, Generaldirektion und in den Justizanstalten (665/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Statistiken zu Einreiseverboten (666/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Ausverkauf des Landes Tirol an Freunde von Bun­deskanzler Kurz (667/J)

Ing. Mag. Volker Reifenberger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Postenschacher bei Bestellung von Kuratoriumsvorsitzenden einiger Bundesmuseen (668/J)

Christian Hafenecker, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Jus­tiz betreffend Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit der Sachverhaltsdarstellung vom 6. April 2016 betreffend Zinsswapgeschäfte der Stadt St. Pölten mit der Raiffeisen Landesbank NÖ Wien AG (669/J) CO2


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 25

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Amtsübergabe im Innenministerium (670/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Daten zu Schubhaft und Abschiebungen im Jahr 2019 (671/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Fi­nanzen betreffend Auskünfte aus dem Kontenregister im zweiten Halbjahr 2019 (672/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Jus­tiz betreffend Auskünfte aus dem Kontenregister im zweiten Halbjahr 2019 (673/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Fa­milie und Jugend betreffend Abbruch der Lehre von nicht österreichischen Staatsbür­gern (674/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Niemand zahlt gerne KESt. Auch die Arbeiterkammern nicht? (675/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Förderungen SWF 2018 (676/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend FamilienApp und Digitaler Mutter-Kind-Pass (677/J)

Eva Maria Holzleitner, BSc, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend Brüssel-Reise für alle Jugendlichen (678/J)

Eva Maria Holzleitner, BSc, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Brüssel-Reise für alle Jugendlichen (679/J)

Eva Maria Holzleitner, BSc, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Fi­nanzen betreffend Brüssel-Reise für alle Jugendlichen (680/J)

Eva Maria Holzleitner, BSc, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend EU-Mission Sophia (681/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen Chef des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung (682/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Schutzmaßnahmen (683/J)

Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Land­wirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend AMA-Marketing Videos (684/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Übergriffe durch Häftlinge auf Justizwachebeamte (685/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesund­heit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Datensammeln durch Ad-Tech-Firmen (686/J)

Ing. Mag. Volker Reifenberger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend die Bestellung des künstleri­schen Geschäftsführers (Staatsoperndirektor) der Wiener Staatsoper im Zeitraum Juli und August 2020 (687/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Neue Asylzentren (688/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 26

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ar­beit, Familie und Jugend betreffend Übergriff eines syrischen Asylanten in der AMS-Geschäftsstelle in der Laxenburger Straße, 1100 Wien (689/J)

Ing. Mag. Volker Reifenberger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Fördermittel für Theaterprojekt „Migration erleben“ an Wiener Gymnasium (690/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Mobile Einheiten des Bundesverwaltungsgerichtes (691/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Zero Draft der OEIGWG (692/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesund­heit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Banken wechseln 500-Euro Schein nicht (693/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend schwerwiegender Cyberangriff (694/J)

Mag. Nina Tomaselli, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Hausdurchsuchungen und Neonazi-Aktivitäten von Combat 18 in Vorarlberg (695/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten in Österreich im Jahr 2019 (696/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Oberösterreich im Jahr 2019 (697/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Tirol im Jahr 2019 (698/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Burgenland im Jahr 2019 (699/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Kärnten im Jahr 2019 (700/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Steiermark im Jahr 2019 (701/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Vorarlberg im Jahr 2019 (702/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Salzburg im Jahr 2019 (703/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend rechtsextremer Straftaten im Bundesland Niederösterreich im Jahr 2019 (704/J)

Mag. Martina Künsberg Sarre, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Bankenmilliarde (705/J)

Mag. Martina Künsberg Sarre, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Bankenmilliarde (706/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 27

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Fluggastdatenzentralstelle, Zahlen für 2019 (707/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Gesichtsbilderdatenbanken der österreichischen Sicherheitsbehörden (708/J)

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend ots-Aussendungen von Bediensteten des BMF (709/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Überlange Dauer der Prüfung durch die Fachaufsicht (710/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Probe der Regierungsklausur (711/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Jobabbau durch Altersteilzeit in der Sozialversicherung (712/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Insiderwissen bei Ausschöpfung von Fördermitteln des SWF 2019 (713/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Nichtdokumentierte Treffen mit Verfahrensbeteiligten in der Casag Affäre durch Sektionschef Pilnacek (714/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Statistiken zu Einreiseverboten (715/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Brand in einem Haftraum in der Justizanstalt Wien/Mittersteig (716/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler be­treffend Kosten für Rechtsberatung im Asylverfahren (717/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Kosten für Rechtsberatung im Asylverfahren und Kündigung der Verträge mit NGOs (718/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Kosten für Rechtsberatung im Asylverfahren und Kündigung der Ver­träge mit NGOs (719/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Förderungen an den VMÖ und andere Einrichtungen (720/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Ergänzungsfrage Überlange Dauer der Prüfung durch die Fachaufsicht (721/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für So­ziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (722/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Personelle Ausstattung der Minis­terkabinette 2020 (723/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 28

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Lan­desverteidigung betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (724/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Kli­maschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Perso­nelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (725/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Jus­tiz betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (726/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (727/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Fi­nanzen betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (728/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Di­gitalisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Personelle Ausstattung der Minister­kabinette 2020 (729/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bil­dung, Wissenschaft und Forschung betreffend Personelle Ausstattung der Ministerka­binette 2020 (730/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ar­beit, Familie und Jugend betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (731/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für eu­ropäische und internationale Angelegenheiten betreffend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (732/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Personelle Ausstattung der Mi­nisterkabinette 2020 (733/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betref­fend Personelle Ausstattung der Ministerkabinette 2020 (734/J)

Mag. Felix Eypeltauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digita­lisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Insolvenzabsicherung bei der Buchung von Pauschalreisen oder verbundenen Reiseleistungen (735/J)

Mag. Felix Eypeltauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Insolvenzabsicherung bei der Buchung von Pauschalreisen oder verbundenen Reiseleistungen (736/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Brand in Justizanstalt Mittersteig (737/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Maßnahmen gegen Ghostwriting und Plagiate (738/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Kli­maschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Einnah­men der Asfinag (739/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend IMSB (740/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 29

Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend kulturelle Angebote für Menschen im höheren Alter (741/J)

Robert Laimer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Internetbetrug (742/J)

Robert Laimer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Internetbetrug (743/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend das Verfahren gegen Brian E. in Wels (744/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Gewalt gegen Obdachlose (745/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Anfrage zum Ausbau rechtsextremer Infrastruktur in Wien (746/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend die Erkenntnisse der Bundesstelle für Sektenfragen für 2019 (747/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend rechtsextreme Straftäter auf der Flucht 2019 (748/J)

Michael Seemayer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirt­schaft, Regionen und Tourismus betreffend Seeuferzugänge – ein Privileg der Rei­chen? (749/J)

Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und Integration betreffend das Messen des SDG- Unterziels 5.3. (750/J)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend massive Angriffe des Bundeskanzlers auf die Justiz, insbesondere die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (751/J)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend massive Angriffe des Bundeskanzlers auf die Justiz, insbesondere die Wirt­schafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (752/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Attacken auf die WKStA durch Kanzler Kurz (753/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend „Subventionen und Förderungsbeiträge“ der Arbeiter­kammern (754/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Liste der „Betreiber wesentlicher Dienste“ gem § 16 Abs 4 Z 3 NIS-Gesetz (755/J)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend ÖBAG – Status Quo – Follow up (756/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Taskforce Migration (757/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Daten Asylverfahren (758/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 30

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirt­schaft, Regionen und Tourismus betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (759/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finan­zen betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belas­tung (760/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (761/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regie­rungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (762/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (763/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digita­lisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklau­sur mit doppelter CO2-Belastung (764/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (765/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regie­rungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (766/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppel­ter CO2-Belastung (767/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (768/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (769/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungs­klausur mit doppelter CO2-Belastung (770/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und Integration betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (771/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (772/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend Inszenierte Busfahrt zur Regierungsklausur mit doppelter CO2-Belastung (773/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 31

Maximilian Köllner, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend der medial verbreiteten Äußerungen über „Einen Standort für die rasche Abklärung von Asylverfahren im Grenzbereich zu Ungarn, Slowenien oder Italien“ für „Schnellverfahren an der Grenze“ (774/J)

Maximilian Köllner, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Rückführungen von Asylsuchenden nach Afghanistan (775/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Evaluierung Untreueparagraf im Strafgesetzbuch (776/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Mutmaßungen des Bundeskanzlers betreffend Verdacht des Amtsmiss­brauchs durch Angehörige der Staatsanwaltschaft (777/J)

Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Maßnahmen für Inklusion im Bil­dungssystem (778/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Durchimpfungsrate in Öster­reich (779/J)

Kai Jan Krainer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­hauptung rechtswidriger Weitergabe von Akten durch die Staatsanwaltschaft (780/J)

Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Ge­sundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Familienbonus Plus bei Unter­haltsansprüchen (781/J)

Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Fa­milie und Jugend betreffend Familienbonus Plus bei Unterhaltsansprüchen (782/J)

Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Familienbonus Plus bei Unterhaltsansprüchen (783/J)

Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend Familienbonus Plus bei Unterhaltsansprüchen (784/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Sonderposten für Edtstadler und andere „Mascherlposten“ (785/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Verbindungen der Ressortspitze des BMF zu den Vorgängen rund um Pos­tenbesetzungen in staatsnahen Betrieben unter Involvierung hochrangiger ÖVP Politi­ker (786/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Kinderbetreuungsbeihilfe des AMS (787/J)

Julia Elisabeth Herr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kul­tur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Antrittsbesuch in Brüssel (788/J)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Edtstadlers „Mascherlposten“ bei der WKStA (789/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Vertrag mit der Europäischen Investitionsbank (790/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 32

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Polizeieinsatz gegen Klimaaktivisten in Graz (791/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Frauenmord in Trieben (792/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend „Mascherlposten“ für Ministerin Edtstadler im Justizministerium (793/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend „Mascherlposten“ für Sektionschef Pirker im Justizministerium (794/J)

Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (795/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend „Zuständigkeiten und Aufgabengebiete von Gerald Fleischmann“ (796/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend „Mascherlposten“ für Alexander Pirker als Oberstaatsanwalt (797/J)

Christian Hafenecker, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Fi­nanzen betreffend Verdacht der Beeinflussung von Ermittlungen nach Treffen zwi­schen dem Leiter der Sektion IV Strafrecht im BMJ und zwei Beschuldigten in der Cau­sa Casinos Austria aus dem ÖVP-Umfeld (798/J)

Christian Hafenecker, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Verdacht der Beeinflussung von Ermittlungen nach Treffen zwischen dem Leiter der Sektion IV Strafrecht im BMJ und zwei Beschuldigten in der Causa Ca­sinos Austria aus dem ÖVP-Umfeld (799/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Ver­einsverbote oder Vereinsfreiheit? (800/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ar­beit, Familie und Jugend betreffend marokkanische Pflegekräfte für Österreich (801/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für So­ziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend marokkanische Pflege­kräfte für Österreich (802/J)

Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Prüfung und Einsatz 14 Jahre alter Grippe-Masken (803/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Personalkosten und Entbüro­kratisierung Ihres Kabinetts (804/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesver­teidigung betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (805/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirt­schaft, Regionen und Tourismus betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (806/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Personal­kosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (807/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 33

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kul­tur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (808/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (809/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (810/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (811/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (812/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digitalisie­rung und Wirtschaftsstandort betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (813/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (814/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Personalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (815/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Per­sonalkosten und Entbürokratisierung Ihres Kabinetts (816/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Klima­wandel als Asylgrund (817/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Klimawandel als Asylgrund (818/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Grü­ner Postenschacher (819/J)

Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kul­tur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Grüner Postenschacher (820/J)

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Eltern und Lehrer lehnen Ziffernzeugnisse ab (821/J)

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Benotung von Asylanten-Kindern an Kärntner Schule (822/J)

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Text zum Thema Asyl in einem Schulbuch (823/J)

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Behandlung von Kindern als schikanierte Mi­granten in Wiener Schule (824/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 34

Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend fehlender Transparenz in der Verwaltung (825/J)

Erwin Angerer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Weiterentwicklung öffentlicher Verkehr (826/J)

Christian Ries, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Verlängerung der A3 Südost Autobahn im Burgenland (827/J)

Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Land­wirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Finanzierung der BauernZeitung (828/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Umgang und Verwendung von Laptops in den Justizanstalten (829/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Fa­milie und Jugend betreffend Maßnahmen gegen Radikalisierung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund (830/J)

Mag. Jörg Leichtfried, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend Tour des Capitales – 10-tägige Europarundreise der Bundesmi­nisterin (831/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Anweisungen des Ministers an die selbstverwaltete ÖGK (832/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Überlange Dauer des Ermittlungsverfahrens gegen die Leiterin der WKStA und drei OberstaatsanwältInnen iZm des Causa BVT (833/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend externe medizinische Behandlung von Häftlingen (834/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend externe Behandlung bei Therapien und Krankenhausaufenthalt von Häftlingen (835/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Kosten der medizinischen Versorgung im Strafvollzug (836/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Terrorverdächtige aus Haft entlassen (837/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Gerichte und Staatsanwaltschaften leiden massiv unter Einsparungen (838/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesund­heit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Fall eines türkischen Sozialbetrügers (839/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Ge­sundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend widersprüchliche Anfragebeant­wortungen (840/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend widersprüchliche Anfragebeantwortungen (841/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 35

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wis­senschaft und Forschung betreffend externe Workshops und Rechtsextremismus­experten in Schulen (842/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Polizeieinsätze im Wiener Brigittenauer Bad 2019 (843/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Polizeieinsätze im Wiener Donaustädter Bad 2019 (844/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Großfeldsiedlungsbad 2019 (845/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Hadersdorf-Weidlingauerbad 2019 (846/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Hietzinger Bad 2019 (847/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Höpflerbad 2019 (848/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Hütteldorfer Bad 2019 (849/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Jörgerbad 2019 (850/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Kongressbad 2019 (851/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Krapfenwaldlbad 2019 (852/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Liesinger Bad 2019 (853/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Simmeringer Bad 2019 (854/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Stadionbad 2019 (855/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Theresienbad 2019 (856/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Strandbad Alte Donau 2019 (857/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Strandbad Gänsehäufel 2019 (858/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 36

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Floridsdorfer Bad 2019 (859/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Laaerbergbad 2019 (860/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Schafbergbad 2019 (861/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Ottakringer Bad 2019 (862/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Wiener Döblinger Bad 2019 (863/J)

Yannick Shetty, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Verhinderung der Eintragung des dritten Geschlechts durch Weisung des ehema­ligen Bundesministers Herbert Kickls (864/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Europäischer Monarchisten-Kongress in Wien und das „Russian Imperial Moment“ (RIM) (865/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Abschiebezentrum in Serbien (866/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Kli­maschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Direkt­vergaben im öffentlichen Verkehr (867/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Grenzgän­ger mit ausländischen Zulassungen (868/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Dauer von Pflegschaftverfahren (869/J)

Yannick Shetty, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Mangelhafte Umsetzung des Bundes-Sportför­derungsgesetzes 2017 (870/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Task Force Eurofighter (871/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Karrieresprungbrett Ministerkabinett (872/J)

Mag. Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „Mascherlposten“ in der Justiz (873/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Kli­maschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend FFG-För­derung für Zukunftsprojekte (874/J)

Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Einführung der Neuen Oberstufe (NOST) (875/J)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Ge­sundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend „Sicherheitsmaßnahmen Corona­virus“ (876/J)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Think Austria (877/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 37

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend die Pressefreiheit und das faschistische Us­taša-Treffen in Bleiburg/Kärnten (878/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend das faschistische Ustaša-Treffen in Bleiburg/Kärnten 2019 und 2020 (879/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Symbole-Gesetz (880/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend Neonazi-Aufmarsch im Februar 2020 in Budapest (881/J)

Rudolf Silvan, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend geplanter Schließung von Postämtern im Wald­viertel (882/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Zukunft der österreichischen Luftraumüberwachung (883/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend ge­steuerte Kommunikation der Bundesregierung (884/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend gesteuerte Kommunikation der Bun­desregierung (885/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeikontrollen in den Wiener U-Bahn-Stationen der Linie U2 im Jän­ner 2020 (886/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (887/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regie­rungsklausur?“ (888/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (889/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (890/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Fa­milie und Jugend betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (891/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend „wie teuer war die ergebnislo­se Regierungsklausur?“ (892/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungs­klausur?“ (893/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 38

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (894/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirt­schaft, Regionen und Tourismus betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regie­rungsklausur?“ (895/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (896/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und Integration betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (897/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digita­lisierung und Wirtschaftsstandort betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regie­rungsklausur?“ (898/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (899/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „wie teuer war die ergebnislose Regierungsklausur?“ (900/J)

Maximilian Lercher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kul­tur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend „wie teuer war die ergebnislose Regie­rungsklausur?“ (901/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betref­fend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (902/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ar­beit, Familie und Jugend betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halb­jahr 2019 (903/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bil­dung, Wissenschaft und Forschung betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (904/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (905/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend Erbringung von Dienstleistun­gen im zweiten Halbjahr 2019 (906/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (907/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Fi­nanzen betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (908/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und Integration betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halb­jahr 2019 (909/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (910/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 39

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Jus­tiz betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (911/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Kli­maschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Erbrin­gung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (912/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (913/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (914/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Lan­desverteidigung betreffend Erbringung von Dienstleistungen im zweiten Halbjahr 2019 (915/J)

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für So­ziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Erbringung von Dienst­leistungen im zweiten Halbjahr 2019 (916/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Ge­sundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend EU-Kommission möchte 1 und
2-Cent-Münzen abschaffen (917/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für So­ziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Übergriffe gegen Mitar­beiter des Sozialministeriumsservice (918/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Integrative Betriebe in Öster­reich (919/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Ge­sundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Stopp der Lebensmittelver­schwendung (920/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend EU-Kommission möchte 1 und 2-Cent-Münzen abschaffen (921/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend hat der Finanzpakt Südtirols ein Ablaufda­tum? (922/J)

Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Ruhebezüge-Anpassung im öffentlichen Dienst (923/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ar­beit, Familie und Jugend betreffend Übergriffe gegen Mitarbeiter des Arbeitsinspekto­rats (924/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 40

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Polizeikontrollen in den Wiener U-Bahn-Stationen der Linie U4 im Jänner 2020 (925/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Polizeikontrollen in den Wiener U-Bahn-Stationen der Linie U1 im Jänner 2020 (926/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Radius von 700m der U-Bahn-Station „Schweden­platz“ in den Jahren 2018 und 2019 (927/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze im Umfeld der Station „Landstraße-Wien Mitte“ in den Jahren 2018 und 2019 (928/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Polizeieinsätze im Umfeld der Station „Längenfeldgasse“ in den Jah­ren 2018 und 2019 (929/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für In­neres betreffend Polizeieinsätze im Umfeld der Station „Margareten Gürtel“ in den Jah­ren 2018 und 2019 (930/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Polizeieinsätze am und rund um den „Wiener Karlsplatz“ (931/J)

Maximilian Köllner, MA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend 100.000 Euro für neue Sanitäranlagen im Büro des Vizekanzlers – Sparen im System? (932/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bil­dung, Wissenschaft und Forschung betreffend Plan S (933/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bil­dung, Wissenschaft und Forschung betreffend Österreichische Partnerschaft For­schungseinrichtung FAIR (934/J)

Mag. Thomas Drozda, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Kontrollversagen in den Bundesmu­seen (935/J)

Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend mehr Hürden anstatt Chancen (936/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (937/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (938/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (939/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (940/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregie­rung (941/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 41

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digita­lisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundes­regierung (942/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (943/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (944/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Land­wirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend gesteuerte Kommunikation der Bundes­regierung (945/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (946/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (947/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und Integration betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (948/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend betreffend Gesteuerte Kommunikation der Bundesregierung (949/J)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend Einhaltung von Compliance Regeln in der ÖBAG (950/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Lan­desverteidigung betreffend Crypto und 5G (951/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digi­talisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Crypto und 5G (952/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Land­wirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Crypto und 5G (953/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Crypto und 5G (954/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Crypto und 5G (955/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Eurofighter Einsatzfähigkeit (956/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Lieferverzug von Talent-3-Zügen in Vorarlberg (957/J)

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend Message Control im Verteidigungsministerium (958/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Intransparenz: Fragen zum rot-schwarzen ÖGK-Defizit-Hickhack (959/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 42

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Artensterben in ös­terreichischen Flüssen, Seen und Feuchtgebieten (960/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Externe Kosten für Überwachungsmaßnahmen (961/J)

Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inne­res betreffend Externe Kosten für Überwachungsmaßnahmen (962/J)

Mag. Eva Blimlinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend Heeresgeschichtliches Museum (963/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Crypto Verschlüsselung (964/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Crypto Verschlüsselung (965/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Crypto Verschlüsselung (966/J)

Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Maßnahmen der Treibhausgasre­duktion zur Erreichung von Klimaneutralität (967/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Österreichische Positionierung bei der Lockerung von EU Pestizidtoleranzen (968/J)

Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend österreichische Rolle bei der Lo­ckerung von EU-Importtoleranzen bei Pestizidrückständen (969/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Eurofighter Politische Kontakte (970/J)

David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Causa Eurofighter – Airbus nennt Namen der Geldempfänger (971/J)

Dr. Reinhard Eugen Bösch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend neue Erkenntnisse in der Causa Eurofighter (972/J)

Mag. Markus Koza, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Razzia im Verteilungszentrum in Großebersdorf (973/J)

Mag. Markus Koza, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Fa­milie und Jugend betreffend arbeitsmarktpolitische Problemlagen in Folge der Razzia im Verteilungszentrum in Großebersdorf (974/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Details zum Cyberan­griff auf das Außenministerium (975/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Lan­desverteidigung betreffend Grenzschutz Assistenzeinsatz (976/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Verfassung betreffend EU-rechtswidrige Bestrafung regierungs- oder systemkriti­scher Richter_innen in Polen (977/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 43

Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landes­verteidigung betreffend OTS in Wort und Bild (978/J)

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend Methanemissionen durch Gasinfrastruktur und Landwirtschaft (979/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Digita­lisierung und Wirtschaftsstandort betreffend Inserate für die App „Digitales Amt“ durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (980/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Programmierfehler bei Finanzonline (981/J)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Ge­sundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend „Gleich gute Gesundheitsleistun­gen für alle“ versus „wer zahlt, kommt früher dran?“ (982/J)

Mag. Hannes Amesbauer, BA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend Sexuelle Belästigung im BAK (983/J)

Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öf­fentlichen Dienst und Sport betreffend Auftragssummen an die Firma brosz verhan­deln & kommunizieren e.U. (984/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend Karrieresprungbrett Ministerkabinett (985/J)

Mag. Markus Koza, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Beratungsverträge in den Jah­ren 2018 und 2019 (986/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Rudolf Striedinger bei parteipolitischer Veranstaltung (987/J)

Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend die Umsetzung der UN-Sicher­heitsratsresolution 1325 (988/J)

Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Land­wirtschaft, Regionen und Tourismus betreffend Netzneutralität sicherstellen (989/J)

Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Vermittlung von musikalischer Bildung (990/J)

Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport betreffend Ausmaß prekärer Beschäftigung in Bundestheatern und Bundesmuseen (991/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend das faschistische Ustaša-Treffen in Bleiburg/Kärnten (992/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreffend das faschistische Ustaša-Treffen in Bleiburg/Kärnten (993/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 44

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend die Aktivitäten von Staatsverweigerern 2019 (994/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend provokative Geste aus dem Fenster der deutschnationalen Burschenschaft Gothia (995/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend provokative Geste aus dem Fenster der deutschnationalen Burschenschaft Gothia (996/J)

Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend Migrationspakt (997/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung betreffend Mobile Endgeräte an Schulen (998/J)

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend Sicherheitspolitischer Jahresauftakt (999/J)

Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Vereinbarkeit der angekündigten nationalen Ausgleichszahlungen für Säule II der GAP mit EU-Wettbewerbsrecht (1000/J)

Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für EU und Ver­fassung betreffend Reform des Staatsarchives und Archivierung digitaler Archivalien der obersten Bundesorgane durch das Staatsarchiv (1001/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betref­fend den Aufsichtsrat der Buchhaltungsagentur des Bundes (BHAG) (1002/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betreffend das Mitglied des BMI im Aufsichtsrat der Buchhaltungsagentur des Bundes (1003/J)

Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend totalitäre Tendenzen an Universitäten (1004/J)

Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres betref­fend die Verbindungen des Attentäters von Hanau nach Österreich (1005/J)

Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Fragen zu regionalen Unter­schieden bei Amputationen (1006/J)

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landwirt­schaft, Regionen und Tourismus betreffend Artensterben in österreichischen Flüssen, Seen und Feuchtgebieten (1007/J)

Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend Auf großem Fuß am Opernball (1008/J)

Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend FABIAN – digitale Weiterentwicklung zur Auszahlung der Familienbeihilfe (1009/J)

Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Arbeit, Fa­milie und Jugend betreffend FABIAN – digitale Weiterentwicklung zur Auszahlung der Familienbeihilfe (1010/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 45

Dr. Reinhard Eugen Bösch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend neue Erkenntnisse bezüglich politischer Zuwendungen in der Causa Eurofighter (1011/J)

Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Überlange Verfahrensdauer im Eurofighter-Verfahren (1012/J)

Mag. Meri Disoski, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Inneres be­treffend „Mord an Sara L. am 23.2.2020“ (1013/J)

Michael Schnedlitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Verbindungen zwischen der ÖVP und dem Ibiza-Netzwerk (1014/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und In­tegration betreffend Analphabeten in Integrationskursen (1015/J)

*****

Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen an den Präsidenten des Nationalrates betreffend Nachhaltigkeit im Nationalrat (1/JPR)

Anfragebeantwortungen

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loa­cker, Kolleginnen und Kollegen (237/AB zu 183/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Sabine Schatz, Kolleginnen und Kollegen (238/AB zu 190/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen (239/AB zu 195/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Petra Oberrauner, Kolleginnen und Kollegen (240/AB zu 189/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loa­cker, Kolleginnen und Kollegen (241/AB zu 216/J)

des Bundesministers für öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeord­neten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen (242/AB zu 193/J)

der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kollegen (243/AB zu 194/J)

der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (244/AB zu 218/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (245/AB zu 212/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Grei­ner, Kolleginnen und Kollegen (246/AB zu 264/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schell­horn, Kolleginnen und Kollegen (247/AB zu 224/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schell­horn, Kolleginnen und Kollegen (248/AB zu 226/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 46

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (249/AB zu 215/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (250/AB zu 181/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ge­rald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (251/AB zu 217/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (252/AB zu 223/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (253/AB zu 213/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (254/AB zu 214/J)

der Bundesministerin für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz auf die An­frage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (255/AB zu 207/J)

der Bundesministerin für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (256/AB zu 211/J)

des Bundesministers für Europa, Integration und Äußeres auf die Anfrage der Abge­ordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (257/AB zu 209/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen (258/AB zu 185/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (259/AB zu 206/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab-geordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (260/AB zu 219/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (261/AB zu 227/J)

des Bundesministers für Europa, Integration und Äußeres auf die Anfrage der Abge­ordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (262/AB zu 225/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen (263/AB zu 229/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Markus Vogl, Kolleginnen und Kollegen (264/AB zu 230/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (265/AB zu 232/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Reinhold Einwallner, Kolleginnen und Kollegen (266/AB zu 237/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Reinhold Einwallner, Kolleginnen und Kollegen (267/AB zu 242/J)

der Bundesministerin für Frauen und Integration im Frauen und Integration auf die An­frage der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen (268/AB zu 233/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 47

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen (269/AB zu 233/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen (270/AB zu 244/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kol­legen (271/AB zu 259/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (272/AB zu 249/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Reinhold Ein­wallner, Kolleginnen und Kollegen (273/AB zu 253/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Grei­ner, Kolleginnen und Kollegen (274/AB zu 261/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (275/AB zu 247/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Kris­per, Kolleginnen und Kollegen (276/AB zu 243/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kolle­gen (277/AB zu 245/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (278/AB zu 258/J)

der Bundesministerin für EU und Verfassung im EU und Verfassung auf die Anfrage der Abgeordneten Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen (279/AB zu 293/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Alois Stöger, diplômé, Kolleginnen und Kollegen (280/AB zu 271/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ka­rin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (281/AB zu 256/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (282/AB zu 260/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Katharina Kucha­rowits, Kolleginnen und Kollegen (283/AB zu 272/J)

der Bundesministerin für Frauen und Integration im Frauen und Integration auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (284/AB zu 255/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (285/AB zu 255/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (286/AB zu 267/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 48

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Mar­greiter, Kolleginnen und Kollegen (287/AB zu 250/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Maximilian Ler­cher, Kolleginnen und Kollegen (288/AB zu 269/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfra­ge der Abgeordneten Maximilian Köllner, MA, Kolleginnen und Kollegen (289/AB zu 270/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen (290/AB zu 275/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen (291/AB zu 277/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen (292/AB zu 276/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (293/AB zu 279/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen (294/AB zu 288/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen (295/AB zu 287/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kolleginnen und Kollegen (296/AB zu 286/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (297/AB zu 304/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (298/AB zu 302/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Yannick Shetty, Kolleginnen und Kollegen (299/AB zu 303/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (300/AB zu 336/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen (301/AB zu 324/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Reinhold Einwallner, Kolleginnen und Kollegen (302/AB zu 305/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kol­legen (303/AB zu 289/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 49

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Mar­greiter, Kolleginnen und Kollegen (304/AB zu 280/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Hei­nisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (305/AB zu 338/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Hannes Ames­bauer, BA, Kolleginnen und Kollegen (306/AB zu 328/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Helmut Brand­stätter, Kolleginnen und Kollegen (307/AB zu 312/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Christian Hafen­ecker, MA, Kolleginnen und Kollegen (308/AB zu 284/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Ralph Schallmeiner, Kolleginnen und Kol­legen (309/AB zu 281/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Margreiter, Kolleginnen und Kollegen (310/AB zu 282/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Martina Künsberg Sarre, Kolleginnen und Kollegen (311/AB zu 299/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen (312/AB zu 323/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen (313/AB zu 309/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen (314/AB zu 295/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen (315/AB zu 318/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Hei­nisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (316/AB zu 341/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen (317/AB zu 311/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Faika El-Nagashi, Kolleginnen und Kollegen (318/AB zu 297/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Alois Stöger, diplômé, Kolleginnen und Kollegen (319/AB zu 298/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Hauser, Kolleginnen und Kollegen (320/AB zu 289/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Faika El-Nagashi, Kolleginnen und Kollegen (321/AB zu 296/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen (322/AB zu 325/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 50

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen (323/AB zu 308/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Peter Schmiedlechner, Kolleginnen und Kollegen (324/AB zu 326/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (325/AB zu 339/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (326/AB zu 335/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Rein­hard Eugen Bösch, Kolleginnen und Kollegen (327/AB zu 285/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Petra Oberrauner, Kolleginnen und Kollegen (328/AB zu 292/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (329/AB zu 349/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Doug­las Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen (330/AB zu 300/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen (331/AB zu 320/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Ga­briele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (332/AB zu 334/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Martina Künsberg Sarre, Kolleginnen und Kollegen (333/AB zu 301/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Mar­greiter, Kolleginnen und Kollegen (334/AB zu 310/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (335/AB zu 302/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (336/AB zu 304/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen (337/AB zu 329/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Christian Hafen­ecker, MA, Kolleginnen und Kollegen (338/AB zu 322/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (339/AB zu 342/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (340/AB zu 340/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 51

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Henrike Brandstötter, Kolleginnen und Kollegen (341/AB zu 293/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen (342/AB zu 319/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Petra Vorderwinkler, Kolleginnen und Kol­legen (343/AB zu 291/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (344/AB zu 343/J)

der Bundesministerin für Frauen und Integration im Frauen und Integration auf die An­frage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (345/AB zu 345/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (346/AB zu 345/J)

der Bundesministerin für EU und Verfassung im EU und Verfassung auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (347/AB zu 344/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Hermann Brückl, MA, Kolleginnen und Kollegen (348/AB zu 327/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (349/AB zu 337/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten David Stög­müller, Kolleginnen und Kollegen (350/AB zu 348/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen (351/AB zu 347/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (352/AB zu 333/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen (353/AB zu 331/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen (354/AB zu 283/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen (355/AB zu 352/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen (356/AB zu 350/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Mar­greiter, Kolleginnen und Kollegen (357/AB zu 346/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek, Kolleginnen und Kollegen (358/AB zu 332/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 52

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen (359/AB zu 354/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kollegin­nen und Kollegen (360/AB zu 548/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kollegin­nen und Kollegen (361/AB zu 551/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kollegin­nen und Kollegen (362/AB zu 552/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Mag. Volker Reifenber­ger, Kolleginnen und Kollegen (363/AB zu 546/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Thomas Drozda, Kolle­ginnen und Kollegen (364/AB zu 493/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA, Kollegin­nen und Kollegen (365/AB zu 550/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Doug­las Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen (366/AB zu 353/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Mag. Volker Reifenber­ger, Kolleginnen und Kollegen (367/AB zu 545/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (368/AB zu 357/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Helmut Brandstätter, Kolleginnen und Kollegen (369/AB zu 351/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (370/AB zu 361/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Yannick Shetty, Kolleginnen und Kollegen (371/AB zu 358/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (372/AB zu 361/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Mar­greiter, Kolleginnen und Kollegen (373/AB zu 356/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (374/AB zu 355/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (375/AB zu 360/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (376/AB zu 359/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (377/AB zu 369/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 53

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schell­horn, Kolleginnen und Kollegen (378/AB zu 365/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (379/AB zu 372/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (380/AB zu 368/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (381/AB zu 366/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (382/AB zu 371/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (383/AB zu 400/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (384/AB zu 370/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (385/AB zu 367/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kolleginnen und Kollegen (386/AB zu 362/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (387/AB zu 388/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Grei­ner, Kolleginnen und Kollegen (388/AB zu 389/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Grei­ner, Kolleginnen und Kollegen (389/AB zu 384/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ruth Be­cher, Kolleginnen und Kollegen (390/AB zu 402/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (391/AB zu 393/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (392/AB zu 363/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kollegin­nen und Kollegen (393/AB zu 376/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen (394/AB zu 373/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (395/AB zu 364/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Cornelia Ecker, Kolleginnen und Kollegen (396/AB zu 374/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 54

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen (397/AB zu 412/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Doug­las Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen (398/AB zu 375/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ka­rin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (399/AB zu 398/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Katharina Kucharowits, Kolleginnen und Kollegen (400/AB zu 412/J)

der Bundesministerin für Frauen und Integration auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (401/AB zu 386/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (402/AB zu 414/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (403/AB zu 414/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (404/AB zu 386/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (405/AB zu 387/J)

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (406/AB zu 391/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (407/AB zu 385/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (408/AB zu 390/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (409/AB zu 379/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (410/AB zu 378/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (411/AB zu 396/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (412/AB zu 383/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Mag. Ruth Becher, Kolleginnen und Kollegen (413/AB zu 403/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Hannes Ames­bauer, BA, Kolleginnen und Kollegen (414/AB zu 410/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 55

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Grei­ner, Kolleginnen und Kollegen (415/AB zu 392/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Grei­ner, Kolleginnen und Kollegen (416/AB zu 382/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Schellhorn, Kolleginnen und Kollegen (417/AB zu 415/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Hannes Ames­bauer, BA, Kolleginnen und Kollegen (418/AB zu 416/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen (419/AB zu 417/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Hannes Ames­bauer, BA, Kolleginnen und Kollegen (420/AB zu 418/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kol­legen (421/AB zu 394/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Kolleginnen und Kollegen (422/AB zu 422/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen (423/AB zu 423/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (424/AB zu 377/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (425/AB zu 401/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Faika El-Nagashi, Kolleginnen und Kollegen (426/AB zu 424/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen (427/AB zu 405/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen (428/AB zu 406/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen (429/AB zu 407/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (430/AB zu 395/J)

der Bundesministerin für EU und Verfassung im EU und Verfassung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (431/AB zu 385/J)

der Bundesministerin für EU und Verfassung im EU und Verfassung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (432/AB zu 397/J)

der Bundesministerin für Frauen und Integration im Frauen und Integration auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (433/AB zu 399/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (434/AB zu 399/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen (435/AB zu 409/J)


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 56

der Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (436/AB zu 380/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Rein­hard Eugen Bösch, Kolleginnen und Kollegen (437/AB zu 404/J)

der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kollegen (438/AB zu 411/J)

der Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Karin Greiner, Kolleginnen und Kol­legen (439/AB zu 381/J)

des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Ab­geordneten Douglas Hoyos-Trauttmansdorff, Kolleginnen und Kollegen (440/AB zu 413/J)

der Bundesministerin für Landesverteidigung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Fai­ka El-Nagashi, Kolleginnen und Kollegen (441/AB zu 425/J)

des Bundesministers für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen (442/AB zu 428/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Kolleginnen und Kollegen (443/AB zu 420/J)

des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Faika El-Nagashi, Kolleginnen und Kollegen (444/AB zu 426/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen (445/AB zu 419/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Kolleginnen und Kollegen (446/AB zu 421/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Kolleginnen und Kollegen (447/AB zu 427/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Kris­per, Kolleginnen und Kollegen (448/AB zu 429/J)

des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Susanne Fürst, Kolleginnen und Kollegen (449/AB zu 820/J)

der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen (450/AB zu 357/J)


 


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 57

09.06.17Beginn der Sitzung: 9.06 Uhr

Vorsitzende: Präsident Mag. Wolfgang Sobotka, Zweite Präsidentin Doris Bures, Dritter Präsident Ing. Norbert Hofer.

09.06.18*****


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Meine sehr geehrten Damen und Herren Abge­ordnete, ich eröffne hiermit die 12. Sitzung des Nationalrates und darf Sie recht herz­lich begrüßen. Ich begrüße die Gäste auf der Galerie, die Presse und vor allem jene, die die Sitzung zu Hause vor den Fernsehgeräten verfolgen.

Die Amtlichen Protokolle der 10. Sitzung vom 22. und 23. Jänner 2020 sowie der 11. Sitzung vom 23. Jänner 2020 sind in der Parlamentsdirektion aufgelegen und wur­den nicht beanstandet.

Als verhindert gemeldet sind die Abgeordneten Gabriela Schwarz, Mag. Dr. Sonja Hammerschmid und Nurten Yılmaz.

Vertretung von Mitgliedern der Bundesregierung


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Für den heutigen Sitzungstag hat das Bundes­kanzleramt über Vertretungen von Mitgliedern der Bundesregierung, welche sich in ei­nem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union aufhalten, folgende Mitteilung ge­macht:

Ministerin Dr. Margarete Schramböck wird durch Ministerin Mag. Klaudia Tanner ver­treten, Minister Mag. Alexander Schallenberg, LL.M. durch Ministerin Mag. Karoline Edtstadler und Ministerin Elisabeth Köstinger durch Ministerin Mag. (FH) Christine Aschbacher.

Einlauf


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Vom Bundeskanzler ist ein Schreiben eingelangt, wonach der Herr Bundespräsident mit Entschließung vom 29. Jänner 2020 nachste­hende Bundesministerinnen und Bundesminister aufgrund von Änderungen im Bun­desministeriengesetz von ihren bisherigen Ämtern enthoben und wie folgt ernannt hat:

Vizekanzler Mag. Werner Kogler zum Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport; Elisabeth Köstinger zur Bundesministerin für Landwirtschaft, Re­gionen und Tourismus; Mag. Alexander Schallenberg, LL.M. zum Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten; Rudolf Anschober zum Bundesminis­ter für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; Leonore Gewessler, BA zur Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech­nologie; Mag. (FH) Christine Aschbacher zur Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend; und Dr. Alma Zadić, LL.M. zur Bundesministerin für Justiz.

Weiters wurden nach der Enthebung von ihren bisherigen Funktionen Mag. Ulrike Lu­nacek zur Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport sowie Dr. Magnus Brunner, LL.M. zum Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie ernannt.

*****


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 58

Ich darf bekannt geben, dass ORF 2 die Sitzung bis 13 Uhr überträgt, anschließend wird sie bis 19.15 Uhr auf ORF III übertragen. Danach können Sie die Sitzung in der TVthek mitverfolgen.

*****

Bevor wir zur Aktuellen Stunde gelangen, darf ich Abgeordnetem Hofinger, der heute seinen 50. Geburtstag feiert und Sie natürlich alle am Buffet einladen wird, gratulie­ren. – Herzlichen Glückwunsch! (Allgemeiner Beifall.)

09.09.08Aktuelle Stunde


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir gelangen nun zur Aktuellen Stunde mit dem Thema:

„Green Deal im Güterverkehr: Transitfrage lösen, Bevölkerung und Umwelt von Stau, Lärm und Schadstoffen entlasten“

Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Weratschnig. Seine Redezeit beträgt 10 Minu­ten. – Bitte.


9.09.43

Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsi­dent! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Abgeordnete! Ein Green Deal für den Güterverkehr, die Transitfrage damit lösen, die Bevölkerung entlasten: Wir haben die­ses Thema für heute vorgeschlagen, weil wir überzeugt sind, dass es diesbezüglich ei­nen österreichischen Schulterschluss, einen Schulterschluss hier im Parlament braucht. Es braucht eine europäische Verkehrswende, es braucht eine Wende im Güterverkehr.

30 Jahre Transitwiderstand nahmen ihren Ausgang in Tirol (Abg. Wurm: Was haben die Grünen erreicht, Herr Kollege? Was haben die Grünen in Tirol erreicht?), das wird in dieser schönen Publikation (eine Ausgabe des Buchs „Transit-Saga. Bürgerwider­stand am ‚Auspuff Europas‘“ in die Höhe haltend) der Professoren Sickinger und Hussl dargelegt. (Abg. Wurm: 1 Million Lkw mehr!) Breite Bevölkerungsschichten haben die Politik damals vor sich hergetrieben, Bürgerinnen und Bürger haben, Herr Abgeordne­ter Wurm, um ihre Versammlungsfreiheit (Abg. Wurm: Da war ich dabei!), für ihren Le­bensraum, für ihre Zukunft gekämpft; das taten sie vor dem EU-Beitritt, mit ganz neuer Dynamik und berechtigter Skepsis gegenüber der EU in dem Wissen, dass der freie, ungezügelte Warenverkehr eine Bedrohung für Regionalwirtschaft und Lebensqualität sein kann. Der Transitwiderstand und der BürgerInnenprotest – erst später unterstützt von der Politik – zeigten die Perversion eines Binnenmarktes ohne ökosoziale Schran­ken beziehungsweise mit zu wenigen Spielregeln, an die sich alle im Interesse des Allgemeinwohls halten, auf. Die jüngsten Reportagen zu Tiertransporten zeigen uns diese Perversion der Märkte: Rücksichtslosigkeit und Respektlosigkeit. (Beifall bei den Grünen.)

Diese grauenhaften Bedingungen sind europäisch, national und regional abzustellen, werte Abgeordnete. Wir sollten uns vor den nächsten Generationen schämen (Abg. Bösch – in Richtung ÖVP –: ... Regierungsprogramm! Ihr solltet aufpassen!), wenn am Opferaltar des Binnenmarktes Tiere zu Tode gequält und gepeinigt werden, bis sie auf unseren Tellern landen. So ist dieser Markt realisiert und organisiert (Zwischenruf des Abg. Hörl), und da müssen wir auch als österreichisches Parlament dagegenhalten. Ich danke an dieser Stelle Herrn Bundesminister Rudi Anschober, der sich dieses The­mas sofort angenommen hat und zu einem runden Tisch ruft (Abg. Wurm: ... in Tirol,


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oder?!), um weitere mögliche Sofortmaßnahmen abzuklären und diese auch abzustim­men. (Beifall bei den Grünen.) An dieser Stelle appelliere ich an die Regierung, alle uns möglichen Maßnahmen für eine tiergerechte Haltung zu ergreifen. (Abg. Wurm: Ihr seid in der Regierung, Kollege! Ihr seid in der Regierung!)

Ja, in Österreich sind wir in vielen Bereichen vorbildlich, aber ich erkenne noch viele Handlungsspielräume, wie wir uns verbessern und uns auf Europaebene starkmachen können. Ja, wir sind in der Regierung (Abg. Wurm: In Tirol auch!), und ja, lieber Herr Abgeordneter, wir sind auch Parlamentarier, und ich erwarte mir vom Parlament ein selbstbewusstes Auftreten (Abg. Wurm: Das tun wir!) im Allgemeinen – das zu Ihnen gesagt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

Zurück zum Brenner: Der raue Wind am Brennersee beim Besuch der EU-Kommis­sarin war spürbar: eisige Stimmung (Abg. Hörl: Die Ministerin war auch da!) und voll­ständiges Unverständnis (Abg. Hörl: Die Ministerin war auch dabei!), Unverständnis einer Politik, die eigene Vereinbarungen ignoriert. An dieser Stelle danke ich Frau Bun­desministerin Leonore Gewessler (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl), dass sie einen Lokalaugenschein organisiert hat, schon zwei Mal in Tirol war und sich die Si­tuation vor Ort angeschaut hat. – Danke, Frau Ministerin! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: Dann ist ja alles in Ordnung! – Abg. Bela­kowitsch: Aktuelle Stunde erledigt!)

Die Aussagen der Kommissarin waren ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Bür­gerInnen. Ich fühlte mich, ehrlich gesagt, in die Zeit Ende der Achtzigerjahre zurück­versetzt – verzweifelt, verärgert, betrogen, ohnmächtig. So fühlen sich die TirolerInnen entlang der Transitstrecken am Brenner, an der Tauernroute, so fühlen sich die Men­schen in anderen Bundesländern, in denen der Ost-West-Transit eine große Rolle spielt.

Der Unterschied zu den Achtzigerjahren ist allerdings, dass sich jetzt Landesregierun­gen, Landesparlamente und, so hoffe ich, auch das österreichische Parlament partei­übergreifend in vielen Punkten einig sind, was zu tun ist, um diese Transithölle zu be­enden. Es gibt Vereinbarungen, es gibt das Weißbuch 2011; gerade darin ist festge­legt, dass der Transitverkehr um 30 Prozent reduziert werden soll. Es gab einen Ber­liner Gipfel, daraus folgte das Zehnpunkteprogramm der Staaten Österreich, Deutsch­land und Italien. Es gibt Bekenntnisse, es gibt Prozesse wie den Zürichprozess, I-Moni­traf und viele andere, man bekennt sich klar dazu, dass das ein Problem ist (Zwischen­ruf des Abg. Wurm), dass wir im Bereich des Güterverkehrs vermindern, vermeiden und verlagern müssen.

Trotzdem ist die Anzahl der Transitfahrten auf Tiroler Seite auf 2,5 Millionen angestie­gen. Nicht zu vergessen sind die anderen Transitrouten: die Tauernstrecke, die Routen in Oberösterreich, der Ost-West-Transit im Burgenland und in Niederösterreich. (Abg. Leichtfried: Die Steiermark gibt’s auch noch!) Daher: Bei jedem Straßenprojekt in je­dem Bundesland – völlig richtig – ist zu prüfen, ob wir damit nicht eine neue Transit­schneise aufmachen. (Abg. Wurm: Was tun wir jetzt, Hermann? Was tun wir jetzt?) Das ist ein wesentlicher Punkt bei allen zukünftigen Projekten.

Ich will mir nicht ausmalen, welche Situation wir hätten, wenn NGOs wie das Transitfo­rum, wie die Arge Stop Transit, wie die Cipra, all diese NGOs nicht Druck auf die Politik machen, den Druck erhöhen würden – damals wie heute –, damit es – Beispiel Tirol – ein Nachtfahrverbot, Tonnagebeschränkungen, Tempolimits, ein dichtes Kontrollnetz, ein sektorales Fahrverbot für Fahrzeuge bestimmter Schadstoffklassen und für solche, die gewisse Güter transportieren, Wochenendfahrverbote, Fahrverbote auf Landes- und Bundesstraßen gibt. (Abg. Wurm: Was macht ihr jetzt, Hermann? – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) All das sind wichtige Maßnahmen, die gesetzt wurden, und dafür hat es eine starke Zivilgesellschaft gebraucht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.)


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An dieser Stelle danke an alle BeamtInnen und ExpertInnen, die stets im Fokus hatten, dass all diese Maßnahmen vor den Höchstgerichten halten! Danke auch an alle Frak­tionen, auch jene hier im Hohen Haus, die in der Vergangenheit entsprechende Initiati­ven gesetzt haben! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)

Trotzdem: Der Befund ist eindeutig, der Anstieg im Bereich des Schwerverkehrs hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht, das für die transitgeplagte Bevölkerung nicht mehr tragbar ist. Zwei Punkte möchte ich herausgreifen und ansprechen, was die Möglich­keiten sind, welche Lösungen möglich sind, um die Situation zu verbessern.

Punkt eins – das wird von dem angesprochenen Beispiel, dem Treffen mit der Kommis­sarin am Brenner, illustriert –: Arbeiten wir weiter intensiv an einem Verständnis für den sensiblen Alpenraum, an einem Verständnis dafür, dass Straßengütertransit die Bevöl­kerung schwerer belastet als der Güterverkehr mit der Bahn! Konkret: Viel Geld in ei­nen Bahntunnel wie den BBT zu stecken und gleichzeitig die Zügel auf der Straße zu lösen ist kontraproduktiv, das ist ein Anschlag auf die österreichischen SteuerzahlerIn­nen. Umso mehr sind die diesbezüglichen Aussagen der Kommissarin zu hinterfragen.

Zweitens: Arbeiten wir intensiv für eine Kostenwahrheit betreffend Bahn und Straße un­ter Berücksichtigung von Lärm, Staub und klimaschädlichen Schadstoffen! Am Beispiel eines Mautvergleiches wird ganz klar, wie wichtig die Korridormaut am Brenner ist. Wenn wir Gotthard- und Brennerroute vergleichen, so haben wir folgende Kostensitua­tion: Auf der Gotthardroute kostet es 0,82 Euro pro Kilometer, demgegenüber kostet es auf der Brennerroute 0,36 Euro pro Kilometer. Ja welche Route wird der europäische Frächter da wählen? – Ganz klar und eindeutig die Route über den Brenner! Dazu kommt noch die Verbilligung aufgrund des Treibstoffs, des Dieselprivilegs, das wir hier auch ganz offen ansprechen müssen. (Abg. Wurm: Hermann, aber jetzt ...!) Für ein Fünftel dieser Verbilligung sind die günstigen Treibstoffpreise beziehungsweise auch die Vertragstankstellen verantwortlich – Stichwort Tanktourismus; auch darüber wer­den wir heute reden. Zum Zweiten sind natürlich die günstigen Mauten dafür verant­wortlich, nämlich zu vier Fünfteln. (Beifall bei den Grünen.)

Werte Abgeordnete, es braucht einen österreichweiten Schulterschluss, aber nicht ge­gen die EU, sondern für eine europäische Verkehrswende, für einen gemeinsamen Green Deal, für rasche Notwehrmaßnahmen, wenn das erforderlich ist. Es braucht ei­nen österreichweiten Schulterschluss, und dazu braucht es eine österreichische Bun­desregierung mit Gewicht. Ich bin überzeugt, dass wir mit gemeinsamen Beschlüssen hier im Parlament das schaffen werden, was viele in den letzten Jahren nicht geschafft haben.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Schlusssatz bitte!


Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (fortsetzend): Ich sehe hier klar den Herrn Bundeskanzler, die Bundesregierung in der Verantwortung (Abg. Wurm: Sehr lauwarme Rede! Sehr lauwarme Rede von den Grünen!), all jene Punkte, die in Tirol versprochen wurden, entsprechend umzusetzen. (Abg. Wurm: Acht Jahre ...! Acht Jahre Schwarz-Grün in Tirol!) Wir werden die Partner sein, wir werden das Beste ver­suchen.

In diesem Sinne: Es lebe der Parlamentarismus! Es braucht ein starkes Parlament, um diese Verkehrswende einzuleiten. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

9.20


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf recht herzlich die Schülerinnen und Schüler der HTL Hallein bei uns begrüßen. Herzlich willkommen im österreichischen Parlament! (Allgemeiner Beifall.)

Zu Wort gemeldet ist Ministerin Gewessler. – Bitte.



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9.20.44

Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Werte ZuseherInnen hier im Saal – liebe HTL Hallein – und auch zu Hause vor den Bildschirmen! Ich denke, die vergangenen Wochen und Monate haben einmal mehr gezeigt, warum das Vorantreiben der Ökologisierung unserer Transportsysteme, vor al­lem im Bereich des Güterverkehrs, nicht nur sinnvoll, sondern schlicht notwendig ist. (Abg. Loacker: ... Vorarlberg!) Ich spüre die Notwendigkeit der Debatte auch hier im Hohen Haus, in diesem Raum, und ich glaube, das Thema dieser Aktuellen Stunde heute ist gut gewählt.

Wie drängend eine kurzfristig machbare politische Lösung ist, hat der Besuch der Kom­missarin Vălean in Tirol gezeigt. Ein Green Deal der EU-Kommission, das muss ein Handlungsauftrag sein – für Österreich, aber auch für die Kommission. Ich möchte des­wegen gleich am Anfang noch einmal klarstellen, dass die Bundesregierung – die ge­samte Bundesregierung – die Maßnahmen, die in Tirol getroffen wurden, vollinhaltlich unterstützt. Ich glaube, bei diesem Thema passt kein Blatt Papier zwischen den Bund und die Tiroler Regierung, das haben wir auf unterschiedlichen Ebenen auch der EU-Kommission vermittelt, das ist eine völlig logische Konsequenz der aktuellen Situation.

Österreich ist als Transitland extrem belastet, und das hat vielerorts wirklich zu einer unzumutbaren Situation für Mensch und Umwelt geführt. Wir haben ein Mengenpro­blem, wir sind gerade in einer sensiblen Region wie den Alpen tatsächlich am Rand ei­nes Kollapses. Die Zahl ist erwähnt worden: 2,5 Millionen Lkw am Brenner, mehr als auf allen anderen Alpenquerungen zusammen. Es geht nicht nur um den Brenner, da muss ich allen, die sich inzwischen zu Wort gemeldet haben, recht geben; wir müssen nach Oberösterreich schauen, wir müssen nach Kärnten schauen, wir müssen auch in die Steiermark schauen. Der Druck nimmt zu, und das ist nicht nur ein Problem für die menschliche Gesundheit, für die Ökosysteme, für die Klimabilanz, das ist auch ein Pro­blem für den Warenverkehr. Wir laufen angesichts dieser Entwicklung Gefahr, die not­wendige Akzeptanz in der Bevölkerung für den Gütertransport zu verlieren. Das sieht man auch an den Reaktionen in Tirol, die es gerade im Zusammenhang mit dem Be­such der Kommissarin gegeben hat.

Damit es nicht so weit kommt, damit wir nicht die Akzeptanz verlieren, braucht es rasch wirksame politische Maßnahmen im Sinne einer Paketlösung für den Brenner. Dazu hat sich die Bundesregierung bekannt, auf allen Ebenen, im Regierungsprogramm und in den konkreten Taten, dafür werde ich mich auch persönlich einsetzen. Wir können am Brenner die Zukunft der Güterverkehrspolitik in Europa bauen, wenn wir alle – frak­tionsübergreifend, Parlament und Regierung – an einem Strang ziehen.

Wir stehen vor großen Aufgaben: volle Energie in die unmittelbare Verlagerung von Lkw-Fahrten auf die Schiene, vor allem in sensiblen Gebieten, auf die Rollende Landstraße, rasches Vorantreiben der Lösung für die Korridormaut – eine der ganz drängenden Fragen –, die Strecke München–Verona an den Schweizer Gotthardkorridor anpassen. Auf EU-Ebene muss es wieder Bewegung hinsichtlich der Wegekostenrichtlinie und den raschen Beschluss des Mobilitätspakts geben, den wir unter österreichischer Prä­sidentschaft ausgehandelt haben. Es braucht mutige Politik im Zusammenhang mit dem langfristigen Schienenausbau. Konkret am Brenner, das ist allen Beteiligten klar, geht es nicht nur um die rasche Fertigstellung des Tunnels, der – wie wir wissen – sei­ne Wirkung nur dann entfalten kann, wenn auch die Zulaufstrecken und die Terminals in Italien und in Deutschland rechtzeitig fertiggestellt werden.

All diese Lösungen werden wir nicht allein stemmen, das wird nur gemeinsam mit un­seren Nachbarländern, mit den anderen EU-Mitgliedstaaten, mit der Schweiz und na­türlich auch mit der EU-Kommission möglich sein. Ich bin deswegen gegen eine Politik


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des Türenzuschlagens. Auch in dieser Frage bringen uns europäische Lösungen wei­ter. Selbstverständlich führe ich das Gespräch mit der EU-Kommissarin weiter, ich wer­de aber sehr deutlich machen, dass die Rolle der Kommission in diesem Bereich nicht die Rolle einer Moderatorin sein kann. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

Die Rolle der Kommission kann nicht die einer Moderatorin sein, sondern sie hat einen aktiven Handlungsauftrag. Gerade weil sie ja die Meinung vertritt, dass der Brennerkor­ridor von europäischer Bedeutung ist, hat die Europäische Kommission eine aktive Rol­le einzunehmen. Ohne die Kommission werden wir in diesem Bereich nicht weiterkom­men, und das muss auch deutlich klargestellt werden. Wir haben in Österreich unseren Beitrag immer geleistet, auch in der Umsetzung des mit Deutschland und Italien be­schlossenen Zehnpunkteplans vom Juli 2019; da sind wir von unserer Seite auf einem guten Weg.

Darüber hinaus möchte ich Sie noch über die konkreten Aktivitäten, die wir in den letzten Wochen gesetzt haben, informieren: Die Gespräche mit den Amtskollegen und ‑kolleginnen in Deutschland und Italien sind am Weg. Bereits vereinbart ist auch ein Austausch mit dem EU-Umweltkommissar. Ich möchte gerade in dieser Hinsicht noch einmal daran erinnern: Die Tiroler Maßnahmen entstehen ja nicht aus einer Ab­wehrhaltung heraus, sondern aufgrund der Notwendigkeit, EU-Richtlinien einzuhalten, die Österreich dazu verpflichten, das Problem der Luftschadstoffe gerade entlang der Transitrouten in den Griff zu bekommen. Mit den ÖBB setzen wir die Hochlaufphase der Rollenden Landstraße fort. Wir erweitern die Kapazitäten von 250 000 Lkw auf 400 000 Lkw pro Jahr im April und auf 450 000 Lkw pro Jahr ab 1.1.2021. Die Rollende Landstraße ist gerade für kleinere Logistikbetriebe, die oftmals nicht über ausreichende Ressourcen für eine Umstellung des Betriebs verfügen, tatsächlich eine gute Möglich­keit, auf einer großen Teilstrecke den Gütertransport auf die Schiene zu verlagern.

Wir arbeiten im BMK mit großer Energie in Abstimmung mit Deutschland an der Um­setzung der Wegekostenrichtlinie, auch wenn Deutschland im Rat im Dezember dagegengestimmt hat. Wir sehen aber auch da die Kommission gefordert, auf Deutsch­land und auf Italien einzuwirken, einer Einigung zuzustimmen. Für Österreich – auch diesbezüglich waren wir immer sehr klar – hat eine Einigung dann einen Mehrwert, wenn es eine Möglichkeit zur vollen Anlastung externer Kosten gibt, auch betreffend CO2, und wenn es Verbesserungen in Fragen der Querfinanzierung und weiterer Punk­te gibt.

Betreffend Korridormaut gibt es tatsächlich ein positives Signal. Der Koordinator der Brenner-Corridor-Platform Pat Cox hat für den 18. März zu einem Treffen der Vorsit­zenden der Arbeitsgruppen eingeladen, um über eine gemeinsame Vorgehensweise zu diskutieren. Das ist auf Arbeitsebene nach dem überaus ernüchternden Besuch der Kommissarin in Tirol ein positives Signal. Selbstverständlich – auch das ist ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang wichtig ist – wird die Kommission eine deutlich aktivere Rolle einnehmen müssen, was die Vereinheitlichung des Bahnraums gerade im Bereich Gütertransport betrifft. Wir haben da deutlich Nachholbedarf, Chancen der Digitalisierung zu nützen, es geht aber auch um die Vereinheitlichung der Sprachen et cetera.

In Österreich – es wurde erwähnt – startet die Taskforce zur Steuerreform. Maßnah­men gegen den Lkw-Schwerverkehr und den Tanktourismus stehen ganz oben auf der Agenda. Ich kann Ihnen versichern: Wir hören die Tiroler Rufe und wir werden das Die­selprivileg und die damit zusammenhängenden Thematiken gerade im Hinblick auf den Transit dort sicher tabulos diskutieren. (Ruf: 40 Millionen ...!) Der Transport von Gütern ist sicherlich eines der zentralen Zukunftsthemen im Rahmen des Green Deal.

Gerade in Zeiten der globalen Klimakrise ist es wichtiger denn je, Lösungen zu finden, wie Güter als Teil des Wirtschaftskreislaufes transportiert und gleichzeitig Lärm, Ver-


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kehr, Luftschadstoffe und CO2-Ausstoß gesenkt werden können. Wir rechnen, wenn wir uns die Prognosen anschauen, mit einer weiteren Steigerung des Güterverkehrs um 30 Prozent bis 2030 – 30 Prozent bis 2030! –, insbesondere auf der Straße; Sie se­hen also, der Handlungsdruck ist groß.

Wir müssen da anhand der verkehrspolitischen Leitlinien agieren: vermeiden, verla­gern, verbessern, und an erster Stelle steht sicherlich, den Transportaufwand zu ver­meiden. Ich muss hier im Haus nicht erwähnen, dass Raumplanung in diesem Zusam­menhang ein zentrales Thema ist. Auch das Thema Kostenwahrheit betreffend Schie­ne und Straße ist eine der zentralen Fragen, bei der es unter anderem darum geht, unnötige Transporte in den Griff zu bekommen. Zweitens ist die Verlagerung auf kli­maverträgliche Verkehrsmittel wie Schiene und Binnenschifffahrt so weit wie möglich voranzutreiben.

Wir haben im Ministerium und in Österreich immer alles getan, um das Potenzial, den Rahmen, den wir haben, all das auszunutzen, um diese Verlagerung voranzutreiben, auch durch Finanzierungsmöglichkeiten. Wir werden das auch weiterhin machen, da­mit der Transport für den größten Teil der Strecken auf die Schiene gebracht wird, mit einer guten Kombination der ersten und der letzten Meile auf der Straße für die Ver­teilung in der Fläche, um die Ökologisierung tatsächlich voranzutreiben. Neue ressour­cen- und umweltschonende Technologien können die Umweltbilanz auch von schwer verlagerbarem oder nicht vermeidbarem Güterverkehr deutlich verbessern. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

Wir haben in Österreich das Ziel – und dieses Ziel eint uns, glaube ich –, den Anteil der Schiene am Güterverkehr von derzeit rund 30 Prozent deutlich zu steigern. Es ist an der Zeit, dass wir diesbezüglich eine echte Wende herbeiführen.

Das Bundesministerium für Klimaschutz wird das im Masterplan Güterverkehr ange­hen, um Antworten auf diese Fragen zu finden. Ich lade Sie alle sehr herzlich zur Mitar­beit an diesem Masterplan ein. Ich habe diese Einladung auch schon an die Interes­senvertretungen ausgesprochen, weil mir der Dialog und die Zusammenarbeit mit dem Parlament und mit den Stakeholdern, gerade was dieses höchst sensible, für Öster­reich extrem wichtige und auch – und das ist ein Faktum – schwierige Zukunftsthema betrifft, ein Anliegen ist, damit wir gemeinsam in Bewegung kommen und im Sinne des Green Deals, im Sinne des Klimaschutzes hier gemeinsam Segel setzen für den Kli­maschutz.

In diesem Sinne bedanke ich mich für den Auftakt zu dieser Aktuellen Stunde und für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)

9.31


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler des Bun­desrealgymnasiums Sankt Johann im Pongau recht herzlich begrüßen. – Herzlich will­kommen! (Allgemeiner Beifall.)

Ich darf darauf aufmerksam machen, dass die Redezeit ab nun 5 Minuten beträgt.

Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Ottenschläger. – Bitte.


9.32.18

Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministe­rin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Es ist tatsächlich ein aktuelles Thema, das wir heute hier besprechen, mit einer langen Historie – Kollege Weratschnig hat es schon beschrieben. Wir haben es hier mit einem zutiefst europäischen Thema zu tun. Sie, Frau Bundesministerin, ha­ben auch schon erwähnt, welche Maßnahmen wir brauchen. Und gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Lösungen, die auf dem Tisch liegen, endlich umzusetzen.


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Die Kommissionspräsidentin hat ja, wie Sie wissen, den Green Deal zum Leitthema ih­rer Funktionsperiode gemacht. Wir brauchen jedoch nicht nur einen Green Deal, son­dern wir brauchen in diesem Zusammenhang auch einen Brenner Deal, um Leben in diese Vereinbarungen zu bringen.

Wir haben uns ja wohlweislich auch im Rahmen des Regierungsprogramms sehr in­tensiv mit dem Thema Transit beschäftigt und darin auch einige Maßnahmen niederge­schrieben, die teilweise schon erwähnt wurden, die dazu beitragen sollen, eine Entlas­tung insbesondere in Tirol herbeizuführen. Es gibt aber, wie Sie auch schon beschrie­ben haben, mittlerweile auch andere betroffene Regionen in Österreich, und wir müs­sen für diese Regionen Entlastungen – natürlich auch im Einklang mit der Wirtschaft – finden. Einige sind schon erwähnt worden, wie die Korridormaut, aber es sollten zum Beispiel auch intelligente Lkw-Leitsysteme implementiert werden – das wiederum war eine der Vereinbarungen, die wir mit unserem Nachbarland Deutschland geschlossen haben.

Frau Bundesministerin, ich finde es sehr gut, dass Sie diesbezüglich eine eher diplo­matische Position einnehmen, denn Sie sind diejenige, die wahrscheinlich jetzt am öf­testen mit der Kommissarin darüber reden und verhandeln wird und Druck machen wird. Ich traue mich das etwas pointierter auszudrücken: Ich glaube schon, dass es fast ein Skandal war, wie sich die Kommissarin in Tirol verhalten hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

Ich muss dazusagen, ich war wenige Wochen vorher in Brüssel, und wir hatten eigent­lich sehr, sehr gute Gespräche mit Spitzenbeamten ihres Hauses, und da hatten wir wirklich einen anderen Eindruck (Abg. Wurm: ... schon von der EVP, die Kommis­sarin!), nämlich den Eindruck, dass die Kommission sehr wohl ganz genau weiß, dass wir ein massives Problem haben und dass man einen Beitrag leisten will, die Lösungen nicht nur auf den Tisch zu legen, sondern auch umzusetzen, wie eben die Korridor­maut, aber auch die Errichtung der Zulaufstrecken für den Brennerbasistunnel, die für die Entlastung notwendig sind.

Meine Damen und Herren! Der Brennerbasistunnel ist ein europäisches Projekt, das zu 40 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union und damit auch aus den Steuermitteln zum Beispiel der Deutschen finanziert wird. Und eigentlich sollten die auch Interesse daran haben, dass das wirklich funktioniert, und daher auch ihren Beitrag dazu leisten, nämlich mit den Zulaufstrecken, damit wir da wirklich zu einem attraktiven Angebot auf der Schiene kommen, um eben diese Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu erreichen, um also ein wirklich attraktives Angebot zu schaffen. Und dazu sollte man auch stehen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Frau Bundesministerin, Sie haben es ja auch schon erwähnt: Das allein ist auch nicht die Lösung. Wenn wir die Verlagerung von der Straße auf die Schiene forcieren wollen, dann gilt es auch endlich den einheitlichen europäischen Eisenbahnraum voranzutrei­ben. In diesem Zusammenhang gibt es viele Punkte, die schon lange auf dem Tisch liegen und gelöst gehören.

Wir haben im Eisenbahnwesen keine einheitliche Betriebssprache – wir haben sie beim Fliegen; auf der Straße fragt kein Mensch –, wir bringen es nicht zustande, dass ein Lokführer theoretisch von Wien bis Paris fahren kann, weil es keine einheitliche Be­triebssprache gibt. Wir haben unterschiedliche Regelungen bei den Bremsregeln, bei den Betriebsregeln, bei den Datenstandards und so weiter und so fort. Was ich damit sagen will: Wir brauchen da wirklich mehr Europa. Wir müssen das sogenannte vierte Eisenbahnpaket mit Leben erfüllen, dann können wir die Schiene auch wirklich attrak­tivieren und dann können wir auch die Wirtschaft dazu motivieren, von der Straße auf die Schiene umzusteigen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Noch ein letzter Satz zu den Vorkommnissen in Tirol, - -



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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordneter Andreas Ottenschläger (fortsetzend): - - weil Sie betreffend die Frau Kommissarin gemeint haben, es ist zu wenig, da als Moderatorin zu fungieren: Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, vielleicht sollte sie aber als Mediatorin fungieren und unsere Nachbarländer darauf hinweisen, dass auch sie einen Beitrag für dieses euro­päische Projekt leisten müssen, und nicht immer nur auf die Tiroler Maßnahmen hin­zeigen, - -


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordneter Andreas Ottenschläger (fortsetzend): - - sondern wirklich sagen, dass es ein europäisches Projekt ist und sie eine gemeinsame Lösung haben will. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

9.37


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Stöger. – Bitte.


9.37.59

Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Schülerinnen! Liebe Schüler! Liebe ZuseherInnen! Herr Präsident, wir haben nicht nur jemanden, der heute den Fünfziger feiert, hier, sondern auch ein weiteres Geburtstagskind: Cornelia Ecker. – Herzliche Gratulation! (Allgemeiner Beifall.)


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Es war mir nicht bekannt, dass wir noch einen zweiten Zahler haben. Sehr gut.


Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (fortsetzend): Sie ist jünger – ich wollte es nur dazusagen. (Allgemeine Heiterkeit.)

Zum Thema der Aktuellen Stunde, dem Verkehr: Ich bedanke mich bei den Grünen da­für, dass sie das Thema Güterverkehr ansprechen. Ich habe im Rahmen der Debatte bei der Vorstellung der Regierung darauf hingewiesen, dass gerade betreffend den Güterverkehr das Regierungsprogramm zu ungenau ist. Heute versucht man hier, ein paar Dinge in den Mittelpunkt zu stellen, und das finde ich prinzipiell wichtig und gut. Das zeigt aber auch deutlich, dass wir gerade im Bereich des Güterverkehrs einiges zu erledigen haben.

Wenn hier eingefordert wird, einen Schulterschluss betreffend eine gesamte Posi­tion zu machen, betreffend einen Grünen Deal, dann sage ich für die Sozialdemokra­tie: Wir sind dabei! Wir haben gerade im Bereich des Güterverkehrs Interesse, dass wir vernünftige Lösungen zustande bringen. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es geht darum, dass wir hier keine Märchen­stunde veranstalten über das, was alles schön und nett ist. Viel spannender ist, wie am 18. März das Budget dieser Republik ausschauen wird, was es betreffend die Fragen des Güterverkehrs beinhalten wird. Wie viel wird man dafür zur Verfügung stellen? – Das wird die spannende Frage sein.

Ich warte darauf, und ich sage es auch sehr deutlich: Die SPÖ ist immer dabei, wenn man eine vernünftige Verkehrspolitik macht und wenn man die Verlagerung des Ver­kehrs von der Straße auf die Schiene zustande bringt.

Ich bringe Beispiele – es geht nicht um Märchenstunden, sondern es geht um konkre­tes Handeln –: Ich erinnere daran, dass der damalige Verkehrsminister und spätere Bundeskanzler Werner Faymann begonnen hat (Abg. Hafenecker: Das haben wir schon vergessen!) – gegen Ihren (in Richtung Bundesministerin Gewessler) Koalitions-


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partner –, in die Schiene zu investieren. Es hat lange gedauert, bis das spürbar gewor­den ist, aber heute fahren wir mit einer Selbstverständlichkeit in 2 Stunden 22 Minuten von Salzburg nach Wien, und somit haben die Menschen das Verkehrsmittel Schiene genutzt.

Wir haben in dieser Zeit begonnen, über den Brennerbasistunnel nicht nur zu diskutie­ren, sondern konkret in den Berg zu bauen, da Initiativen zu starten. Es war Doris Bures, die die Verantwortung dafür übernommen und eine Entscheidung getroffen hat, die über ihre Funktionsperiode weit hinausgeht. Daran erkennt man, dass die Sozial­demokratie immer dafür ist, Veränderungen und Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)

Ich möchte auch deutlich kritisieren, was Sie in Ihrem Regierungsprogramm geschrie­ben haben. Sie gehen her und reduzieren die Maut für die Euro-6-Lkw – im Transitver­kehr sind nur Euro-6-Lkw unterwegs, die anderen kann man hintanstellen –, Sie ver­billigen die Maut, also müssen Sie eine andere Maßnahme setzen, die dann notwendig ist. (Beifall bei der SPÖ.)

Ich lasse Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, heute nicht durchgehen, nur über Tirol zu reden. Nein, reden wir auch über Leonding! Da geht es auch darum, ob die Menschen mehr Stau haben oder nicht, ob sie Lärm haben oder nicht. Wie gehen wir in Leonding mit dem Ausbau der Schiene um, wenn der Ausbau der Westbahn be­trieben wird? Wie gehen wir damit um, wenn im Osten Österreichs Fragen betreffend den Bau der Breitspurbahn gestellt werden? Wo werden die Menschen von Staub, Lärm und auch Stau entlastet werden? Das sind die entscheidenden Fragen.

Es geht auch darum, ob wir die Lkw-Maut auf allen österreichischen Straßen einführen werden. Da sind Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch entscheidend ge­fordert. (Beifall bei der SPÖ.)

Mir ist es wichtig, auf eines hinzuweisen und nicht die europäische Ausrede in den Mit­telpunkt zu stellen – ich sage es Ihnen ganz deutlich –: Die Wegekostenrichtlinie der Eu­ropäischen Union ist ein neoliberales System (Abg. Schellhorn: Ha!), das nicht funk­tioniert. Diese neoliberale Position muss geändert werden. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (fortsetzend): Daher nenne ich die wichtigste Forderung: Wenn wir uns durchsetzen, dass bei jedem Produkt, das weiter als 500 Ki­lometer in Europa transportiert wird, 80 Prozent der Verkehrsleistung auf der Schiene erbracht werden müssen, dann haben wir gewonnen. Ich verlange von Ihnen, dass Sie das in der europäischen Diskussion umsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)

9.43


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hafen­ecker. – Bitte.


9.43.54

Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminis­ter! Ja, der Green Deal: Sie haben sich da ein sehr, sehr schönes Thema bei Ihrer Fraktion bestellt – und ich glaube, Sie sind heute wieder in der Koalitionsrealität aufge­wacht, denn die ÖVP hat Ihnen mit der Erklärung zum Coronavirus Ihre schöne Aktuel­le Stunde schon wieder abgestochen. Wie gesagt: Willkommen in der Koalitionsrealität! Ich gebe Ihnen nur den Tipp: So ist die ÖVP immer, darauf müssen Sie sich in Zukunft einstellen.

Gedealt worden sind in dieser Regierung in Wahrheit nur die Grünen, das sollte man vielleicht auch noch dazusagen; die Schwarzen lachen jetzt schon, wenn man das nur ausspricht, aber es ist tatsächlich so.


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Ich habe mir Gedanken gemacht: Wie schaute der Green Deal eigentlich in der Ver­gangenheit aus? Wo gibt es Beispiele für einen Green Deal? Wo ist so etwas schon gelaufen? Ich bin dann relativ bald, auch nach einem Hinweis des Abgeordneten Hau­ser, auf die Situation in Tirol gestoßen, wo Frau Landesrätin Felipe schon seit sieben Jahren für die Verkehrspolitik verantwortlich ist. Sie hat wirklich eine ausgezeichnete Leistung vollbracht. Schauen Sie, Frau Bundesministerin, der Green Deal auf Tirole­risch bedeutet plus 25 Prozent mehr Lkw-Transit durch Tirol im Zeitraum 2013 bis 2018. (Der Redner zeigt eine Tafel in Richtung Bundesministerin Gewessler, auf der zu lesen steht: „,Green Deal‘ auf Tirolerisch: + 25 % LKW Transit durch Tirol 2013-2018! Das sind 500.000 mehr LKW’s! Grüne LH-Stv. Ingrid Felipe für Verkehr zuständig!“) Also eine Batzenleistung! Ich hoffe, Sie machen es zumindest ansatzweise besser. Ich stelle die Tafel (die erwähnte Tafel auf das Rednerpult stellend) einmal hierher. (Beifall bei der FPÖ.)

Wenn in Tirol etwas passiert ist – das sei vielleicht auch noch gesagt –, dann ist das nie von den Grünen ausgegangen, sondern lediglich vom Transitforum Tirol, an das Sie sich immer ganz gerne drangehängt haben. Faktum ist, dass in Tirol Fritz Gurgiser Transitpolitik macht, bei den Grünen ist da bis jetzt nicht viel zu bemerken gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)

Eines, Frau Bundesminister, haben Sie richtig erkannt: Das ist die Problematik in Tirol, die sich um den Brenner dreht. Aber auch da muss man anders ansetzen. Wenn ich höre, dass es in Südtirol gang und gäbe ist, dass es dort ausgedealt ist – wenn wir schon bei Deals sind –, dass die Südtiroler Gemeinden jährlich von der Autostrade 350 Millionen Euro als Entschädigung für den Transitverkehr bekommen, dann ist ja ganz klar, dass sich dort niemand dafür interessiert, alternative Transitrouten einzufüh­ren und vielleicht den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern; das heißt, hier muss man ansetzen, gerade dann, wenn es um ein gesamteuropäisches Paket, um ein ge­samteuropäisches Interesse gehen soll. Nur dann wird auch das größte europäische Tunnelprojekt, nämlich der Brennerbasistunnel, sinnvoll sein.

Frau Bundesminister, da müssen Sie ansetzen, im Süden wie auch im Norden, in der Bundesrepublik Deutschland, wo es bis heute keine konkreten Planungen für Zulauf­strecken für dieses Tunnelprojekt gibt. Wenn wir da nicht rasch auf die Tube drücken, wenn wir nicht in der Lage sind, klare Umsetzungen von unseren europäischen Nach­barländern einzufordern, dann sehe ich schwarz, dann werden wir – da können Sie sich nach vorne und hinten drehen und wenden, wie Sie möchten – das Transitproblem nicht lösen. Das heißt, die Lösung liegt bei der Europäischen Union und bei unseren Nachbarstaaten. (Beifall bei der FPÖ.)

Wir haben, solange wir in der Regierung waren, mit Norbert Hofer als Verkehrsminister zumindest versucht, unsere Hausaufgaben zu machen, das zu lösen, was wir in Öster­reich lösen können. Das war zum einen - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na selbst­verständlich! Da schreit gerade die SPÖ wieder heraus, die jahrzehntelang nichts in der Verkehrspolitik zustande gebracht hat. (Abg. Matznetter: Sie haben doch nur Leu­ten die Asfinag-Millionen ...!) Wir haben das größte Eisenbahnausbauprojekt gestartet, wir haben 14 Milliarden Euro in den Ausbau der ÖBB gesteckt. Warum hat das die SPÖ nie zustande gebracht? Das ist die Frage. Es sitzen ja einige ehemalige Ver­kehrsminister hier, vielleicht erfahren wir das heute noch im Laufe der Sitzung von ihnen.

Wir haben natürlich auch die Nahverkehrsmilliarde sozusagen auf Schiene gebracht, es ist nur der Bruch der Regierung durch die ÖVP dazwischengekommen, auch das war aufgesetzt. Frau Bundesminister, Sie täten gut daran, dieses Konzept weiter zu verfolgen, weil es gut war und weil es ein wichtiges Bindeglied zwischen dem ländli­chen Raum und dem städtischen Bereich ist.


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Wir haben uns deshalb auch für alternative Antriebskonzepte eingesetzt. Wir haben deshalb auch Geld und Mut dafür aufgebracht, Innovation zu befördern, die Forschung zu fördern und natürlich auch in alternative Antriebskonzepte zu investieren. Was Sie machen – und das ist interessant, wenn man sich Ihr Regierungsprogramm durch­schaut –, ist: Sie lösen alles mit der Bestrafung von Autofahrern. Sie wollen das Tempo reduzieren, Sie wollen, dass in Ortschaften 30 gefahren wird, Sie wollen, dass auf Bundesstraßen 80 gefahren wird. Sie wollen den Diesel teurer machen, 5 Euro mehr pro Tankfüllung. Sie haben Tempo 140 zurückgenommen. Und Sie bestrafen die Pend­ler, die ja nicht zum Spaß mit dem Auto herumfahren, sondern sie müssen jeden Tag vom ländlichen Raum zu ihrem Arbeitsplatz kommen; auch diese Menschen wollen Sie bestrafen. Das ist Ihre Art der Politik. Frau Hebein möchte auch noch 300 000 Autos aus Wien verbannen. Die stehen auch nicht zum Spaß herum; die Menschen kommen her, um hier zu arbeiten, um das Geld zu verdienen, mit dem sie die Steuern zahlen. Da sind Sie absolut auf dem Holzweg.

Vielleicht noch Folgendes: Sie sagen, der Frachtversand wird zunehmen. Natürlich wird er zunehmen, denn auch der autobefreite grüne Bobo im 7. Bezirk kommt irgend­wann einmal drauf, dass er gerne einen Latte Macchiato trinkt und dass er den nicht irgendwie herbeizaubern kann; das heißt, er braucht eine Kaffeemaschine. (Abg. Stög­müller: Das ist genau die gleiche Rede, die der Hofer gestern gehalten hat!) Da er kein Auto hat und das Lastenrad auch nicht zur Verfügung steht, bestellt er diese natürlich bei Amazon. Das ist genau das, wo es ja hinführt. Deswegen ist es so, die Leute haben keine Autos mehr und können ihren täglichen Bedarf nicht mehr decken.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich komme zum Schlusssatz. Ich bin froh darüber, dass Ihre Maßnahmen erst 2022 greifen sollen; bis dahin wird nämlich der Aufstand der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung da sein und Sie nicht mehr in der Regierung. So wird es am Ende des Tages ausschauen. (Beifall bei der FPÖ.)

9.49


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Rössler. – Bitte.


9.49.27

Abgeordnete Dr. Astrid Rössler (Grüne): Sehr geschätzter Herr Präsident! Sehr ge­schätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer der Schulklassen der HTL Hallein und der HTL Sankt Johann, wir hatten ges­tern schon ein erstes Kennenlernen zu Umweltthemen! Hohes Haus! Geschätzte Zuse­herinnen und Zuseher vor den Bildschirmen!

Ich möchte mich gerne dem zweiten Thema widmen: Güterverkehr, Transit, aber auch der Bevölkerung, der Frage, wie wir die Bevölkerung und die Umwelt von Lärm und Luftschadstoffen, die Auswirkungen der starken Zunahme des Verkehrs sind, entlasten können.

Was bedeutet denn die Entwicklung des Güterverkehrs tatsächlich für die Bevölke­rung? – Es geht um Gesundheit, es geht um Lebensbedingungen, es geht um Umwelt­bedingungen und natürlich um den Klimaschutz, der heute genauso Thema ist. Die weitere Verlagerung des Gütertransports auf Lkws und die Zunahme des Lkw-Verkehrs in Zahlen ausgedrückt bedeutet zum Beispiel für ein Bundesland wie Salzburg inner­halb der letzten fünf Jahre Zunahmen, die deutlich über die wirtschaftliche Entwicklung hinausgehen. Es gibt also erstmals eine starke Entkoppelung von Wirtschaftswachs­tum und Verkehrszunahme an Standorten wie Wals an der Autobahn A 1 mit plus 6 Prozent und Hallwang mit plus 10 Prozent; auf der A 10 Richtung Süden – also auch


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eine Transitstrecke – gibt es eine Zunahme des Lkw-Verkehrs von 13 Prozent und im Lungau von sagenhaften 19 Prozent. Was das für die Bevölkerung bedeutet, kann sich, glaube ich, jeder von Ihnen hier vorstellen. Das waren die letzten fünf Jahre; das heißt, die rechte Autobahnspur ist in Österreich inzwischen zur rollenden Lagerhalle geworden.

Was bedeutet das für den Lärm? – Wir haben die Lärmaktionspläne, Umgebungslärm-Aktionspläne, die zeigen, welches großflächige Ausmaß die Lärmbelastung bereits an­genommen hat. Mehr als die Hälfte der Salzburger Gemeinden, einschließlich der Stadt Salzburg, sind bereits so stark von Lärmüberschreitungen betroffen, dass wir tatsäch­lich mehr als 400 Ansuchen um Lärmschutzwände haben, von denen wir maximal zehn bis 20 pro Jahr abarbeiten können. Es ist ein ungeheurer Kostenfaktor, eine Verlage­rung der Auswirkungen der Emissionen auf die Bevölkerung und in Wahrheit auf die öffentliche Hand. In Wahrheit zahlen wir alle gemeinsam die Umweltauswirkungen und die schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung durch fehlende Kostenwahrheit im Güterverkehr. (Beifall bei den Grünen.)

Die Lärmbelastung hat noch eine weitere Auswirkung. Durch die stark belasteten Ortsdurchfahrten, den Ausweichverkehr werden maßgebliche Siedlungsbereiche unbe­wohnbar. Wir haben bereits Leerstände an Ortsdurchfahrten, die durch die Lärmbelas­tung, die mit dem Verkehr verbundene Umweltbelastung – Staub, durch den Schwer­verkehr verursachte Erschütterungen – und die schlechte Luftqualität verursacht wer­den; Leerstände, die dann wieder dazu drängen, in der Raumordnung neue Bauland­flächen auszuweisen. Das bedeutet eine Schwächung der Ortszentren, die Verlage­rung des Wohnens und Arbeitens in Bereiche außerhalb der Ortszentren – mit allen damit verbundenen Auswirkungen – und natürlich mehr Verkehr. Es ist also eine Spi­rale, in der wir uns befinden.

60 Gemeinden im Land Salzburg sind so stark von Verkehrslärm betroffen, dass die Schwellenwerte zum Schutz der Gesundheit bereits überschritten sind. In manchen Gemeinden sind sogar bis zu 40 Prozent der Bevölkerung betroffen, das sind Gemein­den, in denen fast die Hälfte der Menschen unter gesundheitsschädlichen Lärmbelas­tungen leidet.

Die Kapazitätsengpässe der Hauptrouten verursachen vor allem Ausweichverkehr. Auch Salzburg zieht die Notbremse und erlässt ein Transitfahrverbot im Flachgau, na­türlich mit Auswirkungen auf die angrenzenden Gemeinden, das Bundesland Oberös­terreich und das angrenzende Bayern. Das heißt, da regt sich sofort Widerstand, daher ist mein Appell in dieser Debatte: nicht durch Verlagerung zu versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen, sondern natürlich durch Entlastung, durch Verringerung des Verkehrs, durch Verlagerung auf die Schiene und natürlich auch durch entsprechende Kostenwahrheit. Wir brauchen die Kostenwahrheit im Verkehr, sonst schaffen wir es nie, eine Verlagerung auf die Schiene zu erreichen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kühberger und Smolle. – Abg. Leichtfried: Da hat jetzt von der ÖVP niemand geklatscht!)

Tatsächlich sind die Luftschadstoffe in einem großen Ausmaß Stickstoffdioxide, und es hört sich vielleicht harmlos an, Stickstoff und Dioxid, aber in Wahrheit ist es ein lun­genschädigendes Reizgas, das die Immunkräfte von Menschen stark reduziert, das zu einer Schwächung führt, das vor allem bei sensiblen Bevölkerungsgruppen, allen voran Kindern, zu massiven Verschlechterungen der Gesundheit führt: zu Anfälligkeit für Asthma, zu häufigeren Lungenerkrankungen. Das sind gesundheitliche Auswirkungen, die so von uns nicht mehr weiter toleriert werden dürfen. Das heißt, wir brauchen alle Maßnahmen, es genügt nicht, anzufangen zu fragen, ob die eine oder andere Maß­nahme möglich ist und ob sie notwendig ist, sondern es ist klar, dass sie notwendig ist, dass sie dringend ist!



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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordnete Dr. Astrid Rössler (fortsetzend): Das braucht die Unterstützung aller und das bedeutet, dass die Diskussion nicht auf emotionaler, sondern wirklich auf fak­tenbasierter Ebene zu führen ist, damit wir zu einer Verbesserung, zu einer dringend erforderlichen Verbesserung kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abge­ordneten der ÖVP.)

9.55


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler des Bun­desgymnasiums aus der Boerhaavegasse aus Wien recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)

Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Michael Bernhard. – Bitte.


9.55.20

Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Ge­schätzter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zusehe­rinnen und Zuseher! Ich möchte in der Debatte einen Schritt zurückgehen. Es geht um den Green Deal und den Güterverkehr. Ich habe jetzt meinen Vorrednern der Regie­rungsfraktionen und auch Ihnen, Frau Bundesministerin, zugehört, und ich muss ge­stehen, einen Green Deal habe ich da noch nicht so sehr herausgehört. Ich würde gerne einmal auf die Ausgangslage schauen – und zwar aus einer klimapolitischen Perspektive.

Wir stehen in Österreich vor der Situation, dass wir die Beschleunigung des Klimawan­dels ganz deutlich spüren. Das wurde uns lange vorhergesagt und es ist auch genau so eingetreten, schneller und deutlicher, als es vorhergesagt war. Wir spüren es in den Ballungszentren natürlich im Sommer, aber auch in den anderen Jahreszeiten, wir spüren es im Moment gerade in den Skigebieten, in allen touristischen Zentren. Wir spüren es in unserer Natur, in den Ökosystemen und wir spüren es im gesamten in­neralpinen Raum. Das hat zur Folge, dass wir eine Zunahme an Extremereignissen von bis zum Zehnfachen im Vergleich zu vor 20 Jahren und damit eine bedeutend ne­gative Auswirkung im Bereich der Gesundheit, der Lebensqualität, der Ökosysteme und der Wirtschaft haben. Von dieser Ausgangslage sprechen auch die Europäische Union und die Kommissionspräsidentin, wenn sie vom Green Deal sprechen.

Wenn wir das jetzt rein auf den Güterverkehr herunterbrechen, dann sprechen wir von 5 Prozent aller Emissionen und klammern die anderen 95 Prozent aus. Der Verkehr an sich ist schon das Problemkind in Österreich, das kann man ganz klar sagen. Wir haben seit 1990 – und so wird das in der Klimapolitik berechnet – eine Zunahme von 75 Prozent der CO2-Emissionen im Gesamtbereich Verkehr, während beispielsweise die Industrie aufgrund entsprechender Investitionen sinkende Emissionen hat, in vielen anderen Bereichen stagnieren oder sinken die Emissionen auch.

Es ist aber zu kurz gegriffen, wenn wir da nur über den Transit und nur über den Gü­terverkehr sprechen, weil der Güterverkehr natürlich in Konkurrenz zu anderen Formen der Mobilität steht, nicht nur in Konkurrenz zur Schiene. Das, was fehlt und was ich jetzt weder bei der ÖVP noch bei den Grünen im ausreichenden Ausmaß gehört habe, ist Folgendes: Es gibt zwei ganz konsequente Antworten, die man geben muss, wenn man richtige Lösungen in der Klimapolitik und ganz konkret auch im Verkehr finden will. Das sind Prinzipien, und das eine ist, Kostenwahrheit herzustellen. Wir müssen den Emissionen jenen Preis geben, den dann die Allgemeinheit, die nächsten Genera­tionen und ganz Europa und natürlich die gesamte Weltgemeinschaft bezahlen.

Der zweite Punkt ist folgende Frage: Mit welchen Werkzeugen greifen wir hin? – Das sind die Marktmechanismen. Es funktioniert natürlich in der Ordnungspolitik. Man muss


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einen großen Rahmen vorgeben, aber es braucht dann auch entsprechende Marktme­chanismen, um wirken zu können. (Beifall bei den NEOS.)

Das alles habe ich jetzt aber nicht wirklich wahrgenommen. Ich habe keine Lösung ge­hört. Ich habe ein starkes Problematisieren gehört, was in Tirol derzeit schiefläuft, was die EU-Kommissarin vielleicht falsch gemacht hat. Ich habe viel von der Schiene ge­hört, die in Österreich in Wirklichkeit sehr gut ausgebaut ist und ein Teil der Problem­lösung sein kann. Ich habe beispielsweise nicht wirklich etwas zur Frage der Rolle der Wirtschaft gehört. Ich war letztes Jahr auf der Klimakonferenz. 90 Prozent der Inves­titionen in Klimapolitik, in klimawirksame Maßnahmen weltweit werden durch die Wirt­schaft geschultert, durch richtige Anreize von Staaten und Regionen, aber haupt­sächlich aus wirtschaftlicher Motivation heraus. – Sie sprechen im Wesentlichen von Verboten und Planungen. Das ist zu wenig für einen Green Deal.

Was im Besonderen fehlt – und das ist ein zentrales Element –, ist das Stichwort Steu­erreform. Der Staat steuert durch Steuern. Sie steuern durch Untätigkeit in dieser Fra­ge. Das ist tatsächlich verantwortungslos. Es braucht – das habe ich vorher gesagt – einen Preis für die CO2-Emissionen, es braucht aber vor allem eine Entlastung der Menschen in unserem Land und damit auch eine Entlastung der Umwelt. Wir haben keine Zeit. Sie haben sich selbst als Republik vorgenommen, bis 2040 klimaneutral zu sein. Das unterstützen wir NEOS. Das bedeutet aber eine Einsparung von 5 Prozent aller Emissionen pro Jahr. Das wäre der gesamte Güterverkehr bis zum nächsten Jahr – der gesamte Güterverkehr! (Beifall bei den NEOS.)

Sie sprechen davon, dass Sie 2022 so weit sein wollen, überhaupt die richtigen Ant­worten zu finden. (Abg. Loacker: Die Grünen ... mit dem Lastenfahrrad!)

Ein dritter Punkt in diesem ganz konkreten Kontext ist: Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs hat natürlich Vorrang. Wenn wir über Mobilität sprechen, müssen wir darüber sprechen, dass es attraktiv ist, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, in den Bal­lungszentren, aber auch außerhalb.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordneter Michael Bernhard (fortsetzend): Ganz wichtig für uns NEOS ist: Öf­fentlicher Verkehr bedeutet nicht, weiterhin nur Geld für die ÖBB zur Verfügung zu stel­len, es bedeutet, klug zu investieren – zum Beispiel in autonome Kleinstbusse in Kleinstgemeinden –, und es bedeutet, viele, viele weitere Maßnahmen zu setzen.

Zum Schlusssatz, Herr Präsident: Wir NEOS stehen mit guten Ideen bereit, wenn Sie wirklich an einem Green Deal für Österreich arbeiten wollen. Für uns stehen die Le­bensqualität und die Chancen im Vordergrund, und diese wollen wir in unserem Land wachsen lassen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Voglauer.)

10.00


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Pfurt­scheller. – Bitte.


10.00.52

Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Wir Tirolerinnen und Tiroler sind sehr überzeugte Europäer. Wir wissen um die positiven Aspekte seit dem Beitritt zur Europäischen Union, wir wissen, was uns der Beitritt gebracht hat. Gerade als Tourismus- und Exportland ist es für uns von großem Vorteil, in einem ge­einten Europa ohne Grenzen zu leben, und weil wir so lange Grenzabschnitte zu Deutschland und zu Italien haben, pflegen wir traditionell zu den bayerischen und deutschen Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch zu den SüdtirolerInnen und zu den Italienern sehr gute Kontakte.


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Die große, die ganz große bittere Pille aber, die wir seit Jahren schlucken müssen, ist der zunehmende Transitverkehr, insbesondere jener Transitverkehr, der durch Lkw verursacht wird, die von Norden nach Süden und von Süden nach Norden fahren. Diese bittere Pille können und wollen wir in dieser Form nicht mehr schlucken. Unsere Heimat, die Menschen und unsere Natur werden durch mittlerweile rund zweieinhalb Millionen Lkw, die pro Jahr über den Brenner fahren, belastet.

Damit Sie sich den Zuwachs an Lkw ein bisschen vorstellen können: 2015 waren es noch 1,93 Millionen, 2019, im vergangenen Jahr, waren es 2,47 Millionen. Das bedeu­tet eine Steigerung von 500 000 Lkw oder 20 Prozent innerhalb von fünf Jahren, und das ist natürlich spürbar und merkbar. Das kann man nicht wegdiskutieren. Allein der Lkw-Verkehr über den Brenner ist doppelt so stark wie alle Lkw-Verkehre über die Schweizer Alpenübergänge! Auch da sieht man also, dass das Verhältnis einfach alles andere als gerecht und ausgeglichen ist. Das ist so für uns nicht mehr tragbar, und die Bevölkerung in den betroffenen Tälern ist auch nicht mehr bereit, das hinzunehmen.

Tirol hat alles unternommen und wird alles unternehmen, was von Landesseite möglich ist, um den Lkw-Verkehr einzudämmen, und wir sind sehr froh und glücklich, dass in das aktuelle Regierungsprogramm ein eigenes Transitkapitel aufgenommen worden ist, das die Tiroler Forderungen komplett abbildet und unterstützt. Dafür möchte ich mich im Namen aller Tirolerinnen und Tiroler ganz herzlich bei den Verhandlern und Verhandlerinnen, insbesondere aber natürlich bei unserem Herrn Bundeskanzler Se­bastian Kurz und bei Ihnen, Frau Ministerin Gewessler, bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Tirol und der Bund haben vergangenes Jahr im Juli – es wurde schon erwähnt – mit Bayern beziehungsweise Deutschland einen Zehnpunkteplan vereinbart, um die Lage in Tirol bis zur Eröffnung des Brennerbasistunnels zu verbessern. Dieser Plan bein­haltet: Förderung des kombinierten Verkehrs einschließlich der Rollenden Landstraße, bessere Anbindung der Güterverkehrsterminals an die Brennerstraße, intelligentes Lkw-Leitsystem, Entlastung der untergeordneten Verkehrsnetze im Raum Kiefersfelden–Kufstein, gemeinsames Vorgehen bei der Überarbeitung der europäischen Richtlinien, gemeinsames Voranbringen von verkehrspolitischen Innovationen, Einrichtung einer neuen Leit- und Sicherungstechnik auf der Bestandsstrecke von München nach Kuf­stein, Ausschöpfung aller gesetzlichen Möglichkeiten zur Planungsbeschleunigung der Zuläufe vor allem von Norden, Erhöhung der Kapazitäten der Rollenden Landstraße und Errichtung einer verkehrsträgerübergreifenden Arbeitsgruppe zwischen Deutsch­land und Österreich.

In Tirol sind seither alle Hausaufgaben gemacht worden, was man leider von Bayern und Deutschland überhaupt nicht sagen kann. Es ist nur leider so, dass die bayerische Verkehrsministerin sich laufend über irgendwelche Nachteile, die angeblich der bayeri­schen Bevölkerung entstehen, beschwert, aber ganz außer Acht lässt, auch etwas da­für zu tun, dass endlich an den vereinbarten Punkten weitergearbeitet wird. Genauso ergeht es uns leider mit der Europäischen Kommission. Es wurde schon erwähnt: Frau Kommissarin Vălean war vor circa zwei Wochen in Tirol, und wir haben fassungslos zur Kenntnis nehmen müssen, dass sie kein Verständnis für die Tiroler Notmaßnah­men hat.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (fortsetzend): Jawohl, Herr Prä­sident! – Deswegen hoffen wir, dass es uns gelingt, einen Schulterschluss mit Deutsch­land und Italien herzustellen, damit die Europäische Kommission im Sinne des Green Deals voranschreitet, Vernunft annimmt und endlich die Dinge umsetzt, die wir notwen­dig brauchen. Von unserer Seite werden wir alles dafür tun. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

10.06



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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Herr. – Bitte.


10.06.36

Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Sehr geehrter Herr Nationalratspräsident! Werte Mitglieder der Regierung! Werte Kollegen und Kolleginnen und liebe Zuschauer und Zuschauerinnen, zu Hause und auf der Galerie! Der ausufernde Transitverkehr in Tirol belastet Mensch und Umwelt. Die Millionen Lkw, die jährlich über den Brenner rollen, verstopfen unsere Autobahnen und sämtliche Nebenstraßen. Die Situation am Brenner ist akut, wenn dort ganze Dörfer wortwörtlich im Verkehr ersticken. Man weiß dort, dass man am Wochenende besser zu Hause bleibt, weil es ganz einfach sein kann, dass man, wenn man sich ins Auto setzt, auf dem Weg in die Nachbargemeinde Stunden im Stau steckt, und man muss sich Sorgen machen, ob sich die Rettung, soll­te man sie rufen müssen, überhaupt durch ein Stauchaos durchdrängen kann.

Ich denke, wir sind uns alle einig, dass diese Situation nicht so bleiben kann (Zwi­schenruf des Abg. Loacker), und ich denke, wir sind uns auch einig, dass alle gesetz­ten Maßnahmen, die den Lkw-Verkehr ein wenig zurückdrängen sollen, entgegen der Meinung der EU-Kommissarin natürlich aufrechtbleiben müssen.

Wie ich feststelle, sind wir uns anscheinend auch einig, dass der Verkehr, der derzeit europaweit mit umweltschädlichen Lkws stattfindet, in Zukunft auf der umweltfreundli­chen Schiene stattfinden soll, und da sage ich: Sehr gut. (Beifall bei der SPÖ.)

Dann bauen wir aber den öffentlichen Verkehr, bauen wir die Schiene doch endlich aus! Richten wir diese Schieflage zwischen Zug und Lkw gerade! Denn: Während ich mit dem Lkw durch den gesamten EU-Binnenmarkt kurven kann, ist das auf der Schie­ne ganz einfach nicht möglich. Ein Unternehmen, das seine Waren von A nach B brin­gen will, aber einfach keinen Bahnhof in der Nähe hat, hat ja derzeit keine Alternative. Das heißt, es braucht die Alternativen, es braucht den Ausbau und es braucht natürlich auch die Vereinheitlichung. Noch immer sind die EU-weiten Schienennetze nicht ver­einheitlicht, was Signalgebung, aber auch Bahnstrom betrifft. (Zwischenrufe der Abge­ordneten Hörl, Krainer, Stögmüller und Schellhorn. Abg. Leichtfried: Wer hat denn die Eisenbahn ...?)

Wem wird das etwas bringen? – Vor allem Österreich, denn wir wissen: Gerade der Warentransport in Österreich ist zu 80 Prozent ein grenzüberschreitender Warenver­kehr. Warum sage ich das? – Weil gerade jetzt ja auch ein EU-Budget verhandelt wird. Jetzt gibt es die Möglichkeiten für diesen Ausbau und seine Finanzierung.

Seit Tagen redet in Österreich der Bundeskanzler, der da den starken Mann spielen will, über sein Veto gegen das EU-Budget. Wie wäre es denn, wenn wir etwas fordern würden, statt einfach nur zu blockieren, nämlich eben diese zusätzlichen finanziellen Mittel für den Ausbau der Schiene in Europa? (Beifall bei der SPÖ.) – Das wäre doch einmal ein gutes Signal von Österreich in Richtung EU‑Kommission, anstatt sinnloser Blockadehaltungen! (Abg. Ragger: ... neu verhandeln ...!)

Wenn wir hier in dieser Aktuellen Stunde über den Transitverkehr und über die Belas­tungen reden, dann müssen wir auch über die Belastungen der Lkw-Fahrer und -Fah­rerinnen, die täglich ausgebeutet werden, um den Lkw-Verkehr überhaupt so billig ma­chen zu können, reden. Wir hören, dass Lkw-FahrerInnen 16 Stunden lang unterwegs sind, keine Pausen machen, im Lkw kochen. Ja, da hat man auf EU-Ebene große Fort­schritte erzielt, wir werden aber – und es ist wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern – diese Probleme erst lösen, wenn man innerhalb der EU für gleiche Arbeit am gleichen Ort auch gleich viel Geld bezahlt bekommt. (Beifall bei der SPÖ.)

Wir können aber nicht nur auf EU-Ebene Sofortmaßnahmen setzen, um die Bahn zur wirklichen Alternative zu machen, nein, auch wir hier können das eigentlich schon heute tun. Ein erster Schritt dazu wäre auch schnell und leicht umgesetzt, beispiels-


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weise die Energieabgabe auf Ökostrom im Bahnverkehr – und da reden wir im Übrigen von Ökostrom, den die ÖBB selbst erzeugen –, diese teure Abgabe, endlich zu strei­chen. Wir müssen die Bahn finanziell entlasten. Dazu bringt Greenpeace gerade eine Klage ein, und auch wir haben zu diesem Thema schon einen Antrag eingebracht, aber da hat die Einigkeit dann schnell geendet. Ich fasse zusammen: Senken wir die Ener­gieabgabe für die Bahn, führen wir endlich eine flächendeckende Lkw-Maut ein! (Beifall bei der SPÖ.) – Danke schön.

Das sind im Übrigen auch zwei Maßnahmen, von denen die eine zur Finanzierung der anderen beiträgt, und damit sind wir schon beim Punkt der Finanzierung. Ich komme zum Schluss meiner Rede (Abg. Hörl: Gott sei Dank!), aber nicht zum Schluss dieses Themas, denn wir werden Sie, liebe Regierung, und wie ernst dieses Thema von Ihnen tatsächlich genommen wird, nicht an der Empörung hier in den Redebeiträgen, son­dern an den konkreten Zahlen im Budget messen. Wir fordern – wie zahlreiche Klima­schutzorganisationen auch – eine jährliche Klimamilliarde, wovon mindestens die Hälf­te der Gelder in den öffentlichen Verkehr fließen muss. (Beifall bei der SPÖ.)


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte!


Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Anders wird es ganz einfach nicht gehen. Deshalb: Stellen wir endlich Budget bereit, machen wir die Schiene zur Alterna­tive! Danke schön für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)

10.11


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Rauch. – Bitte.


10.12.01

Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau und Herr Bun­desminister! Hohes Haus! Ich muss kurz auf meine Vorrednerinnen eingehen, zu­nächst auf Frau Herr – die sitzt da hinten –: Man sollte schon wissen, wenn man sich auf eine Rede vorbereitet, dass es in Österreich bereits ein Wochenendfahrverbot gibt – das also einmal einleitend. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

In Richtung ÖVP, an Frau Pfurtscheller: Sie als Tiroler ÖVP-Abgeordnete stellen sich hier heraus, bedanken sich beim Herrn Bundeskanzler und bei der Frau Bundesminis­ter für ein Papier. Wo ist die Lösung? Es gibt keine Lösung! Es gibt keinen Ansatz einer Lösung in diesem Bereich! Wir haben in Tirol seit 13 Jahren eine aus ÖVP und Grünen bestehende Landesregierung. Wo ist die Lösung? (Zwischenruf des Abg. Loa­cker.) Wo ist die Lösung? (Abg. Pfurtscheller: Sie glauben, dass es mit der FPÖ besser wäre ...!) Eine Verkehrslandesrätin aus dem grünen Sektor, einen Landes­hauptmann aus dem schwarzen Sektor - - (Abg. Pfurtscheller: Deshalb beschließt die FPÖ in Tirol alle Vorhaben mit ...! Also kann es nicht so falsch sein!) Wenn man Sie auf die Tatsachen betreffend die Lösungen anspricht, dann gibt es nur Stillschweigen oder Gekreische. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Alles ist schlimmer geworden unter euch! – Neuerlicher Zwischen­ruf der Abg. Pfurtscheller.) – Sie kreischen, Sie kreischen weiter (Abg. Pfurtscheller: Ich kreische nicht! Das ist jetzt die Wahrheit!), aber es gibt trotzdem keine Lösung für die Tiroler.

Der Begriff Green Deal ist eine EU-Floskel, die im Endeffekt auch nicht zur Lösung bei­trägt, sondern mehr Probleme aufwirft. Die Ökologisierung des Güterverkehrs, das wä­re ein guter Ansatz: Wie schaffe ich es, den Güterverkehr auf die Schiene zu verla­gern? Wie schaffe ich es, da eine Ökologisierung zustande zu bringen? Dazu braucht es ein Budget, und das wurde von der Vorgängerregierung auch dementsprechend be­reitgestellt. Von dem liest und hört man jetzt überhaupt nichts mehr.


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Ich bin schon auf die Budgetdebatten gespannt, die in den nächsten Tagen und Wo­chen vonstattengehen werden. Insbesondere wenn man hergeht und versucht, den ländlichen Raum, alles das, was den Verkehr, das Auto betrifft, immer mehr zu be­lasten – in Zeiten, in denen der ländliche Raum immer mehr ausgedünnt wird und es in den Städten immer mehr Brennpunkte gibt, da es immer mehr Zuzug gibt –, frage ich mich schön langsam, wo denn Frau Bundesminister Köstinger ist – die heute nicht hier ist, aber für diesen Bereich zuständig ist –, um hier einmal einen Aufschrei zu machen. Es gibt in dem Bereich überhaupt nichts. Wir machen in diesem Bereich nichts! (Zwi­schenruf der Abg. Kirchbaumer.) Wir machen im Endeffekt nur eines, wir versuchen zu zentralisieren, die Macht auf eine Konzentration in Richtung ÖVP zu trimmen, aber nichts, nichts, um den ländlichen Raum in dem Sinn zu schützen, und vor allem die Bevölkerung, die dort zu Hause ist. (Beifall bei der FPÖ.)

Ich muss auch noch ein bissel auf die Wirtschaftskammer eingehen, da Karlheinz Kopf gerade in seinen Computer schaut. Er ist ja gestern mit dem Thema Kurzarbeit für die Touristiker aufgetreten. Der angesprochenen Kurzarbeit wurde gleich wieder von TUI widersprochen, die gesagt haben, das hat überhaupt keinen Sinn.

Wo aber ist die Wirtschaftskammer generell im Bereich Güterverkehr? Welche Maß­nahmen gibt es? Welche Stellungnahmen gibt es in diesem Bereich? – Davon ist über­haupt nichts zu lesen. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Die Position ist, dass es keine Position gibt. Warum? – Weil Sie am Ende des Tages weder die einen noch die anderen verärgern wollen, und so gibt es einfach die Position, dass es keine Position gibt. Also da würde ich mir schon etwas erwarten. Was vor allem noch entscheidend ist, was noch spannend ist, ist, dass viele der Wirtschaftskämmerer dann zu uns kom­men und sagen, wir müssen etwas gegen die Regierung unternehmen, also gegen die Maßnahmen, die da passieren. Diese Interessenvertretung hat dementsprechend ir­gendwann einmal eine Position zu beziehen, damit es auch eine Möglichkeit gibt, eine Stellungnahme einzufordern, die die Regierung dementsprechend auffordert.

Ein Beispiel, das ich noch bringen möchte, ist die Geschichte, die am 31.1. im Rahmen von Fridays for Future in Graz beim Magna-Werk stattgefunden hat. Fridays for Future hat dieses Werk blockiert, insgesamt einen halben Tag lang, wobei jede Stunde Pro­duktionsausfall 100 000 Euro kostet. Es war vier Stunden blockiert, insgesamt waren davon 10 000 Mitarbeiter betroffen, über den gesamten Tag hat diese Maßnahme, die dann rundherum passiert ist, 24 000 Arbeitnehmer betroffen, und es hat einen Tages­ablauf von in der Früh bis Mitternacht gebraucht, um den Produktionsausfall aufzuholen.

Diese wirtschaftsfeindlichen Maßnahmen, die in diesem Bereich gegen einen Produk­tionsbetrieb im Automobilzulieferbereich getroffen wurden, sind für mich ein Wahnsinn, vor allem weil Magna schon darauf hingewiesen und gesagt hat, dass sie auch südlich von Graz, 75 Kilometer südlich, also in Marburg, einen Standort haben, wo sie genau diese Produktion durchführen können. – Ich frage mich: Wo ist die ÖVP als Wirt­schaftspartei, als die sie sich schimpft? (Abg. Hörl: Na, na, na!) Und wo ist in diesem Bereich die Verantwortung der Grünen, dass sie hergehen und ihre Demonstranten im Griff haben? Danke. (Beifall bei der FPÖ. Abg. Matznetter – in Richtung FPÖ –: ... De­monstranten als Aschermittwochreden!)

10.17


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ham­mer. – Bitte.


10.17.45

Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Re­gierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen und Zuschauerinnen und Zuschau­er! Stellen Sie sich einen Stau von Lkws vor, der auf der A 1 von Linz bis nach Salz-


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burg reicht, 135 Kilometer lang, das sind ungefähr 6 850 Lkws. 135 Kilometer, das ist die Kolonne von Lkws, die jeden Tag über den Brenner rauscht – eine 135 Kilometer lange Lkw-Kolonne! 2,5 Millionen Lkws rauschen pro Jahr über den Brenner. Für die Menschen vor Ort ist das eine Hölle von Lärm und Luftverschmutzung. Es ist aber nicht nur für die Umwelt schädlich, sondern auch für unsere Treibhausgasbilanz. Allein seit dem Jahr 1990 ist die Treibhausgasbilanz im Güterverkehr auf der Straße auf mehr als das Doppelte gestiegen – doppelt so viele Emissionen!

Österreich kann dieses Problem nicht alleine lösen, das haben wir heute auch schon gehört. Die Tiroler Landesregierung tut sehr viel, um dieses Problem in den Griff zu be­kommen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aber die Möglichkeiten – zum Beispiel hin­sichtlich der Frage, wie hoch die Maut sein darf, was die europäischen Nachbarländer machen – sind eben begrenzt. Deswegen brauchen wir einen besseren, einen neuen europäischen Rahmen, und wir brauchen auch eine gute Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern, mit der Schweiz, mit Deutschland und Italien. Wir müssen aber so ehrlich sein und auch zugeben, dass wir noch nicht alle unsere Hausaufgaben erledigt haben.

Ich bin daher froh, dass wir im Regierungsprogramm einige Maßnahmen festgelegt ha­ben, um zum Beispiel den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Es wird mehr Budget geben. Es wird auch eine Regionalverkehrsmilliarde geben, eine Nahverkehrsmilliarde.  Frau Herr, das ist alles vorgesehen.

Was den Leuten konkret und sehr schnell helfen wird, ist, wie ich glaube, dass wir auch ein Problem angehen, das sehr viele Leute übersehen, nämlich dass die Lkws im Schnitt auch zu schnell fahren. Sie fahren nicht 80 km/h, sondern sie fahren in der Regel mit um die 90 km/h, weil die Toleranzmargen bei den Geschwindigkeitskontrol­len zu groß sind. Auch das werden wir angehen, das haben wir im Regierungspro­gramm vereinbart. (Beifall bei den Grünen.)

Wir haben auch vereinbart, dass wir entschlossen gegen den sogenannten Tanktou­rismus und den Lkw-Schwerverkehr aus dem Ausland kämpfen werden, so wie es im Regierungsprogramm steht. Mehr als ein Drittel aller Lastwägen nehmen einen Umweg in Kauf und donnern durch unser Land, weil das die billigere Route ist. Ja, da geht es um die Maut, da geht es darum, wie streng kontrolliert wird, da geht es auch darum, wie streng die Strafen sind, zum Beispiel im Vergleich zur Schweiz. Es geht aber eben auch um die steuerliche Begünstigung von Diesel in Österreich. Aufgrund des österrei­chischen Dieselprivilegs ist der Sprit für Lkws so billig, dass sich die Route durch Ös­terreich auszahlt, weil man bei uns billig tanken kann. Alle Frächter wissen: Bei uns in Österreich gibt es billigen Stoff. (Beifall bei den Grünen.)

Das Dieselprivileg hat dazu geführt, dass sich der Dieselverbrauch seit dem Jahr 1990 in Österreich verdreifacht – verdreifacht! – hat. Ich bin der Meinung: Ohne eine Ab­schaffung des Dieselprivilegs werden wir weiterhin der Kreisverkehr Europas bleiben, auf dem sich die Frächter mit billigem Stoff eindecken werden. (Beifall bei den Grü­nen. – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Es ist daher meine feste Überzeugung, dass wir das Dieselprivileg abschaffen müssen, und ich werbe auch bei unserem Koali­tionspartner dafür. (Beifall bei den Grünen.)

Ich bin froh, dass die Verkehrspolitik nicht mehr in der Hand der FPÖ ist. Was Ihnen zum Beispiel zum Transitverkehr einfällt: Sie wollen die Probleme nicht lösen, sondern Sie wollen eine neue Transithölle schaffen und einen Transittunnel irgendwie durch Osttirol und Kärnten bohren. Das verstärkt die Probleme nur, statt sie zu lösen, Stich­wort: Alemagna. Wenn man sich anhört, was Parteivorsitzender Hofer gestern gesagt hat, nämlich – sinngemäß – dass die Abgase aus einem Dieselauto sauberer sind als die Luft, die vom Motor eingesaugt wird, dann weiß man ungefähr, wie seriös die De-


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batte vonseiten der FPÖ hier geführt wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordne­ten der ÖVP.)

Ich bedanke mich und freue mich sehr, dass wir eine Umweltministerin und Verkehrs­ministerin haben, die faktenbasierte Politik macht; das wird uns auch weiterbringen.

Zum Schluss – weil Sie die Geburtstage angesprochen haben, Herr Präsident – möch­te ich von dieser Stelle aus auch noch der Arbeiterkammer ganz herzlich zum Geburts­tag gratulieren, nämlich zum Hunderter. Alles Gute! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

10.22


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mar­greiter. – Bitte.


10.23.09

Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Zuschaue­rinnen und Zuschauer! Ich habe das Privileg, als letzter Redner bei der Debatte dieser Aktuellen Stunde zu Wort zu kommen, und kann daher ein bisschen Bilanz ziehen.

Diese Bilanz ist durchaus zwiespältig: Positiv ist einmal festzustellen, dass breiter Konsens über alle Fraktionen in diesem Haus hinweg darüber herrscht, dass wir im Be­reich des Transitverkehrs tatsächlich ein massives Problem haben. Positiv ist auch festzustellen, dass Lösungen auf dem Tisch liegen. Es wurden schon viele Lösungs­ansätze formuliert. Ich möchte das noch ergänzen und unterstreichen, weil das auch so im Regierungsprogramm steht: Wir müssen zur Kostenwahrheit kommen. Tatsache ist nämlich, dass das Transitproblem in Tirol zu einem guten Teil auch darauf basiert, dass vollkommen marktverzerrende Verhältnisse herrschen. Wenn wir da mehr Markt­mechanismen walten ließen, würde sich beispielsweise dadurch, dass wir die ökolo­gischen Externalitäten einpreisen, sprich über eine CO2-Steuer reden, die Zahl der Transitfahrten sofort um circa 300 000 reduzieren. (Beifall bei den NEOS.)

Das heißt also: Die Lösungen liegen auf dem Tisch, quer durch alle Fraktionen, und trotzdem habe ich den Eindruck: Wir kommen nicht ins Tun. In diesem Zusammenhang möchte ich hier schon meine besondere persönliche Betroffenheit zum Ausdruck brin­gen: Ich lebe an der Autobahn. Ich lebe im Inntal in Tirol an der A 12. Daher denke ich, obwohl das heute schon mehrfach angesprochen wurde, dass man doch noch einmal darstellen sollte, was es bedeutet, wenn 2,5 Millionen Transit-Lkw pro Jahr an der Haustüre beziehungsweise Wohnungstüre vorbeifahren. Die Zahl von 2,5 Millionen Transit-Lkw bedeutet, dass vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres in jeder Minute Tag und Nacht fünf Lkw vorbeidonnern. Diese 2,5 Millionen Lkw verbren­nen auf der Fahrt von Kufstein auf den Brenner in einem Jahr circa 90 Millionen Liter Diesel. 90 Millionen Liter Diesel entsprechen dem Energiebedarf von 40 000 Wohnun­gen. Dabei werden Schadstoffe produziert, unter denen wir alle leiden, unter denen un­sere Kinder leiden, die mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen haben. All das muss man miterleben.

Deswegen mein Appell: Kommen wir ins Tun! Die Regierung ist gefordert – das steht im Regierungsprogramm, die Erkenntnisse sind da. Ich sage auch immer: Es ist be­sonders fahrlässig und geht schon in Richtung Vorsätzlichkeit, wenn man Probleme er­kennt und Lösungen kennt und nichts tut. (Beifall bei den NEOS.) Daher der dringende Appell: Regierung, komm ins Tun! Tut etwas, die Unterstützung des Parlaments ist euch sicher! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)

10.26


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist damit geschlossen.


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Ich darf auch die ÖVP-Mitglieder aus der Gemeinde Sankt Roman auf der Galerie herzlich begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)

Ich begrüße auch die Minister Nehammer, Anschober, Tanner und Aschbacher recht herzlich im Hohen Haus.

10.27.22Einlauf und Zuweisungen


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Hinsichtlich der eingelangten Verhandlungsge­genstände und deren Zuweisung darf ich darauf verweisen, dass die Mitteilung laut Geschäftsordnung verteilt wurde.

Die schriftliche Mitteilung hat folgenden Wortlaut:

A. Eingelangte Verhandlungsgegenstände:

1. Schriftliche Anfragen: 577/J bis 1015/J

Schriftliche Anfrage an den Präsidenten des Nationalrates:

1/JPR

2. Anfragebeantwortungen: 237/AB bis 450/AB

3. Regierungsvorlagen:

Bundesgesetz, mit dem das Zahlungsdienstegesetz 2018 geändert wird und das Pfand­briefstelle-Gesetz aufgehoben wird (37 d.B.)

Gesetzesantrag des Bundesrates vom 13. Februar 2020 betreffend Änderung des Bundes-Verfassungsgesetzes (Einführung des Instruments Teileinspruchsrecht des Bun­desrates) (51 d.B.)

Strafrechtliches EU-Anpassungsgesetz 2020 – StrEU-AG 2020 (52 d.B.)

Bundesgesetz, mit dem das Erdölbevorratungsgesetz 2012 geändert wird (53 d.B.)

4. Anträge:

Zurückziehung: Zu 125/A

Zurückziehung des Verlangens auf erste Lesung binnen drei Monaten: Zu 126/A

B. Zuweisungen:

1. Zuweisungen seit der letzten Sitzung gemäß §§ 31d Abs. 5a, 32a Abs. 4, 74d Abs. 2, 74f Abs. 3, 80 Abs. 1, 100 Abs. 4, 100b Abs. 1 und 100c Abs. 1:

Budgetausschuss:

Bericht des Bundesministers für Finanzen über die Übernahme von Bundeshaftungen im Jahr 2019 (Vorlage 9 BA)

Bericht des Bundesministers für Finanzen gemäß § 4a Zahlungsbilanzstabilisierungs­gesetz über die im 4. Quartal 2019 ergriffenen Maßnahmen (Vorlage 10 BA)

Monatserfolg Dezember 2019, vorgelegt vom Bundesminister für Finanzen (Vorla­ge 11 BA)

Bericht des Bundesministers für Finanzen gemäß Art. 50c Abs. 3 B-VG iVm § 6 der Anlage 2 zum GOG (ESM-Informationsordnung) über die im Rahmen des Europäi­schen Stabilitätsmechanismus getroffenen Maßnahmen im 4. Quartal 2019 (Vorla­ge 12 BA)

Bericht des Bundesministers für Finanzen gemäß § 78 Absatz 5 des Bundeshaus­haltsgesetzes über das Eingehen, die Prolongierung und die Konvertierung von Fi­nanzschulden und Währungstauschverträgen im Finanzjahr 2019 (Vorlage 13 BA)


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Bericht des Bundesministers für Finanzen gemäß § 54 Abs. 12 BHG 2013 über die Genehmigung von Mittelverwendungsüberschreitungen und gemäß § 60 Abs. 3 BHG 2013 über zugestimmte Vorbelastungen im 4. Quartal 2019 (Vorlage 14 BA)

Immunitätsausschuss:

Ersuchen der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption, GZ. 17 St 5/19d, um Zustimmung zur behördlichen Verfolgung des Ab­geordneten zum Nationalrat III. Präsident Ing. Norbert Hofer

Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen:

Petition Nr. 6 betreffend "Stopp der Mautflüchtlinge durch Kittsee!", überreicht vom Ab­geordneten Christian Ries

Petition Nr. 7 betreffend "Reduktion des Verkehrslärms, verursacht durch die A1 West­autobahn und Güterzug-Umfahrung (GZU) der ÖBB im Gemeindegebiet von St. Mar­garethen/Sierning", überreicht vom Abgeordneten Mag. Friedrich Ofenauer

Petition Nr. 8 betreffend "NEIN zur Abschaffung der Notstandshilfe", überreicht von den Abgeordneten Josef Muchitsch und Mag. Selma Yildirim

Bürgerinitiative Nr. 21 betreffend "STOPP 5G-Mobilfunknetz"

Bürgerinitiative Nr. 22 betreffend "Freies Pokerspiel in Österreich"

2. Zuweisungen in dieser Sitzung:

a) zur Vorberatung:

Außenpolitischer Ausschuss:

Übereinkommen zur Errichtung der Internationalen EU-LAK-Stiftung (38 d.B.)

Justizausschuss:

Erklärung der Republik Österreich über die Annahme der Beitritte von Belarus, der Do­minikanischen Republik, Ecuadors, von Honduras, der Ukraine und Usbekistans zum Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung (39 d.B.)

Rechnungshofausschuss:

Bericht des Rechnungshofes betreffend Beschaffung und Einsatz von Drohnen im Bun­desheer – Reihe BUND 2020/1 (III-82 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Drohnen in der zivilen Luftfahrt – Reihe BUND 2020/2 (III-83 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Leseförderung an Schulen – Reihe BUND 2020/3 (III-91 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Studienwahl – Beratung und Information – Rei­he BUND 2020/4 (III-92 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH; Fol­low-up-Überprüfung – Reihe BUND 2020/5 (III-93 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend System der Erhebung der Verbrauchsteuern; Follow-up-Überprüfung – Reihe BUND 2020/6 (III-94 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Löschung von Abgabenrückständen; Follow-up-Überprüfung – Reihe BUND 2020/7 (III-95 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Pflege in Österreich – Reihe BUND 2020/8 (III­97 d.B.)


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Bericht des Rechnungshofes betreffend Koordinierung von Qualitätszeichen im Le­bensmittelbereich – Reihe BUND 2020/9 (III-98 d.B.)

Bericht des Rechnungshofes betreffend Steuerung und Koordinierung des Straf- und Maßnahmenvollzugs – Reihe BUND 2020/10 (III-99 d.B.)

Verfassungsausschuss:

Antrag 126/A der Abgeordneten Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz ge­ändert wird

Ausschuss für Wirtschaft, Industrie und Energie:

Bundesgesetz, mit dem das Berufsausbildungsgesetz geändert wird (34 d.B.)

b) zur Enderledigung im Sinne des § 28b GOG (vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung des Ausschusses):

Justizausschuss:

Bericht der Bundesministerin für Justiz betreffend Jahresvorschau des BMJ auf der Grundlage des Legislativ- und Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für 2020 sowie des Achtzehnmonatsprogramms des rumänischen, finnischen und kroati­schen Ratsvorsitzes (III-103 d.B.)

Landesverteidigungsausschuss:

Bericht der Bundesministerin für Landesverteidigung betreffend den Jahresbericht 2018 der Parlamentarischen Bundesheerkommission für Beschwerdewesen und Stellung­nahme der Bundesministerin für Landesverteidigung (III-96 d.B.)

Ausschuss für Wirtschaft, Industrie und Energie:

Bericht über die Situation und Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen der ös­terreichischen Wirtschaft ("KMU im Fokus 2019"), vorgelegt von der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (III-102 d.B.)

*****


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf weiters mitteilen, dass der Zweite Bericht des Unvereinbarkeitsausschusses an die Mitglieder des Nationalrates verteilt wurde.

Behandlung der Tagesordnung


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Es ist vorgeschlagen, die Debatte über die Ta­gesordnungspunkte 6 bis 8 unter einem durchzuführen.

Wird dagegen ein Einwand erhoben? – Das ist nicht der Fall.

Redezeitbeschränkung


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zwischen den Mitgliedern der Präsidialkonferenz wurde folgende Vereinbarung getroffen: Es gibt eine Tagesblockzeit von 8,5 „Wiener Stunden“; demgemäß entfallen auf die ÖVP 166, auf die SPÖ 115, auf die FPÖ 94, auf die Grünen 85 und auf die NEOS 68 Minuten.

Gemäß § 57 Abs. 7 der Geschäftsordnung beträgt die Redezeit für die gesamte Ta­gesordnung von jenen Abgeordneten, die keinem Klub angehören, je 34 Minuten, die Redezeit pro Debatte jeweils 5 Minuten.


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Wir kommen sogleich zur Abstimmung über die dargestellten Redezeiten.

Wer dafür ist, den bitte ich um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist einstimmig an­genommen.

Fristsetzungsantrag


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Vor Eingang in die Tagesordnung darf ich mit­teilen, dass Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek beantragt hat, dem Gleichbehandlungs­ausschuss zur Berichterstattung über den Antrag 117/A(E) eine Frist bis zum 17. März 2020 zu setzen.

Ferner liegt das von fünf Abgeordneten gemäß § 43 Abs. 3 der Geschäftsordnung ge­stellte Verlangen vor, eine kurze Debatte über diesen Fristsetzungsantrag durchzu­führen.

Die kurze Debatte wird nach Erledigung der Tagesordnung, jedoch spätestens um 15 Uhr stattfinden. Die Abstimmung über den Fristsetzungsantrag wird nach dem Schluss der Debatte stattfinden.

Wir gehen nun in die Tagesordnung ein.

10.29.191. Punkt

Erklärungen des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsu­mentenschutz und des Bundesministers für Inneres gemäß § 19 Absatz 2 der Ge­schäftsordnung des Nationalrates zum Thema „Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19 und Aktionsplan“


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir gelangen zu Punkt 1 der Tagesordnung.

Im Anschluss an diese Erklärungen wird im Sinne des § 81 der Geschäftsordnung ent­sprechend dem vorliegenden, ausreichend unterstützten Verlangen eine Debatte statt­finden.

Ich darf nun Herrn Bundesminister Anschober das Wort erteilen. – Bitte.


10.29.50

Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Rudolf Anschober: Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte Sie heute gemeinsam mit dem Herrn In­nenminister ganz einfach darüber informieren, wie die Lage in Sachen jener Epidemie ist, die uns seit zwei Monaten weltweit in Atem hält und die eine große Herausfor­derung für alle Gesundheitsbehörden, für alle Sicherheitsbehörden sowie für die ge­samte Bevölkerung darstellt, weil es darum geht, zu verhindern, dass aus einer regio­nalen Epidemie eine globale Pandemie wird. Das ist unser Ziel. Daran arbeiten wir in einer extrem guten, engen Vernetzung – international wie auch regional hier in Öster­reich –, in einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen den Behörden, sowohl auf Re­gierungsebene als auch in den einzelnen Bundesländern, die allesamt auf die eine oder andere Art und Weise betroffen sind.

Alle Experten der Welt sagen uns, wir treten jetzt in die entscheidende Phase ein, da­hin gehend, ob es zu dieser Pandemie kommt oder nicht. Die nächsten zwei bis drei Wochen werden darüber eine Entscheidung bringen.

Ich sage Ihnen am Beginn meiner Ausführungen ein bisschen etwas darüber, wie die Dinge weltweit stehen. Es gibt derzeit 82 168 bestätigte Erkrankungsfälle – das sind die Zahlen von heute Früh –, davon mit rund 79 000 Erkrankungen in China den abso-


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lut allergrößten Anteil. Interessant ist aus meiner Sicht, dass es international zwei Bot­schaften gibt, nämlich einerseits eine sehr hohe Zahl von Todesfällen – mittlerweile müssen wir mehr als 2 800 Todesfälle weltweit verzeichnen –, andererseits gleichzeitig aber auch das Phänomen, dass es bereits 32 000 Menschen gibt, die wieder geheilt sind. Das ist die positive Aussage und Perspektive.

Das heißt, Corona ist absolut kein Todesurteil, ist absolut kein Urteil in Richtung einer unbedingt schweren Erkrankungssituation. China hat bei den ersten 45 000 Erkrankten eine Analyse durchgeführt, wie der Verlauf dieser Erkrankung ist, und es hat sich he­rausgestellt, dass in rund 81 Prozent der Erkrankungsfälle ein absolut leichter Erkran­kungsverlauf vorliegt. Das heißt aber nicht, dass wir das Thema auf die leichte Schulter nehmen, ganz im Gegenteil; 2 800 Todesfälle sind Mahnung genug.

Wir haben befürchtet, dass auch Europa davon betroffen sein wird. In Zeiten wie die­sen – mit der Globalisierung, mit internationalen Handelsbeziehungen, einer aktiven Rei­setätigkeit, die wir alle lieben, an die wir uns gewöhnt haben und die einen Teil unseres Lebens darstellt – war zu erwarten, dass dieses Virus auch nach Europa kommt. Seit vergangenem Wochenende ist es mit den Ausbrüchen, die in Italien zu verzeichnen sind, so richtig angekommen.

Es gibt in Italien – ich habe gerade am Dienstag die Möglichkeit gehabt, länger mit dem italienischen Gesundheitsminister zu reden – mittlerweile rund 330 Erkrankungen. Das große Problem in Italien ist, dass man zwar sehr offensiv mit der Bekämpfung von Co­rona umgeht – in einem sehr breiten italienischen Konsens, im Übrigen –, dass wir aber bis zum heutigen Tag den sogenannten Patienten uno nicht kennen. Das heißt, die eigentliche Quelle der Ansteckung ist unbekannt. Wir wissen nur, dass es bei Pa­tient eins – das war jene Person, die in Oberitalien als erste mit einer schweren Lun­genentzündung in eine Klinik eingeliefert wurde – nicht perfekt gelaufen ist, was die akute, schnelle Behandlungssituation betrifft.

Das war die Vergangenheit. Wir müssen uns auf jeden Fall darauf einstellen, dass die Zahl der Coronafälle insgesamt in Europa auch in den nächsten Wochen noch zu­nimmt – das muss man realistisch sehen – und dass damit auch Österreich zuneh­mend betroffen sein wird.

Wir haben in Österreich bis heute Morgen, bis heute Vormittag 445 Testungen durch­geführt. Im Augenblick sind zwölf Personen in Quarantäne. Die Situation konzentriert sich natürlich zunächst einmal auf Innsbruck mit den zwei konkreten Erkrankungs­fällen, die wir seit Dienstag dieser Woche kennen. Es wird dort von den Behörden sehr professionell agiert und gut gehandelt. Es wird für eine breite Information der Bevölke­rung gesorgt, und es wird genau das verwirklicht, was unsere Strategie ist, nämlich dort, wo eine Erkrankung auftritt, möglichst schnell zu begrenzen, einzugrenzen – das ist unsere einzige Handlungsmöglichkeit, die wirklich erfolgreich sein kann.

Zwei Erkrankungen gibt es also bisher; leider habe ich vor ein paar Minuten den Anruf des Gesundheitsstadtrates von Wien erhalten, dass es zusätzlich einen Fall in Wien gibt, der bestätigt ist. Das war zu erwarten, das war zu befürchten. Ich bin absolut überzeugt davon, wie ich die Wiener Gesundheitsbehörden kenne, dass perfekt re­agiert wird, dass gut gehandelt wird und dass die Strategie, die wir in Österreich abge­sprochen und geplant haben, eins zu eins konsequent umgesetzt wird.

Wir hatten am Dienstag dieser Woche eine Krisenkonferenz der Gesundheitsminister der Europäischen Union plus Schweiz plus Gesundheitskommissarin plus Weltgesund­heitsorganisation und europäische Gesundheitskontrollbehörde ECDC in Rom, und da haben wir gemeinsam ein Vorgehen paktiert, das de facto eins zu eins dem entspricht, was wir in Österreich verwirklichen. Ich möchte Ihnen das kurz präsentieren, denn ich glaube, es ist wichtig, dass wir das auch gemeinsam tragen. Aus meiner Sicht ist so ei-


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ne Krisensituation eine Situation, in der wir alle zusammenstehen müssen, in der nicht der Zeitpunkt für politische Kleinigkeiten, für kleine Auseinandersetzungen ist, sondern in der wir gemeinsam versuchen müssen, unsere Bevölkerung bestmöglich zu schüt­zen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)

Wir setzen in dieser Situation in Europa und natürlich auch in Österreich ganz stark auf die Information der Bürgerinnen und Bürger, erstens betreffend die Vorsorgemaßnah­men. Ja, es klingt manchmal ein bissl banal, aber Händewaschen – richtiges Hände­waschen – ist die beste Antwort auf diese Situation. Mittlerweile gibt es viel Informa­tionsmaterial darüber, wie das funktioniert – also handeln und es mehrmals täglich tun!

Der zweite Informationsschwerpunkt betrifft die Reisetätigkeit. Wir sind natürlich in un­serer Reisetätigkeit selbstbestimmt, aber wir sollten uns, denke ich, gut überlegen, ob es im Augenblick Sinn macht – ich glaube nicht –, in die unmittelbar betroffenen Re­gionen Italiens zu fahren. Das heißt nicht, dass man Italien meiden sollte, ganz im Ge­genteil. Es gibt aber sehr klar definierte Gebiete, in erster Linie in der Lombardei, in de­nen derzeit – nach sehr konsequentem Vorgehen der italienischen Behörden – insge­samt elf Gemeinden gesperrt sind, in denen der Ausbruch sehr aktiv und sehr stark war und teilweise auch noch ist. – Das ist der zweite Punkt, die Reisetätigkeit.

Das Dritte ist die Informationsoffensive dahin gehend, dass wir Bürgerinnen und Bürger darüber informieren wollen, was bei Symptomen zu tun ist. Die Symptome ähneln lei­der – in der jetzigen Situation ist das schwierig – ein bisschen den Grippesymptomen, das heißt Fieber, das heißt Husten, aber in erster Linie trockener Husten; Atemnot kommt dazu – das ist ein wichtiger Punkt zur Unterscheidung von Grippesymptomen.

Bei Symptomen bitte nicht zum Arzt fahren, nicht den eigenen Haushalt verlassen, sondern die Hotline 1450 anrufen, direkt Kontakt mit den dortigen Behörden, mit dem medizinischen Personal aufnehmen! Dann erfolgt die Detailberatung, was zu tun ist, ob die Situation bei der betroffenen Person tatsächlich ernst zu nehmen ist, ob möglicher­weise ein Verdachtsfall vorliegt. Wenn ein Verdachtsfall vorliegt, dann machen wir in Österreich konsequent lieber fünf Testungen zu viel als eine zu wenig, in allen Berei­chen. Wie gesagt, die Zahl ist mittlerweile bereits auf 445 angewachsen.

Im nächsten Schritt – ganz, ganz wichtig –, falls positiv, ist unsere Strategie in ganz Europa und in Österreich die Strategie der Eingrenzung, der Abgrenzung, einerseits, was die betroffene Person betrifft, andererseits aber auch, was das Umfeld betrifft, um eine Ausbreitung möglichst zu vermeiden.

Der vierte Punkt unseres Maßnahmenprogramms ist, dass wir ganz stark auf interna­tionale, auf europäische Zusammenarbeit setzen. Wir haben eine ausgezeichnete eu­ropäische Gesundheitskontrollbehörde und ein, wie ich meine, perfektes Informations­system – das Early Warning and Response System –, das dafür sorgt, dass es uns so­fort gemeldet wird, wenn eine Spur, wenn irgendein Hinweis auf Österreich auftaucht, wenn etwa ein betroffener Patient in Italien befragt wird, seine Anamnese vorgenom­men wird und er auch befragt wird, was seine Reisetätigkeit war und mit welchen Per­sonen er konkret Kontakt hatte. Das geht innerhalb weniger Minuten und wir können dann diesem Verdacht auch konkret nachgehen.

Der große fünfte Punkt, über den, wie ich annehme, Kollege Nehammer intensiver in­formieren wird, ist unsere gemeinsame Einsatzgruppe – früher hat man gesagt: der ge­meinsame Krisenstab –, in der wir uns täglich eigentlich rund um die Uhr hervorragend abstimmen und in die auch täglich die Bundesländer eingebunden sind. Wie gesagt, der Herr Innenminister wird das sicher im Detail ausführen.

Wir setzen auf eine ganz enge Zusammenarbeit. Viren kennen keine Grenzen: Sie sind nicht beeindruckt davon, wenn man einen Grenzbalken runterlässt, sondern Viren sind dann beeindruckt, wenn wir mit den richtigen Maßnahmen der Abgrenzung und ei-


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nem ‑ ‑ (Abg. Kickl: ... sie können nicht ohne Träger ...!) – Das habe ich mir gedacht, dass darauf der Herr Klubobmann gleich reagiert. (Abg. Kickl: Na stimmt ja ...! – Wei­tere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Lieber Abgrenzung als Eingrenzung des Landes: Ab­grenzung vom Virus, das ist die Antwort. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abge­ordneten der SPÖ.)

Wir setzen also auf intensive Zusammenarbeit, wir setzen auf eine Politik der Sachlich­keit, wir setzen auf eine Politik des konsequenten Handelns und wir setzen auf eine Politik der ruhigen Hand. Stehen wir in dieser Situation gut zusammen, damit wir diese Herausforderung gut gemeinsam meistern! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

10.41


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf, bevor ich dem Bundesminister für In­neres das Wort erteile, die Schülerinnen und Schüler der HTL Ybbs recht herzlich im Hohen Haus willkommen heißen. (Allgemeiner Beifall.)

Zu Wort gelangt der Herr Innenminister. – Bitte.


10.41.15

Bundesminister für Inneres Karl Nehammer, MSc: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Damen und Herren hier auf der Galerie und auch zu Hause vor den Fernsehgeräten! Wie Sie wissen, hat das Coronavirus vor einigen Tagen auch Österreich erreicht. Es ist wichtig, da ein realistisches Bild zu zeichnen – so wie der Gesundheitsminister es ge­rade ausgeführt hat. Ich möchte eines gleich vorweg bestätigen: Die Zusammenarbeit zwischen Innenministerium und Gesundheitsministerium sowie mit allen weiteren be­troffenen Ressorts funktioniert hervorragend. Sie ist wichtig, auch in ihrer Effizienz; das zeigt, dass man dann schnell und entschlossen handeln kann – so wie der Gesund­heitsminister es vorher ausgeführt hat.

Ich darf Ihnen jetzt ein aktuelles Lagebild geben, das der Einsatzstab heute Früh wie­der erarbeitet hat. Es gab mehr als 400 Testungen in Österreich, bis vor Kurzem noch mit zwei positiven Testungen, mittlerweile gibt es, wie wir erfahren haben, eine dritte positive Testung in Wien. Auch da greifen jetzt sofort alle Maßnahmen.

Während wir hier sitzen, tagt der Einsatzstab und bespricht alle notwendigen Maßnah­men mit Wien, mit dem dortigen Einsatzstab – einerseits von der polizeilichen, aber na­türlich vor allem auch von der gesundheitsbehördlichen Seite her. Aktuell stehen 16 Men­schen in Österreich unter Quarantäne. Das ist eine wichtige Maßnahme, um – wie der Gesundheitsminister gesagt hat – alles dafür zu tun, dass man das Virus eindämmt, dass es sich nicht schneller verbreiten kann. Auch da leistet die Polizei eine wertvolle Arbeit, weil sie diese Maßnahmen überwacht und unterstützt.

Genauso gilt – und das ist ganz besonders wichtig –: Kommt es zu einem Erkran­kungsfall, führt die Polizei die Befragungsmaßnahmen durch – wo sich die betreffende Person bewegt hat, mit wem sie Kontakt gehabt hat –, um auch in diesem Fall rasch Maßnahmen zu ergreifen. Wieder ist das Ziel, das Virus bestmöglich einzudämmen.

Was wissen wir zu den bisherigen Fällen? – Jeder Fall, den wir jetzt auch im Einsatz­stab bewältigt haben, ist wieder ein Fall, aus dem wir lernen, um beim nächsten besser werden zu können. Wie Sie wissen, gab es am Dienstag in Tirol gemeinsam mit der Polizei einen Einsatz der Gesundheitsbehörden, um das Umfeld der infizierten Perso­nen abzuklären. Es stellte sich dabei heraus, dass eine der Infizierten in einem Hotel gearbeitet hat. Daraufhin wurde das Hotel gesichert, es konnte niemand mehr hinein und hinaus. Warum war das notwendig? (Abg. Kickl: Da habe ich aber was anderes gesehen! Na bitte, während er das gesagt hat ... Drehtür ...! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.)  Der Gesundheitsminister hat vorhin gerade angeführt, dass wir


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die Situation nicht für Polemik nutzen sollten. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwi­schenruf des Abg. Kickl. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)

Meine sehr geehrten Abgeordneten der Opposition, wenn Sie genau recherchiert hät­ten, würden Sie wissen, dass die betroffene Person, die beim Verlassen des Hotels zu sehen war, kontrolliert worden ist und vom Amtsarzt freigegeben worden ist, weil diese betroffene Person keinen Kontakt zu weiteren Personen im Hotel hatte. Ich bitte Sie daher, in einer so sensiblen Situation wie dieser nicht mit Häme und Spott zu reagie­ren. (Abg. Belakowitsch: Genau! Ihr habt ...!)

Besonnenheit ist jetzt angebracht, das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden ist an­gebracht. Polizistinnen und Polizisten waren dort vor Ort im Einsatz, und ihnen mit Spott, mit Lachen und Gelächter zu begegnen, sehr geehrte Kollegen von der FPÖ, ist genau die falsche Antwort in so einer Situation (Beifall bei ÖVP und Grünen – Abg. Kickl: Warten Sie! Warten Sie ...!), denn wenn wir der Bevölkerung das Gefühl vermit­teln wollen, dass wir auch hier im Hohen Haus gemeinsam in der Lage sind, einer he­rausfordernden Situation für die Republik, für die Gesundheit und Sicherheit der Men­schen zu begegnen, dann ist es besser – auch an die Kolleginnen und Kollegen der SPÖ gerichtet, die mit Häme kommentiert haben –: Informieren Sie sich genau – der Einsatzstab steht jederzeit dazu bereit –, bevor Sie hier mit Spott und Hohn auf die Ar­beit der Ärztinnen und Ärzte und der Polizistinnen und Polizisten am Einsatzort reagie­ren! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Falsch! … ihre Arbeit ...! – Zwischenruf des Abg. Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)

Nun zurück zum Fall in Tirol: Es waren umfassende Sicherungsmaßnahmen notwen­dig. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzei­chen.) Es war wichtig, dass rasch gehandelt worden ist, dass das Umfeld analysiert worden ist. Es wurde daraufhin auch ein Bewegungsprofil der betroffenen Personen er­stellt, das genau zeigt, wo sie sich am Tag aufgehalten haben. Der Landeseinsatzstab Tirol hat daraufhin die Informationen auch der Bevölkerung bekannt gegeben, weil auch da ersucht wird, sich, wenn es Kontakt mit den infizierten Personen gegeben hat, rasch an die Landeswarnzentrale in Tirol zu wenden, um eventuelle Symptome abzu­klären.

Kärnten war ein besonders dramatischer Fall: Eine 56-jährige Patientin ist verstorben. Es gab auch da den Verdacht auf eine Coronavirusinfektion. Es wurden auch in dieser Apartmentanlage sofort Sicherungsmaßnahmen durch die Polizei vorgenommen, um eben zunächst einmal abzuklären: Gibt es einen bestätigten Fall – ja oder nein? Als Gott sei Dank das Ergebnis negativ war, konnte auch die Quarantäne, die Isolierung dieses Gebäudes aufgehoben werden. Gleichzeitig gilt es, der Familie der verstorbe­nen Patientin, die jetzt gerade sicher schwere Stunden durchmacht, meine Anteilnah­me auszudrücken.

Nun zu der Schule in Wien: Wie Sie wissen, gab es da den Verdacht, eine Lehrkraft könnte infiziert sein. Daraufhin wurde die Schule gesichert, bis abgeklärt werden konn­te, dass Gott sei Dank in diesem Fall eine negative Testung auf den Coronavirus vor­liegt. Warum war die Sicherung notwendig? – Sie wissen, es gab nachher auch eine Diskussion, ob die Maßnahme sinnvoll und richtig war. (Abg. Belakowitsch: Gar nicht war sie notwendig, ... sinnlos ...!)

Ich möchte Ihnen die Frage stellen: Was wäre gewesen, wenn die Patientin infiziert ge­wesen wäre? Was ist die Aufgabe der Polizei und auch der Ärztinnen und Ärzte vor Ort in so einem Fall? – Rasch abzuklären, mit wem sie Kontakt hatte, mit wem sie inten­siven Kontakt hatte, und man kann dann genau nach einem festgelegten Ablaufplan die notwendigen Schritte bis zur Isolierung der betroffenen Personen setzen. Warum ist auch das wichtig? – Um wiederum eine Ausbreitung des Virus einzudämmen und


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gleichzeitig für die betroffenen Personen Sicherheit herzustellen, dass sie eben nicht betroffen sind, im besten Fall, dass sie gesund sind, damit auch da Sicherheit gegeben ist.

Die Veränderung in Norditalien, die stärkere Ausbreitung der Krankheit dort, hat ja auch in Italien selbst zu massiven Maßnahmen geführt. Ich bin in enger Abstimmung mit der italienischen Innenministerin, der Einsatzstab ist in enger Abstimmung mit den italienischen Sicherheitsbehörden.

Was ist unser Ziel? – Der Gesundheitsminister hat es ausgeführt: Unser Ziel ist, das Netz engmaschig zu machen, um Sicherheit für die Republik, für die Menschen hier gewährleisten zu können. Was heißt das? – Dass wir auch in der Lage sind, grenz­überschreitende Warnungen sofort umzusetzen. Wo ist das gelungen? – Sie wissen, es gab für einen Zug von Italien Richtung Deutschland Hinweise, dass sich möglicher­weise mit dem Coronavirus infizierte Personen in dem Zug befinden. Es konnte rasch abgeklärt werden, dass das nicht so war. Die Personen wurden getestet und es wurde Gott sei Dank ein negatives Ergebnis festgestellt. Auch da wurden aber Isolierungs­maßnahmen gesetzt, indem der Zug angehalten wurde und die Personen nicht aus­steigen durften, bis klar war, dass keine Infektion vorliegt. Dann konnten die Passa­giere ihre Reise wieder sicher fortsetzen.

Bei all diesen Maßnahmen steht immer die Frage im Raum: Ist es angemessen und gerechtfertigt? – Ja, das ist eine Frage, der sich die Gesundheitsbehörden, die Sicher­heitsbehörden immer stellen müssen, weil es immer auch um einen Eingriff in Grund- und Freiheitsrechte geht. Gleichzeitig – bei Abwägen dieser Fragen und unter Wah­rung der Sorgsamkeit – ist es notwendig, so wie der Gesundheitsminister gesagt hat, dass man dann auch Maßnahmen setzt, um herauszufinden: Gibt es eine Infektion – ja oder nein? Wie schnell kann ich das Umfeld abklären? – Das ist alles erfolgt.

In allen Fällen, auch bei im Nachhinein erfolgten Evaluierungen, sind die betroffenen Personen – sei es im Zug, sei es im Hotel, und seien es jetzt selbst die, die aus Si­cherheitsgründen in Isolierung sind, solange die Inkubationszeit noch nicht abgeschlos­sen ist, um definitiv festzustellen, dass keine Infektion vorliegt – vollkommen kooperativ gewesen, haben die Maßnahmen der Polizei, der Ärztinnen und Ärzte vor Ort best­möglich unterstützt.

Was unser aller gemeinsames Ziel ist, wissen auch diejenigen, die davon betroffen sind: Es gilt, rasch abzuklären, ob es eine Infektion gibt; wenn ja, kann rasch medizi­nisch geholfen werden, und wenn nein, gibt es auch für die Personen, die von Seu­chenisolierungsmaßnahmen betroffen sind, dann die Gewissheit, dass sie sicher nach Hause zurückkehren können.

Das Innenministerium ist für die zivile Sicherheit in der Republik verantwortlich. Wie ar­beiten Gesundheitsministerium und Innenministerium in so einer Situation zusam­men? – Der Einsatzstab im Innenministerium tagt permanent – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, auch jetzt –, mittlerweile mit Expertinnen und Experten des Gesundheitsministeriums, aller anderen betroffenen Ressorts, wie des Verkehrsminis­teriums, sowie des Roten Kreuzes und des österreichischen Samariterbundes, um rasch und eng abgestimmt zu sein, sollte es wieder zu einem Einsatzfall kommen. Wenn das so ist – wie jetzt gerade in Wien –, gibt es eine Liveschaltung mit allen Bun­desländern, in welcher die Einsatzstäbe miteinander kommunizieren, den Fall genau besprechen, um dann in weiterer Folge alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, die eines bewirken sollen: das Virus einzudämmen.

Wir vonseiten des Innenministeriums haben zu diesem Zweck das Gesundheitsminis­terium mit einem zusätzlichen Callcenter unterstützt und können aus dem Einsatzstab heraus mittlerweile über 1 100 Anrufe bewältigen. Das Ziel dabei ist, für alle Maß-


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nahmen, die die Bundesregierung und die Gesundheitsbehörden setzen, Transparenz zu wahren und die besorgten Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Ja, wir haben in Österreich die Situation, dass die Menschen große Sorge haben. Es ist unsere Ver­antwortung als Politik, diese Sorge ernst zu nehmen, die richtigen Antworten darauf zu liefern, aber mit Sicherheit auch die Sorgen nicht unnötig zu verstärken oder gar Panik zu verbreiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

In diesem Zusammenhang ist es mir wichtig, diejenigen, die uns zuhören, darauf hin­zuweisen, dass es zwei Telefonnummern gibt, die infrage kommen, um richtig aufgeho­ben zu sein, wenn man Sorgen hat.

Sind Sie von Symptomen unmittelbar betroffen, dann wählen Sie bitte die Telefon­nummer 1450! Es ist nämlich wichtig, bereits zu Hause abzuklären, ob Sie unmittelbar betroffen sind, und dann, wenn Sie Symptome haben, den Hausarzt oder andere Sa­nitätsdienste anzufordern, die zu Ihnen nach Hause kommen, und eben nicht zu tun, wovor der Gesundheitsminister gewarnt hat: noch zusätzlich aus dem Haus zu gehen und andere zu infizieren. – 1450 ist die Nummer, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn Sie selbst Symptome verspüren.

Wenn Sie sonstige Fragen zum Thema Coronavirus haben, dann wählen Sie bitte die Nummer 0800 555 621! Da bekommen Sie alle Informationen rund um das Thema Coronavirus, die für Sie zu Hause hilfreich sein können. Wie gesagt, allein im Call­center des Einsatzstabes sind auf dieser Nummer bereits über 1 100 Anrufe bewältig­bar.

Wichtig in solch einer herausfordernden Situation ist es auch, dass man rasch Tes­tungen durchführen kann. Es gibt immer wieder Verdachtsfälle, und gleichzeitig ist es sowohl das Bedürfnis der Gesundheitsbehörden, der Sicherheitsbehörden als auch der betroffenen Personen, rasch Gewissheit – gibt es eine Bestätigung: ja oder nein? – zu bekommen. Das heißt: Der Einsatzstab hat alle Bundesländer angewiesen, Verbindung mit den jeweiligen Labors aufzunehmen, sodass ein 24-Stunden-Betrieb gesichert ist, um diese Testungen rasch durchzuführen. Zum Beispiel ist das Labor der Ages in die­sem Fall schon einsatzbereit.

Der Erlass des Gesundheitsministeriums, der den Standard festlegt, wie in solchen Si­tuationen vorzugehen ist – nämlich bundeseinheitlich –, ist in diesen Stunden am Fer­tigwerden und wird den Gesundheitsbehörden demnächst zugehen. Die Polizei hat be­reits vor zwei Wochen in jeder Landespolizeidirektion sogenannte Kompetenzteams zusammengesetzt, die rasch zum Einsatzort kommen können, sollte dort tatsächlich eine Coronainfektion vorliegen.

Was aber auch ganz wichtig ist: Jede Staatsbürgerin, jeder Staatsbürger, jeder, der in Österreich lebt, kann selbst einen Beitrag dazu leisten, das Virus einzudämmen und nicht zu verbreiten. Was kann ich also tun? – Wie der Gesundheitsminister schon vor­geschlagen hat: Ganz wichtig ist es, die Hygienemaßnahmen zu setzen. Das kann je­der von uns, das ist nicht weiter schwierig. Gleichzeitig ist es aber wichtig, eigenver­antwortlich zu handeln. Was meine ich damit? – Wenn Sie selbst an sich feststellen, dass Sie Krankheitssymptome haben, dann rufen Sie bitte den Arzt und fangen Sie nicht an, sich selbstständig wieder quer durch die Gesellschaft zu bewegen, wodurch das Infektionsrisiko erhöht werden würde!

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Der Einsatzstab im Innenminis­terium unter der Führung des Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit General Lang – ein sehr erfahrener Mann im Umgang mit besonderen Herausforderungen –, das Gesundheitsministerium, die Gesundheitsbehörden, die Landeshauptleute, also all jene, die derzeit für die Sicherheit der Bevölkerung Verantwortung tragen, arbeiten eng zusammen. Der heutigen Sitzung hier im Hohen Haus folgt eine Konferenz mit den


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Landeshauptleuten und dem Bundeskanzler, um das weitere Vorgehen eng abge­stimmt durchzuführen.

Mein Ersuchen und mein Appell noch zum Abschluss: Lassen Sie uns diese Heraus­forderung entschlossen und mit aller Klarheit bewältigen, aber verzichten wir auf politi­sches Kleingeld! Schauen wir darauf, dass die Menschen genau das kriegen, was sie von der Politik erwarten: Sicherheit und Klarheit im Umgang mit Herausforderungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

10.55


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich danke für die beiden Berichte.

Wir gehen nun in die Debatte ein. Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Smolle. – Bitte.


10.55.47

Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Covid-19, diese Erkran­kung, dieses Virus ist im Moment tatsächlich eine Herausforderung, die schon viele Länder betrifft, natürlich auch Österreich.

Was man bisher vom medizinischen Standpunkt aus darüber weiß: In gut 80 Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung relativ milde als grippaler Infekt. Das ist eine gute Nachricht. Gleichzeitig bedürfen unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Personen mit einem eingeschränkten Immunsystem ganz besonderer Achtsamkeit, denn da besteht – das ist gut dokumentiert – wirklich die Gefahr schwerer, gegebenen­falls auch lebensbedrohlicher Verläufe. Wir in Österreich können uns wiederum glück­lich schätzen, ein sehr gutes Gesundheitssystem zu haben, das in der Lage ist, auch mit schweren Erkrankungsfällen entsprechend umzugehen.

Die Ansteckungsmöglichkeit ist natürlich das, was man jetzt politisch besonders im Fokus hat. Dabei geht es um die Tröpfcheninfektion, damit meint man: Ansteckung im direkten Kontakt. Man sagt, innerhalb eines Abstandes von 1 bis 2 Metern zwischen Infizierten und Nichtinfizierten ist diese Gefahr gegeben. Das Virus hat aber auch die Eigenschaft, auf Oberflächen – zumindest eine Zeit lang – zu persistieren, sodass auch ein indirekter Übertragungsweg möglich ist. Zusammengenommen bedeutet das natür­lich, dass entsprechende Maßnahmen gesetzt werden müssen. Und diese Maßnah­men – das kann man wirklich ohne Einschränkung sagen – sind in Österreich gesetzt worden.

Das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement ist unmittelbar hochgefah­ren worden, der schon genannte Einsatzstab sowie die Fachgruppe Gesundheit im Ka­tastrophenschutzmanagement wurden eingesetzt, also ist insbesondere die Abstim­mung der verschiedenen Entscheidungsebenen in Österreich sehr gut auf den Weg gebracht worden. Es ist auch ganz wesentlich, dass die Informationsschiene entspre­chend bespielt wird. Es gibt von offizieller Seite zahlreiche Websites sowie die Aktion, die Botschaften und Informationen über die APA, über den ORF und über andere Me­dien zu verbreiten. Dann wurde natürlich auch die 1450er-Nummer hochgefahren und eine eigene Hotline zum Thema Coronavirus eingerichtet.

Was kann man selbst zur Eindämmung beitragen? – Es ist schon die ganz banale Weisheit des Händewaschens angesprochen worden – das ist wirklich das Um und Auf dahin gehend, was jeder von uns machen kann.

Bitte setzen Sie kein falsches Vertrauen in Masken! – Diese haben, wenn überhaupt, eine höchst untergeordnete Bedeutung. Wenn man eventuell betroffen ist, ist es ganz wichtig, nicht sofort in die nächste Menschenansammlung, in eine Arztordination zu


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rennen, sondern 1450 anzurufen und zu veranlassen, dass die Gesundheitsdienstleis­ter zu einem kommen.

Eine ganz wesentliche Maßnahme sind natürlich die Quarantäneeinrichtungen, einer­seits die Heimquarantäne für einzelne Personen, andererseits das, was in vielen Bun­desländern schon sehr gut vorbereitet ist: spezialisierte Krankenhäuser. In der Stei­ermark ist sogar ein stillgelegtes Krankenhaus bereit, wieder hochgefahren zu werden, sodass man darauf eingestellt ist, betroffene Personen entsprechend versorgen zu können, sollten mehr Fälle auf uns zukommen.

Die nächsten zwei bis drei Wochen – das ist auch schon angesprochen worden – werden darüber entscheiden, ob es gelingt, die Ausbreitung tatsächlich zu stoppen, oder ob wir uns darauf werden konzentrieren müssen, die Ausbreitung möglichst einzu­dämmen und zu verlangsamen. Das erste Szenario ist wünschenswert, aber auch be­treffend das zweite ist zu sagen: Im zweiten Szenario sind alle Bemühungen absolut sinnvoll, denn je weniger es sich ausbreitet, desto weniger schwere Fälle werden wir haben und desto besser wird unser hochgerüstetes Gesundheitssystem eine optimale Betreuung für diese Patientinnen und Patienten bieten können. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)

Ich möchte zum Schluss noch einen Appell anbringen – das gilt jetzt für Corona, ist aber eigentlich immer der Fall –: Wenn Behörden irgendwo präventiv tätig werden und sich nachher herausstellt, dass Gott sei Dank Entwarnung gegeben werden kann, dann heißt es sofort: Die Maßnahme war übertrieben!, und: Ist das überhaupt notwendig ge­wesen? – Wenn aber einmal etwas eintritt, dann heißt es sofort: Warum haben die Be­hörden nicht reagiert? – Deshalb halte ich es für richtig und gut, dass entsprechend re­agiert wird und dass wir da wirklich gemeinsam an einem Strang ziehen.

Ich möchte abschließend der Bundesregierung für dieses konsequente Vorgehen dan­ken und wünsche den beteiligten Ministerinnen und Ministern eine so wie bisher ruhige und sichere Hand. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

11.01


Präsidentin Doris Bures: Als Nächste ist nun Frau Klubvorsitzende Dr.in Pamela Ren­di-Wagner zu Wort gemeldet. – Bitte.


11.01.45

Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vize­kanzler! Sehr geehrte Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Her­ren! Herr Minister Nehammer, ich habe Ihnen gut zugehört. Ich stimme Ihnen voll zu (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), Ihrer Feststellung (Zwischenruf bei der ÖVP), dass wir dieser ernsten Situation und Thematik nicht mit Polemik begegnen sollen; aber im Sinne eines konstruktiven Umgangs mit dieser ernsten Situation muss schon eines klar sein: Dieser Appell gilt für uns alle, insbesondere auch für Sie, Herr Bundes­minister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kickl: Bravo! Bravo!)

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber in den letzten Tagen wurde ich sehr oft kontak­tiert, via Twitter, Facebook, SMS, Whatsapp (Abg. Michael Hammer: Und von Partei­mitgliedern! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wurde auf der Straße angespro­chen – spätestens seit dem Wochenende, seit dem starken Ansteigen der italienischen Fallzahlen, und seit gestern natürlich, seit den ersten österreichischen Fällen. Seit we­nigen Minuten wissen wir, dass ein dritter Fall in Wien aufgetreten ist.

Diese Gespräche und diese Nachrichten haben vor allem einen zentralen Inhalt: Die Menschen haben ein Bedürfnis, eine Antwort zu bekommen; das große Thema ist Co­rona. Die Menschen stellen Fragen, egal wo, auf der Straße oder wo auch immer man ihnen begegnet; diese Fragen sind einfach und sie sind naheliegend. Die Frage, die


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immer gestellt wird, lautet: Wie kann ich mich schützen? Wie kann ich meine Kinder schützen? Wie gefährlich ist das Virus und was kommt noch auf uns zu? – Diese Fragen werden oft gestellt, und man könnte sich jetzt fragen: Sind sie übertrieben? – Nein, diese Fragen sind nicht übertrieben. Ist es überraschend, dass sie jetzt in dieser hohen Zahl gestellt werden? – Nein, das ist nicht überraschend.

Haben wir es mit einer Krise zu tun, sehr geehrte Damen und Herren? – Ich persönlich gehe mit dem Wort Krise sehr vorsichtig und sorgfältig um und bin auch der Meinung, dass das Wort Krise im politischen Diskurs viel zu oft verwendet wird. Hier und heute aber, im Hinblick darauf, was wir in den letzten Wochen gesehen haben, müssen wir schon sagen: Das ist eine Epidemie – vor dem Hintergrund des Ansteigens der Zahlen auf mehr als 80 000 Fälle weltweit innerhalb weniger Wochen, auf mehr als 300 Fälle innerhalb weniger Tage in Italien und auf drei Fälle innerhalb weniger Stunden in Ös­terreich, mit einer nicht zu unterschätzenden Zahl an Todesfällen.

Diese Entwicklung macht Sorge, verunsichert und bringt die Menschen dazu, viele Fra­gen zu stellen. Es ist gerechtfertigt, jetzt und heute von einer Krise zu sprechen, von einer Krise in Österreich, in Europa, weltweit, von einer Gesundheitskrise, die grenz­überschreitend ist. Ja, unser gemeinsames Ziel kann nur sein und muss sein, diese Krise – Sie haben es gesagt, Herr Bundesminister Anschober – gemeinsam zu lösen, gemeinsam zu meistern.

Wir meistern Krisen dann besonders gut und effizient, wenn wir zusammenarbeiten, wenn wir zusammenstehen, Schulter an Schulter, die Behörden mit der Regierung, mit dem Parlament, mit der Bevölkerung, mit den Ärzten, der Pflege, der Wissenschaft und natürlich auch mit den internationalen Organisationen, die es weltweit gibt. Es geht in der Bewältigung und beim Management dieser Krise nur um eines: Es geht um die Ge­sundheit der Österreicherinnen und Österreicher, und es gibt im Leben der Menschen nichts Bedeutenderes als die Gesundheit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)

Ich gebe Ihnen auch recht, wenn Sie beide sagen, parteipolitisches Hickhack hat da nichts verloren, Ängste schüren hat da nichts verloren, Panikmache hat da absolut nichts verloren und ist fehl am Platz – ist eigentlich immer fehl am Platz, nennen wir es beim Namen! Es gilt, Verantwortung zu übernehmen, wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Verantwortung zu übernehmen heißt, Probleme zu lösen. Verantwortung zu übernehmen heißt, ehrliche, transparente Antworten auf Fragen, die gestellt wer­den, zu geben.

Die Österreicherinnen und Österreicher wollen informiert werden, und ich gehe weiter: Sie müssen informiert werden. Ich habe deshalb vor wenigen Tagen vorgeschlagen, eine Informationsoffensive zu Corona zu starten, weil Krisenkommunikation das Um und Auf des Krisenmanagements und auch des damit hoffentlich verbundenen Erfolgs ist. Ich bin froh, dass Sie vonseiten der Bundesregierung diese Anregung und Forde­rung sehr rasch aufgenommen haben, und ich hoffe, dass sie auch bald zur Gänze umgesetzt wird, weil Unsicherheit, Ängste und Sorgen nicht das sind, was man in die­ser Situation braucht. Den Ängsten kann man eben nur mit Information, Aufklärung und Transparenz begegnen, und diese müssen wir geben.

Es ist Information, die jetzt am meisten zählt, die am wichtigsten ist, und sie muss ver­ständlich sein, in einer Sprache, die verständlich ist, die leicht zugänglich ist, eine In­formation, die transparent und ehrlich ist und die auch sagt, was wir zum jetzigen Zeit­punkt nicht wissen. Das ist ein neues Virus, und – ich gebe meinem Vorredner recht – wir wissen auch noch nicht, wie sich die nächsten Wochen entwickeln, ob wir wirklich vor einer Pandemie stehen und in wenigen Wochen seitens der WHO der Pandemie­zustand ausgerufen wird.


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Sehr geehrte Damen und Herren! Um in dieser Krise bestmöglich zusammenzuar­beiten, braucht es einen guten, einen ehrlichen Austausch zwischen der Regierung, dem Parlament und uns Parteien. Deswegen ist es gut, dass Sie hier heute Ihre Er­klärung abgeben, und es ist sehr gut, dass wir morgen dieses wichtige Thema auch im Nationalen Sicherheitsrat gemeinsam diskutieren und beraten. Da wird es mir um Fragen gehen wie: Auf welche Szenarien ist die Regierung in welcher Form und wie vorbereitet? Das durchzuspielen ist ganz wichtig. Wie sind Ihre Pläne, Ihre Stufen- und Einsatzpläne? Wie schaut die medizinische Versorgungskapazität aus, was Isolierein­heiten betrifft, was Beatmungsgeräte betrifft, was Medikamente, die man in diesen Si­tuationen braucht, betrifft? Auch: Gibt es Expertinnen und Experten, die Ihnen in Form von Beiräten, zum Beispiel im medizinischen Bereich, zur Verfügung stehen, und wenn ja, welche? Wie schauen Sicherheitsvorkehrungen für möglicherweise exponiertes Per­sonal aus – Personal im Bereich der Sicherheit an Flughäfen, Personal, das im Rei­nigungsdienst in den verschiedensten exponierten Bereichen bis hin zur Bahn und an­deren Verkehrsmitteln arbeitet, Lkw-Fahrer, die möglicherweise in diese Regionen fah­ren?

All das sind Fragen, die wir auch beantwortet haben wollen. Wer leitet zentral das Kri­senmanagement in Österreich? Wer trifft die Letztentscheidung und wer hat die Ver­antwortung dafür? Es gibt drei Ministerien, die involviert sind, manchmal auch das Au­ßenministerium, dann sind es vier. Es gibt neun Bundesländer, die involviert sind. Ja, und es gibt auch eine Krankenversicherung, eine Sozialversicherung, die involviert und ein wichtiger Partner sein muss. Wer ist der zentrale Krisenkoordinator? Wer koor­diniert die Bundesländer in engmaschigen Sitzungen und Strukturen? – Das sind Fra­gen, die wir Ihnen morgen stellen werden (Abg. Kickl: Da hätten wir heute gern schon Antworten gehabt!) und die hoffentlich auch beantwortet werden.

Diese Fragen gilt es, zu stellen, und ich bin auch sehr froh, dass Sie, Herr Minister An­schober, erst gestern gesagt haben, dass Sie der Forderung nach einem zentralen Ge­sundheitskrisenmanagement insofern nachkommen wollen, als Sie eine Struktur im Gesundheitsministerium, nämlich eine Krisenmanagementstruktur, die jahrzehntelang gut funktioniert hat, die unter Schwarz-Blau, unter Ministerin Hartinger-Klein, vor zwei Jahren zerschlagen wurde, wieder aufbauen wollen. Es fehlt der zentrale Gesundheits­krisenmanager. Ich bin sehr froh, dass Sie angekündigt haben, sich zu bemühen, diese Ministerienstruktur wieder aufzubauen und wieder zu errichten. (Beifall bei der SPÖ.)

Nur bin ich davon überzeugt: Es muss rasch gehen. Wir brauchen diese funktionie­rende Struktur nicht erst in ein paar Monaten, wir brauchen sie rasch. Wir müssen rascher werden, wir müssen effizienter werden, denn ein Ziel muss erreichbar sein: Wir dürfen dem Virus nicht hinterherhinken, wir müssen dem Virus einen Schritt voraus sein.

In diesem Sinne wünsche ich mir Transparenz und Information. Das schafft Vertrauen, und Vertrauen ist die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung der Gesundheitskrise Corona. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

11.11


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster ist Herr Klubobmann Herbert Kickl zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Klubobmann.


11.11.22

Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte mich zu Beginn gleich mit Herrn Minister Nehammer befassen. Wissen Sie, Herr Minister, auch wenn Sie noch so unqualifizierte Angriffe gegen die Freiheitliche Partei starten, können diese nicht von den Defiziten Ihres Umgangs mit dem Coronavirus ablenken. Sie können sich noch so bemühen, aber diese Defizite werden von Tag zu Tag sichtbarer. (Beifall bei der FPÖ.)


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Niemand von uns hat irgendeine Polizistin oder irgendeinen Polizisten in dieser Re­publik verhöhnt oder verächtlich gemacht, wie Sie es behauptet haben – das Gegenteil ist der Fall! Man muss die Polizisten und Polizistinnen in dieser Situation vor Ihnen schützen, denn eine Verhöhnung, Herr Bundesminister, ist etwas ganz anderes: Das ist das, was Sie machen, wenn Sie den eigenen Polizisten im Burgenland zum Schutz vor dem Coronavirus Grippeschutzmasken austeilen – Produktion: Jahr 2005, Ablauf­datum: Jahr 2010. Selbst wenn ich die Toleranzgrenze noch dazurechne – das ist das alte Glumpert, das aus den Zeiten des Vogelgrippevirus noch irgendwo herumgelegen ist –, ist das keine effektive Schutzmaßnahme für unsere Polizistinnen und Polizisten, und gleichzeitig schicken Sie hunderttausend Masken nach China! (Beifall bei der FPÖ.)

So etwas zu machen, das ist eine Verhöhnung unserer Polizistinnen und Polizisten, und nicht, Kritik an Ihren Maßnahmen zu üben. Das schreibe ich Ihnen ins Stamm­buch. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)

Ich glaube, es ist kein falscher Befund, wenn man in Österreich davon spricht, dass das Land zumindest seit einigen Tagen in einer Art Coronafieber liegt. Nicht, dass die Ersten gleich wieder zu jammern beginnen – das hat überhaupt nichts mit Panikmache zu tun. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Hören Sie zu, wie ich das meine! Wenn ich von einem Coronafieber spreche, dann meine ich damit nicht, dass die Zahl der Neuerkrankungen irgendwelche Dimensionen annehmen würde, bei denen man sich berechtigterweise größere Sorgen machen müsste. Das ist Gott sei Dank nicht der Fall, und ich glaube, wir sind auch in der guten Situation, dass wir keine Szenarien vor uns haben, dass uns keine Entwicklungen bevorstehen, an die man nur mit Schrecken denken kann – wenn man etwa auf den Bildern aus China sieht, welche Maßnahmen dort notwendig sind, um dieses Virus einzudämmen.

Nein, Gott sei Dank, so ist es in Österreich nicht. Seien wir alle froh und hoffen wir, dass dieser Zustand möglichst lange anhält. Am besten wäre es, wenn es ein dauer­hafter Zustand wäre, denn wenn ich in eine Situation käme, in der ich darauf ange­wiesen wäre, von dieser Regierung entsprechend koordiniert und informiert zu werden, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann würde es nämlich traurig ausschauen, und ich werde Ihnen auch sagen, warum das so ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.)

Ich habe mit dem Coronafieber, in dem dieses Land liegt, etwas anderes gemeint. Ich habe damit gemeint, dass weite Teile der Bevölkerung in einem Zustand der Verunsi­cherung sind, in einem Zustand der Unklarheit, was Information und Organisation be­trifft (Abg. Steinacker: Deswegen gibt es jetzt die Erklärung der Bundesregierung!), und die Regierung leistet durch ihr Tun und Unterlassen unheilvolle Beiträge zu diesem Zustand, anstatt für Aufklärung zu sorgen.

Ich meine aber mit Fieber auch eine Art Reizüberflutung – ich möchte schon fast sa­gen: ein Hyperventilieren – seitens der Medien in diesem Zusammenhang. (Abg. Ot­tenschläger: Und das werfen Sie jetzt der Regierung auch noch vor?) Da gibt es ja ein regelrechtes Berichtsstakkato, der Medienkonsument wird in gewisser Weise fast er­schlagen: eine Sondersendung nach der anderen, Breaking News am laufenden Band, Liveticker von irgendwelchen Verdachtsfällen (Abg. Ottenschläger: Was kann da jetzt die Regierung dafür?), die man dann aufplustert, als ob es tatsächliche Infektionsfälle wären, und so weiter und so weiter. Ich denke, dass es notwendig ist, die Damen und Herren auch einmal an ihre Verantwortung im großen Gesamten zu erinnern, ohne dass das vonseiten der Medien gleich als Majestätsbeleidigung aufgefasst wird. (Beifall bei der FPÖ.)

Ich habe Verständnis dafür, dass es einen Kampf um Marktanteile gibt, und ich verste­he auch, dass es eine gewisse Gier nach Klicks gibt, weil damit Werbeeinschaltungen verbunden sind, aber ich glaube, es gibt in einer solchen Situation auch einen notwen-


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digen Beitrag zur Gesamtverantwortung, und dem können sich auch die Medien nicht entziehen.

Jetzt bin ich wieder bei Ihnen (in Richtung Regierungsbank): Ich mache hier Ihre Ar­beit. Warum erledigen Sie das mit den Medien nicht? Warum höre ich das, was ich jetzt gesagt habe, nicht von Ihnen, vonseiten der Regierung (Abg. Loacker: Es gibt so schöne Krisenstabsfotos! So schöne!), indem Sie die Verantwortlichen auch einmal in die Pflicht nehmen? Ich erledige gerne Ihre Arbeit, wenn Sie dazu nicht in der Lage sind! (Beifall bei der FPÖ.)

Das eigentlich Schlimme an der ganzen Situation ist aber, dass es der gesamten Re­gierung – und jetzt bin ich wieder (in Richtung Regierungsbank weisend) bei Ihnen – trotz einer Vielzahl von Auftritten – von Inszenierungen darf man ja nicht mehr spre­chen, das ist ja jetzt ein verpöntes Vokabel – nicht gelingt, dieses Durcheinander zu entwirren und kommunikativ und organisatorisch endlich einmal Klarheit im Kampf ge­gen das Coronavirus zu schaffen. Dabei kommen Sie sehr, sehr rasch an ein Ende. Die schwarzen Sprechroboter geraten dabei mit ihrem Bausatz: Deutsch in 300 Wor­ten – das ist ja das Rhetorikprogramm, durch das alle durchmarschieren müssen – an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Es reicht nicht aus, um dieser Krise entsprechend entgegenzutreten, und das ist das eigentliche Problem.

Ich denke an Ihr Fünfpunkteprogramm, das Sie präsentiert haben – zu Beginn dieser Woche wurde es der Öffentlichkeit präsentiert –, und ich nehme nur Punkt eins heraus. Der erste Punkt ist ja immer der wichtigste, und der erste Satz ist der wichtigste im ersten Punkt. Dieser erste Satz Ihres Projekts, Ihres Krisenbekämpfungsplans besagt, dass der Gesundheitsminister und der Innenminister den Bundeskanzler jeden Tag informieren. Das ist Punkt eins des Krisenbekämpfungsplans der österreichischen Bun­desregierung gegen das Coronavirus.

Jetzt sage ich Ihnen etwas: Von Ihren innerkoalitionären Huldigungsritualen wird die österreichische Bevölkerung nichts haben, wenn es darum geht, den Kampf gegen dieses Virus mit aller Entschlossenheit zu führen. Das können Sie sich untereinander ausmachen, aber die Wirkung dieser Maßnahme auf Corona ist gleich null – die ande­ren vier Punkte sind aber auch nicht viel aussagekräftiger. (Beifall bei der FPÖ.)

Genau darin liegt das Problem: keine klare Struktur und Koordination, was das Organi­satorische betrifft, keine klare Koordination und keine klare Information. (Abg. Stein­acker: Er will’s nicht verstehen!) Informationspolitik ist etwas anderes, als einen Fle­ckerlteppich zu präsentieren. Informationspolitik heißt nicht, dass möglichst viele unter­schiedliche Personen zu möglichst vielen Zeiten in möglichst viele Mikrofone hinein­sprechen sollen. Das ist, glaube ich, Ihre Interpretation von Informationspolitik, aber so wird das nichts.

Sie haben darüber hinaus auch auf Regierungsebene ein heilloses Durcheinander, was die Kompetenzbereiche betrifft; permanent pfuscht einer dem anderen in Berei­chen, die ihn eigentlich gar nichts angehen, ins Handwerk. Ich habe ja schon Angst, Herr Gesundheitsminister, dass Sie ein Opfer des ÖVP-Projekts, das sich betreutes Regieren nennt, geworden sind. Bei Frau Zadić haben wir ja schon gesehen, wie weit das führt, wenn jeder seinen eigenen Sachwalter gestellt bekommt. Da muss man ein bisschen aufpassen. Es geht aber darum, die Kompetenzen klipp und klar auseinan­derzuhalten.

Jetzt frage ich Sie, meine zuständigen Herren Minister: Seit wann wissen Sie eigent­lich, dass das Coronavirus auf dem Vormarsch nach Europa und damit wohl auch nach Österreich ist? Ich denke, Sie werden es nicht kürzer wissen als wir alle. Wir wissen es seit etwa Mitte Jänner. Jetzt frage ich Sie: Warum, verdammt noch einmal (Ruf bei der ÖVP: Hallo!), ist es bis zum heutigen Tag nicht gelungen, eine – und ich betone: eine – zuständige zentrale Stelle für die Koordination der Information der Bevölkerung zu


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etablieren? Es geht um eine, nicht viele (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn nur mit einer solchen Stelle können Sie diesen Fleckerlteppich ausschalten. (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS).

Ich frage die beiden Minister, wer eigentlich dafür verantwortlich ist, dass man es ver­absäumt hat, einen ganz naheliegenden Schritt zu setzen und zum Beispiel eine Do­main wie www.coronavirus.at für sich zu reservieren. Das wäre ja in meinen Augen eine Kommunikationsplattform der österreichischen Bundesregierung. Wer ist dafür verantwortlich, dass man so etwas verschlafen hat? Das ist ja der Begriff, der überall gegoogelt wird, und das wäre die Seite, auf der jeder landen würde, der jetzt mühsam in einer Art Schnitzeljagd versucht, sich Informationen aus dem Netz zusammenzu­holen, von denen man gar nicht weiß, von welcher Qualität und wie aktuell sie sind. (Abg. Steinacker: Es gibt ja die Hotline! ... Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischen­rufe bei ÖVP und Grünen.) Wer hat das verabsäumt?

Ich frage Sie, meine Herren aufseiten der Bundesregierung: Wo ist die Coronavirus­app? Wir leben im Jahr 2020, für alles gibt es eine App – das ist eine programmier­technische Kleinigkeit, so etwas herzustellen. Sie aber haben das alles verschlafen, obwohl man damit einen unmittelbaren Zugang zum Smartphone eines jeden, das er täglich privat und natürlich auch bei der Arbeit braucht, hätte.

Ich frage Sie, weil Kommunikation ja nicht nur eine Holschuld der Bevölkerung, son­dern auch eine Bringschuld der Regierung ist: Wo, bitte, ist die aktive Kommunika­tionskampagne der Bundesregierung? Wo sind die durchgeschalteten Spots im TV, in den sozialen Medien, auf verschiedenen Websites, im Radio? Wo ist das alles und warum gibt es das nicht in dieser Form, sodass derjenige, der das sieht, weiß: Das ist eine Information, die das Gütesiegel der österreichischen Bundesregierung trägt, da­rauf kann ich mich verlassen!? – Das alles werden die Leute verzweifelt suchen, doch so etwas gibt es schlicht und ergreifend nicht.

Wo sind die Informationsfolder? Wo sind die Flugblätter und die Inserate, die zu einer solchen Kampagne dazugehören? (Abg. Loacker: Inserate?) Wo ist das alles? (Abg. Loacker: Inserate?!) – Ja, da hätten Regierungsinserate einmal Sinn, Abgeordneter Loacker! Da hätten sie einmal Sinn – aber all das gibt es nicht, und das ist ein Vorwurf, den man Ihnen machen muss. (Beifall bei der FPÖ.)

Weil Sie so viel davon reden, dass Sie auf den Fall der Fälle perfekt vorbereitet sind: Das haben wir gesehen, als die einzige Hotline – für die Sie heute schon wieder mehrere Nummern in der Weltgeschichte herumgeschmissen haben, die sich ohnehin keiner merkt –, also eine dieser Hotlines beim geringsten Andrang sofort in die Knie gegangen ist, weil der Ansturm auf diese Hotline zu groß gewesen ist. Nennen Sie das eine gute Vorbereitung auf das, was eigentlich zu erwarten gewesen ist? – Bei mir schaut das anders aus.

Nennen Sie das eine gute Vorbereitung, wenn Sie den sogenannten Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit – der im Übrigen gar kein Generaldirektor für die öffentli­che Sicherheit ist, sondern nur ein Stellvertreter, weil Sie diese Position seit neun Mo­naten nicht besetzen (Zwischenruf bei der ÖVP – Heiterkeit der Bundesministerin Tan­ner); ich sage es Ihnen nur dazu: der macht das, eine Schlüsselfunktion im österreichi­schen Sicherheitsgetriebe, als Nebenjob – ins Fernsehstudio, in eine der wichtigsten Nachrichtensendungen dieses Landes schicken und er dort dahindilettierend die ganze Situation noch verschärft, weil er plötzlich davon spricht, dass man Mineralwasser ein­lagern soll, und damit den Eindruck erweckt, als hätte unser Trinkwasser und Leitungs­wasser irgendetwas mit der Übertragung des Coronavirus zu tun? – Das ist ja ein Akt der Verantwortungslosigkeit, was da im Namen des Sicherheitsapparates passiert! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Steinacker.)


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Ich glaube aber, dass es das gewesen ist, was Sie gemeint haben, als Sie gesagt ha­ben, Sie werden jetzt mit aller Härte gegen das Virus vorgehen. Das sind Auftritte wie diese des Herrn Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit, der ein solcher gar nicht ist – denn von Grenzkontrollen oder von einer Quarantäne etwa von Illegalen sind Sie Lichtjahre entfernt! Ich bin schon bei Ihnen, Herr Gesundheitsminister, wenn Sie sagen, dass es schwierig ist, eine entsprechende Kontrolle durchzuführen, aber Sie tun ja gerade so, als ob dieses Virus nicht auch in Form von Menschengestalt – logi­scherweise – den Weg über unsere Grenzen finden würde. Wenn es unsere Zielrich­tung und unsere gemeinsame Stoßrichtung ist, eine Ausbreitung zu verhindern, dann liegt es doch wohl bitte auf der Hand, dass alles unternommen werden muss, um ein weiteres Hereinschleppen dieses Virus hintanzuhalten. Dazu höre ich aber nichts! (Bei­fall bei der FPÖ.)

Wahrscheinlich ist es so, dass Sie sich nicht zu dieser Maßnahme durchringen können, weil als Sicherheitsausrüstung nur die abgelaufenen Vogelschutzmasken (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch) aus dem Jahr 2005 zur Verfügung stehen und Sie mit diesen natürlich die Polizisten nicht guten Gewissens an die Grenze stellen können. Das ist die Wahrheit hinter Ihrer Passivität in dieser Angelegenheit.

Ich kann Ihnen nur sagen, meine Herren Bundesminister: Machen Sie endlich Ihre Ar­beit! Frei nach Sebastian Kurz: Leisten Sie einmal in dieser so wichtigen Frage einen substanziellen Beitrag, der dieses Land vorwärtsbringt und der Bevölkerung die Un­sicherheit nimmt, die jetzt in weiten Teilen Ihrer verfehlten Kommunikationspolitik ge­schuldet ist! Die Leute können es sich eh irgendwie richten, aber das geht in der jetzigen Situation; ich möchte mich nicht darauf verlassen, dass das alles funktioniert, wenn die Entwicklung tatsächlich eine negative Dynamik aufnimmt. Ich habe in den vergangenen Wochen kennengelernt, dass Sie in dieser Situation heillos überfordert sind. (Beifall bei der FPÖ.)

11.24


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Ralph Schallmeiner. – Bitte.


11.25.09

Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Ministe­rinnen und Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte ZuseherIn­nen zu Hause vor den Bildschirmen und hier im Haus auf der Galerie! Eigentlich habe ich mir gedacht, wir diskutieren jetzt halbwegs sachlich miteinander die Erklärungen der beiden Minister. Das hat auch ganz gut funktioniert, bis eben dann wieder das Sprichwort Gültigkeit bekommen hat: Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Kickl her!, denn etwas anderes als Panikmache war das jetzt nicht, Herr Klubobmann. (Abg. Hauser: Fakten sind immer „Panikmache“! Mein Gott!)

Ich weiß schon, Sie würden sich das alles ein bisschen anders vorstellen, Sie haben es sich auch damals anders vorgestellt. Wahrscheinlich würden Sie heute, wären Sie noch Bundesminister für Inneres, mit der selbst geschneiderten Coronavirusuniform hier auftreten und eben eine andere Rede halten. Das soll Ihnen erlaubt sein und ist auch in Ordnung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Entscheidend ist aber, dass es in diesem Land einen anderen Umgang mit dieser He­rausforderung gibt, nämlich einen ruhigen, einen sachlichen, einen faktenbasierten Umgang. Das ist gut so, denn wir wissen auch ganz genau, dass uns diese ruhige, sachliche, transparente Art einen adäquaten Umgang mit dieser ganzen Geschichte er­möglicht.

Corona zeigt uns zum einen, wie wichtig international gedachte Arbeit im Krisenfall ist. Es ist gut, dass wir in Europa ein gemeinsames Vorgehen gewählt haben. Damit ist


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nicht nur sichergestellt, dass wir immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge sind, damit ist auch sichergestellt, dass wir wissen, was in unseren Nachbarländern abgeht. So können wir gemeinsam mit unseren Nachbarländern auch entsprechend darauf re­agieren, und das ist gut so.

Zum anderen: Dieses internationale Miteinander zeigt uns auch, dass Kooperation zwischen den Ländern auch große Hoffnungen weckt, denn je schneller, je mehr und je enger wir zusammenarbeiten, desto eher können wir eine Lösung für diese Heraus­forderung, die das Coronavirus bringt, finden, desto eher wird es wohl auch einen Impfstoff geben.

Es hat keinen Sinn, die Grenzen hochzufahren; das sagen uns alle Expertinnen und Experten tagtäglich, das wird uns immer und immer wieder auch ganz genau erklärt. (Abg. Deimek: Warum fliegen ... dann nicht nach China?) Es hat auch keinen Sinn, ir­gendwelche Grenzkontrollen durchzuführen, denn Sie wissen vielleicht, dass ein Virus das Prinzip einer Grenze nicht kennt. (Abg. Kickl: Aber die Person, die es in sich trägt, schon, oder? Warum stecken sie dann die Leute in Quarantäne? Erklären Sie mir das!) – Aber Sie wissen schon, dass wir eine 14-tägige Übertragungsfrist haben? – Geh’n S’, hör’n S’ doch auf! (Abg. Kickl: Jetzt stehen Sie auf der Leitung!) – Nein, ich stehe nicht auf der Leitung, aber Sie offensichtlich, denn Sie akzeptieren nicht, was uns unsere Expertinnen und Experten, unsere WissenschafterInnen evidenzbasiert sa­gen. (Abg. Kickl: Na dann brauchen sie aber auch niemanden in Quarantäne zu ste­cken!) – Passt schon, ist okay, ist in Ordnung. (Beifall bei den Grünen.)

Es ist übrigens auch bezeichnend, dass von Ihrer Seite die Forderung kommt, geflüch­tete Menschen per se sozusagen unter Generalverdacht zu stellen und sie gleich in Quarantäne zu stecken. Auch das zeigt ja, in welcher Dimension und in welcher Art und Weise Sie da offensichtlich immer noch denken.

Mit solchen diskriminierenden Auswüchsen wird aber auch etwas anderes zum Thema, denn genau mit so einer Politik kommt es nämlich dazu, dass Asiatinnen und Asiaten in der Zwischenzeit in aller Öffentlichkeit aufgrund ihrer Herkunft angepöbelt werden. Das passiert! Wir haben erst vor Kurzem gesehen, dass eine junge Chinesin selbst mit einem Schild durch Wien gelaufen ist, auf dem gestanden ist: Ich bin kein Virus! – Ich meine, das ist schon beschämend, und da sind genau Sie diejenigen, die eben - - (Abg. Kickl: Sagen Sie einmal: Geht es Ihnen noch ganz gut?) – Mir geht es schon noch sehr gut, aber Ihnen geht es offensichtlich nicht gut. (Abg. Kickl: Ich glaub, bei Ihnen hapert’s ein bissl!)


Präsidentin Doris Bures: Ich würde um Folgendes ersuchen: Zwischenrufe sind ein Instrument der Debatte – Sie alle wissen es –, aber ich würde meinen, bei Zwischenru­fen gilt es auch, die Würde des Hauses nicht zu verletzen.

Herr Abgeordneter, bitte fahren Sie mit Ihren Ausführungen fort! (Abg. Wurm: Na ja, hapern war eh treffend!)


Abgeordneter Ralph Schallmeiner (fortsetzend): Wir können schon noch einmal fest­halten: Bisher wurde bei jedem in Österreich gemeldeten Verdachtsfall rasch und pro­fessionell von den Behörden reagiert. – Darauf können wir uns, glaube ich, einigen.

Es wurde auch evaluiert, wie reagiert wurde, um daraus auch zu lernen. In einem Land, in dem Strukturen gerade im Gesundheitswesen derartig kleinteilig sind, ist es ehrlicherweise auch nicht selbstverständlich, dass alles so gut funktioniert. Umso bes­ser ist es, dass alle wirklich an einem Strang ziehen. – Das ist so, das ist Fakt.

Wir haben heute von den beiden Ministern auch mitgeteilt bekommen, was die aktuelle Strategie ist. Wir sehen, dass es auch entsprechende Kampagnen gibt, die ab heute auch in der Öffentlichkeit kommuniziert werden. Die Forderungen, die heute hier erho-


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ben wurden, werden also auch erfüllt, daher verstehe ich die beiden Anträge, die ein­gebracht wurden, nicht.

Eine gute Seite hat die ganze Sache aber auch: In der Zwischenzeit diskutieren wir in Österreich auch darüber, wie es mit dem Eigenschutz vor Krankheiten ausschaut. Diese erhöhte Aufmerksamkeit sollten wir, sollte die Politik auch nutzen. Während sich alle in unserem Land den Kopf über Corona zerbrechen, ist nämlich die echte Influenza mit mehreren 100 000 Erkrankten wahrscheinlich durchaus eine größere Herausforde­rung, genauso wie wir in unserem Land seit Jahren eine Rückkehr der Masern erle­ben – beides Krankheiten, gegen die es übrigens einen Impfschutz gibt.

Das heißt, wir sollten diese erhöhte Aufmerksamkeit der Bevölkerung dazu nutzen, die Menschen in unserem Land zu animieren und dazu zu bringen, sich vor genau diesen Krankheiten, für die es eben einen Impfschutz gibt, zu schützen und diesen Impfschutz auch zu nutzen. Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

11.30


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gerald Loacker. – Bitte.


11.30.34

Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglie­der der Bundesregierung! Hohes Haus! Zu Klubobmann Kickl möchte ich gleich an­merken: Wenn er sagt, in diesem Fall hätten Regierungsinserate einmal einen Sinn ge­habt, gesteht er natürlich auch ein, dass seine Regierungsinserate offensichtlich kei­nen Sinn gehabt haben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. Abg. Stögmüller: „Info-direkt“!)

Gut, ein neues Virus, das sich auf der Welt verbreitet, ist natürlich sehr unerfreulich, aber man kann damit auf zweierlei Weise umgehen: Man kann der Bevölkerung erklä­ren, wie die Situation ist, man kann das nüchtern und sachlich mit Information beglei­ten, und man kann erklären, welche Maßnahmen die öffentliche Hand ergreift. Das hat zum Beispiel der Österreichische Rundfunk auf vielen Kanälen sehr nüchtern und sach­lich gemacht; nicht alle Medien haben das so gemacht. Auch der Gesundheitsminister hat diese Variante gewählt: den Ball flach halten, Informationen einholen, Informa­tionen weitergeben, anhand der Fakten arbeiten. Gut: Nachschauen, Anschauen, Weiterschauen, Zuschauen sind natürlich eine Domäne von Rudi Anschober, aber in diesem Fall ist die Vorgangsweise gerechtfertigt.

Für die Hysterievariante haben sich SPÖ, FPÖ und ÖVP entschieden. Besonders pein­lich ist dabei, wenn die Immunologin Rendi-Wagner (Abg. Rendi-Wagner: Ich bin kei­ne Immunologin!) auf die Paniktaste drückt und eine Behandlung im Nationalen Si­cherheitsrat verlangt. Wenn die vorliegenden Informationen ein Einschreiten des Na­tionalen Sicherheitsrates verlangen würden, dann müsste man aufgrund der Influenza jedes Jahr den Nationalen Sicherheitsrat zusammentreten lassen. Die Ärztin Rendi-Wagner wüsste es besser, aber die Politikerin Rendi-Wagner ist da schon ein bisschen aus der Spur geraten. (Abg. Rendi-Wagner: Ein Wahnsinn!)

Wenn die FPÖ ebenfalls sofort in Fahrt kommt, Grenzkontrollen verlangt und den Grenzverkehr auf ein Minimum beschränken will, ist niemand überrascht – so läuft das politische Spiel –, aber im Wettbewerb nach unten möchte natürlich Innenminister Ne­hammer um nichts nachstehen. Er stellt sich in Salzburg in die Landespolizeidirektion und erklärt neben dem uniformierten Landespolizeidirektor, dass gegen das Corona­virus mit aller entschlossenen Härte vorgegangen werde. Das Coronavirus fürchtet sich, und bei diesen Worten fürchten sich zu Recht auch die Bürger, die verunsichert werden.


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Dazu trägt auch der geschäftsführende Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit bei, wenn er im Radio davon redet, dass Apotheken- und Medikamententransporte un­ter Polizeischutz gestellt werden – ohne Not. Da ist es ja klar, da muss ja wirklich jeder Bürger langsam in Sorge geraten, wenn die öffentlichen Amtsträger mit solchen Wor­ten an die Bürgerschaft herantreten.

Wenn man sich die Zahlen jetzt nüchtern anschaut, könnte man aber auch sagen: In Italien sterben jedes Jahr zwischen 11 000 und 16 000 Personen an der Influenza, an der klassischen Grippe, und ebenso wie beim Coronavirus sind es häufiger Menschen, die älter und gesundheitlich schon geschwächt sind. Man würde auch nicht wegen der Influenza jedes Jahr die Grenzen dicht machen, den Sicherheitsrat einberufen oder den Apotheken Polizeischutz geben. Dann machen Sie es doch jetzt bitte so, wie es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem machen: Machen Sie Ihren Job, machen Sie Ihre Arbeit, und hören Sie auf, die Menschen in Panik zu versetzen!

Jetzt noch zu dem, was wir in Österreich daraus lernen können: Wir können sehr viel über Krisenbewältigung reden, denn was wir jetzt haben, sind drei Krisentelefonnum­mern: die 1450, die sowieso die Gesundheitshotline ist, die zehnstellige Nummer, die Herr Minister Nehammer im Stakkato heruntergerattert hat, und die Tiroler haben noch eine eigene Nummer, denn was ist ein Landeshauptmann ohne Telefonnummer! Peter Kaiser – er ist heute hier – hat noch keine, aber das wird er sicher schnell nachholen.

Wir haben Krisenstabsfotos in den Medien.  Super, aber was ist das für ein Krisen­stab, wenn der Bundeskanzler und mehrere Minister drinsitzen? Sie wissen nicht, wie ein Krisenstab in einem Unternehmen funktioniert! Da müssen die Experten rein und das Management ist draußen. Ihnen geht es aber nicht um die Sache, Ihnen geht es um die Inszenierung. Wie es den Bürgern geht, ist völlig wurscht. (Beifall bei den NEOS.)

Wir müssen also darüber reden: Wie gehen wir mit einer Krise um? Was tun wir, wenn uns zum Beispiel ein Blackout betrifft? Was macht Österreich dann? Dann gibt es dasselbe Chaos, wie wir es jetzt erleben. Wir müssen auch über Folgendes reden: Was heißt eigentlich Pharmaindustrie und Forschung in der Pharmaindustrie? Was heißt Forschung und Entwicklung am Standort Österreich? Was heißt Forschung und Entwicklung in Europa? – Dann sollten vielleicht ein paar dort auf der linken Seite das Pharmabashing ein paar Stufen zurückdrehen und wissen, dass Gesundheit zu einem großen Teil auch ein Ergebnis des wissenschaftlichen Fortschritts ist. Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)

11.35


Präsidentin Doris Bures: Ich begrüße auf der Galerie – er verfolgt die Debatte – den Landeshauptmann von Kärnten, Peter Kaiser. Herzlich willkommen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Der nächste Debattenredner ist Herr Abgeordneter Karl Mahrer. Bitte.


11.35.38

Abgeordneter Karl Mahrer, BA (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vize­kanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Zu­seherinnen und Zuseher! Sehr geehrter Herr Landeshauptmann! Coronavirus: Dieses Thema beherrscht die globale Diskussion der letzten Tage und der letzten Wochen ganz besonders.

Zuerst darf ich vielleicht – an Abgeordneten Loacker anschließend – ein bisschen auf die Faktenlage in Österreich zu sprechen kommen. Es ist heute berichtet worden: 445 Testungen, drei positiv, also drei Infektionen, zwei davon mit sanftem Verlauf. Wenn man sich im Vergleich dazu die Zahlen der letzten Jahre hinsichtlich Influenza –


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des Grippevirus, der Influenza, die wir eigentlich aus dem Alltag kennen und die jeden von uns betrifft – anschaut: 1 800 bis 2 000 Tote in Österreich jährlich. Viele Mediziner sagen daher ganz klar: Die Lage ist ja gar nicht dramatisch! – Andere sagen: Na ja, ganz so einfach ist das nicht, wir wissen noch zu wenig – über die Entstehung, den Krankheitsverlauf, die Gefährdung, die Schutzmaßnahmen.

Unmittelbar nach Bekanntwerden dieser Entwicklungen, meine Damen und Herren, hat daher die Bundesregierung das einzig Richtige – das einzig Goldrichtige! – getan, nämlich unaufgeregt unter der Führung von Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit dem Gesundheitsminister und mit dem Innenminister Verantwortung für Österreich übernommen und sachlich fundiert die entsprechenden Maßnahmen vorbereitet. Der integrierte Führungs- und Einsatzstab, von dem heute schon die Rede war, ist der Mit­telpunkt der Koordination der Arbeiten zwischen dem federführenden Gesundheitsmi­nisterium, allen betroffenen Ressorts und den Ländern. Dieser Stab tagt  wir haben es heute gehört – rund um die Uhr.

Was mir aber besonders wichtig ist – und das ist auch aus den Ausführungen von Frau Klubobfrau Rendi-Wagner hervorgegangen –: Die Bundesregierung hat auch verstan­den, was die Menschen in diesem Land wollen und brauchen, nämlich Information. Täglich gibt es entsprechende Informationen zur Einschätzung der Gefahren, aber auch praktische Tipps, wie man sich schützen kann, all das mit dem Ziel, eine weitere Ausbreitung des Virus jetzt – denn jetzt ist es notwendig, jetzt ist die richtige Zeit – zu verhindern oder zumindest einzudämmen.

Meine Damen und Herren! Nach den mehr als professionellen Berichten unseres Ge­sundheitsministers Rudolf Anschober und unseres Innenministers Karl Nehammer kann ich nur mit gutem Gewissen sagen: Die Österreicherinnen und Österreicher kön­nen sich darauf verlassen: Wir sind gut vorbereitet. Wir sind sehr gut vorbereitet. (Bei­fall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Es ist auch ganz klar, dass wir auf Verdachtsfälle konsequent und schnell reagieren müssen, so auch in dem Fall an der Wiener Schule gestern. Es waren genau die rich­tigen Maßnahmen, die da gesetzt worden sind. Man wird auch diese Maßnahmen im­mer wieder evaluieren und in der gemeinsamen Stabsarbeit zu – vielleicht auch neu­en – Lösungen kommen.

Wesentlich scheint mir aber, und das ist heute deutlich angesprochen worden: Machen wir das Thema nicht zu einem politischen Spielball! Das haben sich die Österreiche­rinnen und Österreicher nicht verdient. Bleiben wir auf einer sachlichen Grundlage! Ich sage es Ihnen ehrlich – ich hätte es gerne Herrn Klubobmann Kickl persönlich gesagt, richten Sie es ihm bitte aus –: Ich glaube, viele Österreicherinnen und Österreicher sind heute gerade in dieser Situation froh – auch ich ganz persönlich bin es –, dass es keinen Innenminister Herbert Kickl, sondern einen ruhigen, besonnenen und konse­quenten Innenminister Karl Nehammer gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Abschließend möchte ich mich noch bei allen Mitgliedern der Bundesregierung, aber auch bei den Ländern und beim Herrn Landeshauptmann – er ist gerade rechtzeitig eingetroffen – für seine besonnene Art bedanken. – Vielen Dank für die Zusammen­arbeit! So bewältigen wir Herausforderungen, und das ist gut so. Österreich kann sich darauf verlassen, dass das Gesundheitswesen und das Sicherheitswesen wirklich gut funktionieren. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)

11.40


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Philip Kucher. – Bitte.


11.40.31

Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglie­der! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!


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Wir haben heute bereits sehr oft darüber gesprochen, dass dieses Thema, wie ich glaube, zu ernst für parteipolitisches Hickhack ist. Wir alle kennen Menschen – im Freundeskreis, im familiären Umfeld –, haben Menschen getroffen oder Menschen ha­ben uns geschrieben, die Sorgen haben. Großeltern machen sich Sorgen darüber, wie es um die Gesundheit ihrer Enkel steht. Es gibt Menschen, die sich um die Großeltern Sorgen machen; Freundeskreise und Familien diskutieren über das Thema Coro­navirus.

Die Politik hätte aus meiner Sicht zwei große Aufgaben: einerseits für all die Men­schen, die im Gesundheitsbereich, im öffentlichen Dienst dafür Sorge tragen, dass sich dieses Virus nicht ausbreitet, die besten Rahmenbedingungen zu schaffen, und ande­rerseits eine transparente Information zur Verfügung zu stellen, die auch Ängste nimmt, denn Ängste sind natürlich vorhanden.

Zu dem, was heute passiert ist, muss ich sagen, dass dieses Hickhack zwischen Kickl und Nehammer leider etwas ist, bei dem, glaube ich, alle Seiten gemerkt haben: So soll es nicht sein. Auf der einen Seite der ehemalige Minister Kickl, der gesagt hat, es sei ein Wahnsinn, was Herr Minister Nehammer aufführt, wie dieser verunsichert – an Kollegen Kickl gerichtet: das muss natürlich nicht sein, das schafft natürlich genauso Angst –; auf der anderen Seite Herr Minister Nehammer, der, ganz anders als sein Vorredner, Minister Anschober – da kommt deine alte Rolle als Generalsekretär noch ein bisschen durch, lieber Herr Minister –, immer wieder ein bisschen den Aktionismus, die Inszenierung im Hinterkopf hat. So funktioniert es halt auch nicht.

Es ist wichtig, dass der Krisenstab gut arbeitet, aber es ist nicht so wichtig, dass das Foto von Sebastian Kurz perfekt ist und seine Frisur sitzt. (Abg. Steinacker: Geh bitte!) Sorgen wir also dafür, dass wir alle wirklich die Information in den Vordergrund stellen und nicht die Frisur von Sebastian Kurz! Das muss doch die gemeinsame Aufgabe sein. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.) Gerade dieses Hickhack zwischen Kickl und Nehammer zeigt doch, dass dieses Thema zu ernst ist. Lassen wir das alle miteinander weg!

Ein Punkt, der heute öfter angesprochen worden ist, Kollege Kickl hat es kritisiert: Wo ist denn die zentrale Stelle? – Natürlich, es hat am Anfang zwischen Gesundheits­ministerium und Innenministerium ein bisschen geholpert. Minister Nehammer hat am Vormittag gesagt, es gibt keinen Grund zur Panik, wie es die „Kleine Zeitung“ so schön ausgeführt hat, und 12 Stunden später ist dann der Zug gesperrt worden. Das ist na­türlich keine Kongruenz in der Kommunikation. Es wäre wichtig gewesen, gemeinsam mit dem Gesundheitsminister aufzutreten.

Damit es aber diesen gemeinsamen Informationsfluss und die entsprechende Kommu­nikation gibt, brauchen wir, glaube ich, eine zentrale Stelle. Da kann ich die Kritik nicht aussparen, dass Sebastian Kurz und Beate Hartinger-Klein unter dem Titel Sparen im System zwar ihren Politapparat aufgebläht haben, aber einen der wichtigsten Bereiche in Österreich zerdroschen haben, nämlich den Bereich der Generaldirektion für die öf­fentliche Gesundheit. Eine funktionierende Sektion, die die internationale Koordination übernommen hat, die mit der WHO in Kontakt gestanden ist, ist zerschlagen worden – Pamela Rendi-Wagner hat es heute angesprochen. Sie hat in dieser Funktion exzel­lente Arbeit geleistet – du (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) hast das selbst nicht an­gesprochen –: Egal ob es Mers war, ob es Ebola war, ob es Ehec war, ob es der Vor­fall in Fukushima war, du warst ruhig und unaufgeregt. Du hast Informationen aus einer wissenschaftlichen Sicht, aus Sicht der Medizin zur Verfügung gestellt.

Diese Stelle ist aber leider zerschlagen worden. Da muss ich begrüßen, dass man den Fehler jetzt repariert und das Ganze sozusagen im Nachhinein eingesehen hat. Wir brauchen im Gesundheitsbereich eine zentrale Stelle und nicht irgendwo einen Fle­ckerlteppich, wobei jeder etwas anderes dazu sagt. (Beifall bei der SPÖ.)


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Um das Ganze jetzt schnell auf den Weg zu bringen, darf ich folgenden Antrag ein­bringen:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend „sofortige umfas­sende und einheitliche Information der Bevölkerung über das Coronavirus“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, sofort eine verständliche und leicht zugäng­liche Informationskampagne über das Coronavirus zu starten, um die Bevölkerung um­fassend zu informieren.

Weiters soll ein Krisenkoordinator ernannt und mit entsprechenden Kompetenzen aus­gestattet und damit eine zentrale und einheitliche Kommunikation für ganz Österreich sichergestellt werden.“

*****

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich darf Sie bitten, diesen Entschließungsantrag zu unterstützen. Es ist wichtig, neben der Unterstützung all der Menschen, die sich jetzt Tag für Tag dafür einsetzen, dass sich das Coronavirus nicht ausbreitet, die In­formation und die Koordination in Österreich zu verbessern. Das wäre, glaube ich, ein wichtiger Schritt, den wir hier gemeinsam beschließen könnten. Vielen Dank für die Un­terstützung vorab. (Beifall bei der SPÖ.)

11.44

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Kucher

Genossinnen und Genossen

betreffend sofortige umfassende und einheitliche Information der Bevölkerung über das Coronavirus

eingebracht im Zuge der Debatte zur Erklärung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie des Bundesministers für Inneres zum Thema „Corona-Virus SARS-CoV-2/ COVID-19“

In zunehmenden Maße breitet sich das Coronavirus auch in Europa aus. Daher ist es unumgänglich die Bevölkerung rasch und umfassend zu informieren.

Dazu braucht es verständliche und leicht zugängliche Informationen über den Schutz vor einer Ansteckung, wie die Symptome aussehen, wie die Behandlung verläuft, wer die Risikogruppen sind und vor allem braucht es eine Information über Verhaltensre­geln. Und diese Informationen braucht es jetzt sofort, nur Aufklärung kann vor Panik und Angst schützen.

Darüber hinaus braucht es aber auch klare und eindeutige Verantwortlichkeiten. Wich­tig ist eine gute Krisenkoordination, um die betroffenen Ministerien, neun Bundesländer sowie den internationalen Austausch mit EU und WHO abzustimmen. Es muss einen Kopf geben, der den Überblick hat und alle Informationen bündelt sowie Entscheidun­gen trifft, was letztendlich geschieht. Wichtig ist vor allem, dass mit einer Stimme für ganz Österreich kommuniziert wird. Wir brauchen einen nationalen Krisenkoordinator.


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Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, sofort eine verständliche und leicht zugängli­che Informationskampagne über das Coronavirus zu starten, um die Bevölkerung um­fassend zu informieren.

Weiters soll ein Krisenkoordinator ernannt und mit entsprechenden Kompetenzen aus­gestattet und damit eine zentrale und einheitliche Kommunikation für ganz Österreich sichergestellt werden.“

*****


Präsidentin Doris Bures: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht daher auch mit in Verhandlung.

Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gerhard Kaniak. – Bitte.


11.45.07

Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Zunächst muss ich eine kurze Replik auf meinen Vorredner beziehungsweise auch auf Kollegin Rendi-Wagner machen: Das Argument, dass Gesundheitsministerin Hartinger-Klein das Gesundheitskrisenmanage­ment im Gesundheitsministerium zerschlagen hätte und keine zentrale Management­funktion mehr da wäre, ist schlichtweg falsch. Bis September 2019 war die zuständige Gesundheitsdirektorin Frau Dr. Magdalena Arrouas, sie ist in Pension gegangen und wurde halt von der Übergangsregierung beziehungsweise der aktuellen Regierung noch nicht nachbesetzt. Diese Position war aber sehr wohl besetzt und da wurde über­haupt nichts zerschlagen. (Beifall bei der FPÖ.)

Nach meinem Kenntnisstand gab es damals auch ein direktes Angebot an Kollegin Rendi-Wagner, diese Funktion selber wieder zu übernehmen, das sie abgelehnt hat. Da hätten wir in dieser Situation jetzt eine erwiesene Expertin, da wäre sie sicherlich gut aufgehoben gewesen.

Nun aber zum Thema der heutigen Debatte: Ich weiß, es ist Usus, einer neuen Bun­desregierung, einem neuen Bundesminister 100 Tage Schonfrist einzuräumen, bevor man ihn mit zu heftiger Kritik konfrontiert. Das aktuelle Vorgehen der Bundesregierung in der Coronakrise, das ich nur als zögerlich, halbherzig und als vor allem in der An­fangsphase unprofessionell bezeichnen kann, macht es mir aber wirklich sehr schwer, das durchzuhalten. Es herrschte offensichtlich die Devise, ausschließlich zu reagieren anstatt ordentlich zu agieren und die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig zu treffen.

Dabei ist es mir wichtig, klarzustellen, dass auch ich keine übermäßige Gefährlichkeit des aktuell kursierenden Coronavirus Sars-Cov-2 beziehungsweise der davon ausge­lösten Krankheit Covid-19 sehe. Der Virus ist zwar leicht übertragbar, aber der Krank­heitsverlauf ist, wie wir heute auch schon gehört haben, in über 80 Prozent der Fälle ebenfalls leicht und die Sterblichkeitsrate liegt ähnlich wie bei der saisonalen Grippe im niedrigen Prozentbereich.

Nein, gefährlich ist vielmehr die bisher mangelhafte und zögerliche Informationspolitik vonseiten der Bundesregierung. Nicht nur die Öffentlichkeit, auch das Parlament, die Parlamentsfraktionen und die Gesundheitssprecher mussten sehr lange auf konkrete


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Informationen von öffentlicher Seite warten. Ich sehe es zwar als sehr positiv an, dass Sie, Herr Minister, heute hier ausführliche Informationen verteilt und auch Stellung ge­nommen haben, doch diese Informationen wären bereits vor drei bis vier Wochen not­wendig gewesen, nachdem es die ersten Verdachtsfälle in Österreich gegeben hat. So tragen Sie Mitverantwortung daran, dass die Medien diese Lücke mit Spekulationen, Halbwahrheiten und Unwissenheit gefüllt haben.

Auch bis zur Einrichtung einer kostenlosen Telefonhotline für die Bevölkerung hat es nach den ersten Verdachtsfällen über einen Monat gedauert, und ob eine Nummer wie 0800 555 621 unbedingt dazu geeignet ist, dass die Bürger sich diese leicht merken und dort anrufen, sei dahingestellt; abgesehen davon, dass die Hotline schon beim ers­ten größeren Ansturm Anfang dieser Woche zusammengebrochen ist.

Auch die ersten Maßnahmen, die Sie gegenüber Reisenden aus Epidemiegebieten er­lassen haben, waren vollkommen unzureichend, denn Fiebermessungen und eine ärzt­liche Meldepflicht kann ich leider nur als Placebomaßnahmen bezeichnen, vor allem in Anbetracht dessen, dass wir damals schon gewusst haben, dass die Inkubationszeit zwei Wochen beträgt – mindestens, teilweise sogar noch länger – und Infizierte ohne Symptome bereits ansteckend sein können. Mittlerweile haben Sie das, was ich auch damals schon gefordert habe, umgesetzt, nämlich dass betroffene Einzelfälle isoliert werden, ein sofortiger Virustest durchgeführt und der Infektionsstatus abgeklärt wird, damit diese Personen schnellstmöglich aus der Isolierung entlassen werden können oder Erkrankungsfälle eben frühzeitig festgestellt werden, bevor eine weitere Verbrei­tung der Krankheit stattfindet.

So gesehen, Herr Innenminister, ist es reines Glück und nicht der Erfolg Ihres Kri­senmanagements, dass es bis heute nicht mehr Infektionsfälle in Österreich gibt. Ich hoffe inständig, dass das weitere Vorgehen besser mit den Experten, vor allem auch aus Ihrem Ressort, abgestimmt wird und dass ausreichende und frühzeitige Vorsorge für einen größeren Ausbruch, der hoffentlich nie eintreten wird, getroffen wird.

Da es mir auch besonders wichtig ist, dass wir eine bessere und vollständige Infor­mation der Bevölkerung und des Parlaments erreichen, bringe ich folgenden Ent­schließungsantrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Mag. Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen betreffend „lücken­lose Informationspolitik zu den Bedrohungsszenarien durch die Corona-Virus-Seuche in Österreich und Europa“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, werden aufgefordert dafür Sor­ge zu tragen, dass

- die Bürgerinnen und Bürger im Sinne einer nachhaltigen und realistischen Informa­tionspolitik über drohende kurz-, mittel- und langfristige Bedrohungsszenarien durch die Corona-Virus-Seuche lückenlos informiert werden;

- Einrichtungen und Institutionen einer im Zusammenhang mit dem Auftreten und der Verbreitung des Corona-Virus ‚kritischen Infrastruktur‘ (Gesundheitsbereich, Bildungs­bereich, öffentliche Einrichtungen und Institutionen mit Patienten, Kunden und Publi­kumsverkehr) besondere Sicherheitsmaßnahmen in Sachen Gesundheitsschutz vor­nehmen und kommunizieren;


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- dabei auf alle tagesaktuellen Entwicklungen in Österreich und Europa im Zusam­menhang mit dem Auftreten und der Verbreitung des Corona-Virus Rücksicht genom­men wird.

- dem Nationalrat über den weiteren Verlauf der Corona-Virus-Seuche und die dage­gen gesetzten Maßnahmen berichtet wird.“

*****

Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)

11.50

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

des Abgeordneten Mag. Gerhard Kaniak

und weiterer Abgeordneter

betreffend lückenlose Informationspolitik zu den Bedrohungsszenarien durch die Co­rona-Virus-Seuche in Österreich und Europa

eingebracht in der 12. Sitzung des Nationalrates, XXVII. GP, am 27. Februar 2020 im Zuge der Debatte zu Top 1) Erklärung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und des Bundesministers für Inneres gemäß § 19 Ab­satz 2 der Geschäftsordnung des Nationalrates zum Thema „Corona-Virus SARS-COV-„/COVID-19 und Aktionsplan

Auf der Seite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsu­mentenschutz wird derzeit folgende Information bekanntgegeben:

Aktuelle Informationen: Neuartiges Coronavirus (Bezeichnung der Erkrankung: COVID-2019 / Bezeichnung des Erregers: SARS-CoV-2)

Das BMSGPK gibt in Zukunft jeweils die Zahl der bisher durchgeführten Untersuchun­gen bekannt:

Wird von einer Gesundheitsbehörde ein Verdachtsfall gemeldet, so wird dieser umge­hend auf das Vorliegen einer Coronavirus-Infektion getestet. Im Laufe des Tages kann es durch neue Verdachtsfälle sowie durch Testergebnisse mehrmals zu Schwankun­gen der Anzahl an Verdachtsfällen kommen.

Aus diesem Grund und um Missverständnissen vorzubeugen, werden ab sofort die An­zahl der bisher durchgeführten Tests sowie die Anzahl an bisher laborbestätigten Infektionen durch SARS-CoV-2 auf der Webseite kommuniziert, sobald dem BMSGPK gesicherte Ergebnisse vorliegen.

Bisher durchgeführte Testungen in Österreich (tägliche Aktualisierung des Ist-Standes, von Mo-FR um 10:00 Uhr): 321

Bestätigte Erkrankungsfälle: 2

Internationale Zahlen finden Sie auf der Website des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten

Coronavirus Hotline:

Expertinnen und Experten der AGES beantworten Fragen rund um das Coronavirus.

Telefon: 0800 555 621 – 24 Stunden täglich erreichbar


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Häufig gestellte Fragen und Antworten zu SARS-CoV-2 finden Sie auf der Website des Gesundheitsministeriums und auf der Webseite der AGES

Nähere Informationen finden Sie hier

Um Mythen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 aufzuklären, hat die WHO unter „myth busters“ einen Fragenkatalog zur Verfügung gestellt.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober betonte, dass derzeit absolut kein Grund zur Aufregung gegeben sei, es aber größte Aufmerksamkeit und internationale Abstim­mung braucht. Diese ist durch die österreichischen Gesundheitsbehörden in allen Be­reichen gut sichergestellt.

Österreichs Gesundheitsbehörden sind mit den relevanten Gremien im Rahmen der WHO- und der EU- Mitgliedschaft ausgezeichnet vernetzt und in permanentem Aus­tausch. Die internationalen Behörden beobachten die aktuelle Entwicklung genau und wenden sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer.

https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Corona­virus-(2019-nCov).html

Im Laufe des 26. Februars 2020 gab es Berichte über einen mutmaßlichen Todesfall in Bad Kleinkirchheim in Folge einer Corona-Virus-Infektion, der sich laut aktuellen Me­dienberichten nicht bestätigt hat.

Im Bundesland Tirol wurden im Zusammenhang mit zwei bestätigten Erkrankungsfällen in Innsbruck weitere derzeit 62 Verdachtsfälle untersucht und abgeklärt.

In Wien wurde ein Verdachtsfall in einer Schule im Bezirk Josefstadt angenommen, worauf die Schule gesperrt und deren Verlassen bzw. Betreten durch Dritte, d.h. kein Gesundheitspersonal untersagt wurde.

https://orf.at/stories/3155715/

Welche weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus auf Öster­reich und seine Bevölkerung zukommen, ist für die Öffentlichkeit und damit die Bürge­rinnen und Bürger ungewiss und auf Grund der Informationspolitik über drohende kurz-, mittel- und langfristige Bedrohungsszenarien nicht realistisch einschätzbar.

Aktuell kann man nach medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen davon ausge­hen, dass die Gefahr einer Ansteckung durch das Corona-Virus an Plätzen mit einem hohen Patienten-, Kunden- und Publikumsverkehr potentiell am höchsten ist. Um eine Ausbreitungsgefahr des Corona-Virus in einer großen Personengruppe zu verhindern, müssen in diesem Zusammenhang Einrichtungen und Institutionen einer in diesem Zu­sammenhang „kritischen Infrastruktur“ besondere Sicherheitsmaßnahmen in Sachen Gesundheitsschutz vorsehen und umsetzen. Dazu zählen etwa insbesondere der ge­samte Gesundheitsbereich, der Bildungsbereich und alle sonstigen öffentlichen Institu­tionen und Einrichtungen, wo es Menschenansammlungen gibt oder geben kann.

Darüber hinaus muss auch eine sachorientierte Informationspolitik Platz greifen, die drohende kurz-, mittel- und langfristige Bedrohungsszenarien aus der Sicht des Ge­sundheits- und Zivilschutzes kommuniziert. Das ist die Bundesregierung und insbeson­dere der zuständige Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumen­tenschutz den Bürgerinnen und Bürgern schuldig.

Daher stellen die unterzeichnenden Abgeordneten folgenden

Entschließungsantrag

Die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, werden aufgefordert dafür Sor­ge zu tragen, dass


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-             die Bürgerinnen und Bürger im Sinne einer nachhaltigen und realistischen In­formationspolitik über drohende kurz-, mittel- und langfristige Bedrohungssze­narien durch die Corona-Virus-Seuche lückenlos informiert werden;

-             Einrichtungen und Institutionen einer im Zusammenhang mit dem Auftreten und der Verbreitung des Corona-Virus „kritischen Infrastruktur“ (Gesundheitsbe­reich, Bildungsbereich, öffentliche Einrichtungen und Institutionen mit Patienten, Kunden und Publikumsverkehr) besondere Sicherheitsmaßnahmen in Sachen Gesundheitsschutz vornehmen und kommunizieren;

-             dabei auf alle tagesaktuellen Entwicklungen in Österreich und Europa im Zu­sammenhang mit dem Auftreten und der Verbreitung des Corona-Virus Rück­sicht genommen wird.

-             dem Nationalrat über den weiteren Verlauf der Corona-Virus-Seuche und die dagegen gesetzten Maßnahmen berichtet wird.

*****


Präsidentin Doris Bures: Auch dieser Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß ein­gebracht, ausreichend unterstützt und steht daher mit in Verhandlung.

Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Klubvorsitzende Rendi-Wagner gemeldet. – Bitte.


11.50.26

Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Abgeordneter Kaniak hat in seiner Rede behauptet, dass unter Schwarz-Blau im Gesundheitsministerium keine Struktur zerschlagen wurde, die jetzt fehlt. Das ist unrichtig.

Sehr geehrte Damen und Herren, der richtige Sachverhalt lautet: Unter der Zuständig­keit der damaligen Gesundheitsministerin Hartinger-Klein wurde in ihrem ersten Amts­jahr – das heißt sofort – eine Organisationsreform in ihrem Ministerium durchgeführt und im Rahmen dieser Reform die seit Jahrzehnten bestehende und in Krisen hervor­ragend funktionierende Sektion für öffentliche Gesundheit ersatzlos aufgelöst. Vor die­sem Scherbenhaufen stehen wir jetzt bei der ersten großen Gesundheitskrise seit Ab­treten von Schwarz-Blau. Wir haben davor gewarnt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

11.51


Präsidentin Doris Bures: Nun gelangt Herr Abgeordneter Georg Bürstmayr zu Wort. – Bitte.


11.51.33

Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Was wir heute im Parlament gehört haben, sind Berichte aus Ministerien, Zwischenberichte der Verwaltung.

Verwaltung ist der Versuch, die Gegenwart zu bewältigen. Politik ist der Versuch, die Zukunft zu gestalten. Über die Gestaltung der Zukunft streiten wir auch hier im Parla­ment entlang von Parteigrenzen, entlang unserer Überzeugungen. Die Herausforde­rungen der Gegenwart sollten wir gemeinsam angehen, wie man so schön sagt, über die Parteigrenzen hinweg. Deshalb geht an dieser Stelle auch ein Dank an Sie, Frau Dr.in Rendi-Wagner, für ein Video, das Sie vor einigen Tagen ins Netz gestellt haben, mit mehreren Minuten sachlicher, kompetenter, ruhiger Information dazu, wie wir uns nicht nur selbst schützen können, sondern auch dazu, wie wir in dieser Situation auf­einander schauen können, da es nämlich darum geht. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)

Ich halte es für ein gutes Zeichen, dass beides – Bewältigung der Gegenwart und Ge­staltung der Zukunft – zugleich möglich ist und dass das auch hier geschieht. Wir se-


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hen uns für die Gegenwart so gut aufgestellt, dass wir hier im Hohen Haus nach dieser Debatte auch Zeit haben werden, über die Zukunft und über ganz andere Themen als über ein neues Virus zu streiten.

Da Parlamentarier vor uns es gestaltet haben und Zehntausende MitarbeiterInnen es aufgebaut haben, haben wir nämlich ein Gesundheitssystem, das vorbereitet ist. Wir müssen in Österreich nicht in zehn Tagen ein Krankenhaus für ein Einzugsgebiet von bis zu elf Millionen Menschen aus dem Boden stampfen, denn wir haben in Österreich schon jetzt 60 Krankenhäuser, die in der Lage sind, die nötige medizinische Behand­lung anzubieten, für dieses neue Virus genauso wie für altbekannte Erkrankungen. Wir sind vorbereitet. Wir müssen nicht in aller Eile Gesetze, Notverordnungen oder sons­tige Beschlüsse durchs Parlament jagen, da die nötigen Gesetze und Verordnungen längst erlassen, die Krisenstäbe und Koordinationsstellen eingerichtet, die Abläufe ein­geübt sind. Wir sind vorbereitet.

Und wir sind sicher, denn Sicherheit bedeutet nicht die Abwesenheit von Gefahr, son­dern Sicherheit ist das Wissen darum, dass mir geholfen wird, wenn ich in Gefahr bin, ob das jetzt die Bedrohung meines Eigentums, meiner körperlichen Integrität oder mei­ner Gesundheit ist. Sicherheit ist das Wissen darum, dass wir nicht alleine sind, son­dern füreinander da. Weil Generationen von Abgeordneten, von BeamtInnen, von Me­dizinerInnen und von Bauarbeiterinnen und Bauarbeitern vor uns daran gearbeitet ha­ben, können wir heute sagen: Wir sind vorbereitet und wir sind sicher, denn wir wissen, dass wir einander helfen können und werden.

Vielleicht gibt es manche, die finden, das ist langweilig. Schlagzeilen macht nur die Ge­fahr. Das Wissen darum, dass wir einander helfen, generiert keine Klicks und erhöht keine Auflagezahlen. Das ist keine Sensation, dieses Wissen ist langweilig. Liebe Kol­leginnen und Kollegen, Hohes Haus, lassen Sie uns daran arbeiten, dass uns diese Langeweile erhalten bleibt! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeord­neten der SPÖ.)

11.55


Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Alexandra Tanda. – Bitte.


11.55.48

Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsiden­tin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Als neue Abgeordnete fühle ich mich heute ganz besonders geehrt, meine erste Rede hier im Hohen Haus zu einer großen Herausforderung halten zu dürfen, der wir unbe­dingt nur gemeinsam und mit Umsicht begegnen sollten.

Ich danke Herrn Bundesminister Anschober und dem Herrn Innenminister für die sach­lichen und inhaltlich klaren Ausführungen zum Coronavirus. Speziell in Zeiten der Ver­unsicherung sind Mythen und Panikmache und das Schüren von Angst absolut nicht hilfreich. Wir benötigen Fakten, Fakten aus erster Hand, damit wir gemeinsam eine Ausbreitung des Virus bestmöglich verhindern. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Panikmache begegnet man am besten mit Aufklärung, Information und Hilfestellung. Unsere Bundesregierung hat sich rasch, gewissenhaft, umsichtig und international ab­gestimmt. Ich komme aus Innsbruck. Wie wir alle wissen, versuchen wir im Land Tirol – und dafür danke ich unserem Landeshauptmann Günther Platter besonders –, jede notwendige und zielführende Maßnahme zu ergreifen, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Neben dem ständigen Austausch mit dem Bund, insbesondere dem Bun­deskanzler und dem Innenminister, ist es vor allem notwendig, grenzüberschreitend zu


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koordinieren und Informationen auszutauschen. Der enge Kontakt mit unserem Nach­bar Italien, speziell in der Euregio, ist von größter Wichtigkeit.

Unser aller Aufgabe ist es, die Bürgerinnen und Bürger gut zu informieren. Ich darf hier als eine von vielen Organisationen, die alle einen wichtigen Beitrag in dieser Zeit leis­ten, das Rote Kreuz erwähnen. Die Vorsorgearbeit des Roten Kreuzes wurde massiv verstärkt, und hauptamtliche und freiwillige Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Verbrei­tung des Virus eingedämmt wird. Wir haben schon viel über Informationsoffensiven gesprochen: Es wurde vom Roten Kreuz eine Website mit allen erforderlichen Informa­tionen zur Vorsorge und zur Betonung der Einhaltung der Hygienevorschriften einge­richtet.

Daneben braucht es für die Menschen natürlich Gewissheit. Es ist daher wichtig, eine Hotline eingerichtet zu haben und dass sich die Bürgerinnen und Bürger in sogenann­ten Screeningambulanzen testen lassen können. – Ich danke daher noch einmal dem Sozialminister, der gesamten Bundesregierung sowie allen Beteiligten für den uner­müdlichen Einsatz im Sinne unserer Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

11.59


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Reinhold Einwallner. – Bitte.


11.59.18

Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ge­schätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Man hätte ja die Erwartung haben können, dass das heute zu diesem sehr wichtigen und sen­siblen Thema eine sehr sachliche Diskussion wird und dass es da kein parteipoliti­sches Hickhack gibt. Das ist zwar über weite Strecken gelungen, aber leider hat es auch Ausreißer gegeben.

Herr Klubobmann Kickl, ich habe so ein bisschen das Gefühl, Sie hatten gestern zu wenig oder gar keine Redezeit beim politischen Aschermittwoch, so wie Sie heute hier aufgedreht haben. Das war auf jeden Fall der falsche Ort, um so in die Emotion zu gehen und zu polarisieren! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)

Und Kollegen Loacker, der sich hier ja jedes Mal wie der Experte für eh fast alles aufspielt, sei gesagt (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Loacker): Das ist der falsche Zeitpunkt und der falsche Ort, um in dieser Form Kritik zu üben. (Abg. Kickl: Aber Sie haben die Weisheit mit dem Löffel gegessen!)  Es kann gut sein, Herr Klub­obmann Kickl, es kann gut sein, auf jeden Fall, glaube ich, schaut es nicht so schlecht aus.

Es muss das oberste Ziel sein, meine Damen und Herren – um wieder auf die sachli­che Ebene zurückzukommen –, dass wir die Bevölkerung so gut wie möglich informie­ren und alles tun, damit es nicht zu Verunsicherung und Panik kommt. Ich glaube, das ist das Wichtige, das wir auch hier bei dieser Debatte berücksichtigen müssen, um vorsichtig und achtsam mit dieser Situation umzugehen.

Was braucht es dafür? – Es braucht eine ruhige und sachliche Art, zu informieren. Da bin ich sehr froh, Herr Minister Anschober, dass Sie das in dieser Form machen und tun, aber wir sind der Meinung, es braucht noch mehr. Es braucht aus unserer Sicht ei­nen nationalen Krisenkoordinator, eine Person, die gut informiert, die Vorsorge trifft und die dann auch mit Bedacht die richtigen Maßnahmen setzt. Das ist, glaube ich, das Wichtige und das Entscheidende.

Zu Beginn der Krise sind Sie noch im Ministerduo vor die Medien getreten und haben gesagt: Es gibt kein Land, das besser vorbereitet ist als Österreich!, doch im jetzigen Szenario zeigt sich, dass es im Ablauf Schwächen gibt. Wir haben Schwächen im


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Ablauf. Es gibt zwar schon die Erkenntnis – Herr Minister Anschober sagt, man wird nachbessern müssen und schauen, wie man sich verbessert –, aber die große Heraus­forderung ist, dass man die Balance findet und Sicherungsmaßnahmen setzt, ohne Verunsicherung zu schaffen. Das ist die Balance, die man in dieser Frage finden muss, und das gelingt uns nicht überall. Ich finde, dass die Balance in ein, zwei Fällen durch­aus gekippt ist.

Ich nehme als Beispiel die Zuganhaltung in Tirol oder auch gestern den Fall der Schu­le, die geschlossen und abgesperrt worden ist. Es geht nicht darum, zu sagen: Das muss man nicht tun. – Ich bin der Meinung, man muss Maßnahmen treffen, aber es geht um die Dosierung, und die Dosierung ist da aus meiner Sicht die falsche. Es ist nicht notwendig, gleich ein Großaufgebot der Polizei an jeden Ort, zu jedem Ver­dachtsfall zu schicken. Das ist nicht das Entscheidende und das Wichtigste, was wir tun müssen.

Viel wichtiger, Herr Minister Nehammer, ist, dass man schaut, dass die Polizei entspre­chend ausgestattet ist, dass der Schutz für die Beamtinnen und Beamten vor Ort ge­geben ist und dass wir da wirklich auch alle Rahmenbedingungen schaffen, damit die, die dann tagtäglich vor Ort Maßnahmen treffen müssen, entsprechend geschützt sind und auch das Material haben, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Es ist ein Thema, das sich nicht für Inszenierungen eignet, es ist ein Thema, das wir sachlich behandeln sollten, ein Thema, das gute Information, gute Koordination zwi­schen Ministerien, zwischen den Bundesländern und auf europäischer Ebene mit der WHO braucht und dessen Abläufe und Zuständigkeiten optimiert gehören. Aus solchen Fällen müssen wir auch lernen, und aus unserer Sicht würde das mit einem nationalen Krisenkoordinator, der all das koordiniert, bei dem die Fäden zusammenlaufen, am besten funktionieren. Aus unserer Sicht wäre jetzt der Zeitpunkt, einen solchen wieder einzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

12.04

12.04.05


Präsidentin Doris Bures: Zu Wort ist dazu nun niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Damit gelangen wir zur Abstimmung.

Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend „sofortige, umfassende und einheit­liche Information der Bevölkerung über das Coronavirus“.

Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem die Zustimmung geben, um ein entspre­chendes Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt.

Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Gerhard Kaniak, Kolleginnen und Kollegen betreffend „lückenlose Informationspolitik zu den Bedrohungsszenarien durch die Corona-Virus-Seuche in Österreich und Europa“.

Wer spricht sich für diesen Entschließungsantrag aus? – Das ist die Minderheit, abge­lehnt.

12.05.112. Punkt

Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 275/A der Abgeordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ulrike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Durchführung von Europäischen Bürgerinitiativen (Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz – EBIG), BGBI. I Nr. 12/2012, zuletzt geän­dert durch das Bundesgesetz BGBI. I Nr. 32/2018, geändert wird (43 d.B.)



Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 110

Präsidentin Doris Bures: Wir kommen zum 2. Punkt der Tagesordnung.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Erster Redner: Herr Abgeordneter Wolfgang Gerstl. – Bitte.


12.05.39

Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Barack Obama hat einmal gesagt: Wahlen alleine machen noch keine Demokratie. – Zitatende. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leicht­fried und Vogl.) Da stimme ich ihm voll zu, denn es genügt nicht, den Menschen alle paar Jahre einen Wahlzettel hinzulegen und dann zu sagen: Danke, das war’s!

In einer Demokratie geht es darum, in einer Gesellschaft zusammenzuleben. Und die­ses Zusammenleben funktioniert nur, wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern eine Stimme geben. Transparenz und Partizipation – das sind die Eckpfeiler einer Demokra­tie. Das Wort Transparenz, meine sehr verehrten Damen und Herren, kommt im Re­gierungsprogramm 26 Mal vor, weil Transparenz ein entscheidender Faktor eines de­mokratischen Gemeinwesens ist.

Dabei müssen wir aber auch über den nationalen Tellerrand hinausblicken. Klar ist: Nur als starkes Europa können wir in den Wettbewerb zur Welt, zu den USA und zu China, treten. Brüssel alleine darf aber nicht über die einzelnen Länder bestimmen, da­her freue ich mich ganz besonders, dass wir mit Karo Edtstadler und Sebastian Kurz eine sehr, sehr starke Stimme in Europa haben. (Beifall bei der ÖVP.)

Mit der Europäischen Bürgerinitiative, die wir hier beschließen, holen wir die Menschen ins Boot und geben ihrer Stimme Gewicht. Wir räumen bürokratische Hürden aus dem Weg, zum Beispiel dadurch, dass die europäische Kommission von Amts wegen ein kostenloses Onlinesammelsystem zur Verfügung stellen muss, oder auch dadurch, dass Identitäten künftig auch anhand des zentralen Wählerregisters überprüft werden können.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, mit der Europäischen Bürgerinitiative kön­nen wir als Bürger und nicht nur als Republik wichtige Entscheidungen innerhalb der Europäischen Union herbeiführen. Darum ist es so wichtig, dass wir die Menschen mit­bestimmen lassen, um welche Dinge man sich in der EU kümmern muss.

So lassen Sie mich mit dem Satz enden: Wir leben Demokratie durch Partizipation und Transparenz. – Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Rössler.)

12.08


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Jörg Leichtfried. – Bitte.


12.08.17

Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Die Auseinandersetzung mit den Phänomenen der Demokratie und der demokratischen Prozesse ist für einen Demokra­ten – und das sind wir hier ja alle – wohl eine der interessantesten Auseinandersetzun­gen, die man führen kann, insbesondere betreffend diesen Balanceakt zwischen den unterschiedlichen Systemen. Die repräsentative Demokratie auf der einen Seite und die direkte Demokratie auf der anderen Seite sind wirklich spannende und herausfor­dernde Themen. Wenn man das Ganze auf die europäische Ebene überträgt, und das tun wir jetzt bei diesem Tagesordnungspunkt, hat man mit noch mehr Unbekannten, mit mehr Komponenten in der Diskussion zu tun. Ich muss Ihnen sagen, ich bin froh, dass es gelungen ist, überparteilich, zwischen den Fraktionen, einen gemeinsamen


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 111

Weg zu finden, diese Europäische Bürgerinitiative etwas voranzubringen und voranzu­treiben.

Warum ist das notwendig? – Wir haben ja schon das eine oder andere Mal erlebt, wie es funktioniert hat, und man hat erkannt, dass es große bürokratische Hürden gibt, dass die Frage der Vernetzung eine sehr, sehr schwierige ist und dass die Anzahl der Unterschriften manchmal schwer zu erreichen ist.

Das alles hat dazu geführt, dass nicht viele derartige Initiativen so erfolgreich waren wie beispielsweise die Right-to-Water-Initiative, bei der es einmal gelungen ist, einen wirklich großen europäischen Schritt in Richtung mehr direkte Demokratie zu machen. Es ist darum gegangen, unsere Wasserressourcen zu schützen – vor der Liberalisie­rung, vor dem Ausverkauf und auch vor der hemmungslosen Privatisierung ‑, geschätzte Damen und Herren.

Diese wenigen Erfolge zeigen aber, dass es notwendig ist, weitere Schritte zu setzen. Ich glaube, die nächsten Schritte, auf die wir uns ja auch geeinigt haben – nämlich kostenlose Onlinesammelsysteme, Herabsetzung des Mindestalters, nationale Kon­taktstellen und so weiter und so fort –, werden diese Bürgerinitiativen wahrscheinlich – nein, sogar ziemlich sicher – für die Zukunft erfolgreicher machen.

Geschätzte Damen und Herren, setzen wir uns dafür ein, dass die europäische De­mokratie besser funktioniert und dann auch in der Lage ist, mit diesen schwierigen Din­gen, mit denen sie jetzt befasst ist, umzugehen! Setzen wir uns dafür ein, dass auf eu­ropäischer Ebene die BürgerInnenbeteiligung einfacher wird, dann werden wir am Ende auch ein lebenswerteres, schöneres und demokratischeres Europa haben! Das ist ja unser gemeinsames Ziel. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

12.11


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Volker Reifenberger. – Bitte.


12.11.25

Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Direkte Demokratie ist für uns Frei­heitliche seit jeher eine echte Herzensangelegenheit. Sie sichert, vorausgesetzt richtig und nicht nur halbherzig umgesetzt, dem Wahlvolk eine fundamentale und direkte Mit­sprache beziehungsweise Mitentscheidungsmöglichkeit. Direkte Demokratie ist ein wichtiges Korrektiv der Wähler gegenüber einer häufig abgehobenen Politikerkaste. Nach dem Sprichwort: Der Wähler hat immer Recht, sollte sich auch die Politik nicht vor der direkten Demokratie fürchten. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Die Realität der Europäischen Bürgerinitiative sieht leider etwas anders aus.

Mit dem vorliegenden Antrag wird zwar nicht viel besser, aber auch nicht viel schlech­ter gemacht, daher werden wir diesem zustimmen, wobei ich trotzdem davor warne, dass wir uns in Zukunft zu sehr in Richtung eines Systems des E-Voting entwickeln. Die Europäische Bürgerinitiative ist ein zahnloses, technokratisches Konstrukt, welches dem Bürger eine echte Beteiligung, ein echtes Mitwirkungsrecht in Wahrheit nur vor­gaukelt. Die Europäische Bürgerinitiative richtet sich nicht, wie das in richtigen Demo­kratien eigentlich üblich ist, an das Parlament, also an die Legislative, sondern an die Europäische Kommission, also an die Exekutive.

Das hängt wohl damit zusammen, dass die EU etwas eigenartig konstruiert ist, wonach die Europäische Kommission grundsätzlich das alleinige Initiativrecht im EU-Gesetzge­bungsverfahren innehat, was für sich genommen schon – sozusagen – einer Kastration des Europäischen Parlamentes gleichkommt und ein Demokratiedefizit darstellt.


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Da sich die EU-Kommission mit solchen Initiativen lediglich beschäftigen muss und bloße Stellungnahmen abzugeben hat, zerbricht der schöne Schein des Mitsprache­rechtes an dem unverbindlichen Petitionscharakter – wenn der EU-Kommission der In­halt einer Initiative nicht gefällt, dann wird sie eben schubladisiert. Meine sehr verehr­ten Damen und Herren, das ist keine direkte Demokratie, so wie wir uns das vorstellen. (Beifall bei der FPÖ.)

Wenn wir es als kleines Österreich schon nicht schaffen, auf europäischer Ebene di­rekte Demokratie umzusetzen, welche die Bezeichnung verdient, dann sollten wir die direkte Demokratie zumindest auf nationaler Ebene in Österreich verbessern und stär­ken. Die schwarze Volkspartei, deren türkiser Lack längst abgeblättert ist, ist aber eine Bremserin, und zwar aus Furcht vor dem eigenen Wahlvolk. (Ruf bei der ÖVP: Hallo!) Die ÖVP hat im eigenen Wahlprogramm im Jahr 2017 die direkte Demokratie zwar an­geführt, aber das war reine Wählertäuschung und nicht mehr. Das hat sich dann in den Regierungsverhandlungen zwischen Schwarz und Blau im Jahr 2017 herausgestellt. Da wollten die Kurz-Jünger plötzlich nichts mehr von der direkten Demokratie wissen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)

So wurde unsere Forderung, dass von 4 Prozent der Stimmberechtigten, das ent­spricht circa 260 000 Unterschriften, eine verpflichtende Volksabstimmung erzwungen werden kann, von der vergangenen schwarz-blauen Regierung durch schwarze Taktik (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl) auf 900 000 Stimmen hinauflizitiert und schließ­lich zeitlich so weit nach hinten geschoben – bis ins Jahr 2022 –, dass sie gar nicht mehr umgesetzt werden konnte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)

Daher bringe ich folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend „die Einführung des Rechtsinstruments der Volksinitiative“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert dem Nationalrat eine Regierungsvorlage zuzu­leiten die Art. 41 Abs. 1 B-VG dahingehend ändert, dass Volksbegehren, die von zu­mindest 4 Prozent der Stimmberechtigten zu einer Nationalratswahl unterstützt wer­den, aber nicht binnen Jahresfrist vom Nationalrat, beziehungsweise Bundesrat, umge­setzt worden sind, einer verpflichtenden Volksabstimmung zu unterziehen sind.“

*****

Ich bin schon gespannt, wie die anderen Fraktionen zu diesem Antrag stehen werden.

Wie wenig die Türkisen von der direkten Demokratie wirklich halten, zeigt auch ein Blick in das türkis-grüne Regierungsübereinkommen. Dort steht nämlich gar nichts da­zu. Die Begriffe direkte Demokratie, Volksbegehren oder Volksabstimmung finden sich kein einziges Mal in diesem aktuellen Regierungsübereinkommen, und von den voll­mundigen Versprechungen der Grünen, die ich hiermit an Seite 63 ihres eigenen Wahl­programmes erinnern darf, ist in diesem Übereinkommen rein gar nichts übriggeblieben.

Wir haben es seinerzeit zumindest geschafft, das in einer abgeschwächten Variante ins Regierungsübereinkommen zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die Grünen aber haben so schlecht verhandelt, dass sie inhaltlich bereits vor der Angelobung ihrer eigenen Regierungsmitglieder auf ganzer Linie gescheitert sind.


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Meine sehr verehrten Damen und Herren, es gibt noch viel zu tun. Der Weg wird ein langer sein. Wagen wir den Schritt zu echter direkter Demokratie sowohl auf euro­päischer Ebene als auch auf nationaler Ebene! Die Wähler werden es Ihnen danken. (Beifall bei der FPÖ.)

12.16

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten KO Kickl, Mag. Reifenberger

und weiterer Abgeordneter

betreffend die Einführung des Rechtsinstruments der Volksinitiative

eingebracht in der 12. Sitzung des Nationalrates, XXVII. GP, am 27. Februar 2020 im Zuge der Behandlung des Antrages 275/A (TOP 2) der Abgeordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ulrike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Durchführung von Europäischen Bürgerinitiativen (Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz - EBIG) geändert wird (43 d.B)

Die Europäische Bürgerinitiative hat sich als EU-weites Werkzeug der direkten Demo­kratie bislang nicht behaupten können, nicht zuletzt da die dadurch suggerierte Bürger­nähe der Europäischen Kommission nicht den Tatsachen entspricht. Auch auf national­staatlicher Ebene wird die Ausweitung der direkten Demokratie gerne versprochen, die Begriffe „Volksbegehren“, „Volksabstimmung“ und „Direkte Demokratie“ tauchen im 328-seitigen Koalitionspapier der schwarz-grünen Regierung jedoch kein einziges Mal auf.

Durch die Verlängerung der Legislaturperioden von vier auf fünf Jahren mit dem Wahl­rechtsänderungsgesetz 2007, wurde den stimmberechtigten Österreichern ein Mitwir­ken an Richtungsentscheidungen, die für ihr Leben von großer Bedeutung sind, unnö­tig erschwert. In Anerkenntnis der Tatsache, dass direkte Demokratie der beste Weg ist, um die Teilhabe der Bevölkerung am politischen Prozess zu gewährleisten und zu fördern, ist es notwendig, die in der Verfassung dafür vorgesehenen Instrumente auf­zuwerten und die dafür notwendigen budgetären Mittel bereitzustellen.

Insbesondere um Volksbegehren, welche als Anliegen direkt aus der Bevölkerung kommen, mehr Gewicht im politischen Prozess zu verleihen, muss sichergestellt wer­den, dass diese zeitnahe parlamentarisch behandelt werden. Eine verpflichtende Volksabstimmung, wenn das Anliegen eines Volksbegehrens von 4 Prozent der Stimm­berechtigten unterstützt wird, aber das Parlament dem nicht mit Gesetzesbeschluss Rechnung trägt, bedeutet die Anliegen der Stimmberechtigten ernst zu nehmen.

Der Freiheitliche Parlamentsklub hat deshalb bereits am 29.02.2012 mit einem selbst­ständigen Entschließungsantrag (1856/A(E) XXIV. GP) den Ausbau der direkten De­mokratie gefordert und dazu ein konkretes Modell vorgelegt.1

Im Gegensatz zum aktuellen Regierungsprogramm für die XXVII. GP sah jenes für die XXVI. GP auch den Ausbau der direkten Demokratie vor.

Vor diesem Hintergrund stellen die unterfertigten Abgeordneten folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:


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„Die Bundesregierung wird aufgefordert dem Nationalrat eine Regierungsvorlage zuzu­leiten die Art. 41 Abs. 1 B-VG dahingehend ändert, dass Volksbegehren, die von zu­mindest 4 Prozent der Stimmberechtigten zu einer Nationalratswahl unterstützt wer­den, aber nicht binnen Jahresfrist vom Nationalrat, beziehungsweise Bundesrat, umge­setzt worden sind, einer verpflichtenden Volksabstimmung zu unterziehen sind.“

*****


Präsidentin Doris Bures: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht mit in Verhandlung.

Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Ulrike Fischer. – Bitte.


12.16.45

Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Ich grüße Sie, sehr geehrte Damen und Herren! Danke, dass ich heute hier sein darf! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich denke, es ist ein ernstes Thema. Direkte Demo­kratie: Wir können es tun oder wir können es nicht tun, und die Europäische Bürgerini­tiative, die es seit 2011 gibt, könnte natürlich heutzutage schon einen anderen Stellen­wert haben, aber wir setzen mit der Änderung einen wichtigen Schritt. Es wird in Ös­terreich nun möglich sein, eine solche Bürgerinitiative einfach, wenn man im Zentralen Melderegister mit der Meldeadresse eingetragen ist, zu unterstützen. Das heißt: Ich be­finde mich im Ausland, bin 16 Jahre alt, schreibe meine Adresse hin, die dann in Öster­reich geprüft wird, und damit kann ich mich an der direkten Demokratie beteiligen. – Das ist kein kleiner Schritt.

Es gibt im Bundesministerium für Inneres ab jetzt eine Stelle, wo man alle nötigen In­formationen bekommt: Wie startet man eine Europäische Bürgerinitiative? Wie viele Unterschriften braucht man? Wie funktioniert das Ganze? Es gibt auch eine Plattform, mittels derer man sich vernetzen kann. All diese Dinge helfen, direkte Demokratie aus­zubauen.

Wenn wir direkte Demokratie leben wollen, dann müssen wir hier im Parlament be­ginnen. Das heißt, dass wir einander auf Augenhöhe begegnen müssen, dass wir ein­ander zuhören müssen, dass wir wertschätzend sein und die Anträge der anderen ernst nehmen müssen. Wir Grüne stehen für direkte Demokratie, und der Ausbau der Europäischen Bürgerinitiative ist eine richtige, wichtige Maßnahme. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

12.18


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Felix Eypeltauer. – Bitte.


12.18.59

Abgeordneter Mag. Felix Eypeltauer (NEOS): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Wir NEOS – das wissen Sie alle – lieben und feiern das gemeinsame Europa. Wir brennen für die Idee, dass hier ein in der Welt einzigartiger Raum der politischen Freiheit für 440 Millionen Menschen besteht, die diesen Raum ihre Heimat nennen, nicht getrennt durch Grenzen, sondern vereint vor allem auch durch den European Way of Life. Was heißt European Way of Life? – Das ist ein Lebensgefühl von Freiheit und auch von Sicherheit. Es heißt, Freundschaften am ganzen Kontinent zu haben. Es heißt, zu le­ben, zu arbeiten, zu wohnen, zu lieben, wo man möchte und wie man möchte. Es heißt, sich im Nachtzug von Wien nach Rom keine Gedanken über Roaminggebühren machen zu müssen und vieles mehr. Es heißt, mit Erasmus plus die Lehre in ganz Eu­ropa machen zu können. Es heißt für Unternehmen, für Unternehmerinnen und Unter­nehmer, den gewaltigen Binnenmarkt bespielen und sich dadurch am globalen Markt besser behaupten zu können.


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Natürlich muss das alles noch viel mehr heißen. Wer dieses vereinte Europa liebt, muss es kritisieren und muss es weiterentwickeln. Heute geht es darum, wie 440 Mil­lionen Europäerinnen und Europäer bestmöglich mitentscheiden können, welchen Kurs die Europäische Union künftig nimmt. Deshalb beschließen wir, und das ist sehr be­grüßenswert, die Weiterentwicklung der Europäischen Bürgerinitiative, die damit we­sentlich niederschwelliger wird. Sie ist, das wurde vorher schon ausgeführt, ein Ins­trument der direkten Demokratie und erlaubt es einer Million Bürgern aus zumindest sieben Mitgliedstaaten, mit einem Anliegen vor die Kommission und das Europäische Parlament zu treten. Für das Sammeln der Unterschriften, auch das ist schon ausge­führt worden, gibt es künftig ein kostenfreies Onlinesammelwerkzeug und es kommt zu zahlreichen Erleichterungen und Klarstellungen. Europäische Demokratie wird heute also auch hier in Österreich ein kleines Stück erlebbarer und direkter.

Geben wir uns aber bitte keinen Illusionen hin! Die wahren Chancen für ein starkes Mit­einander Europas liegen natürlich woanders: Das beginnt bei der Kommission, die von nationalen Regierungen besetzt wird, statt dass wir die Kommissionspräsidentin direkt wählen; es geht weiter bei den Wahlen zum EU-Parlament, wo wir nationale Parteien statt europäischen Listen wählen; das drückt sich darin aus, dass das Europäische Parlament noch immer kein Gesetzesinitiativrecht hat; das gipfelt darin, dass EU-Wahlkampagnen meistens von innenpolitischen Scharmützeln bestimmt sind, die we­nig und teilweise überhaupt nichts mit der Zukunft Europas zu tun haben. Dabei, meine sehr geehrten Damen und Herren, wären das alles gewaltige Chancen, und die ge­hören genutzt. Das sage ich Ihnen als Angehöriger einer Generation, die ganz wesent­lich darauf angewiesen ist, dass sich die Union in Zukunft stark und gemeinsam weiter­entwickelt und in der Welt behauptet.

Jetzt frage ich Sie – oder fragen wir uns bitte gemeinsam –: Wer könnte diese Chance nutzen? – Ich sage Ihnen, das könnten mutige proeuropäische Politiker sein, wahre Staatsmänner und Staatsfrauen, denen die europäische Art zu leben ein Anliegen ist und die sehen, dass sich die Wirtschaft und der Freiheitsraum nur dann in der Welt behaupten können, wenn wir politisch enger zusammenarbeiten. Die Gelegenheiten gibt es natürlich auch. Ratspräsidentschaften sind solche Gelegenheiten, die gerade laufenden Verhandlungen zum EU-Finanzrahmen sind solche Gelegenheiten.

Leider erleben wir von unserer Regierungsspitze momentan gerade Aussagen über Tricks und Fallen und die Darstellung der Union als einen geldgierigen Verein. Das finde ich, ehrlich gesagt, verantwortungslos. Das ist ein weiterer Schritt auf jenem ge­fährlichen Weg, der gefährlich für die Zukunft Europas und für die Zukunft der Freiheit und des Wohlstands meiner Generation ist.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich schließe: Die europäische Art zu leben, von der ich gesprochen habe, in Freiheit, in Wohlstand und in Demokratie, hängt auch davon ab, wie wir die Europäische Union weiterentwickeln, wie wir stärker zusammen­stehen, auch, indem wir demokratische Instrumente stärken – da ist die Europäische Bürgerinitiative ein wertvoller Mosaikstein –, aber viel mehr noch, indem wir mutige, verantwortungsbewusste Politik machen und indem sich Politikerinnen und Politiker, die sich dieser Politik und dieser Zukunft auch wirklich verpflichtet fühlen, für mehr Eu­ropa, für ein handlungsfähigeres Europa, für ein stärkeres Europa einsetzen, das in der Welt mit einer Stimme spricht und das sich behaupten kann. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)

12.23


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Johann Singer. – Bitte.


12.23.38

Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanz­ler! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 116

Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren hier auf der Galerie und vor den Fernseh­geräten! Der Ursprung der Europäischen Bürgerinitiative liegt im Vertrag von Lissabon. Mit 1. April 2011 trat die entsprechende Verordnung in Kraft.

Im Jahr 2015 wurde dann eine Phase der Evaluierung dieser Europäischen Bürgerini­tiative begonnen und unter dem österreichischen Ratsvorsitz wurde diese entspre­chend weiterentwickelt. Ich darf auch noch erwähnen, dass Deutschland, Luxemburg und Finnland dabei sehr engagiert tätig waren. Diese neue Verordnung trat nun mit 1. Jänner 2020 in Kraft. Mit der heute zu beschließenden Novelle werden die nötigen Anpassungen entsprechend durchgeführt.

Eine kleine interessante Nebenbemerkung: Auf diese Novelle wirkt sich der Brexit erst­malig – zwar nur in einem sehr geringen Ausmaß, aber doch – aus: Die notwendige Mindestanzahl der Unterzeichnenden pro Mitgliedstaat wurde geändert. Für Österreich bedeutet das, dass künftig nicht mindestens 14 250 sondern 13 395 Unterschriften not­wendig sind.

Sehr geehrte Damen und Herren! Was war das Ziel der Europäischen Bürgerinitia­tive? – Ganz klar soll damit für die europäischen Bevölkerung die Möglichkeit zur Ein­flussnahme auf die Europäische Union geschaffen werden. Die Europäische Bürgerini­tiative ist ein Instrument für teilhabende und teilnehmende Demokratie, damit gibt es ein größeres Mitspracherecht in der EU-Politik. Mit dieser neuen Verordnung wird der Zugang für die Bevölkerung – das ist ganz, ganz wichtig – noch entsprechend verbes­sert.

Auf der Homepage der EU wird zum Ausdruck gebracht, dass es wichtig ist, dass sich viele Menschen an Initiativen beteiligen. Man lädt ein, stärker in Bereichen mitzube­stimmen, die das Leben beeinflussen, und man ist an der Verbreitung der Möglichkeit der Europäischen Bürgerinitiative interessiert. Auch die heutige Debatte hier in unse­rem Parlament kann ein Beitrag dazu sein. Für alle Interessierten: Das Prozedere dazu ist auf der Homepage der EU sehr detailliert dargestellt, und es gibt eine gute Anleitung zum Einbringen solcher Initiativen.

Sehr geehrte Damen und Herren, damit die Politik gelingen kann, braucht es den stän­digen Kontakt und den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Sowohl auf Bun­des- als auch auf Länder- und Gemeindeebene gibt es dazu viele Möglichkeiten. Auf Landesebene nenne ich als Beispiel den Vorarlberger Bürgerrat, auf Gemeindeebene den Lokale-Agenda-21-Prozess, den es in vielen Gemeinden Österreichs gibt.

Sehr geehrte Damen und Herren und vor allem geschätzte Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehgeräten! Ich lade Sie alle ein, die Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung zu nutzen, vom Agenda-21-Prozess bis hin zu den Europäischen Bürgerinitiativen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

12.27


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Thomas Drozda. – Bitte.


12.27.38

Abgeordneter Mag. Thomas Drozda (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuse­her auf der Galerie! Bei der gegenständlichen Novellierung geht es, wie wir gehört ha­ben, darum, die Nutzerfreundlichkeit dieses Instruments, der Europäischen Bürgerini­tiative, deutlich zu verbessern. So soll beispielsweise in Zukunft OrganisatorInnengrup­pen der Europäischen Bürgerinitiative vonseiten der Kommission ein kostenloses On­linesammelsystem zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen Unterstützungsbekun­dungen auch mittels elektronischer Signaturen möglich sein.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 117

Wenn wir uns heute für Verbesserungen im Rahmen des Europäische-Bürgerinitiative-Gesetzes aussprechen, dürfen wir aber nicht aus den Augen verlieren, warum dieses Thema so wichtig ist.

Warum Bürgerinitiativen wichtig sind, erkennt man, wenn man sich konkrete Beispiele vor Augen führt. Ich zitiere Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Be­handlung oder Strafe unterworfen werden.“ – Da würden wohl alle sehr rasch und problemlos behaupten, dass wir dem zustimmen. Die Wahrheit ist aber – ich spreche über die Causa Julian Assange –, dass europäische Regierungen in den letzten Jahren zugeschaut haben, wie genau das passiert ist. Assange hat Folter aufgedeckt, er wur­de selbst gefoltert und könnte in den USA gefoltert werden. Was, wenn nicht das, sollte in meinen Zuständigkeitsbereich fallen?, hat der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer Anfang dieses Jahres in einem Interview gesagt. Im selben Interview zeichnet er er­schütternd nach, wie rechtliche Vorwürfe gegen Assange kreiert, Zeugenaussagen ma­nipuliert wurden und Assange die Möglichkeit genommen wurde, sich zu verteidigen. Die Interviews lesen sich wie eine Anklage, zuerst gegen Schweden und in weiterer Folge gegen alle Staaten Europas und der EU. Sehen wir zu und lassen wir zu, was Assange passiert ist, dann akzeptieren wir auch, dass jeder Bürgerin und jedem Bürger in Europa das gleiche passieren kann.

Wenn Regierungen sich irren oder vorsätzlich das Falsche tun, ist es notwendig, dass sich die Menschen Europas dagegen auflehnen. Mit heutigem Stand haben deutlich mehr als 400 000 Menschen eine Petition gegen die Auslieferung an die USA unter­schrieben. Im Interesse unseres Kontinents, unserer Werte und unseres Menschenbil­des hoffe ich, dass es noch viel mehr sein werden und dass wir uns heute auch dazu durchringen können, einen weitgehenden Antrag anzunehmen. Wenn wir heute akzep­tieren, dass Assange ausgeliefert wird, was akzeptieren wir dann morgen? Welche Ein­schränkung der Meinungsfreiheit und der Bürgerrechte ist dann der nächste Schritt?

Abschließend möchte ich daran erinnern, dass es ein amerikanischer Präsident war, Truman, der vor dem Hintergrund der Schrecken des Zweiten Weltkrieges folgenden Satz prägte: Wenn nur ein einziger unbescholtener Amerikaner, der nichts falsch ge­macht hat, Angst haben muss, frei zu denken und seine Meinung offen zu äußern, dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem alle Amerikaner in Gefahr sind. – Zitatende.

Geben wir den Bürgern und Bürgerinnen Europas mehr Möglichkeit, nicht in Angst und Gefahr zu leben!

Ich bringe daher folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Mag. Thomas Drozda, Dr. Nikolaus Scherak, MA, MMMag. Dr. Axel Kassegger, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Förderung der Bürgerbeteiligung an der europäischen Politik, Stärkung der Grundrechte, Freilassung von Julian Assange aus der Haft“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den europäischen Politikprozessen zu fördern und die Bürgerbeteiligung bestmög­lich zu unterstützen.

Die Bundesregierung wird darüber hinaus aufgefordert, für die ungeteilte Achtung der europäischen Grundrechte in allen Mitgliedsstaaten der EU einzutreten, seien auch rechtliche Maßnahmen hierfür notwendig.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 118

Die Bundesregierung wird schließlich aufgefordert, sich ungeachtet der Vorwürfe, die Julian Assange gemacht werden, gegenüber der britischen Regierung aus menschen­rechtlichen und medizinischen Gründen für eine umgehende Entlassung Julian As­sanges aus der Haft einzusetzen, damit er unter fachärztlicher Aufsicht genesen und seine Grundrechte ungehindert ausüben kann,

sich gegenüber der britischen Regierung dafür einzusetzen, dass Julian Assange nicht an die USA ausgeliefert wird und

im Rahmen der EU aktiv um Unterstützung für diese Anliegen zu suchen.“

*****

Vom Antrag, der von den Regierungsfraktionen in den nächsten Minuten eingebracht werden wird, unterscheidet sich unser Antrag in zwei Punkten: Es geht um die Frage der Freilassung und es geht um die Frage und um die Möglichkeit der Nichtauslie­ferung. Genau das ist es auch, was im Europäischen Parlament beschlossen wird und wofür wir eintreten. Ich ersuche daher sehr, für diesen weitergehenden Antrag zu stim­men. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)

12.32

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Mag. Thomas Drozda, Dr. Nikolaus Scherak, MA, MMMag. Dr. Axel Kassegger, Kolleginnen und Kollegen

betreffend Förderung der Bürgerbeteiligung an der europäischen Politik, Stärkung der Grundrechte, Freilassung von Julian Assange aus der Haft

eingebracht im Zuge der Debatte zum Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 275/A der Abgeordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ul­rike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bun­desgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Durchführung von Europäischen Bür­gerinitiativen (Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz – EBIG), BGBI. I Nr. 12/2012, zu­letzt geändert durch das Bundesgesetz BGBI. I Nr. 32/2018, geändert wird (43 d.B.)

Mit dem gegenständlichen Gesetzesbeschluss soll der Zugang zur europäischen Bür­gerinitiative für die Initiatoren in mehrerlei Hinsicht erleichtert werden. Die direkte Be­teiligung der Bürgerinnen und Bürger ist eine bedeutsame Komponente für das Anse­hen und den Erfolg der europäischen Politik bei den Europäerinnen und Europäern. Denn die Bürgerinnen und Bürger tragen mit ihrer Zustimmung die europäische Union.

Die Grundrechte und die ungeteilte Anerkennung derselben ist eine weitere Säule der europäischen Politikarchitektur. Mit allen Mitteln muss unternommen werden, dass die europäischen Grundrechte in allen Mitgliedsstaaten voll inhaltlich umgesetzt und ge­achtet werden. In letzter Zeit werden allerdings Sachverhalte bekannt, wo die univer­selle europäische Geltung der Grundrechte gefährdet ist. Die Europäische Union und die anderen Mitgliedsstaaten müssen auf jene Mitgliedsstaaten auch mit rechtlichen Mitteln hinwirken, sich zum vollen Umfang und zur vollen Geltung der Grundrechte zu bekennen. Eine andere Entwicklung würde das europäische Projekt gefährden.

An einem konkreten Beispiel, das gerade von besonderer Aktualität ist, kann man die Problematik exemplarisch darstellen:

Der australische Journalist und Wikileaks-Gründer Julian Assange befindet sich seit über einem halben Jahr in kritischem Gesundheitszustand im britischen Hochsicher­heitsgefängnis Belmarsh in Auslieferungshaft.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 119

Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zum Thema Folter, Nils Melzer, for­derte eine umgehende Freilassung von Julian Assange, aus medizinischen sowie aus rechtsstaatlichen Gründen. Neben vielen Personen der Zivilgesellschaft, darunter viele JournalistInnen und Kulturschaffende, haben zuletzt 120 Mediziner und Psychologen in einem offenen Brief ein Ende der psychologischen Folter und medizinischen Vernach­lässigung von Julian Assange gefordert. Sein kritischer Gesundheitszustand sei eine Folge der jahrelangen Isolation in der ecuadorianischen Botschaft in London und im Hochsicherheitsgefängnis in London.

Der Wiki-Leaks-Gründer hatte sich aus Angst vor einer Auslieferung an die USA 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein euro­päischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Die Ermittlun­gen dazu wurden zwischenzeitlich eingestellt.

Der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, hatte kürzlich schwere Vorwür­fe gegen die Behörden in Großbritannien, Schweden, den USA und Ecuador erhoben. Seinen Aussagen zufolge wird an Assange ein Exempel statuiert, um Journalisten ein­zuschüchtern.

Die parlamentarische Versammlung des Europarates hat im Jänner d.J. in einer Re­solution die Forderungen des UN-Sonderberichterstatters Nils Melzer unterstützt und die sofortige Freilassung von Julian Assange gefordert. Es gelte zu berücksichtigen, dass die Haft und Verfolgung von Assange einen gefährlichen Präzedenzfall für Jour­nalisten darstelle. Auch das Europäische Parlament hat sich mehrfach mit diesem Sachverhalt beschäftigt.

Da europäische Grundwerte, wie Presse- und Meinungsfreiheit, entschlossen zu vertei­digen sind, stellen die unterfertigten Abgeordneten daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den europäischen Politikprozessen zu fördern und die Bürgerbeteiligung bestmög­lich zu unterstützen.

Die Bundesregierung wird darüber hinaus aufgefordert, für die ungeteilte Achtung der europäischen Grundrechte in allen Mitgliedsstaaten der EU einzutreten, seien auch rechtliche Maßnahmen hierfür notwendig.

Die Bundesregierung wird schließlich aufgefordert, sich ungeachtet der Vorwürfe, die Julian Assange gemacht werden, gegenüber der britischen Regierung aus menschen­rechtlichen und medizinischen Gründen für eine umgehende Entlassung Julian As­sanges aus der Haft einzusetzen, damit er unter fachärztlicher Aufsicht genesen und seine Grundrechte ungehindert ausüben kann,

sich gegenüber der britischen Regierung dafür einzusetzen, dass Julian Assange nicht an die USA ausgeliefert wird und

im Rahmen der EU aktiv um Unterstützung für diese Anliegen zu suchen.“

*****


Präsidentin Doris Bures: Dieser Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß einge­bracht und steht damit auch mit in Verhandlung.

Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Peter Wurm. – Bitte.



Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 120

12.33.08

Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler Kogler! – Daran muss ich mich erst gewöhnen, aber ich schaffe das schon! Frau Minister! (Vizekanzler Kogler: Ja, wenn Ihnen Strache lieber ist!) – Ja, sowieso, statt Kogler lieber Strache! (Heiterkeit des Redners sowie Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Hanger: Bist du dir da sicher?) – Statt Kogler auf alle Fälle!

Hohes Haus! Die fiebrigen Missionare reiten wieder in Österreich. Vielleicht darf ich es kurz erklären, Sie werden es vielleicht gelesen haben: Es geht darum, dass offensicht­lich in Planung und Vorbereitung ist, auch ein Rauchverbot in den Gastgärten und Schanigärten vorzuschlagen und durchzusetzen. (Abg. Hörl: So ein Blödsinn! Das sagst du nur wegen der Kammerwahlen!) Wenn man ein wenig zurückdenkt, nämlich genau fünf Jahre: 2015 – das war auch kurz vor der Wirtschaftskammerwahl – wurde hier im Hohen Haus von allen versprochen: Das totale Rauchverbot kommt nicht! – Nächste Woche sind wieder Wirtschaftskammerwahlen, und wieder werden alle hier im Haus, vor allem die ÖVP, sagen, ein Rauchverbot in den Gastgärten und Schanigärten werde nicht kommen. Deshalb machen wir heute mit einem Entschließungsantrag die Nagelprobe für die ÖVP. Da könnt ihr dann sicher zustimmen, dass das eben nicht kommen wird, dass es kein Rauchverbot in Schanigärten und Gastgärten geben wird. (Beifall bei der FPÖ.)

Wenn man allerdings die militante Splittergruppe um Herrn Rockenbauer und Co, die ja in den letzten Jahrzehnten dieses Raucherbashing durchgeführt haben, und ihr Pro­gramm kennt, wird man auch wissen, dass diese Forderung selbstverständlich bereits seit Jahren in ihrem Programm steht. Die Gefahr, dass das mit der neuen ÖVP-Grün-Regierung kommen wird, ist relativ groß, deshalb bringe ich folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Peter Wurm, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Nein zum Rauch­verbot in Gastgärten der heimischen Gastronomie“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass

- es zu keiner Planung oder Umsetzung eines Rauchverbots in den Gastgärten der heimischen Gastronomie kommt,

- es zu einer objektiven Evaluierung des derzeit bestehenden absoluten Rauchverbots in den Innenräumen der Gastronomie kommt,

- es zu einer objektiven Evaluierung des derzeit stattfindenden ‚Wirtesterbens‘, d.h. der Aufgabe vieler Gastronomiebetrieben im Zusammenhang mit dem absoluten Rauch­verbot und mit der Anti-Raucher-Kampagne, kommt.“

*****

Ich darf es vielleicht noch einmal sagen: Seit 1. November gilt das absolute Rauch­verbot, und – die Insider werden es wissen – es gibt bei sehr, sehr vielen Betriebstypen Umsatzrückgänge zwischen 20 und 40 Prozent. Es gibt und gab zahlreiche Schlie­ßungen, vor allem von traditionellen Gastronomiebetrieben. Das kann man auch von­seiten der Wirtschaftskammer nicht wegleugnen, die gibt es. Die Insider wissen das, die Gastronomie weiß das. Ich bin der Meinung, dass das der absolut falsche Schritt war.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 121

Es leiden nicht die Haubenlokale darunter, es leiden auch McDonald’s und Co nicht darunter, aber die klassischen Beiseln, die klassischen Gasthäuser, die Nachtgastro­nomie, Shishabars und Ähnliches mehr haben aufgrund dieses absoluten Rauchver­bots natürlich ganz massive Umsatzeinbrüche und es sind auch Schließungen zu ver­zeichnen. Da muss man noch einmal darüber nachdenken, das entsprechend zu über­denken.

Wofür stehen wir Freiheitliche? – Das ist, glaube ich, nichts Neues: Wir stehen für die Wahlfreiheit von Bürgern und Unternehmern und wir stehen für ein sinnvolles und ver­nünftiges Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern.

Ich möchte noch einmal ganz kurz sagen: Ich glaube, es ist höchst an der Zeit, die fieb­rigen Missionare, die es gibt und die diesen Raucherkrieg ausgelöst haben, aus dem Land zu jagen. Wir stehen für die Freiheit von Bürgern, und ich bitte Sie um Ihre Unter­stützung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)

12.37

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

des Abg. Peter Wurm

und weiterer Abgeordneter

betreffend Nein zum Rauchverbot in Gastgärten der heimischen Gastronomie

eingebracht in der 12. Sitzung des Nationalrates, XXVII. GP, am 27. Februar 2020 im Zuge der Behandlung des Antrages 275/A (TOP 2) der Abgeordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ulrike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Durchführung von Europäischen Bürgerinitiativen (Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz - EBIG) geändert wird (43 d.B)

Trotz heftiger freiheitlicher Kritik wurde am 02. Juli 2019 mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ, NEOS und JETZT das generelle Rauchverbot in der Gastronomie im Nationalrat beschlossen.1 Dieses gilt seit 1. November 2019 nunmehr in Lokalen, jedoch mit Aus­nahme der Freiflächen.

Schon im ersten Satz der Begründung des Gesetzes stützt man sich auf ein österrei­chisches Instrument der direkten Demokratie: „881.569 Unterschriften für das Don’t smoke-Volksbegehren waren ein toller Erfolg und ein eindeutiges Zeichen der ös­terreichischen Bevölkerung“ und auch in den Stellungnahmen der Parteien betont man einem direktdemokratischem Votum Rechnung tragen zu wollen.

Ein gewöhnlich gut informierter Innenpolitik- und Wien-Redakteur ließ nunmehr in ei­nem Bericht in der Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH den Puls vieler Gastro­nomen und Gäste merklich in die Höhe gehen: In schwarz-grünen Zirkeln der Verbots­kultur soll es jetzt sogar handfeste Überlegungen geben, ein absolutes Rauchverbot auch auf die Gastronomie-Gastgärten auszudehnen, welches im Volksbegehren je­doch keine Erwähnung findet. Vorbild soll Deutschland sein, wo durch die Einführung sogenannter Schutzzonen rund um Gastronomielokale auch das Rauchen im Freien und damit in den Außenbereichen verboten sein soll.2

In Österreich soll das vom grünen Gesundheitsminister Rudi Anschober geleitete Res­sort dahinterstecken, obwohl aus dem Ministerium verlautet, dass „eine Erweiterung des Rauchverbots auf Freiflächen derzeit kein Thema sei“. Dieses halbherzige De­menti klingt schon wie die Einleitung erster Maßnahmen in diesem Bereich.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 122

Gewöhnlich gut informierte Kreise wissen, dass für Anti-Raucher-Initiativen sogar der Tabakgenuss im Freien ein zu bekämpfendes Übel ist. Nach den Innenräumen der Gastronomielokalen möchte man jetzt auch den Außenbereich durch diese besondere Art der Verbotskultur von den Rauchern befreien.

Bereits bei der ersten Einführung des absoluten Rauchverbots in der Gastronomie 2015 wurde kurz vor der Wahl von ÖVP- und SPÖ-Wirtschaftskammervertretern und der Bundesregierung eine Regelung in Abrede gestellt, um sie kurz nach der geschla­genen WKÖ-Wahl 2015 einfach umzusetzen.

In diesem Zusammenhang muss es eine verbindliche Stellungnahme des zuständigen Gesundheitsministers Rudi Anschober geben, dass hier keinerlei Maßnahmen geplant oder umgesetzt werden sollen.

Daher stellen die unterzeichnenden Abgeordneten folgenden

Entschließungsantrag

Der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass

-             es zu keiner Planung oder Umsetzung eines Rauchverbots in den Gastgärten der heimischen Gastronomie kommt,

-             es zu einer objektiven Evaluierung des derzeit bestehenden absoluten Rauch­verbots in den Innenräumen der Gastronomie kommt,

-             es zu einer objektiven Evaluierung des derzeit stattfindenden „Wirtesterbens“, d.h. der Aufgabe vieler Gastronomiebetrieben im Zusammenhang mit dem absoluten Rauchverbot und mit der Anti-Raucher-Kampagne, kommt.

1                 https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/A/A_00859/index.shtml#tab-Uebersicht

2            https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Insider-Rauchverbot-baId-auch-in-den-Schanigaerten/418451757

*****


Präsidentin Doris Bures: Die Zulässigkeit dieses Entschließungsantrages ist nur dem geschuldet, dass wir in den letzten Jahren eine sehr großzügige und breite Praxis entwickelt haben, was den inhaltlichen Zusammenhang zu Verhandlungsmaterien betrifft. Ich werde ihn daher jetzt zulassen, wollte aber trotzdem noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass dieser inhaltliche Zusammenhang aus einem Antrag hervorge­hen muss und jener Abgeordnete oder jene Abgeordnete, der oder die ihn einbringt, das auch begründen muss.

Ich werde vorschlagen, dass sich die nächste Präsidialkonferenz mit dieser Frage und der Auslegung des inhaltlichen Zusammenhangs von Entschließungsanträgen befasst, um in Zukunft die Grenze vielleicht wieder klarer ziehen zu können.

Somit steht dieser Entschließungsantrag mit in Verhandlung und gelangt nach Ende der Debatte auch zur Abstimmung.

Zu Wort gelangt nunmehr Frau Abgeordnete Astrid Rössler. – Bitte.


12.39.06

Abgeordnete Dr. Astrid Rössler (Grüne): Geschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Die Europäische Bürgerinitiative ist ein relativ junges direktdemokratisches Instrument,


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 123

im Vergleich zu den Erfahrungen Österreichs mit Volksbegehren, die es in Österreich bereits seit 1964 gibt. Auf europäischer Ebene ist das eben ein relativ junges Instru­ment, das es seit 2011/2012 gibt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die formellen und zum Teil auch die inhaltlichen Hürden derzeit zu hoch sind. Es ist sehr zu be­grüßen, dass mit diesem jetzigen Beschluss diese formellen Hürden etwas gesenkt werden, um den Zugang zu diesem Instrument zu erleichtern.

Auch in Österreich gab es diesen Schritt. 1981 hat man die Zahl von 200 000 Unter­stützern und Unterstützerinnen auf 100 000 gesenkt, also halbiert. Man hat aus der Er­fahrung gelernt, dass man sich als Gesetzgeber oder als Parlament vor den direktde­mokratischen Instrumenten nicht zu fürchten braucht, sondern, ganz im Gegenteil, sie sogar noch ermächtigen und ermutigen soll.

Wir verdanken diesem bürgerschaftlichen, zivilgesellschaftlichen Engagement sehr viel: sehr viele wertvolle Diskussionen, Entwicklung von Standards, sehr viel im Um­weltbereich, auch bei sozialen Fragen. Wir verdanken dieser Debatte und diesem eh­renamtlichen Engagement in Wahrheit aber auch eine Qualität der Diskussion, die es sonst in vielen Bereichen nicht geben würde. Betreffend Umweltstandards sind es die zivilgesellschaftlichen Organisationen, die NGOs gewesen, die auf Fehlentwicklungen hingewiesen haben, die über Missstände diskutiert haben, die aber auch Lösungen vorgeschlagen haben. Genau diese Qualität der Debatte und auch die konstruktiven Vorschläge brauchen wir unbedingt. Wir sollten sie auf allen Ebenen des gesellschaft­lichen Lebens und der politischen Diskussion fördern, einfordern und natürlich inhaltlich und formell auch noch erleichtern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Andererseits hat uns die EU bei der Anhebung von Standards vor allem im Umwelt­bereich in Form der Aarhuskonvention sehr wertvolle, qualitätsvolle Verbesserungen gebracht: den Zugang zu Information, den Zugang zum Rechtsschutz, die Mitsprache in Umweltverfahren – ein ganz wichtiger Quantensprung in der Umweltgesetzgebung, auch als Impuls auf österreichischer Ebene –, die Parteistellung im Genehmigungsver­fahren; aber auch, in Österreich einzigartig, das Instrument der Umweltmediation in UVP-Verfahren, weltweit einzigartig. All dies ist auf diese Initiativen und Debatten zu­rückzuführen.

Ich begrüße es sehr, dass mit dem heutigen Schritt auf europäischer Ebene wieder so ein kleiner Quantensprung gelungen ist. Wir haben, wie auch von meinem Vorredner schon erwähnt, auch auf österreichischer Ebene, auf Gemeinde- und Regionsebene, mit der Agenda 21 ein sehr wertvolles Instrument, das wir unbedingt verbessern, ver­stärken und weiter einbringen sollen.

Das Leitbild für nachhaltige Entwicklung braucht diese Debatte auf allen Ebenen, und mit dem heutigen Gesetzesbeschluss ist dafür ein weiterer Schritt gelungen. (Beifall bei den Grünen.)

12.42


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Drobits zu Wort. – Bitte.


12.42.37

Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Erster Partner für die Politik, für die Politiker muss die Bevölkerung, müs­sen die Bürgerinnen und Bürger sein, denn das Recht hat vom Volk auszugehen; da­her ist es ganz wichtig, den Partizipationsgrundsatz im Fokus zu halten, gerade für die Politiker, wenn sie verantwortungsbewusst Politik machen wollen.


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2012 wurde durch das Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz erreicht, dass die Partizipa­tion gestärkt wird. Allerdings gibt es da sehr hohe Hürden – eine Million europäische BürgerInnen aus sieben Staaten müssen diese Initiativen unterstützen –, und diese Hürden führen dazu, dass es wenige Initiativen gibt, sodass die Partizipation nicht so gelebt wird, wie es eigentlich gedacht ist. Die Zivilgesellschaft hat aber die Möglichkeit, der Europäischen Kommission auf die Füße zu treten. Es gibt einige Themen – wenn man vom Fleisch dieser Europäischen Bürgerinitiative spricht –, die möglicherweise zu­künftige Themen sind, wie zum Beispiel das Bekenntnis zum arbeitsfreien Sonntag oder auch die Möglichkeit der Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

Heute, 2020, sehen wir, dass dieses erste Europäische-Bürgerinitiative-Gesetz relativ halbherzig und zahnlos ist, das wurde bereits von den Vorrednern erwähnt. Deshalb war es wichtig und richtig, 2015 im Rahmen der Evaluierung Initiativen zu setzen. Ös­terreich hat neben anderen Ländern Initiativen gesetzt, um zu sagen: Es gehört etwas novelliert! – Die Novellierung liegt uns vor. Im konkreten Fall brauchen wir das Gesetz, um innerstaatlich eine Begleitung zu haben, damit auch der Vollzug gewährleistet wer­den kann.

Drei Punkte dieses meiner Meinung nach lahmen Instruments – in dem formale Hürden bestehen, wobei auch die Unterschriftensammlung sehr veraltet ist – werden heute durch die Novelle geändert. Der erste Punkt ist das kostenlose Onlinesammelsystem, der zweite Punkt sind Klarstellungen und Erleichterungen, und der dritte Punkt ist für uns weniger wichtig, weil die Herabsetzung des Mindestalters auf 16 Jahre bereits er­folgt ist.

Hohes Haus, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, mir und uns muss es wichtig sein und die Zielsetzung muss darin liegen, dass das Engagement von EU-Bürgern zur Par­tizipation gesteigert wird. Es muss uns aber auch wichtig sein, dass die Beteiligung am EU-Gesetzgebungsprozess weiterhin erleichtert wird und im Endeffekt auch erweitert werden kann.

Mit diesem Gesetzesvorschlag haben wir grundsätzlich die Möglichkeit, eine Erleichte­rung zu erreichen. Es ist ein erster Schritt, meiner Meinung nach ist dieser Schritt aber zu wenig. Er macht es zwar leichter, der Europäischen Kommission auf die Füße zu treten, trägt aber nicht dazu bei, dass wir das bekommen, was wir eigentlich wollen, nämlich ein Europa für Bürgerinnen und Bürger. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Bei­fall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Schwarz.)

12.45


Präsidentin Doris Bures: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic zu Wort. – Bitte.


12.46.07

Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Ministerin! Bürgerbeteiligung, Partizipation, aber auch Meinungs- und Pressefrei­heit sowie meiner Meinung nach auch Rechtsstaatlichkeit sind ganz sicher nicht nur unumstrittene, sondern, wie wir wissen, hart erkämpfte Rechte in Europa, genauso wie sie demokratische Grundpfeiler sind, die es immer wieder zu verteidigen gilt, weil sie nicht selbstverständlich sind; insofern verstehe ich die Intention des Kollegen Drozda, den Antrag betreffend Assange einzubringen.

Sie wissen, am Montag war Prozessbeginn, und dieser sorgte international für Aufse­hen. Wieso? – Der Fall Assange wird von vielen Journalisten und Journalistinnen, Men­schenrechtsaktivisten und -aktivistinnen als ein möglicher Präzedenzfall gesehen, um Druck auf regierungskritische und investigative Journalisten auszuüben beziehungs­weise diese einzuschüchtern. Der Sonderberichterstatter über Folter der Vereinten Na-


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tionen Nils Melzer und die Parlamentarische Versammlung des Europarates sehen in diesem Zusammenhang ebenfalls die Presse- und Meinungsfreiheit in Gefahr.

Wir sagen deshalb: Angesichts der im laufenden Verfahren gegen Assange erhobenen Vorwürfe ist es auch uns wichtig, dass bestehende Rechtsschutzmechanismen auf na­tionaler wie internationaler Ebene gewährleistet werden, und bringen im Zuge dieser Debatte ebenso einen Entschließungsantrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Dr. Reinhold Lopatka, Kolleginnen und Kol­legen betreffend „Achtung, Schutz und Gewährleistung der Presse- und Meinungsfrei­heit in Europa“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich weiterhin aktiv für die Sicherheit von in­vestigativen Journalistinnen und Journalisten, Menschenrechtsaktivistinnen und Men­schenrechtsaktivisten in Europa und weltweit einzusetzen.

Weiters wird die Bundesregierung ersucht, sich auf europäischer Ebene für die Umset­zung der Empfehlungen der parlamentarischen Versammlung des Europarats sowie des UN-Sonderberichterstatters über Folter im Zusammenhang mit dem Fall Julian As­sange einzusetzen.“

*****

Es wäre ein wichtiges Zeichen – tatsächlich, da gebe ich Ihnen recht –, wenn sich diesem Antrag möglichst viele hier anschließen würden. Ich bin der Meinung, ein An­trag ist dann weitreichender, wenn möglichst viele in einem Parlament sich diesem nicht nur anschließen, sondern wenn dieser Antrag tatsächlich auch von der Mehrheit getragen wird. In diesem Sinne appelliere ich an die NEOS, aber auch an die SPÖ, sich diesem Antrag der ÖVP und der Grünen anzuschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

12.49

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Dr. Ewa Ernst-Dziedzic, Dr. Reinhold Lopatka

Kolleginnen und Kollegen

betreffend Achtung, Schutz und Gewährleistung der Presse- und Meinungsfreiheit in Europa

eingebracht im Zuge der Debatte über den Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 275/A der Abgeordneten Mag. Wolfgang Gerstl, Mag. Jörg Leichtfried, Mag. Ulrike Fischer, Dr. Nikolaus Scherak, MA, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, über die Durchführung von Europäischen Bürgerinitiativen (Europäi­sches-Bürgerinitiativen-Gesetz – EBIG), BGBl. I Nr. 12/2012, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 32/2018, geändert wird (43. d.B.)

Begründung

Neben der Bürgerbeteiligung sind auch Medien-, Informations- und Meinungsfreiheit tragende Säulen einer liberalen Demokratie. Unabhängige Medien, kritischer und in-


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vestigativer Journalismus, Menschenrechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten spielen in diesem Zusammenhang als sogenannte „Vierte Gewalt“ im Staat eine zen­trale Rolle. Sie tragen nicht nur wesentlich zur politischen Meinungs- und Willensbil­dung der Bevölkerung bei; investigativer Journalismus und Menschenrechtsarbeit zei­gen demokratiegefährdendes Fehlverhalten auf und können so die dafür Verantwort­lichen zumindest indirekt zur Rechenschaft ziehen. Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte, drei europäische Grundwerte, können nur gewahrt bleiben, wenn Regierungen offen, transparent und verantwortlich agieren.

In anderen Worten: Unabhängige Journalistinnen und Journalisten, Menschenrechts­aktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten und investigative Plattformen sind ein grundlegendes demokratisches Korrektiv und tragen wesentlich dazu bei, dass unter anderem systematische oder schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen aufge­deckt werden. Journalistische Enthüllungsarbeit darf nicht strafrechtlich verfolgt wer­den. Im Gegenteil sie muss geschützt und gefördert werden. Regierungen trifft somit eine klare menschenrechtliche Pflicht, die Sicherheit von Journalistinnen und Journa­listen, Menschenrechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten zu achten, schützen und zu gewährleisten, und mittels konkreter Maßnahmen zur effektiven Verbesserung des Arbeitsumfelds und der Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten, Men­schenrechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten beizutragen.

Der Fall Julian Assange wird von vielen Journalistinnen und Journalisten, Menschen­rechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten als ein möglicher Präzedenzfall ge­sehen, um Druck auf regierungskritische und investigative Journalistinnen und Journa­listen auszuüben bzw. um diese einzuschüchtern. Der Sonderberichterstatter über Fol­ter der Vereinten Nationen, Nils Melzer, und die parlamentarische Versammlung des Europarates sehen in diesem Zusammenhang ebenfalls die Presse- und Meinungs­freiheit in Gefahr. Angesichts der erhobenen Vorwürfe im laufenden Verfahren gegen Assange ist es wichtig, dass bestehende Rechtsschutzmechanismen auf nationaler und internationaler Ebene gewährleistet werden.

Da europäische Grundwerte, wie Presse- und Meinungsfreiheit entschlossen zu vertei­digen sind, stellen die unterfertigenden Abgeordneten daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich weiterhin aktiv für die Sicherheit von in­vestigativen Journalistinnen und Journalisten, Menschenrechtsaktivistinnen und Men­schenrechtsaktivisten in Europa und weltweit einzusetzen.

Weiters wird die Bundesregierung ersucht, sich auf europäischer Ebene für die Um­setzung der Empfehlungen der parlamentarischen Versammlung des Europarats sowie des UN-Sonderberichterstatters über Folter im Zusammenhang mit dem Fall Julian As­sange einzusetzen.“

*****

12.49.16


Präsidentin Doris Bures: Dieser Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und ordnungsgemäß eingebracht. Er steht mit in Verhandlung und wird gleich abge­stimmt.

Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Damit kommen wir zur Abstimmung.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 127

Wir kommen zur Abstimmung über den Gesetzentwurf samt Titel und Eingang in 43 der Beilagen.

Ich ersuche jene Damen und Herren, die dem Gesetzentwurf die Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Der Gesetzentwurf ist einstimmig angenommen.

Wir kommen sogleich zur dritten Lesung.

Wer in dritter Lesung die Zustimmung gibt, den ersuche ich um ein Zeichen der Zustim­mung. – Der Gesetzentwurf ist somit in dritter Lesung einstimmig angenommen.

Damit gelangen wir zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordne­ten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend „die Einführung des Rechtsins­truments der Volksinitiative“.

Wer sich für diesen Entschließungsantrag ausspricht, den ersuche ich um ein Zei­chen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt.

Wir kommen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Drozda, Scherak, Kassegger, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Förderung der Bür­gerbeteiligung an der europäischen Politik, Stärkung der Grundrechte, Freilassung von Julian Assange aus der Haft“.

Wer spricht sich für diesen Entschließungsantrag aus? (Abg. Leichtfried: Das scheint nicht klar zu sein!)

Da die Parlamentsdirektion sagt, dass es schwierig ist, das jetzt genau festzustellen, mache ich von der Möglichkeit Gebrauch, zwei Schriftführer zu mir zu bitten, um eine Stimmenzählung vorzunehmen. – Frau Abgeordnete Steinacker und Frau Abgeordnete Ecker, ich bitte, die Stimmen zu zählen. (Die Schriftführerinnen Ecker und Steinacker nehmen die Stimmenzählung vor. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leicht­fried – in Richtung ÖVP –: Während der Abstimmung braucht keiner hereinzukom­men! – Abg. Krainer: Wie viele waren das jetzt? Da müssen wir gleich zwei abzie­hen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Lopatka und Wögin­ger betreten den Sitzungssaal und begeben sich auf ihre Plätze. – Rufe bei der SPÖ: Na geh! Hallo!) – Die Zählung ist bereits durchgeführt. Es gibt noch eine Kontrolle. (Abg. Krainer – in Richtung ÖVP weisend –: Die zwei darf man aber nicht mitzählen! – Rufe bei der SPÖ: Minus vier!)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind in einer Abstimmung. Ich bitte um Geduld, auch wenn die Abstimmung ein paar Minuten länger dauert. (Abg. Kickl: Ja, werden die jetzt mitgezählt oder nicht? – Ruf bei der ÖVP: Na sicher! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Die Schriftführer haben mir mitgeteilt, dass die Stimmenzäh­lung fertig ist. Ich habe das Ergebnis hier auf dem Zettel, es gibt nur noch eine Kon­trolle. Das entscheiden die Schriftführer, sie werden mir das Ergebnis geben. (Abg. Drozda: Der Wöginger zu spät bei der Abstimmung, das hat es schon einmal gege­ben! – Abg. Leichtfried: Da ist es um die Pensionen gegangen! – Abg. Kickl – in Rich­tung ÖVP –: Da kommt schon wieder wer! – Abg. Matznetter: Die werden immer mehr von der ÖVP! – Ruf bei der FPÖ: Noch dreimal zählen, dann sind alle Schwarzen da!)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, dass es für uns wichtig ist, dass wir, auch wenn es ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt, diese Abstimmungsvorgänge so absolvieren, dass es nachher keine Unklarheiten gibt.

Da der Unterschied beim Ergebnis ohnedies einige Stimmen beträgt, braucht es jetzt auch keine große Debatte, um eines auf oder ab, weil der Unterschied größer ist. (Abg. Kickl: Ist schon eine Grundsatzfrage!)

Der Entschließungsantrag wurde mit 91 Stimmen abgelehnt und es gibt 71 Pro-Stim­men. Das heißt, der Entschließungsantrag hat keine Mehrheit gefunden.


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 128

Wir kommen nun zum Entschließungsantrag der Abgeordneten Peter Wurm, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend „Nein zum Rauchverbot in Gastgärten der heimischen Gastronomie“.

Wer ist für diesen Entschließungsantrag? – Das ist einfach zu erkennen: Das ist ab­gelehnt.

Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic, Reinhold Lopatka, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Achtung, Schutz und Gewährleistung der Presse- und Meinungsfreiheit in Europa“.

Wer ist für diesen Entschließungsantrag? – Auch das ist gut zu erkennen: Das ist ein­stimmig angenommen. (9/E)

12.58.083. Punkt

Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 176/A(E) der Abgeordne­ten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen betreffend bessere Fortbil­dungsmöglichkeiten im Sicherheitsbereich (44 d.B.)


Präsidentin Doris Bures: Wir gelangen zum 3. Punkt der Tagesordnung.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Christian Lausch. – Bitte.


12.58.36

Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Ge­schätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Leider Gottes fin­det der Entschließungsantrag heute keine Mehrheit – das wäre eine wichtige Sache. Seit 2006 findet im Bereich Sicherheit der Studiengang Polizeiliche Führung auf der Fachhochschule in Wiener Neustadt sehr erfolgreich statt. Ich möchte mit diesem Ent­schließungsantrag – ich glaube, das ist legitim, wenn man sich hier im Haus überpar­teilich für die Justizwache einsetzt und immer beteuert, man will die Justizwache stär­ken, ihr helfen – die gleichen Rechte auch der Justizwache zukommen lassen. Leider Gottes gibt es dafür keine Mehrheit.

Es gibt einen Selbständigen Entschließungsantrag aller Parteien, der im Prinzip das Gleiche sagt. In dem von mir eingebrachten Entschließungsantrag heißt es: „Die Bun­desregierung wird aufgefordert die Fortbildungskooperation im Bereich Sicherheit zu verbessern, indem öffentlich-rechtlich Bediensteten im Sicherheitsbereich der Justiz­wache, der Zugang zum Fortbildungsangebot der Fakultät Sicherheit an der FH Wiener Neustadt ermöglicht wird.“

Da steht jetzt also nichts betreffend den Vizekanzler und Beamtenminister, den Innen­minister, den Justizminister. Man wollte dann drinnen haben: in die Gespräche mitein­zubeziehen. Das sagt dieser gemeinsame Antrag jetzt. Im Rahmen der Gespräche soll auch abgeklärt werden, welche bereits bestehenden Fortbildungsangebote im Rahmen von Fortbildungskooperationen auch für die Justizwache zugänglich gemacht werden können. Da ist für mich schon wieder ein bisschen ein schlechtes Gefühl, denn die Justizwache versucht das schon lange, schon über Jahre, und es wurde eigentlich im­mer verwässert. Man hat gesagt, man muss einmal mit der Strafvollzugsakademie, der sogenannten Stak reden, vielleicht gibt es da auch ein Angebot. Man wollte das, aber es zieht sich schon über Jahre, dass man das jetzt durchbringt. (Präsident Hofer über­nimmt den Vorsitz.)

Mit diesem abgeänderten Antrag – ich bin zwar drauf und dabei – bin ich nicht sonder­lich glücklich, denn er ist nicht so konkret wie mein ursprünglicher Entschließungsan-


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 129

trag; aber so ist es, wenn zwei Parteien regieren, jetzt haben wir eben diesen Mehrpar­teienantrag.

Ich glaube, für die Sicherheitsexekutive gilt es, auch ein Sicherheitspaket als Ganzes zu schnüren, da sind noch einige Sachen im Argen: Schaffung von Sicherheitsassis­tenten; mehr Anerkennung für die Justizwache; Umbenennung der Justizwache analog der Kiab, die jetzt Finanzpolizei heißt – dass man die Justizwache in Justizpolizei um­benennt, wäre dringend notwendig, um auch den Stellenwert dieser Berufsgruppe zu heben, die Anerkennung zu heben –; Definitivstellung; Schutz der Privatsphäre; Nein zu irgendwelche Fantasien von Nummerntafeln an den Uniformen von Justizwache und Polizisten; Stärkung der Persönlichkeitsrechte; finanzielle Besserstellungen; Schwerarbeiterregelung – ich glaube, Exekutivdienst ist Dienst an uns allen, an der Si­cherheit, ist Schwerarbeit mit Nachtdienst, Wochenenddienst, Schicht- und Wechsel­dienst, Feiertagsdiensten –; Ballungsraumzulage; Regelung für 50-plus-Bedienstete – man wird einsehen, dass Bedienstete über 50 Jahre, die schon 20 bis 30, 35, 40 Jahre Exekutivdienst machen, dann nicht mehr an vorderster Front stehen können bezie­hungsweise wird es da auch eigene Regelungen für den Innendienst und so weiter geben müssen –; Polizeiausbildung als öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis.

In diesem Zusammenhang, weil da noch viel, viel für die neue Bundesregierung zu tun ist – die alte Bundesregierung mit unserer Beteiligung hat das alles angedacht, hat das alles auf Schiene gebracht, teilweise hat es die ÖVP jetzt wieder vergessen –, wollen wir sie mit einem Entschließungsantrag wieder daran erinnern:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Herbert Kickl, Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen betref­fend „freiheitliches Sicherheitspaket“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Schaffung von Sicherheitsassistenten“; „Anerkennung der Justizwache“; „Umbenen­nung der Justizwache in Justizpolizei“; „Definitivstellung“ aufrechterhalten; „Schutz der Privatsphäre“; „Nein zu ‚Nummerntafeln‘“, Namensschildern auf den Uniformen; „Stär­kung der Persönlichkeitsrechte“; „Finanzielle Besserstellung“; Aufnahme in die „Schwerarbeiterregelung“ der Justizwache, dann vielleicht bald Justizpolizei; „Ballungs­raumzulage“; „Regelung für 50+ Bedienstete“ mit Innendienst und dienstlichen Erleich­terungen; „Polizeiausbildung als öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis“.

*****

Ich ersuche den Nationalrat parteiübergreifend, dass man sich zur Exekutive, zur Si­cherheit, zur Polizei, zur Justizwache bekennt und um Zustimmung zu diesem Ent­schließungsantrag. Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)

13.04

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten KO Herbert Kickl, Christian Lausch

und weiterer Abgeordneter

betreffend freiheitliches Sicherheitspaket


Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 130

eingebracht in der 12. Sitzung des Nationalrates, XXVII. GP, am 27. Februar 2020 im Zuge der Behandlung des Antrages 176/A(E) (TOP 3) der Abgeordneten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen betreffend bessere Fortbildungsmöglichkeiten im Sicherheitsbereich (44 d.B.)

Der österreichische Staat ist derzeit mehr denn je gefordert gesetzliche Vorausset­zungen zu schaffen, die der Exekutive im Kampf gegen die Kriminalität auch in Zukunft wirksames Handeln ermöglichen. Fortbildungskooperationen im Bereich Sicherheit sind dabei ein wichtiger erster Schritt.

Die schwarz-grünen Koalitionsparteien trachten jedoch anscheinend mehr danach die öffentlich-rechtlich Bediensteten im Sicherheitsbereich einzuschränken und machen damit wahr, wovor die FPÖ mit einem Entschließungsantrag bereits am 13.11.2019 ge­warnt hat1.

Allein die im Regierungsprogramm vorgesehene Einführung einer zusätzlichen Behör­de, die Vorwürfe gegen Polizisten prüfen soll, ist als klarer Vertrauensbruch des Innen­ministers gegenüber den eigenen Beamten zu werten.

Auch die angekündigten großen Namenschilder bzw. Dienstnummern, die Exekutiv­beamte in Zukunft tragen sollen, sind ein weiteres klares Misstrauensvotum der Regie­rung gegenüber den Polizisten.

Was die Justizwache betrifft, so waren diese Bediensteten in den vergangenen Jahren nicht nur bei der personellen Ausstattung die Stiefkinder des Ressorts.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert dem Nationalrat ein Gesetz vorzulegen, wel­ches als dringendes Maßnahmenpaket für öffentlich-rechtlich Bedienstete im Sicher­heitsbereich, insbesondere bei Polizei, Justizwache und anderen ähnlichen Berufs­gruppen des öffentlichen Dienstes, folgende Kernpunkte enthält:

•             Schaffung von Sicherheitsassistenten: Ergänzend zur herkömmlichen Ausbil­dung braucht es die Einführung von Sicherheitsassistenten bei der Polizei, um die akute Personalnot zu beheben. Dabei sollen Jugendliche nach der Pflicht­schule in einer 3-jährigen Ausbildung den Polizeiberuf erlernen und die Ausbil­dung mit der Dienstprüfung abschließen. Ab dem 2. Ausbildungsjahr sollen diese Sicherheitsassistenten auch zu einfachen Unterstützungsdiensten heran­gezogen werden (z.B. Schulwegsicherung oder Parteienverkehr auf der Polizei­inspektion), und damit die Polizistinnen und Polizisten der Dienststelle personell wie auch administrativ entlasten.

•             Anerkennung der Justizwache: Die Bediensteten der Justizwache dürfen nicht durch Zivilpersonen ersetzt werden, sondern müssen vielmehr im Sinne der Vollzugszwecke gestärkt werden. Der Beruf des Justizwachebeamten ist kein Betreuungsberuf, die Beamten sind keine Sozialarbeiter, sie erbringen Sicher­heitsleistungen.

•             Umbenennung der Justizwache in Justizpolizei: Nach der Auflösung der Zoll­wache, der Zusammenführung von Bundessicherheitswachkorps, Kriminalbe­amtenkorps und Bundesgendarmerie in die einheitliche Bundespolizei sowie der Umbenennung der KIAB in Finanzpolizei, ist der logische nächste Schritt die Umbenennung der Justizwache, die ähnlich der Polizei Exekutivdienst ver­sieht, in Justizpolizei.


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•             Definitivstellung: Zur Sicherheit bei der Ausübung des Berufes wird nach einer Dienstzeit von vier statt bisher sechs Jahren im provisorischen Dienstverhältnis die Definitivstellung gewährt

•             Schutz der Privatsphäre: Es wird ein medienrechtlicher Schutz der Privatsphäre der Bediensteten eingeführt. Wird bei Eingriffen die Privatsphäre von Bediens­teten durch Veröffentlichungen verletzt, kann der Dienstgeber im Wege der Fi­nanzprokuratur die Ansprüche der Betroffenen geltend machen.

•             Nein zu „Nummerntafeln“: Namensschilder bzw. Dienstnummern, die Polizisten sichtbar tragen müssen, sind geeignet diese zum Ziel persönlicher Anschuldi­gungen oder Angriffe zu machen und dürfen keinesfalls eingeführt werden.

•             Stärkung der Persönlichkeitsrechte: Werden gegen öffentlich-rechtlich Bediens­tete strafrechtlich relevanten Anschuldigungen erhoben, beispielsweise unge­rechtfertigte Misshandlungsvorwürfe, übernimmt die Dienstbehörde die aktive Verfolgung des Anschuldigers, um das Risiko nicht auf den Bediensteten abzu­wälzen.

•             Finanzielle Besserstellung: Pauschalierte Zulagen und Nebengebühren werden Bestandteil des Grundbezuges und somit 14x jährlich ausbezahlt, um eine Ver­besserung im Krankheitsfall zu erreichen und Überstunden zu attraktivieren.

•             Schwerarbeiterregelung: öffentlich-rechtlich Bediensteten, insbesondere im Exekutivdienst, dh. etwa bei Polizei, Justizwache oder Bundesheer und ande­ren ähnlichen Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes, sollen im Sinne der be­schlossenen Regelung für ASVG-Versicherte, abschlagsfrei in Pension gehen dürfen.

•             Ballungsraumzulage: um den Mehraufwand in arbeitsintensiven Polizeidienst­stellen zu würdigen aber auch der damit einhergehenden Personalfluktuation wirkungsvoll zu begegnen, braucht es für einschlägige Tätigkeiten in Ballungs­räumen eine wertschätzende Zulage.

•             Regelung für 50+ Bedienstete: Durch verbesserte dienstliche Rückzugsmöglich­keiten (exekutiver Innendienst, Verwaltungsdienst ect.) soll langgedienten öf­fentlich-rechtlich Bediensteten im Sicherheitsbereich der Rückzug aus dem Schicht- und Wechseldienst ermöglich werden. Dabei soll der Verlust etwaiger Zulagen stufenweise abgefedert werden.

•             Polizeiausbildung als öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis: Derzeit werden Polizeischüler (Aspiranten) auf Basis eines Sondervertrages nach dem Ver­tragsbedienstetenrecht aufgenommen. Nicht zuletzt aufgrund der nunmehr vor­handenen Ausbildungsplanstellen ist inzwischen wieder eine Aufnahme der Polizeischüler in ein befristetes öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis sinnvoll und notwendig.“

1 https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_00049/imfname_771655.pdf

*****


Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Antrag wurde in den Grundzügen erläutert, er wird gerade verteilt, ist ordnungsgemäß eingebracht und steht somit in Verhandlung.

Zu Wort gelangt nun Frau Kollegin Mag.a Michaela Steinacker. – Bitte schön, Frau Ab­geordnete.


13.04.23

Abgeordnete Mag. Michaela Steinacker (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Innenminister! Ich ha-


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be die Aussagen des Kollegen Lausch gerade eben gehört, aber ich denke, wenn ich die Diskussion, die wir im Ausschuss gehabt haben, ernst nehme und evaluiere, dann weiß Kollege Lausch natürlich ganz genau, warum alle Parteien gemeinsam einen Selbständigen Entschließungsantrag zu dem Thema gemacht haben.

Ziel ist, dass die Justizwachebeamten in ihrer Arbeit gewürdigt werden und Möglich­keiten haben, zukünftig auch Karriere zu machen. Karriere machen heißt und bedeutet, dass die Justizwache als Wachkörper mit ihren Spezialitäten auch wahrgenommen und ernst genommen wird. Das bedeutet, dass die Justizwache Besonderheiten – Kollege Lausch, Sie sollten das eigentlich genauer wissen! –, andere Aufgabenstellungen hat als die Polizei. Daher kann man bei Ausbildungen nicht einfach Copy-and-paste ma­chen. Dazu hat ja der Herr Innenminister ganz klar gesagt, selbstverständlich ist er zur Zusammenarbeit mit der Justizwache und zur Einführung einer Ausbildung auf der Fachhochschule in Wiener Neustadt bereit. Selbstverständlich sollen die Justizwache­beamten die Möglichkeit haben, in Zukunft einen Karriereweg zu beschreiten, der viel­leicht irgendwann einmal auch in einer Ausbildung auf Bachelorniveau endet.

Selbstverständlich sollen Synergien gehoben werden, nur hat natürlich die Justizwache weit weniger Mitglieder als das Polizeicorps, aber selbstverständlich gibt es Module im Rahmen einer modularen Ausbildung – so, wie uns das vorschwebt –, die gemein­schaftlich, gemeinsam gemacht werden können, die völlig ident sind, weil es um allge­meine Sicherheitsthemen geht, zu denen unsere Justizwache ja auch regelmäßig aus­gebildet wird.

Darüber hinaus gibt es eben Spezialitäten, denn die Justizwachebeamten haben kei­nen Innendienst als solchen, wo sie auch einmal Schreibtischarbeit machen, sie sind in den Haftanstalten permanent Gefährdungen ausgesetzt. Sie müssen durch ihre beson­dere Bekleidung geschützt werden, sie müssen durch die Möglichkeiten, die sie haben, aggressive Insassen auch entsprechend zu separieren und mit der Sicherheit für ihre eigene Person entsprechend umzugehen, besonders geschützt werden. Am Ende des Tages bedeutet das doch, dass die Justizwachebeamten als dritte Sicherheitssäule Österreichs für uns alle da sind, neben der Polizei und neben dem Bundesheer.

Meine Damen und Herren, die Zusammenarbeit ist in die Wege geleitet, es wird diese Fortbildungskooperation geben. Es ist angedacht gewesen, schon unter unserem Bundesminister Moser. Als er noch für die Justiz zuständig war, hat er sich selbstver­ständlich bemüht, Synergien zu heben. Wir sind alle bereit, diese gemeinsam zu he­ben.

Zum direkten Ansprechen der Bundesregierung und insbesondere auch des Herrn Vi­zekanzlers, der für den öffentlichen Dienst zuständig ist: Es geht ja am Ende des Ta­ges darum, dass eine andere Bewertung der Positionen vorgenommen werden muss, und dazu ist, glaube ich, der Vizekanzler, darauf haben wir uns im Regierungspro­gramm schon verständigt, selbstverständlich bereit.

In diesem Sinne: Für die Justizwache, für ein sicheres Österreich, eine moderne Aus­bildung! Wir alle bedanken uns bei allen Justizwachebeamtinnen und -beamten für ihr großartiges Tun jeden Tag. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Jakob Schwarz.)

13.07


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Frau Kollegin Mag. Selma Yildi­rim. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.


13.07.57

Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mit­glieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Der vor­liegende Bericht des Verfassungsausschusses beschäftigt sich mit den Fortbildungs-


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möglichkeiten im Sicherheitsbereich, insbesondere mit besseren Fortbildungsmöglich­keiten für Justizwachebedienstete.

Dazu darf ich vorweg festhalten, dass die Justizwachebediensteten einen außerordent­lich wichtigen Beitrag für die Sicherheit innerhalb und außerhalb der Justizanstalten leisten. Trotz einer Klientel, die immer schwieriger wird, wird nicht nur sichere Verwah­rung gewährleistet, sondern darüber hinaus gibt es auch den gesetzlichen Auftrag, für die Resozialisierung zu sorgen. Es sind dies außerordentlich herausfordernde Aufga­ben, besonders unter den Rahmenbedingungen, die derzeit für diese Bediensteten ge­geben sind.

Es ist grundsätzlich erfreulich, dass wir mit dem heutigen Beschluss einen Schritt in die richtige Richtung machen, mit dem Ziel, die Situation für Justizwachebedienstete zu­mindest partiell zu verbessern. Der Bachelorstudienlehrgang Polizeiliche Führung an der Fachhochschule Wiener Neustadt steht nur Polizistinnen und Polizisten offen, für Bedienstete in leitender Funktion im Sicherheitsbereich der Justizwache existiert nichts Vergleichbares.

In einer sehr sachlichen Debatte aller Parteien wurde im Verfassungsausschuss ge­meinsam der ursprüngliche Entschließungsantrag noch verbessert. Ministeriumsüber­greifende Gespräche sollen nun eine Neubewertung von Karrierewegen für Justizwa­chebedienstete ermöglichen.

Dabei soll auch abgeklärt werden, welche bereits bestehenden Fortbildungsangebote im Rahmen von Kooperationen für die Justizwache zugänglich werden können, das heißt, gemeinsam wird eine Richtschnur dafür gelegt, wie es zu Verbesserungen im Bereich der Justizwache kommen kann. Die involvierten Ministerien stehen im Zusam­menhang mit dieser klar formulierten einstimmigen Beschlussfassung im Nationalrat in der Verantwortung und haben nun eine Bringschuld.

Trotz dieses erfreulichen Erfolges muss an dieser Stelle aber schon daran erinnert werden, dass in der Justizwache nach wie vor ganz andere Probleme bestehen. Die längst versprochene und eigentlich beschlossene Aufstockung um 200 Justizwache­beamtinnen und -beamte ist immer noch nicht da. Eine außerordentliche personelle Anspannung in den Justizanstalten ist unübersehbar. Von mir wird deshalb heute ein Selbständiger Entschließungsantrag eingebracht, bei dem die Forderung von zusätzli­chen 200 Justizwachebeamtinnen und Justizwachebeamten mit ein Thema ist.

In Österreich war es über Jahrzehnte üblich, dass es bei einer Aufstockung des Per­sonals im Bereich der Polizei auch eine entsprechende Aufstockung beim Personal der Justizwache gegeben hat, und zwar im Verhältnis 10 : 1. Wenn also beispielsweise 2 000 Polizisten mehr beschlossen worden sind, dann sind auch 200 Bedienstete bei der Justizwache dazugekommen – mit gutem Grund, denn bei 2 000 PolizistInnen mehr im Dienst gibt es dementsprechend mehr aufgeklärte Kriminalfälle und in der Regel dann auch mehr Insassen in den Justizanstalten. Die schwarz-blaue Bundesre­gierung ist von diesem sinnvollen Prinzip abgewichen und hat damit wesentlich zur derzeitigen außerordentlichen personellen Anspannung im Bereich der Justizwache beigetragen.

Nicht vergessen werden sollte, dass im Sommer letzten Jahres mit großer Mehrheit eine Entschließung gefasst wurde, die Justizwachebediensteten in die Schwerarbeiter­regelung aufzunehmen. Die gesetzliche Umsetzung dieses parlamentarischen Ver­sprechens fehlt noch immer.

Es gäbe noch genug andere Themen im Bereich der Justizwache zu diskutieren, wozu ich hier aber aus zeitlichen Gründen nicht komme. Die heute zur Diskussion stehende Entschließung mit dem Ziel einer sinnvollen, berufsbegleitenden Weiterbildung für Jus­tizwachebedienstete unterstützt meine Fraktion jedenfalls sehr gerne, und wir freuen


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uns, dass hier Einvernehmen über eine gemeinsame Vorgangsweise erzielt werden konnte. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

13.12


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist nun Frau Abgeordnete Mag. Ag­nes Sirkka Prammer. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.


13.12.29

Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Herr Vizekanz­ler! Herr Minister! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuse­herinnen und Zuseher! Wir sind in Wien, Justizanstalt Wien-Mittersteig. Es ist Sonntag­abend, halb sieben, alles bereitet sich langsam auf den Nachtdienst vor. Das Wach­personal hofft auf eine ruhige Nacht, bevor die nächste, anstrengende Woche beginnt. Plötzlich riecht es nach Rauch. Es schlagen schon Flammen aus den Fenstern: Feu­eralarm.

Feuer in der Justizanstalt bedeutet allerhöchste Gefahr. Feuer löst den Instinkt aus, da­vonzulaufen, genau das aber können die Insassen einer Justizanstalt nicht. Man kann ihnen nicht sagen: Ruhe bewahren! Begeben Sie sich zum nächsten Notausgang! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Gehen Sie zügig, aber drängeln Sie nicht! – Die sind einge­sperrt, und das auch aus gutem Grund.

Angst macht sich breit, Panik droht auszubrechen, es besteht höchste Lebensgefahr. Was also tun?

Was die Beamten am Mittersteig an diesem Abend getan haben, war einfach nur be­eindruckend: Sie haben die Feuerwehr alarmiert und sind dann in die verrauchte Ab­teilung hineingegangen, dorthin, wo schon die Flammen aus den Fenstern schlugen, dorthin, wo der Rauch in den Augen beißt und in der Lunge brennt. Sie haben die In­sassen, die ihnen anvertraut sind, dort herausgeholt, haben sie aus der Gefahr geholt, haben dafür gesorgt, dass sie in einer anderen Justizanstalt aufgenommen wurden, und dann erst haben sie sich selbst in Sicherheit gebracht. Das sind Helden! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Herr.)

Wir wollen, dass diese Menschen und ihre Kolleginnen und Kollegen in diesem so wichtigen Beruf auch Karriere machen können. Was wir heute beschließen, ist der erste Schritt dahin. Aktuell ist es nämlich so, dass die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Systems überschaubar sind. Wir wollen für leitende Exekutivbeamte eine Ausbil­dung auf akademischem Niveau an der Fachhochschule Wiener Neustadt ermöglichen und entsprechende weiterführende Qualifikationen im Strafvollzugsmanagement schaf­fen. Diese Qualifikation würde den nationalen und internationalen Entwicklungen ver­gleichbarer Führungspositionen im Bildungsbereich um nichts nachstehen. Sie würde den berufsspezifischen Anforderungen nachhaltig Rechnung tragen, das Berufsbild der leitenden Justizwachebeamten für künftige InteressentInnen attraktiver machen und nicht zuletzt das Image der Justizwacheoffiziere bedeutend heben. Das Ziel ist, dass sich leitende Exekutivbedienstete mit einem abgeschlossenem Bachelorstudium bezie­hungsweise einem entsprechenden Aufbaulehrgang künftig auch wieder für höchste Leitungspositionen bewerben können.

Unser Strafvollzugssystem hat das Ziel, dass Verurteilte nach Verbüßung ihrer Haft wieder wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sein können. Dazu braucht es gut ausge­bildete und motivierte MitarbeiterInnen in der Justizwache. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit Einsatz und Motivation in Vorleistung gegangen, jetzt liegt es an uns, nachzuziehen und ihnen höhere Ausbildungswege und Karrieremöglichkeiten zu schaffen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

13.16



Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll12. Sitzung, 27. Februar 2020 / Seite 135

Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Kollege Dr. Johannes Margrei­ter. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


13.16.09

Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Weshalb sperren wir in Österreich Menschen ein? – In Zeiten, in denen über eine präventive Haftform, bekannt auch als Willkür- oder Sicherungshaft, diskutiert wird, ist das eine nicht ganz untriviale Frage, wie mir scheint. Wir sperren Menschen ein, die Unrecht begangen haben oder im dringenden Tatverdacht stehen, Unrecht begangen zu haben. Die Betonung liegt dabei auf begangen haben, und dabei sollte es auch bleiben, meine Damen und Herren.

Menschen, die Straftaten begangen haben, werden eingesperrt. Das heißt, es wird über einen beschränkten Zeitraum, der vom Gesetz vorgegeben und von der Richterin genau zugemessen wird, die persönliche Freiheit massiv und entscheidend einge­schränkt.

Warum tun wir als Gesellschaft das? – § 20 des Strafvollzugsgesetzes führt den Zweck des Strafvollzugs aus. Ich zitiere: „Der Vollzug der Freiheitsstrafen soll den Verurteilten zu einer rechtschaffenen und den Erfordernissen des Gemeinschaftslebens angepaß­ten Lebenseinstellung verhelfen und sie abhalten, schädlichen Neigungen nachzu­gehen. Der Vollzug soll außerdem den Unwert des der Verurteilung zugrunde liegen­den Verhaltens aufzeigen.“ – Wir sehen, unser Strafrecht endet nicht mit dem Urteils­spruch des Richters oder der Richterin. Mit dem Urteilsspruch beginnt erst die eigent­liche Arbeit, eine Arbeit, die meines Erachtens in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu wenig Beachtung und Wertschätzung findet. Ich bin daher sehr dankbar dafür, dass es diese Initiative gibt, über die wir heute hier im Hohen Haus sprechen können.

Im Schnitt befindet sich ein Inhaftierter in Österreich 23,7 Monate, annähernd also rund zwei Jahre, in Haft. Damit wird deutlich, welch enorme Verantwortung auf den öster­reichischen Justizanstalten und den Justizwachebeamtinnen und -beamten liegt. Mit ihrer Arbeit leisten sie täglich einen wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft. Dafür möchte ich mich namens unserer Fraktion bei den rund 3 200 Beamtinnen und Beam­ten der Justizwache sehr herzlich bedanken. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeord­neten der ÖVP.)

Die Justizwachebeamtinnen und -beamten sind es, die die Aufgabe haben, bei den über 9 000 Menschen, die sich derzeit in Österreich in Haft befinden, dem gesetzlichen Strafzweck, der Resozialisierung – und das ist der Hauptzweck: es geht um Resoziali­sierung – zum Durchbruch zu verhelfen, und das unter gewiss sehr, sehr schwierigen Bedingungen. Die Rahmenbedingungen sind heute auch ganz andere als vielleicht noch vor 20, 30 Jahren: der hohe Anteil an Fremdsprachigen, unterschiedliche Reli­gionsbekenntnisse, unterschiedliche kulturelle Hintergründe. Ich habe gerade in der letzten Woche die Justizanstalt in Innsbruck besucht und habe hautnah erlebt, wie groß die Herausforderungen an das Justizwachepersonal sind.

Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein und gerecht werden zu können, braucht es die bestmögliche Ausbildung für dieses Personal und die bestmöglichen Fortbildungsmöglichkeiten. Je qualitätsvoller die Ausbildung und die Fortbildung, desto besser sind die BeamtInnen für ihre Tätigkeit im Interesse unseres Gemeinwesens ge­rüstet, und daher unterstützen wir diese Initiative auch.

Einen Appell möchte ich zum Schluss noch an die Bundesregierung richten, und zwar mit Blick auf das jetzt in Erstellung befindliche Budget und den letzte Woche veröf­fentlichten Bericht des Rechnungshofes zum Straf- und Maßnahmenvollzug: Gute Aus­bildung allein wird nicht reichen, die Situation im Strafvollzug insgesamt zu verbessern.


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Da gibt es noch viel mehr zu tun. Neben den längst überfälligen Verbesserungen für die Justizwache im Dienstrecht – ich sage nur die Stichworte: enorme Zahl an Über­stunden, sehr viele Krankenstände – braucht es auch dringend Budgetmittel, um längst überfällige Reformen, beispielsweise im Maßnahmenvollzug, umsetzen zu können. Dazu liegt eine fertige Reform schon lange in den Schubladen des Justizministeriums, und diese ist endlich umzusetzen. Meine Damen und Herren, wer Rechtsstaat sagt, muss ihn auch finanzieren! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)

13.21


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Lukas Brand­weiner. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


13.21.42

Abgeordneter Lukas Brandweiner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Sprechen wir heute über die Mitar­beiter der Justizwache, dann beschäftigen wir uns mit Menschen, die einen wesentli­chen und wichtigen Beitrag für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung leisten. Bei uns im Waldviertel haben wir mit der Justizanstalt Stein das zweitgrößte Gefängnis in ganz Österreich, und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch ihren Kolleginnen und Kollegen in ganz Österreich Danke zu sagen für den wertvollen Beitrag, den sie für unsere Gesellschaft leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Um diese hohe Sicherheitsqualität in den Justizanstalten beizubehalten, ist es wichtig, auch in Zukunft gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu schaffen – da sind wir uns einig. Es wurde seitens der FPÖ vorgeschlagen, den Bediensteten der Justiz­wache das sechssemestrige Studium Polizeiliche Führung an der FH Wiener Neustadt zu ermöglichen. Ich muss sagen, dass es prinzipiell zu begrüßen ist, Synergien im Sinne der Kosten zu nutzen, und natürlich stehen wir dem auch positiv gegenüber, wir dürfen dabei aber keinesfalls darauf vergessen, dass in der Justizwache spezielle An­forderungen bestehen. Deshalb ist es uns wichtig, Synergieeffekte zu nutzen, einzelne Module herauszugreifen, aber eben auch spezielle Module anzubieten, die sich an die Justizwache richten.

Daher haben wir auch den Entschließungsantrag umformuliert und einen eigenen ge­macht, dem alle Parteien zustimmen. Es braucht eine gute Abstimmung zwischen dem Innenministerium, dem Justizministerium, aber auch dem Ministerium für öffentlichen Dienst, denn nur so können wir die bestmögliche Lösung für die Kolleginnen und Kol­legen im Justizbereich, in der Justizwache und dadurch auch für die Sicherheit in Ös­terreich finden.

Abschließend möchte ich mich deshalb bei allen Fraktionen bedanken, dass wir diesem Entschließungsantrag gemeinsam zustimmen und auch gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich glaube, das ist wichtig, und nur so können wir die Weiterbildung im Sicherheitsbereich schnellstmöglich vorantreiben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

13.24


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist nun Kollege Mag. Georg Bürst­mayr. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


13.24.36

Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Einige Worte zum gemeinsamen Entschließungsantrag: Wenn Erfahrungen aus der Polizeiarbeit in die Justizwache einfließen können und um­gekehrt, wenn Organisationen auf diesem Weg also voneinander lernen können – gut; wenn mögliche Karrieren und Erwerbsbiografien vielfältiger und diese Berufe damit


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attraktiver werden – gut; wenn vorhandene Strukturen, und die sind ja bitte sehr nicht gratis, für möglichst viele und optimal genützt werden – dann ist das gut. Worauf wir dabei aber achten sollten, ist, dass wir es aus gutem Grund mit zwei verschiedenen Entitäten, mit zwei verschiedenen Wachkörpern, mit zwei sehr verschiedenen Aufga­benbereichen zu tun haben.

Aufgabe der Polizei – sehr geehrter Herr Innenminister, Sie werden mir da zustim­men – ist es, im Wesentlichen auch dazu beizutragen, dass wir Sicherheit in einer frei­en Gesellschaft haben. Aufgabe der Justizwache ist es, dazu beizutragen, dass wir ei­nen guten Strafvollzug in geschlossenen Anstalten haben. Wer das in einen Topf wirft, der tut so, als wäre unsere freie Gesellschaft eine geschlossene Anstalt.

Damit möchte ich kurz zum Selbständigen Entschließungsantrag der FPÖ kommen, der mich doch ein wenig verwundert, denn – und jetzt ist der, den ich ansprechen woll­te, nicht da –, in der letzten Legislaturperiode hat die FPÖ den Innenminister gestellt. Die Hälfte von dem, was da drin steht (der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe), hätte sie 17 Monate lang umsetzen können, und jetzt fordert sie es von der neuen Bundesregierung (Abg. Lausch: Was habt ihr denn schon umgesetzt?), und die ande­re Hälfte – und das sei nur einmal ganz kurz angemerkt – steht ideengeschichtlich, pardon, für Konzepte aus dem 19. Jahrhundert. Das steht für ein rückwärtsgewandtes, autoritäres Bild von Polizei und Justizwache, und dafür, meine Damen und Herren, ste­hen wir Grüne, steht diese Koalition nicht zur Verfügung. Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)

13.27

13.27.13


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist daher geschlossen.

Wünscht der Herr Berichterstatter ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.

Wir gelangen nun zu den Abstimmungen.

Zunächst lasse ich über den Antrag des Verfassungsausschusses, seinen Bericht 44 der Beilagen hinsichtlich des Entschließungsantrages 176/A(E) zur Kenntnis zu neh­men, abstimmen.

Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entspre­chendes Zeichen. – Das ist mehrheitlich angenommen.

Weiters kommen wir zur Abstimmung über die dem Ausschussbericht 44 der Beilagen angeschlossene Entschließung betreffend „bessere Fortbildungsmöglichkeiten im Si­cherheitsbereich“.

Ich bitte jene Damen und Herren, die hiefür eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. (Einige Abgeordnete der SPÖ setzen sich zunächst hin, erheben sich dann wieder von ihren Plätzen. – Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Was jetzt? Tut ihr mit?) – Das ist einstimmig angenommen. (10/E)

Wir gelangen nunmehr zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abge­ordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend „freiheitliches Sicherheits­paket“.

Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Antrag sind, um ein Zeichen der Zu­stimmung. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.

13.28.304. Punkt

Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Bericht der Bundes­ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion in den Jahren 2017 und 2018 (III-68/45 d.B.)



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Präsident Ing. Norbert Hofer: Wir gelangen nun zum 4. Punkt der Tagesordnung.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer. – Bitte schön, Frau Abge­ordnete.


13.29.00

Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Herr Präsident! Werte Frau Bundes­minister! Werter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zusehe­rinnen und Zuseher hier bei uns auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Im Ausschuss für Arbeit und Soziales haben wir den Tagesordnungspunkt Bericht über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion in den Jahren 2017 und 2018 sehr intensiv disku­tiert. Im Besonderen haben sich die Inspektoren die Lenkzeiten, die sogenannte Leih­arbeit und die Gefahren krebserregender Arbeitsstoffe im Detail angesehen.

Dabei haben sie festgestellt, dass es eine positive Entwicklung im Bereich der Ar­beitsunfälle in diesem Zeitraum gegeben hat. Weiters konnte festgestellt werden, dass es bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Arbeitskräfteüberlassungsfirmen, den sogenannten Leiharbeiterfirmen, nicht zu vermehrten Arbeitsunfällen gekommen ist. Besonders festzuhalten ist, dass das Bild, welches da nach außen getragen wird, nicht bestätigt werden konnte.

Alles in allem konnte eine maßgebliche Verbesserung festgestellt werden. Leider konn­ten die Ausschussmitglieder der SPÖ trotz des erfreulichen Berichtes kein gutes Haar an der Unternehmerschaft lassen. Sie stellen die Unternehmerschaft grundsätzlich un­ter den Generalverdacht, sich ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber nicht ordentlich zu verhalten.

Wir, die ÖVP, sind der Ansicht, dass Beraten vor strafen eine sinnvolle präventive Maßnahme ist, und das zeigt auch dieser Bericht. Es wurde seitens der Arbeitsins­pektorate und der AUVA sehr viel Zeit in Beratungen investiert, und das Ergebnis ist durchaus positiv. Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Vorbeugung von Arbeitsunfällen gerne angenommen und diese auch umgesetzt, was in diesem Bericht auch bestätigt wurde.

Was mir persönlich in diesem Bericht fehlt, sind die genauen Zahlen der Bundesländer, wie zum Beispiel die Situation betreffend Arbeitsunfälle in Kärnten im Vergleich zu Vor­arlberg ausschaut. Des Weiteren würde es mich auch interessieren, wie oft ein Ar­beitsunfall wegen einer Unachtsamkeit eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin pas­siert. Aus der Praxis kann ich erzählen: Wenn ich zu meinen Mitarbeitern sage: Bitte nicht auf eine Bierkiste steigen, um von oben etwas herunterzuholen, sondern bitte die Leiter dafür verwenden!, dann wird das oft gerne aus Bequemlichkeit nicht gemacht.

Ein weiteres Beispiel aus der Gastronomie sei genannt. Es wird oft von den Unter­nehmerinnen und Unternehmern gebeten: Bitte bei der Arbeit keine offenen Schuhe oder gar Flipflops tragen!, aber auch da wird oft nicht zugehört und erst später wird festgestellt, dass ein Mitarbeiter nicht korrekt gekleidet am Arbeitsplatz erscheint. Wenn aber etwas passiert, dann ist meist der Unternehmer schuld und weniger oft wird an die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter appelliert. (Zwischenruf des Abg. Silvan.)

Was mich besonders freut, ist, dass bei den Kontrollen der Lenkzeiten eine 20-prozen­tige Verbesserung festgestellt werden konnte. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsinspektoraten und den Verkehrsunternehmungen, zum Beispiel Eisenbah­nen, Straßenbahnen, Seilbahnen, Luftfahrt-, Schifffahrt-, Bus- und Transportunterneh­men zeigt, dass auch da durch Beraten vor strafen eine maßgebliche Verbesserung erzielt werden konnte. Die Sicherheitsvorschriften im Bereich Verkehr spielen eine zu wichtige Rolle, eine Zusammenarbeit beider Seiten ist da ganz wichtig und richtig.


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Abschließend möchte ich sagen, Österreich zählt in der Europäischen Union zu den Ländern mit den besten Arbeitsbedingungen. Das liegt vor allem daran, dass Öster­reich über ein sehr gutes Sozialwesen verfügt. Arbeitslosenleistungen ebenso wie Krankengeld, bezahlter Mutterschutz und Elternkarenz schützen Menschen auch rund um die Erwerbsarbeit vor Ausgrenzung und Armut. (Abg. Keck: Wer hat das ge­macht?!) Das alles ermöglichen wir, die Unternehmerschaft in Österreich, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

13.33


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Kollege Josef Muchitsch. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Schellhorn: So!)


13.33.16

Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Bun­desministerin! Wir haben heute sehr intensiv eine Debatte über das Coronavirus ge­führt; es war im Mittelpunkt. Das ist eine neue Erkrankung, der man gezielt entgegen­wirken muss – geschlossen und gemeinsam. Nun diskutieren wir den Bericht der Ar­beitsinspektion der Jahre 2017 und 2018. In diesem Bericht geht es auch um Krankhei­ten – Berufserkrankungen bis hin zu tödlichen Arbeitsunfällen. Diese Krankheiten und tödlichen Unfälle gibt es seit Bestehen der Menschheit, seitdem gearbeitet wird.

Ich bin sehr froh, dass wir als SPÖ diesen Bericht heute hier ins Plenum gebracht ha­ben, weil alle Menschen in Österreich ein Recht darauf haben, zu wissen: Wie funktio­niert die Arbeitsinspektion? Warum ist sie so wichtig für dieses Land, für alle Beschäf­tigten? Wo gibt es aber noch Verbesserungsmöglichkeiten?

Ich bedanke mich vorweg recht herzlich bei allen Beschäftigten in der Arbeitsinspek­tion, sowohl im Innendienst wie im Außendienst, für die von ihnen geleistete Arbeit im Interesse der Gesundheit und der Sicherheit der Menschen am Arbeitsplatz – vielen, vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Gödl.)

Nun aber zu einigen Zahlen: Frau Abgeordnete Kirchbaumer, es geht nicht um einen Generalverdacht, sondern es geht um Zahlen, die ganz klar zeigen, dass es bei jeder zweiten Arbeitsstätte Rechtsverletzungen gibt! Es geht um Zahlen, die ganz klar doku­mentieren, dass es 2018 94 906 Übertretungen gegeben hat (Abg. Michael Hammer: Aber deutlich weniger als vorher!), und es geht um Zahlen, die dokumentieren, dass demgegenüber nur 934 Strafanzeigen gestellt wurden.

Wenn man sich die Berufserkrankungen anschaut – 1 106 Berufserkrankungen wurden von der Arbeitsinspektion registriert –, wenn geschätzte 1 800 Todesfälle jährlich da­rauf zurückzuführen sind – auf Krebserkrankungen aufgrund von Arbeiten mit gefährli­chen Arbeitsstoffen, aufgrund von Arbeiten in Verbindung mit Asbest – und wenn es seit drei Jahren auch die ersten Hitzetoten auf Baustellen gibt: Das kann man nicht wegschieben, da muss man hinschauen, Frau Bundesministerin, und darf nicht weg­schauen – genauso wie beim Coronavirus!

Wenn man sich dann die steigende Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ansieht – von 60 im Jahr 2016 auf 83 im Jahr 2018 –, dann muss man sich fragen, was die neue Bun­desregierung dagegen tut. Wir haben uns das angeschaut; ganz kurz zu drei Maß­nahmen:

Beraten vor strafen: Mehr Beraten vor strafen heißt nicht automatisch mehr Schutz für die Arbeitnehmer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kontrollen sind unverzichtbar. (Zwi­schenruf der Abg. Kirchbaumer.) Kontrollen sind genauso wie Strafen unverzichtbar. Auch Strafen sind unverzichtbar. Wenn die Europäische Unternehmenserhebung – nicht wir, sondern die Europäische Unternehmenserhebung, Ihre Interessenvertre­tung! – klar aufzeigt, dass das Hauptmotiv der österreichischen Arbeitgeber, für Sicher-


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heit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen, die bestehenden Rechtsvorschriften sind, dann zeigt das, wie wichtig es ist, dass wir Rechtsvorschriften haben.

Wenn man glaubt, mit Bewusstseinsbildung und Freiwilligkeit eine Verbesserung der Situation zu erreichen, muss man sagen, das ist das Gleiche wie bei der Gurtenpflicht und der Straßenverkehrsordnung: Solange es freiwillig war, haben sich viele nicht mit dem Gurt angeschnallt, und als die Gurtenpflicht eingeführt wurde, war die Sicherheit da.

Die Entbürokratisierung von Schutzvorschriften darf nicht zulasten des Schutzes der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen; da sind wir gezielt dagegen.

Zum letzten Punkt, Bürokratieabbau bei der Nachbesetzung von Planstellen: Frau Bun­desministerin, in der Arbeitsinspektion wächst die Personallücke. Es gibt immer mehr Beschäftigte und immer weniger Arbeitsinspektoren im Außendienst. Die Internationale Arbeitsorganisation, die International Labour Organization, gibt ganz klar die Emp­fehlung heraus, dass in jenen Ländern, in denen die Industrie stark entwickelt ist, je­weils 10 000 Beschäftigten zumindest ein Arbeitsinspektor gegenüberstehen soll. Das heißt, in Österreich gibt es eindeutig eine Unterbesetzung, denn bei 3,4 Millionen Be­schäftigten, für die die Arbeitsinspektion zuständig ist, stehen 303 Arbeitsinspektoren zu Verfügung. (Abg. Hörl: ... die beim Stöger ...!) 303 Arbeitsinspektoren!

Fakt ist, dass wir Aufholbedarf haben, aus diesem Grund bringe ich folgenden Ent­schließungsantrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Josef Muchitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Aufstockung des Arbeitsinspektionspersonals“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung, insbesondere die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Ju­gend wird aufgefordert, den Personalstand der ArbeitsinspektorInnen innerhalb von zwei Jahre um 50 ArbeitsinspektorInnen zu erhöhen, damit die Aufgaben der Arbeits­inspektion auch bei steigender Beschäftigung im Interesse von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen den internationalen Vorgaben entsprechend ausgeübt werden kön­nen.“

*****

Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren: Alle hier im Raum tragen als Abgeordnete und somit als Gesetzgeber Mitverantwortung, wenn es um ausreichende personelle Ressourcen und ausreichende Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitsinspektion geht. Jeder von Ihnen hier trägt Mitverantwortung, wenn es um die tägliche Sicherheit und die Gesundheit von mehr als 3,4 Millionen Beschäftigten am Ar­beitsplatz geht. Stimmen Sie unserem Antrag bitte zu! (Beifall bei der SPÖ.)

13.39

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Muchitsch,

Genossinnen und Genossen

betreffend Aufstockung des Arbeitsinspektionspersonals


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eingebracht im Zuge der Debatte zum Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Bericht der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsu­mentenschutz über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion in den Jahren 2017 und 2018 (III-68 d.B./45 d.B.)

In der Arbeitsinspektion wächst die Personallücke weiter. Die ILO-Mindestvorgabe – ei­ne/n Aufsichtsbeamt/in pro 10.000 Beschäftigte als Richtwert für industrielle Marktwirt­schaften - wird ignoriert (vgl. ILO-Übereinkommen Nr. 81, Artikel 10).

Im Kampf gegen krankmachende Arbeit sind derzeit die 303 ArbeitsinspektorInnen im Außendienst bereits überlastet und klar zu wenig. Der Tätigkeitsbericht weist im Jahr 2018 nur mehr 303 ArbeitsinspektorInnen aus. Sie sind für 3.349.368 von der Ar­beitsinspektion erfasste ArbeitnehmerInnen zuständig. (2014: 307 ArbeitsinspektorIn­nen für 3.129.684 von der Arbeitsinspektion erfasste ArbeitnehmerInnen).

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) legt im Übereinkommen Nr. 81, Artikel 10, als Richtwert für industrielle Marktwirtschaften eine AufsichtsbeamtIn pro 10.000 Be­schäftigte fest. Dieser ILO-Richtwert wurde bundesweit gesehen nicht erreicht! Alleine um das Mindestmaß wieder zu erreichen, benötigen wir dringend 35 Arbeitsinspekto­rInnen zusätzlich. Wegen der stetig steigenden Zahl der ArbeitnehmerInnen sollte je­doch vorausschauend die Erhöhung des Personalstandes um mindestens 50 Arbeits­inspektorInnen und die uneingeschränkte Nachbesetzung für ausscheidende Arbeits­inspektorInnen erfolgen.

Schon im Bericht des Rechnungshofes 2013/8 zum „Arbeitnehmerschutz in Österreich“ wurde vermerkt, dass die Arbeitsinspektion eine Aufstockung ihres Personals um etwa das 7-fache bräuchte, um ihrem Auftrag adäquat nachgehen zu können.

Bereits heute handelt die Arbeitsinspektion nach dem Motto „Beraten vor Strafen“. Noch nie gab es so wenige Strafanzeigen wie 2018 - ein Negativrekord: 934 Strafan­zeigen bei 94.906 Übertretungen! (ohne Kontrollen von LenkerInnen). Davon betrafen 86.268 den technischen und arbeitshygienischen Arbeitnehmerschutz und 8.638 den Verwendungsschutz. Zusätzlich wurden bei Kontrollen von LenkerInnen 4.005 Übertre­tungen festgestellt.

Die Kontroll- und Überwachungstätigkeiten der Arbeitsinspektion sind zum Schutz der ArbeitnehmerInnen essenziell. Sie deckten Rechtsverletzungen in fast in jeder 2. Ar­beitsstätte auf: Bei 44,3 % aller Kontrollen wurden Übertretungen von Arbeitnehmer­schutzvorschriften festgestellt.

Die Arbeitsinspektorate erstatteten wegen festgestellter Übertretungen von Arbeitneh­merschutzvorschriften bei den Verwaltungsstrafbehörden im Jahr 2018 insgesamt 934 Strafanzeigen gemäß § 9 ArbIG und beantragten dabei Strafen in der Höhe von insgesamt 1.496.764 €. Keine Spur von Schikane gegenüber ArbeitgeberInnen. Nur auf jede 102. Übertretung folgt eine Strafanzeige! Vor vier Jahren lag der Wert noch bei jeder 50. Übertretung.

Die „Arbeitsweltpolizei“ hat zu überwachen und Rechtsbrüche zu ahnden. Das ist ihre Kernkompetenz. Das ILO-Übereinkommen Nr. 81 legt insbesondere in seinen Artikeln 13, 17 und 18 wirksame Sanktionen fest. Auch die EU-Rahmenrichtlinie (RL89/391/EWG) verpflichtet die Mitgliedstaaten für angemessene Kontrollen und Überwachung zu sor­gen (Art 4 Abs. 2).

Kontrollen sind unverzichtbar: Die europäische Unternehmenserhebung (ESENER-2) zeigte auf, dass Rechtsvorschriften mit 87% das Hauptmotiv für österreichische Ar­beitgeber sind für sichere und gesunde Arbeitsplätze zu sorgen.

Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher folgenden


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Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung, insbesondere die Bundesministerin für Arbeit, Familie und Ju­gend wird aufgefordert, den Personalstand der ArbeitsinspektorInnen innerhalb von zwei Jahre um 50 ArbeitsinspektorInnen zu erhöhen, damit die Aufgaben der Arbeits­inspektion auch bei steigender Beschäftigung im Interesse von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen den internationalen Vorgaben entsprechend ausgeübt werden kön­nen.“

*****


Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt, ordnungsgemäß eingebracht und steht somit auch mit in Verhandlung.

Zu Wort gelangt nun Frau Dr. Dagmar Belakowitsch. – Bitte, Frau Abgeordnete.


13.39.27

Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Vizekanzler! Der Bericht der Arbeitsinspektion zeigt ganz deutlich, dass zwar die absolute Zahl der Arbeitsunfälle gestiegen ist, aber pro­zentuell ist sie gesunken, denn es gab sehr viel mehr Beschäftigte. Es ist sehr er­freulich, dass die Bedingungen offensichtlich immer besser werden, sodass es immer weniger Arbeitsunfälle gibt. Das ist etwas sehr Positives.

Ich glaube auch, dass die Arbeit der Arbeitsinspektoren sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer eine wichtige ist, weil sie ja auch dem Arbeitgeber hilft, zu sehen, ob er das ordnungsgemäß macht, und vor allem weil sie auch schwarze Schafe herausfiltert, die sich an überhaupt gar keine gesetzlichen Bestimmungen halten möchten oder versuchen, diese eben zu umgehen.

Wir haben im Ausschuss ja sehr lange darüber diskutiert, und die Frau Minister hat dann auf meine Frage, ob es denn, ähnlich wie beim AMS, Übergriffe auf die Arbeits­inspektoren gibt, geantwortet. Wir alle können uns vielleicht an den Fall Mitte Jänner in Wien erinnern, als eine AMS-Mitarbeiterin von einem Arbeitsuchenden beziehungs­weise von einem Kunden des AMS wirklich schwer verletzt wurde, geprügelt wurde. Solche Fälle kommen leider immer wieder vor. Wir hören dann immer das Bedauern der zuständigen Minister beziehungsweise Ministerien in den Medien, aber passieren tut in Wahrheit eigentlich nichts. Das heißt, viele Mitarbeiter auch der Arbeitsinspektion sind dem Ganzen in Wahrheit schutzlos ausgeliefert.

In diesem Zusammenhang möchte ich gerne einen Entschließungsantrag einbringen:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsinspektorats und des Arbeitsmarktservice“

„Die Bundesministerin für Arbeit, Jugend und Familie wird aufgefordert, sich dafür ein­zusetzen, dass

- verstärkte und umfassende Sicherheitsvorkehrungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsinspektorate und des Arbeitsmarktservice im Kundenverkehr vor­gesehen und umgesetzt werden.

- bei bereits wiederholt verhaltensauffälligen Risikokunden im Bereich der Arbeitsins­pektorate und des Arbeitsmarktservice hier bei jedem weiteren Kundenkontakt ent-


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sprechend erhöhte Sicherheitsvorkehrungen (mehrere Mitarbeiter vor Ort, Sicherheits­dienst in Bereitschaft, Kontakt zur nächsten Polizeidienststelle usw) Platz greifen.

- alle entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen in den Arbeitsinspektoraten und beim Arbeitsmarktservice) permanent evaluiert und der Gefahrenlage jeweils angepasst wer­den.“

*****

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für uns alle, und ich denke, sie haben auch das Recht darauf, einen entsprechenden Schutz zu erhalten. Daher bitte ich um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)

13.41

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abg. Dr. Dagmar Belakowitsch, Peter Wurm

und weiterer Abgeordneter

betreffend Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsinspekto­rats und des Arbeitsmarktservice

eingebracht im Zuge der Debatte in der Sitzung des Nationalrates am Donnerstag, den 27. Februar 2020 zu Top 4.) Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Bericht der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion in den Jahren 2017 und 2018 (III-68/45 d.B.)

Ende Jänner wurde die Öffentlichkeit durch einen Bericht des Onlinemediums Oe24 aufgeschreckt:

Wilde Szenen spielten sich am Mittwochnachmittag in Wien-Favoriten ab. Ein Syrer betrat nach Geschäftsschluss das AMS in der Laxenburger Straße. Als die Mitarbei­terin den 24-Jährigen darauf hinwies, dass bereits geschlossen sei und er morgen wie­derkommen solle, rastete dieser völlig aus. Er schlug der 42-jährigen Frau ins Gesicht, woraufhin sie offensichtliche Verletzungen davontrug. Ärztliche Versorgung lehnte die Frau aber ab, eine Untersuchung des Amtsarztes steht noch aus.

Aber damit war die Attacke des jungen Mannes noch nicht vorbei. Mit einem Regen­schirm ging er zunächst auf einen Zeugen los und dann auch noch auf einen AMS-Si­cherheitsmann. Dieser schaffte es jedoch, den Angreifer zu überwältigen.

Als die Polizei eintraf, konnte aufgrund fehlender Deutschkenntnisse keine Verneh­mung vor Ort durchgeführt werden. Er wurde festgenommen und soll mit einem Dol­metscher vernommen werden.

Hinsichtlich der Attacke zeigte sich Arbeitsministerin Christine Aschbacher schockiert: „Ich bin entsetzt über die brutale Attacke auf die AMS-Mitarbeiterin, die ja eigentlich Arbeitssuchenden helfen will.“

https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Attacke-in-Wien-Favoriten-Syrer-rastete-aus-und-verletzte-AMS-Mitarbeiterin/415307403

Mit Entsetzen durch die neue Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend in Sa­chen Gewalt im Bereich des Arbeitsmarktservice ist es nicht getan. Immer wenn solche Fälle an die Öffentlichkeit gelangen, dann gibt es von den Verantwortlichen im Arbeits­ministerium und im Management des AMS mediales Bedauern, echte Maßnahmen werden aber offensichtlich zu wenig oder zu wenig effizient gesetzt.


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Bereits in einer Anfragebeantwortung vom 18. Juli 2017 an die FPÖ musste der da­malige Arbeits- und Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) unter der Geschäftszahl 12686/AB zu 13264/J (XXV. GP) berichten, dass es mit der Sicherheitslage der österreichischen AMS-Mitarbeiter nicht zum Besten steht.

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/AB/AB_12686/imfname_656967.pdf

So wurden etwa im Berichtsjahr 2015 insgesamt 1.799 Vorfälle von „AMS-Kunden“ ge­gen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter registriert, 2016 insgesamt 1.466 und allein im ersten Halbjahr 2017 immerhin 900. Die damals von SPÖ-Minister Stöger versproche­nen Aktionsprogramme für mehr Sicherheit und das sogenannte „Security-Manage­ment“ beim AMS scheinen nicht zu greifen, wie aktuelle Fälle zeigen.

Neben den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) sind in der Vergangenheit auch immer wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsinspektorate im Zuge von Amtshandlungen verbalen und persönlichen Angriffen ausgesetzt gewesen.

Eine Anfragebeantwortung von SPÖ-Arbeits- und Sozialminister Alois Stöger unter der Geschäftszahl 10499/AB zu 10966/J (XXV. GP) vom 17.1.2017 liefert hier die entspre­chenden Zahlen für den Zeitraum 2013-2016. Stöger führte damals zur Sicherheits­situation bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsinspektorate aus: (...) Grundsätzlich kann es in allen Bundesländern zu kritischen Situationen bei der Kon­trolltätigkeit der Arbeitsinspektor/inn/en in Betrieben oder auf Baustellen kommen, wenn Arbeitgeber/innen ihren Unmut über die Kontrolle oder auch ihre ablehnende Haltung gegenüber Behörden im Allgemeinen zum Ausdruck bringen und sich dabei ei­ner unangemessenen Ausdrucksweise bedienen, die manchmal in Beschimpfungen der Beamtenschaft oder auch in durchaus persönlichen Beleidigungen gipfeln kann. Von den Mitarbeiter/inne/n der Arbeitsinspektion wird in solchen Fällen nach Mög­lichkeit versucht, in sachlicher Weise ein akzeptables Gesprächsklima zu schaffen, was meistens auch gelingt. Aber auch wenn dies nicht möglich ist, wird im Sinne der Deeskalation nicht mittels Polizeiassistenz agiert, sondern der/die Arbeitsinspektor/in bricht die Amtshandlung vor Ort ab und informiert seine/ihre Vorgesetzten. Meistens wird in solchen Fällen wegen Verhinderung der Amtshandlung (Verwaltungsübertre­tung nach dem Arbeitsinspektionsgesetz 1993) Anzeige bei der Bezirksverwaltungs­behörde erstattet. (....)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/AB/AB_10499/imfname_609218.pdf

Diesem sensiblen Bereich des Einsatzes von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer erhöhten Gefahrenlage muss von Seiten des Arbeitgebers, d.h. in diesem Sinne der Arbeitsinspektorate, des Arbeitsmarktservice und des zuständigen Bundesministeriums für Arbeit, Familie und Jugend erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Daher stellen die unterzeichnenden Abgeordneten folgenden

Entschließungsantrag

Die Bundesministerin für Arbeit, Jugend und Familie wird aufgefordert, sich dafür ein­zusetzen, dass

-             verstärkte und umfassende Sicherheitsvorkehrungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsinspektorate und des Arbeitsmarktservice im Kun­denverkehr vorgesehen und umgesetzt werden.

-             bei bereits wiederholt verhaltensauffälligen Risikokunden im Bereich der Ar­beitsinspektorate und des Arbeitsmarktservice hier bei jedem weiteren Kun­denkontakt entsprechend erhöhte Sicherheitsvorkehrungen (mehrere Mitarbei­ter vor Ort, Sicherheitsdienst in Bereitschaft, Kontakt zur nächsten Polizei­dienststelle usw) Platz greifen.


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-             alle entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen in den Arbeitsinspektoraten und beim Arbeitsmarktservice) permanent evaluiert und der Gefahrenlage jeweils angepasst werden.

*****


Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und ordnungsgemäß eingebracht, er steht in Verhandlung.

Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Mag. Markus Koza. – Bitte schön, Herr Abge­ordneter.


13.42.05

Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr ge­ehrte Ministerin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ZuseherInnen! Das Arbeitsinspektorat ist dafür zuständig, zu überprüfen, dass der ArbeitnehmerInnenschutz in den Betrieben auch tatsächlich eingehalten wird. Umso spannender ist der Bericht, weil er ein guter Gradmesser ist, nämlich einerseits dafür, inwieweit die Tätigkeit und die Arbeit des Arbeitsinspektorats tatsächlich wirkt, auf der anderen Seite aber auch dafür, vor welchen Herausforderungen wir in der Be­rufs- und Arbeitswelt hinsichtlich neuer Berufsrisken, neuer Gesundheitsrisken tatsäch­lich stehen.

Aufgrund dieser Ergebnisse lassen sich dann eben wunderbar entsprechende Schluss­folgerungen ziehen oder Forderungen an die Politik nach Maßnahmen stellen, die dann hoffentlich auch entsprechend umgesetzt und berücksichtigt werden.

Ein für mich interessantes Ergebnis ist tatsächlich, dass das berühmte Beraten vor strafen die Arbeitsweise des Arbeitsinspektorats eigentlich schon längst über weite Strecken bestimmt. Das zeigen auch die Zahlen: Die Beratungstätigkeit der Arbeits­inspektorate ist zum Beispiel von 2017 auf 2018 deutlich gestiegen, nämlich von in etwa 33 700 Beratungen auf über 38 000. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Kon­trollen und interessanterweise auch der Strafanzeigen gesunken, nämlich von 1 282 im Jahr 2017 auf 934 im Jahr 2018. Entsprechend sind auch die Strafzahlungen gesun­ken: Das Volumen hat sich beinahe halbiert – von 2,7 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Das heißt, offensichtlich wirkt Beraten vor strafen, wirkt die Beratung, denn ich gehe nicht davon aus, dass die ArbeitsinspektorInnen schlechter prüfen, schlechter kontrollieren als zuvor.

Erfreulich ist auch der – wenn auch nur geringfügige – Rückgang der Unfallrate insge­samt: Im Jahr 2018 gab es pro 10 000 Beschäftigten 283 Unfälle. Das ist nach wie vor zu viel, aber es zeigt auch eindeutig: ArbeitnehmerInnenschutz rettet Leben, Arbeitneh­merInnenschutz reduziert Unfallgefahren und Verletzungsgefahren deutlich, und Ar­beitnehmerInnenschutz hilft den Arbeitgebern dabei, ihren gesetzlichen Fürsorgepflich­ten nachzukommen.

Ein Punkt, der mir persönlich schon auch sehr wichtig ist, weil er meines Erachtens in der gesamten Diskussion noch zu wenig Beachtung findet: ArbeitnehmerInnenschutz sichert tatsächlich fairen Wettbewerb, weil ArbeitnehmerInnenschutz für alle gilt, weil er allgemeingültige Mindeststandards festlegt und ein Dumping, ein Unterlaufen von Schutzbestimmungen verhindert. Diesem Aspekt wird meiner Meinung nach bislang viel zu wenig Bedeutung zugemessen.

Was der Bericht auch zeigt, ist allerdings, dass es neue Herausforderungen gibt: Zu den alten Gesundheitsrisken am Arbeitsplatz kommen neue dazu. Berufsbilder ändern sich – ebenso auch Gesundheitsrisken. Einerseits steigt die Zahl psychischer Erkran­kungen aufgrund von Stress, Arbeitsdruck, längeren Arbeitszeiten; es steigt die Belas-


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tung und die Gesundheitsgefährdung durch krebserregende Stoffe. Der Bericht zeigt auch, dass der Personalstand in den Arbeitsinspektoraten tatsächlich seit Jahren annä­hernd gleich geblieben ist, und das bei steigenden Beschäftigtenzahlen und steigenden Zahlen von Betriebsstätten.

Es ist natürlich schon eine Frage, die wir uns stellen müssen, ob wir uns insbesondere dann, wenn wir Beraten vor strafen stärker ausbauen wollen – und Beraten ist natürlich deutlich ressourcenintensiver, gute Beratung braucht einfach mehr Personal –, nicht überlegen müssten, wie denn die Personalentwicklung in den Arbeitsinspektoraten so gestaltet werden kann, dass sie diesen Herausforderungen tatsächlich gerecht wird.

Ich möchte schon kurz auch zum Antrag der SPÖ Stellung beziehen, in dem gefordert wird, dass das Arbeitsinspektorat in den nächsten zwei Jahren von derzeit 303 auf 350 Personen aufgestockt wird. Im Jahr 2012 hatte das Arbeitsinspektorat 312 Mitar­beiterInnen, heute hat es 303. Im Jahr 2012 hatte das Arbeitsministerium einen sozial­demokratischen Minister, und seit damals ist es mit der Zahl der ArbeitsinspektorInnen trotz steigender Beschäftigung, trotz steigender Betriebszahlen in Wirklichkeit leider nicht unbedingt hinaufgegangen, sondern sie hat sich reduziert. Es ist schon die Frage, warum – bei steigenden Beschäftigtenzahlen – nicht damals bereits entsprechende Ini­tiativen von den damaligen sozialdemokratischen ArbeitsministerInnen gesetzt worden sind, darum kann ich diesem Antrag eine gewisse Form von – na ja – Scheinheiligkeit leider fast nicht absprechen. (Abg. Michael Hammer: Richtig!)

Das spricht aber natürlich nicht dagegen – das habe ich ja ganz klar betont –, dass wir uns die Sache mit den Beschäftigtenzahlen in den Arbeitsinspektoraten anschauen müssen, weil einerseits die Menschen, die dort arbeiten, eine Entlastung brauchen, weil es andererseits für die Beratungstätigkeit, wenn sie ausgebaut wird, auch entspre­chende Ressourcen, entsprechendes Engagement braucht. Wir werden uns das an­schauen, ich bin mir sicher, die Frau Ministerin wird sich auch um das Thema küm­mern, und wir werden im Ausschuss für Arbeit und Soziales darüber diskutieren.

Zuletzt noch: Die Expertise des Arbeitsinspektorats, die in den Berichten immer wieder auch klar zum Ausdruck kommt, muss gut genutzt werden. Entsprechend müssen das Arbeitsinspektorat, das Arbeitsrecht und natürlich auch das Arbeitsschutzrecht weiter­entwickelt werden, damit auch künftig durch das Arbeitsinspektorat für die Arbeitneh­merInnen, aber auch für die Betriebe ein realer Mehrwert entsteht, ein Mehrwert, der nicht nur Leben und Gesundheit schützt, sondern auch einen fairen Wettbewerb si­cherstellt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

13.48

13.48.40*****


Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrter Herr Abgeordneter Koza, für den Vor­wurf der „Scheinheiligkeit“ erteile ich, wie in diesem Hause üblich, einen Ordnungsruf. (Abg. Ottenschläger: Das war jetzt sehr streng! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Streng!)

*****

Zu Wort gelangt nun Frau Bundesministerin Mag.a (FH) Christine Aschbacher zur Ab­gabe einer Stellungnahme. – Bitte, Frau Bundesminister.


13.49.00

Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend Mag. (FH) Christine Aschbacher: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Abgeord­nete im Hohen Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte die Gelegenheit nun nutzen, um zum Bericht Stellung zu nehmen. Zu Beginn aber möchte ich gerne


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allen Expertinnen und Experten, die bei der Erstellung des Tätigkeitsberichtes der Ar­beitsinspektion 2017 und 2018 mitgearbeitet haben, Danke sagen. Danke auch an das Team der gesamten Arbeitsrechtssektion und des Zentralarbeitsinspektorats für den Einsatz und das tagtägliche Engagement! Ich freue mich auf eine weitere gute Zusam­menarbeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Das Arbeitsinspektorat kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften im Bereich Arbeit­nehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz vor Ort und führt Beratungen durch. Es besteht aus 16 regionalen Arbeitsinspektoraten, dem Verkehrsarbeitsinspektorat und dem Ar­beitsinspektorat für Bauarbeiten. Dabei kommt dem Zentralarbeitsinspektorat die oberste Leitung zu.

Im Folgenden möchte ich auch auf einige Punkte eingehen, die wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Nationalrat im Ausschuss diskutiert haben:

Zur genannten Personalsituation: Es ist so, dass es dann, wenn es Einsparungen gab, diese im Innendienst und nicht im Außendienst gab. Wir haben derzeit im Arbeits­inspektorat einen Personalstand von insgesamt 401 Beschäftigten. Bei den Arbeits­inspektorinnen und Arbeitsinspektoren stieg die Personenzahl auf 303. Aktuell laufen auch drei Ausschreibungen, da Arbeitsinspektoren nachbesetzt werden.

Es gibt bestehende Schutzmaßnahmen im Arbeitsinspektorat, die auch regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt werden, zum Schutz auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit den Personalmaßnahmen gehen auch eine gezielte und effiziente Ar­beitsplanung sowie das Setzen von Schwerpunktaktionen einher.

Einen Schwerpunkt möchte ich gerne herausgreifen, da er auch schon im Ausschuss Thema war, nämlich den Bereich der Arbeitskräfteüberlassung. Im Rahmen dieses Be­ratungs- und Kontrollschwerpunktes wurden 214 Besichtigungen dahin gehend durch­geführt, in welchem Ausmaß die gesetzlich erforderlichen Vorgaben auch bei den Ar­beitskräfteüberlassungen tatsächlich umgesetzt werden. Das Ergebnis ist ein sehr positives, denn es wurde festgestellt, dass die überlassenen Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter durchaus gleiche Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen wie das Stammpersonal haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Der anfängliche Verdacht einer ungleichen Behandlung hat sich damit nicht bestätigt.

Ein positives Bild zeichnet sich auch, wenn wir uns die Zahlen des Berichtes hinsicht­lich Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten näher ansehen. Die relative Unfallgefahr ist dem langjährigen Trend folgend weiter gesunken und liegt mit 283 Unfällen pro 10 000 Versicherten auf einem Minimalwert. Auch die Zahl der anerkannten Berufs­krankheitsfälle sank gegenüber dem Vorjahr leicht, nämlich von 1 186 im Jahr 2017 auf 1 106 im Jahr 2018. Die Arbeitsunfälle gehen bereits seit dem Jahr 1974 generell zu­rück – ein Trend, der erfreulicherweise anhält.

An dieser Stelle möchte ich allen bemühten und beteiligten Personen danken, auch den Institutionen, vor allem unseren Beschäftigten, unseren Unternehmen, unserer Ar­beitsinspektion sowie den Unfallversicherungsträgern und den Interessenvertretungen, die sich tagtäglich für Verbesserungen zum Schutz unserer Arbeitnehmerinnen und Ar­beitnehmer einsetzen. Da sind wir gemeinsam auf einem richtigen und guten Weg.

Zu der Entwicklung in Bezug auf Kontrollen und Beratungen sowie Strafanzeigen: Die Zahl der Kontrollen sank um 2 Prozent; die Zahl der Beratungen stieg hingegen um 13 Prozent, von 33 746 Beratungen auf 38 121 Beratungen. Im Jahr 2017 mussten wir nur bei 2 Prozent der Kontrollen und im Jahr 2018 nur mehr bei 1,5 Prozent der Kon­trollen wirklich Strafanzeigen erstatten. Die Zahlen zeigen daher, dass im Vergleich von 2017 zu 2018 bei den Kontrollen weniger Strafanzeigen notwendig waren und dass die Beratung durch unsere Arbeitsinspektorate hilft. Generell ist auch die Zahl der Strafanzeigen gesunken. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)


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Wenn wir nun in die Zukunft blicken: Ich möchte Maßnahmen zur Entbürokratisierung im Sinne sowohl der Beschäftigten als auch der Unternehmer in Österreich umsetzen, denn wir wollen weiter entlasten statt belasten. Wir werden eine interministerielle Ar­beitsgruppe unter Einbeziehung der Sozialpartner einrichten, um Bürokratiehemmnisse zu identifizieren, aber auch aufzuzeigen. Festhalten möchte ich aber schon, dass der Maßstab für Änderungen die geltenden Schutzvorschriften sind. Gleichwohl braucht es auch die notwendige Weiterentwicklung – wie es schon von Kolleginnen und Kollegen angesprochen wurde – und müssen überholte Bestimmungen überdacht werden. Auch sind die bestehenden Verpflichtungen natürlich regelmäßig einer Zweckmäßigkeitsprü­fung zu unterziehen.

Darüber hinaus ist es mir auch ein besonderes Anliegen – ich kenne beide Seiten, nämlich sowohl die der Arbeitnehmerin als auch die der Unternehmerin –, dass wir im Bereich der Arbeitsinspektion vermehrt auf den Grundsatz Beraten vor strafen setzen, denn Ziel der Arbeitsinspektion muss es sein, zwar Fehlverhalten zu bestrafen, es aber im besten Fall gar nicht dazu kommen zu lassen, indem wir die Unternehmerinnen und Unternehmer dabei unterstützen, regelkonform zu arbeiten. In letzter Konsequenz geht es um den sicheren und effektiven Schutz unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeit­nehmer.

Ja, Sie sehen, wir haben einiges zu tun, und an positiven Veränderungen können wir gemeinsam hart arbeiten. Daher: Packen wir es an und geben unser Bestes, um 4,3 Millionen arbeitenden Österreicherinnen und Österreichern das Leben zu erleich­tern! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

13.56


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist nun Abgeordneter Mag. Michael Hammer. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


13.56.28

Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ja, wir diskutieren heute hier den Bericht über die Tätigkeit der Arbeitsins­pektion 2017/2018, da dieses Thema im Ausschuss nicht enderledigt wurde. Mittler­weile bin ich ja schon wieder froh, dass wir den Bericht im Plenum diskutieren, da mir bei der Vorbereitung meine letzte Rede dazu vom 28. Februar 2018 untergekom­men ist. Damals wurde die Diskussion etwas anders geführt, da damals der Be­richt 2015/2016 diskutiert worden ist.

Wir haben darüber diskutiert, dass die Grundphilosophie, die vom damaligen Minister Alois Stöger vorgegeben wurde, nicht die richtige war; das war nämlich der bürokrati­sche Zugang. Wir haben damals hier einen Mindestbeanstandungserlass diskutiert, also quasi die Vorgabe, dass immer etwas beanstandet werden muss. Das war damals der Grund, dass wir hier diskutiert haben.

Ich glaube, die Tätigkeit der Arbeitsinspektion – und das haben die Kolleginnen und Kollegen auch schon gesagt – ist unglaublich wichtig, um das hohe Arbeitsschutz­niveau, das wir in Österreich haben, zu halten. Das entnehme ich auch dem Bericht; das Vorwort der Arbeitsinspektion zielt auch auf dieses hohe Arbeitsschutzniveau in Österreich ab. Ich glaube, darauf können wir stolz sein, dass das selbst von der Ar­beitsinspektion so bestätigt wird.

Ich glaube, uns allen ist bewusst, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten das höchste und wichtigste Gut sind und dass wir alle gemeinsam aufgerufen sind, um das durch entsprechende Kontrollen und Verbesserungen zu gewährleisten. Es muss aber immer – und das hat die Frau Bundesministerin auch ganz deutlich ausgeführt – der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und nicht die Schikane der Be-


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triebe oder überbordende Bürokratie im Vordergrund stehen. Daher gilt es, genau in diesem Bereich auch entsprechend zu entbürokratisieren. Die Betriebe und damit auch die ArbeitnehmerInnen sollen also nicht durch überzogene Kontrollen und ein Herum­reiten auf Formalbestimmungen schikaniert werden, sondern es soll durch Service und Beratung zu einer echten Verbesserung im Sinne der ArbeitnehmerInnen beigetragen werden.

Das Motto Beraten statt strafen trifft da immer am besten zu; und die Zahlen der Ar­beitsinspektion zeigen auch ganz eindrucksvoll, dass die Zahl der Beratungen deutlich angestiegen ist und daher jene der Kontrollen und der Strafen auch entsprechend zurückgegangen sind. Vor allem durch Information und Beratung sollen Defizite erst gar nicht entstehen, wie es auch die Frau Bundesminister gesagt hat. Man soll da also auch präventiv tätig werden.

Die falsche Philosophie, die die SPÖ in der Vergangenheit, als sie noch den Minister gestellt hat, vertreten hat, habe ich schon erwähnt. Ich glaube, das ist genau das Ge­genteil dessen, was wir wollen.

Es ist erfreulich, dass die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgeht, dass die Zahl der Strafen zurückgeht. Es ist natürlich so, dass jeder Arbeitsunfall und jeder Berufserkrankungsfall einer zu viel ist, aber dennoch haben wir einen langjährigen Trend, der in die richtige Richtung geht. Es gilt, daran entsprechend weiterzuarbeiten. Es wurde auch angespro­chen: Man muss sich all diese Bestimmungen auch dementsprechend, was Arbeits­stoffe betrifft, was auch Wetterextreme betrifft, anschauen. Das ist klar und das wird man auch entsprechend tun. Das soll aber seitens der Arbeitsinspektion auch immer als Service sowohl an den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als auch an den Be­trieben gesehen werden.

Dort, wo es zu Beanstandungen kommen muss und wo zu strafen ist, passiert das, Herr Kollege Muchitsch. Es gibt klare Bestimmungen und keine Freiwilligkeit. Dort, wo etwas anzuzeigen ist oder zu bestrafen ist, wird es auch gemacht. Es gilt aber einfach, durch Beratung und Information vieles zu vermeiden, abzustellen und auch für kon­krete Verbesserungen zu sorgen.

Ich glaube, der Bericht zeigt eine klare und gute Entwicklung. Der Weg soll, so wie es die Bundesregierung und die Frau Bundesminister auch vorhaben, fortgesetzt werden. Es geht in die richtige Richtung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

14.00


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Abgeordneter Mag. Christian Dro­bits. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


14.00.20

Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Nun, die Diagnose Krebs ist eine Diagnose, mit der viele Personen in Österreich konfrontiert sind. 400 000 Menschen leben mit der Krebsdiagnose, jährlich kommen 40 000 dazu. Die WHO sagt, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre – bis 2040 – eine Verdoppelung der Krebsdiagnosen und Krebsra­ten erfolgen wird.

Im Bericht wird zum Themenschwerpunkt krebserzeugende Arbeitsstoffe von einer geschätzten Zahl von 1 800 Todesopfern im Zeitraum 2017/2018 aufgrund des arbeitsbedingten Umgangs mit krebserzeugenden Stoffen ausgegangen. Jede oder jeder einzelne Tote ist eine oder einer zu viel. Deshalb ist es ganz wichtig, zu er­wähnen, dass es nicht nur um Beratung geht, dass es nicht nur darum geht, zu bera­ten, sondern auch darum, Sanktionen zu setzen, wenn keine Maßnahmen vorliegen, die den Umgang mit diesen krebserzeugenden Arbeitsstoffen entsprechend regeln.


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Frau Minister, in der Ausschusssitzung wurde meinerseits auch klargelegt, dass die be­stehenden Grenzwerte nicht ausreichen. Wir haben Grenzwerte, die weit über jenen in Deutschland liegen. Bei uns gelten die TRK-Grenzwerte, nicht die risikobasierten Grenzwerte – es ist Zeit, diese Grenzwerte im Namen der vielen Todesopfer einzufüh­ren. Es ist auch Zeit, Frau Minister, endlich die EU-Richtlinie mit der Liste der einzelnen Arbeitsplatzfeststellungen umzusetzen, die wir bereits bis 17.1.2020 hätten einführen sollen. Es ist Zeit, klar zu sagen, dass Gesundheit vor Profit steht. Ich fordere Sie auch auf, klarzulegen, dass die AUVA zukünftig für diese arbeitsbedingten Krebserkrankun­gen zuständig bleibt und sich ihr Tätigkeitsbereich um diese erweitert. Ich denke auch, dass es wichtig sein wird, die AUVA als Partner für genau diese Tätigkeit finanziell zu erhalten.

In diesem Sinne: Dieser vorliegende Bericht wurde sehr gut gemacht, dafür bedanke ich mich beim Arbeitsinspektorat. Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht, in dem es darum gehen wird, ob die Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages dazu führt, dass auch Maßnahmen notwendig sein werden, denn der Bericht zeigt klar: Eine er­höhte Stundenanzahl wird eine erhöhte Auswirkung auf die Arbeitnehmerinnen und Ar­beitnehmer haben. Dieser Bericht wird notwendig sein. – Danke für Ihre Aufmerksam­keit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Ribo.)

14.03


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Abgeordneter Ralph Schallmeiner. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


14.03.14

Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr ge­ehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Arbeitsinspektorat verfolgt mich schon seit meiner Kindheit, muss ich jetzt hier gestehen. Es verfolgt mich deswe­gen seit meiner Kindheit, weil meine Eltern Kleinunternehmer waren. Sie hatten einen kleinen textilverarbeitenden Betrieb mit bis zu 60 Mitarbeitern in ihrer besten Zeit, und das Arbeitsinspektorat war regelmäßig bei uns vor Ort. Dementsprechend gab es dann teilweise auch die Gespräche am Abend, wenn man beim Abendessen zusammenge­sessen ist, bei denen sich meine Eltern darüber unterhalten haben: Hast du darauf eh aufgepasst? Nicht, dass die uns wieder kontrollieren kommen!, und, und, und.

Am Ende des Tages ist aber immer eines passiert: Diese Besuche waren zwar unan­genehm, weil unangekündigt, diese Besuche waren sicherlich nicht immer fein, aber am Ende des Tages hat es fast nie eine Strafe gegeben. Ich meine, wir reden von den Achtziger- und Neunzigerjahren. Da hat es fast nie eine Strafe gegeben, weil sich die Arbeitsinspektoren – auch damals schon – sehr wohl darüber im Klaren waren, dass es durchaus Herausforderungen gibt, dass man nicht einfach alle über einen Kamm sche­ren kann; damals wurde auch meinen Eltern als Unternehmerinnen und Unternehmern geholfen.

Das Prinzip von Beratung vor Strafe ist ja nichts Neues. Das ist in Wirklichkeit etwas, das ich selber immer und immer wieder miterlebt habe – schon in den Achtzigern und Neunzigern. Umso besser ist es, wenn das Prinzip so fortgeführt wurde und durchaus greift, wie man anhand der Zahlen und anhand dieses Berichts sieht.

Klar ist eines: In der Zwischenzeit haben sich die Herausforderungen geändert. Die Herausforderungen für die Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch für die Ar­beitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind durchaus komplexer geworden. Die entspre­chenden Schutzmaßnahmen, all die Gesetze und Verordnungen sind natürlich um ei­niges mehr geworden. Dementsprechend ist auch die Arbeit eines Arbeitsinspektorats umso wichtiger geworden – mit dem Ziel, dass die Unternehmerinnen und Unterneh­mer, aber natürlich auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstützt werden und man ihnen am Ende des Tages hilft.


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Ich finde den Bericht daher gut. Es stimmt, in einem schließe ich mich an: Der 12-Stun­den-Tag ist da drinnen noch nicht erwähnt und noch nicht ausgewertet. Das werden wir dann das nächste Mal sehen, das wird vielleicht eine noch ein bisschen spannendere Diskussion. In Summe ist es ein guter Bericht, und es freut mich, dass die Zahlen durchaus in eine richtige Richtung gehen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

14.05

14.05.40


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wünscht die Frau Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.

Wir kommen jetzt zur Abstimmung über den Antrag des Ausschusses für Arbeit und Soziales, den vorliegenden Bericht III-68 der Beilagen zur Kenntnis zu nehmen.

Ich bitte jene Damen und Herren, die für dessen Kenntnisnahme eintreten, um ein Zei­chen der Zustimmung. – Das ist einstimmig angenommen.

Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Jo­sef Muchitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Aufstockung des Arbeitsinspek­tionspersonals“.

Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zei­chen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.

Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsinspektorats und des Arbeitsmarktser­vice“.

Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zei­chen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.

14.06.505. Punkt

Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Antrag 264/A(E) der Abgeordneten Mag. Verena Nussbaum, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maß­nahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinde­rungen, sowie

über den Antrag 185/A(E) der Abgeordneten Fiona Fiedler, BEd, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umsetzung der Empfehlungen der Volksanwaltschaft für ei­nen inklusiveren Arbeitsmarkt (46 d.B.)


Präsident Ing. Norbert Hofer: Wir gelangen zum 5. Punkt der Tagesordnung.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Zu Wort gelangt nun Frau Abgeordnete Kira Grünberg. – Bitte schön, Frau Abgeord­nete.


14.07.40

Abgeordnete Kira Grünberg (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Uns liegt heute ein Antrag vor, der von allen im Parlament vertretenen Fraktionen unterstützt wird. Es freut mich als Sprecherin für Menschen mit Behinderung der neuen Volkspar­tei, aber insbesondere als Betroffene, dass bei dem wichtigen Thema der Inklusion und der Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung über die Parteigrenzen hinaus zusammengearbeitet wird.


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Der Antrag geht auf folgende drei Punkte ein, die sich auch im aktuellen Regierungs­programm wiederfinden:

Zum Ersten soll die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit von Menschen mit Behinde­rungen erst nach längerer Erprobungsphase erfolgen. Zudem sollen die vielfältigen Un­terstützungsangebote des AMS und des Sozialministeriumservice ausgeschöpft wer­den. Durch die Miteinbeziehung einer berufskundigen Expertise im Vorfeld geben wir Menschen mit Behinderung eine bessere Chance, am Ersten Arbeitsmarkt mit Unter­stützung Fuß zu fassen und dadurch ein eigenes Einkommen zu erlangen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Der zweite Punkt bezieht sich auf Menschen mit Behinderung, die in Tagesstrukturen arbeiten. Gemeinsam mit Stakeholdern und den Ländern sollen Umsetzungsschritte erarbeitet werden, um die in Tagesstrukturen tätigen Menschen in die gesetzliche Kranken- und Pensionsversicherung miteinzubeziehen. In Österreich arbeiten derzeit 24 000 Menschen mit Behinderung in einer Tagesstruktur. Dabei stehen sie jedoch in keinem Arbeitsverhältnis, sie bekommen lediglich ein Taschengeld. Deshalb sind diese Menschen nicht selbst kranken- und pensionsversichert, sondern aktuell immer noch bei ihren Eltern mitversichert. Sie werden in dieser Hinsicht als Kinder behandelt, ob­wohl sie schon längst erwachsen sind.

Das wollen wir mit dem vorliegenden Antrag ändern. Menschen mit Behinderungen ha­ben das Recht auf volle Teilhabe an allen Aspekten des Lebens und müssen dement­sprechend unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)

Nun zum dritten und letzten Punkt des Antrages, die „Erarbeitung bundeseinheitlicher Rahmenbedingungen zur ,Persönlichen Assistenz‘ und Prüfung der Schaffung eines Inklusionsfonds“. In Österreich wird momentan noch zwischen der persönlichen Assis­tenz am Arbeitsplatz und der persönlichen Assistenz in allen anderen Bereichen unter­schieden. Die persönliche Assistenz am Arbeitsplatz ist bereits bundeseinheitlich gere­gelt; dies gilt es nun auch für die persönliche Assistenz in allen anderen Lebensbe­reichen umzusetzen. Weder der Wohnort noch die Art der Behinderung darf darüber entscheiden, ob jemand in Österreich persönliche Assistenz bekommt oder nicht. Men­schen mit Behinderungen brauchen die Sicherheit, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können, so wie es alle anderen Menschen, die keine Behinderung haben, auch tun.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal betonen, wie wichtig es ist, diese Schritte für uns Menschen mit Behinderungen umzusetzen, denn die Forderungen gibt es schon seit Jahrzehnten, und ich finde, sie sind mehr als berechtigt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)

14.11


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nun gelangt Frau Abgeordnete Mag. Verena Nuss­baum zu Wort. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.


14.11.37

Abgeordnete Mag. Verena Nussbaum (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir es schaffen werden, über die Parteigrenzen hinweg zu beschließen, dass wir das Leben für Menschen mit Behinderungen verbessern werden.

Wir sehen tagtäglich, wie die Menschen in den Beschäftigungsstrukturen großartige Ar­beit leisten und ihnen dadurch auch Eigenständigkeit und Selbstständigkeit gegeben wird. Was wir aber nicht sehen – und auch nicht einsehen wollen –, ist, dass diese Menschen in den Tagesstrukturen für ihre Arbeit keine gerechte Entlohnung bekom­men. Sie erhalten keinen Lohn und unterliegen auch keiner krankenversicherungs­rechtlichen und pensionsversicherungsrechtlichen Absicherung, die sie im Alter vor Ar-


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mut schützt; das setzt sie immer in Abhängigkeit zu ihren Familienmitgliedern. Da frage ich mich schon ernsthaft, wie wir das mit unseren gesellschaftlichen Werten vereinba­ren können – immerhin hat Österreich ja auch der UN-Behindertenrechtskonvention zu­gestimmt. (Beifall bei der SPÖ.) Das wollen wir nun ändern.

Darüber hinaus ist es gerade auch bei jungen Menschen mit Behinderung wichtig, nicht sofort eine immerwährende, dann bindende Arbeitsunfähigkeit festzustellen, sondern ihnen längere Erprobungsphasen zu ermöglichen. Dadurch sollen die Potenziale und Fähigkeiten von Menschen besser erkannt werden und damit soll auch dem Wunsch vieler junger Menschen mit Behinderung Genüge getan werden, in der Erwerbstätigkeit ihre Zukunft zu finden.

Die dritte Maßnahme, die mit diesem Antrag umgesetzt werden wird, befasst sich mit der persönlichen Assistenz im Freizeitbereich. Da gibt es leider noch immer keine ös­terreichweite Regelung – ganz im Gegenteil: Die Regelungen sind österreichweit der­maßen unterschiedlich gestaltet, dass man sagen kann, das Angebot ist von relativ un­zufriedenstellend bis praktisch nicht vorhanden gegeben. Darüber hinaus soll ein Inklu­sionsfonds geschaffen werden – aus unserer Sicht analog zum Pflegefonds –, der das eben bundesweit regeln soll.

Es ist schön, dass wir heute zu einer Einigung kommen werden, jetzt geht es aber um die Umsetzung. Wir werden dahinter bleiben und schauen, dass diese Maßnahmen im Interesse der Menschen mit Behinderungen rasch umgesetzt werden. Darauf werden wir weiterhin unser Augenmerk legen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)

14.14


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Kollege Mag. Christian Ragger. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.


14.14.53

Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Ministerin! Ge­schätzter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren des Hauses! Für mich ist das heute ein wunderbarer Tag, weil ein zehnjähriger Kampf von mir – zu Beginn, in jungen Jahren, war ich Sozialreferent im Land Kärnten – zu Ende geht, indem wir nach zehn Jahren heute zum ersten Mal einen Ansatz gefunden haben, das, was wir in Kärnten umgesetzt haben, nämlich das Kärntner Chancengleichheitsgesetz, heute hier auch im Hohen Haus öffentlich zu diskutieren.

Für mich ist es eine Farce, dass wir es in den letzten Jahrzehnten nicht geschafft ha­ben, Artikel 27 dieser UN-Konvention wirklich zur Umsetzung zu bringen, denn Ein­schränkungen aufgrund einer Behinderung dürfen heute keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft haben – ganz im Gegenteil: Es muss heute die Regel sein, dass Men­schen mit einer Beeinträchtigung ganz normal in einem Arbeitsverhältnis beschäftigt sind.

Ich möchte Ihnen vier Beispiele bringen, was wir in Kärnten für Menschen mit Beein­trächtigung gemacht haben – wir haben im Jahr 2012 die erste Inklusionsklasse in Kärnten eingeführt –, wie wir das umgesetzt haben und wo wir schon im Vorhinein das, was wir heute hier dankenswerterweise von allen Fraktionen beschließen lassen wol­len, umgesetzt haben.

Ein kleines Beispiel: Wir haben gemeinsam mit dem AMS damals ein Café eröffnet, in dem Menschen, die eine Beeinträchtigung gehabt haben, in den Arbeitsprozess über­führt worden sind. Die Vermittlungsquote bei diesem Projekt liegt heute bei 85 Prozent.

Wir haben das Tierheim in Klagenfurt umgebaut und eine Behindertentagesstätte da­zugebaut, in der wir die Hälfte der Menschen dort dazu animiert haben, als Tierpfleger


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ausgebildet zu werden, und wir haben sie geschult. Das sind Menschen, die heute ver­sichert sind, die in den Sozialtopf einzahlen, die in den Pensionstopf einzahlen, die da­mit eine Pension erhalten werden.

Ich möchte Ihnen ein viertes Beispiel nennen: Ich musste bei mir in Wolfsberg einen Adeg-Shop zusperren, und wir haben es dann in Zusammenarbeit mit einer Organi­sation, der Pro Mente – man darf sie auch öffentlich nennen –, geschafft, dort Men­schen als Kaufleute auszubilden. Die sind heute integriert, bekommen Pension, sind heute sozialversichert.

Das soll das Regelwerk sein, an dem wir uns messen sollen, daher danke ich heute al­len Fraktionen, dass wir diesen ersten Schritt und diesen Beschluss ermöglichen – und der nächste sollte bald und rasch folgen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Ab­geordneten Voglauer und Grebien.)

14.17


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Frau Abgeordnete Heike Gre­bien. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.


14.17.39

Abgeordnete Heike Grebien (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte ZuseherInnen hier im Hohen Haus, auf der Galerie und auch zu Hause beziehungsweise vor jedwedem technischen Gerät! Wir als RepräsentantInnen der österreichischen Bevölkerung haben einen Auftrag, nämlich die Interessen jener Gruppen zu vertreten, für die wir hier sprechen dürfen.

Jene Gruppe, die ich in der grünen Fraktion vertreten darf, ist eine Gruppe von über 1,4 Millionen Menschen in Österreich, ohne die Angehörigen noch miteinzuberechnen. Das sind Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichsten Lebenslagen, in unter­schiedlichsten Lebenssituationen, unterschiedlichsten Alters, Geschlechts, unter­schiedlichster Religionszugehörigkeit und Herkunft – kurz gefasst: unsere Mitmen­schen, die noch ein Stück davon entfernt sind, tatsächlich gleichberechtigt, inklusiv und selbstbestimmt an unserer Gesellschaft teilhaben zu können.

Als Aktivistin war ich es gewohnt, einen gemeinsamen Nenner zu suchen, auch wenn er noch so klein war, um sich gemeinsam stark zu machen, um vielen Menschen ein gutes Leben in Österreich zu ermöglichen, um etwas zu bewegen. Wie Sie wissen, geht es dabei um Lebensrealitäten unserer Mitmenschen, und es sollte nicht um partei­politischen Hickhack gehen. Deswegen ist mir persönlich die fraktionsübergreifende Ar­beit sehr wichtig, denn wir alle hier, meine wertgeschätzten Kolleginnen und Kollegen, können und müssen miteinander arbeiten, wenn wir es mit der Behauptung, Repräsen­tantInnen der österreichischen Bevölkerung zu sein, ernst meinen.

Meines Erachtens ist uns allen im letzten Sozialausschuss genau dies gelungen. Kol­legin Nussbaum von der SPÖ hat dafür einen Antrag bereitgestellt, der bereits einge­bracht worden ist, ein Antrag der Kollegin Fiedler von den NEOS wurde miteinbezogen, und herausgekommen ist ein gemeinsamer abgeänderter Entschließungsantrag, mit dem sich alle fünf Fraktionen dieses Hohen Hauses für verbesserte Arbeitsbedin­gungen für Menschen mit Behinderungen ausgesprochen haben – also genau das, was unsere Mitmenschen von uns hier erwarten.

Konkret wurden drei Punkte beschlossen, auf die schon meine KollegInnen und Vor­rednerinnen und Vorredner eingegangen sind. Der erste Punkt ist, dass der Minister für Soziales aufgefordert wird, Umsetzungsschritte dahin gehend vorzubereiten, dass künftig eine Feststellung der Arbeitsunfähigkeit von Menschen mit Behinderungen erst nach einer längeren Erprobungsphase erfolgt und dabei auch die vielfältigen Unterstüt­zungsangebote von AMS und Sozialministeriumservice berücksichtigt und berufskundi­ge Expertise miteinbezogen werden.


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Beim zweiten Punkt geht es um die in Tagesstrukturen tätigen Menschen. Gemeinsam mit den Stakeholdern und den Ländern sollen Umsetzungsschritte zur Einbeziehung dieser Gruppe in die gesetzliche Kranken- und Pensionsversicherung erarbeitet werden.

Im dritten Punkt haben wir uns gemeinsam dafür ausgesprochen, bundeseinheitliche Rahmenbedingungen für die persönliche Assistenz zu erarbeiten und die Schaffung eines Inklusionsfonds zu prüfen.

Die Punkte eins und zwei, die ich angesprochen habe, stammen zu einem Großteil auch aus den Empfehlungen der Volksanwaltschaft, die in ihrem Sonderbericht 2019 bereits auf die dramatische Situation von Menschen mit Behinderungen am Arbeits­platz hingewiesen hat. Punkt drei, die persönliche Assistenz und der Inklusionsfonds, ist ein großer Schritt, damit Menschen mit Behinderungen tatsächlich an allen Lebens­bereichen selbstbestimmt teilhaben können. Damit wird dem Wunsch vieler selbst Be­troffener entsprochen und die menschenrechtliche Lage stark verbessert.

Wenn ich schon von Menschenrechten spreche: Wie der Kollege oder die Kolleginnen schon richtig angesprochen haben, haben wir die UN-Behindertenrechtskonvention 2008 ratifiziert, und mit diesem Antrag wird man dem Artikel 27 gerecht.

Wertgeschätzte Kolleginnen und Kollegen in diesem Haus! Wir haben hier gemeinsam einem großen Stein, der zu manchen Zeiten – wie ich sagen würde – ein bisschen ru­hend gewirkt hat oder unbeweglich schien, einen Riss verpasst. Bitte bleibt weiterhin so konstruktiv im Miteinander, im Guten, und lasst uns gemeinsam den Stein Stück für Stück aufbröseln und auch gemeinsam den Schutt abtragen! Wenn wir das geschafft haben – und es ist ein breiter Weg, ich weiß –, dann können wir alle hier wirklich von echter Barrierefreiheit sprechen. Ich bin bereit, und ich hoffe, ihr auch. – Danke. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.)

14.22


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist nun Frau Kollegin Fiona Fiedler. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.


14.22.39

Abgeordnete Fiona Fiedler, BEd (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher und Zuseherin­nen! Inklusion beginnt in unseren Köpfen, und ich finde, heute können wir alle stolz auf uns sein – wir sind uns einig. Überparteilicher Konsens ist ja, man kennt es aus vielen anderen Themenbereichen, eine wahre Seltenheit.

Heute aber wollen wir alle die Lebenssituation für Menschen mit Behinderung verbes­sern. Das ist gut so und, wenn es nach uns NEOS geht, schon längst überfällig. Was wir aber nicht sein dürfen, ist naiv. Alles, was hier gefordert wurde, ist keineswegs et­was Neues. Es sind Forderungen, die Vertreter aus den verschiedensten Organisa­tionen für Menschen mit Behinderung schon seit Jahren, teilweise Jahrzehnten immer wieder stellen. Das Rad muss also nicht mehr neu erfunden werden, die Forderungen müssen nur endlich umgesetzt werden.

Inklusion war jahrelang eine politische Randmaterie. Machen wir sie doch zu einer Hauptmaterie und heben wir sie in den Mittelpunkt! Leben wir Inklusion! Ich durfte in den letzten Monaten viele bereichernde Menschen kennenlernen, die sich teils eh­renamtlich, teils hauptberuflich für die Schwächsten unter uns einsetzen. Ich bin nach jedem Termin, nach jedem Gespräch überwältigt. Es gibt Vereine und Stiftungen für Menschen mit verschiedensten Behinderungen. Diese Vielzahl an Vereinen gibt es nur, weil die Politik – wir alle, meine Damen und Herren – viel zu lange zugeschaut hat. Man musste sich arrangieren und das Beste aus nicht zufriedenstellenden Tatsachen machen. Die Ergebnisse sind sensationell.


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Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen und mich bei all jenen Menschen bedanken, die seit Jahren für Inklusion kämpfen. Ich möchte ihnen heute hier und jetzt versichern: Ich bin eine von ihnen. Ich werde mich mit all den mir möglichen Mitteln dafür ein­setzen, dass den schönen Worten in den Anträgen auch wirklich Taten folgen. (Ruf bei der SPÖ: Wir auch!) – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Grebien.)

14.24


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.


14.24.58

Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie, aber auch zu Hause! Ja, es ist erfreulich – das ist ja schon zum Ausdruck gekommen –, dass wir heute einen gemeinsamen Antrag haben, eine gemeinsame Initiative, die Be­schäftigung von Menschen mit Behinderung im Ersten Arbeitsmarkt zu forcieren. Ich glaube, darauf kommt es an.

Kira Grünberg und auch andere haben ja schon sehr konkret ausgeführt, worum es geht, welch große Chancen es dabei gibt, wenn wir die Rahmenbedingungen entspre­chend ändern und es auch ehrlich meinen. Ich denke, das Ziel muss sein, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Es wurde ja schon ge­sagt, es geht dabei nicht nur um rein medizinische Kriterien, sondern auch um die be­rufskundliche Expertise, die wir berücksichtigen müssen.

Ich möchte vor allem der Wirtschaft Danke sagen, denn ohne die Wirtschaft geht das nicht. Es gibt so viele positive Beispiele, die in die richtige Richtung gehen – internatio­nale, aber auch nationale. Ich denke beispielsweise an das Unternehmen Walgreens, das 50 Prozent Menschen mit Behinderung in seinen Logistikzentren beschäftigt und große Erfolge hat, aber auch an viele tolle Beispiele in Österreich – den Maschinen­bauer Trumpf, Rewe, DM, die Bank Austria oder Raiffeisen International. Ich nenne auch kleinere und mittelständische Unternehmen, beispielsweise Zotter oder Sonnen­tor und auch das schöne Beispiel der Marien-Apotheke in Wien.

Doch es wird den Unternehmen nicht leicht gemacht, das muss man auch festhalten. Wir brauchen flexiblere Varianten, es gibt zu viele unterschiedliche Ansprechpartner, und es gibt Informationsdefizite. Es gibt aber auch Barrieren, ja, auch im Kopf – das hat eine meiner Vorrednerinnen ja schon gesagt. Der Kündigungsschutz, der ja 2012 massiv gelockert wurde, schwirrt noch immer in den Köpfen herum. Daher gilt es, mit Best-Practice-Beispielen zu inspirieren und die Wirtschaft und die Betroffenen zusam­menzuführen, wie es beispielsweise die Essl Foundation mit Herrn Kommerzial­rat Martin Essl tut, der ja letzte Woche auch hier im Parlament und mit einem Kongress hier in Wien war, der Dialogveranstaltungen organisiert und so auf die Wirtschaft zu­geht. Ich möchte mich aber auch bei Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bedan­ken, der letzte Woche das Parlament für dieses Thema geöffnet hat. Auch das, glaube ich, ist ein wichtiges Signal und ein richtiger Schritt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. R&ou