11.19

Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Klima- und Umweltschutz in Österreich weiter hochzuhalten und auch in diesen Zeiten die budgetären Mittel dafür zur Verfügung zu stellen. Für mich als Tiroler Wirtschaftsbundobmann und Unternehmer ist es aber wichtig, dass alle Umsetzungen der Klima- und Umweltpolitik für die Unternehmen tragbar, finanzierbar und vor allem unbürokratisch geregelt sind.

Umwelt- und Wirtschaftspolitik müssen Hand in Hand gehen, damit Chancen auf den Exportmärkten erarbeitet werden können und eben keine neuen Belastungen für die Wirtschaft entstehen.

Die Erreichung der Klimaziele, Frau Bundesminister, ist durch heute verfügbare Techno­logien allein nicht mehr möglich. Für neue Techniken und eine Effizienzverbesserung braucht es Forschung und Weiterentwicklung. Hierzu können die Erhöhung der Mittel des Klima- und Energiefonds, aber auch Ihre anderen budgetären Mittel, die Sie zur Verfügung haben werden, beitragen.

Erneuerbare Energien werden für die Mobilitätskonzepte eine immer größere Rolle spielen. Hier sind die Speicherfähigkeit und damit die Verfügbarkeit zur rechten Zeit aber die große Herausforderung. Batterien und eben Wasserstoff könnten hier Lösungen bie­ten. Ebenso sollte der Bau von Pumpwasserspeichern als Ausgleich zur volatilen Strom­produktion aus Sonnen- und Windkraft weiterverfolgt werden. Und ich bitte Sie auch, den Ausbau der Wasserkraft in unseren Alpen als große Chance und nicht als Belastung zu sehen, denn Sie werden das brauchen, wenn Sie Ihr Ziel, 2030 Strom nur mehr aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, erreichen wollen – dies natürlich auch unter dem Aspekt, dass in Zukunft durch die zunehmende E-Mobilität immer mehr Strom gebraucht werden wird.

Mobilität als die große Freiheit unserer Gesellschaft verursacht ein Drittel des CO2-Pro­blems und stellt damit die große Herausforderung unseres Jahrhunderts dar. Sie haben in Ihrem Budget auch die Mittel für die Umrüstung der Busflotten, für neue Stadtregional­bahnprojekte veranschlagt.

In meinem Heimattal, dem größten alpinen Tourismustal, dem Zillertal, versuchen wir bei der regionalen Zillertalbahn, ein großes Wasserstoffprojekt zu realisieren, und zwar mit grünem Strom aus den Zillertaler Kraftwerken; wir haben da den Verbund als guten Partner, als guten Systempartner mit im Boot. Durch die Elektrifizierung dieses Regional­zuges sollten jährlich 900 000 Liter Diesel und 2 400 Tonnen CO2 eingespart werden.

Ich bitte Sie, Frau Bundesminister, dass Sie auch dieses Projekt unterstützen, genauso wie den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur, und gratuliere Ihnen zu diesem Budget. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Sie und der Herr Staatssekretär als Unterstützung werden für Österreich hier gute Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

11.21

Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Peter Schmiedlech­ner. – Bitte.