18.59

Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Frau Kollegin Künsberg, man kann schon alles schlechtreden. Würde es keine Hygienemaßnahmen geben, kann ich schon die Schlagzeile lesen: Bildungsminister verbreitet Chaos! – Ich glaube, der Minister hat selbst gesagt, wir sollen die Regeln mit Hausverstand anwenden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kucher und Heinisch-Hosek.) Hausverstand, Eigenverantwortung: Das ist das Motto der ÖVP und bis jetzt sind wir damit ganz gut gefahren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)

Durch die Coronakrise wurden wir quasi ein bisschen forsch in die Digitalisierung gezwungen. Ich sehe das sehr positiv. Ich glaube auch, dass die Lehrer, die Eltern, die Schüler diese Krise mithilfe des Ministeriums durch ihre Herangehensweise sehr, sehr gut gemeistert haben – hierfür mein großer Dank an alle. 

Ich bin aber davon überzeugt, dass wir diesen Weg natürlich jetzt auch weitergehen müssen. Unsere Aufgabe wird es nun sein, die Schulen dabei zu unterstützen, digitalen Unterricht zum Wohl der Schüler auch tatsächlich einzusetzen. Das bedingt natürlich Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte – das wird ganz entscheidend sein –, wir müssen sie sozusagen digireif machen, aber es bedingt meiner Meinung nach auch, dass wir es schaffen, in jeder Schule nur eine digitale Lernplattform zu verwenden. Wir haben viele sehr gute, sei es Schoolfox, MS Teams, Google Classroom, Jabadu, you name it!, ich glaube aber, wichtiger ist: eine Plattform pro Schule – damit helfen wir den Eltern, den Schülern, aber auch den Lehrern, die sich dann auch an ihre Kollegen wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)

Wenn wir es schaffen, diesen Schwung der Digitalisierung mitzunehmen und im Regelunterricht einzusetzen, dann, glaube ich, haben wir viel zum Wohle der Schüler erreicht.

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch der Schulentwicklungsplan. Frau Kollegin Hammerschmid, Sie haben gesagt, wir investieren nichts in die Kinder. Es sind fast 2,4 Milliarden Euro, die wir in diesem Bereich in die Kinder investieren.

Aber nicht nur die Bildung bedarf der Digitalisierung, die Digitalisierung bedarf auch der Bildung. In diesem Zusammenhang freue ich mich natürlich, dass auch die Finanzierung der Universitäten, vor allem auch im Mint-Bereich, die Fachhochschulplätze erweitert wurden. Ich glaube, das sind alles wesentliche Dinge, denn die Wirtschaft sucht wirklich händeringend Fachkräfte, und diese Fachkräfte werden auch beim Wiederaufbau jetzt nach der Coronakrise eine zentrale Rolle spielen.

Ich freue mich in diesem Zusammenhang auf die Zusammenarbeit auch mit dem Herrn Minister für einen starken Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort, und gemeinsam werden wir das schaffen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)

19.01

Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag.a Andrea Kuntzl. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.