14.17

Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin Schramböck! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Öster­reicherinnen und Österreicher! Herr Schellhorn, Sie haben vorhin etwas betrieben, über das ich in diesem Haus immer wieder höre, nämlich Ihre unerbittliche Kammerjagd.

Ich finde es spannend, denn die Wirtschaftskammerwahlen sind vorbei, sie sind ge­schlagen. Sie hatten, glaube ich, im ganzen Bundesland Salzburg 17 KandidatInnen auf Ihrer Liste – wir hatten österreichweit als Wirtschaftsbund 13 000, das sagt schon etwas aus, wie viele UnternehmerInnen sich für diese Sache engagieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schellhorn – sich mit Bundesministerin Schramböck unterhaltend – zeigt eine Daumen-hoch-Geste in Richtung der Rednerin.)

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Punkt: Herr Hafenecker hat heute eine schöne Be­grifflichkeit gebracht, und zwar den Begriff des ideologischen Auftragstäters. Ich habe da an die Worte von Herrn Stöger, diplômé heute und auch letztens im Ausschuss ge­dacht, und ich habe da auch mit Herrn Bernhard, glaube ich, großes Einverständnis ge­habt: Das war eine Art ökomarxistische Fachvorlesung. Ich war wirklich erstaunt, dass es solche Anschauungen gibt, das Zitat war: Wo ein Markt entsteht, da werden Reiche reicher, Arme ärmer und die Umwelt wird dabei zerstört.

Ich weiß nicht, auf welcher Universität so eine Lehre verbreitet wird, ob das vielleicht dieselbe Universität ist, auf der man auch diesen tollen Titel beziehen kann – jedenfalls halten wir das für einen völligen Humbug. (Zwischenruf bei der ÖVP.)

Ich meine, wir müssen das heute ganz neu betrachten: Österreichs einzige wirklich gro­ße Ressource ist die Ressource Europas, das ist Innovationsfähigkeit – das ist unsere große Ressource! Ich bedanke mich bei der Frau Ministerin dafür, dass sie dieses Ver­ständnis teilt. (Zwischenruf bei der SPÖ.)

Es sind die Unternehmerinnen und Unternehmer, die uns aus dieser Krise holen werden, vielleicht genau dadurch, dass sie Lösungen schaffen, entwickeln, Dinge erfinden, die diese Umweltproblematik lösen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)

Wo ein Markt entsteht – schauen Sie, meine Damen und Herren, ein Markt ist nichts anderes als der Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage treffen. Das ist ein Markt, nicht mehr und nicht weniger. Das ist ein Markt, und wo diese Märkte entstehen, da werden Menschen Wertschöpfung erzeugen können, da werden Menschen ihre Bedürfnisse er­füllen können.

Im optimalen Fall können sie dann sogar noch etwas Positives zur Bekämpfung der Kli­makrise und zur Klärung der Umweltproblematik beitragen. (Abg. Vogl: Was ist mit den Bauern? Warum ...?) Ich verstehe Sie leider akustisch so schwer hier drinnen. (Neuer­licher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Fassen wir es zusammen, Ökomarxismus ist vorbei oder heute auch nicht mehr relevant. Ich glaube, wir können gemeinsam durch Innova­tionsfähigkeit, durch coole Start-ups, durch Unternehmertum, durch Unternehmerener­gie die Probleme unserer Zukunft lösen, und das sollten wir gemeinsam angehen. Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

14.20

Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Dr.in Sonja Hammerschmid. – Bitte, Frau Abgeordnete.