19.45

Abgeordneter Klaus Köchl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Minister! Danke – bei Ihnen habe ich das Gefühl, wenn die Abgeordneten reden, dass Sie auf­merksam zuhören und nicht mit dem Handy spielen. Das machen nicht alle Regierungs­mitglieder so.

Ich spreche nur einen sehr kleinen Bereich an, den Sie aber nicht angesprochen haben, das ist der Bereich der Lehrlinge. Ich selbst war Lehrling und deshalb ist mir das auch so wichtig. Ich bin Jahrgang 1961, damals war es sehr schwer, eine Lehrstelle zu krie­gen, deshalb kann ich das verstehen, wenn Eltern jetzt Angst haben, dass ihre Kinder keine Lehrstelle kriegen. Bei uns in Kärnten macht man sich mit Finanzreferentin Gaby Schaunig schon große Gedanken, wie man das macht. Man hat sich mit Experten zu­sammengesetzt, in anderen Bundesländern passiert das auch. Da müsste der Bund mit­gehen, deshalb das Ersuchen, dass Sie sich dem annehmen, weil das einfach wichtig ist. Kommt jemand aus einer Schule, hat keine Perspektive, kann nicht lernen, dann, glaube ich, ist das etwas, was auch unserem Ausbildungsgesetz nicht entspricht. Ich ersuche Sie deshalb wirklich, dass Sie sich dessen annehmen, weil ich einfach glaube, dass das eines der wichtigsten Dinge ist.

Es ist ja leider, was diese überparteilichen oder überbetrieblichen Ausbildungsstätten betrifft, das Ganze nicht so nach der Vorstellung, wie wir Sozialdemokraten es gern se­hen würden. Das ist abgeschafft worden, die Lehrlinge verdienen dort jetzt weniger. Ich glaube, gerade jetzt wäre es wichtig, das auszubauen. In Hotel und Gastgewerbe wird es weniger Betriebe geben, weniger Möglichkeiten geben, dass man eben Koch, Kellner und dergleichen lernt. Ich glaube, da besteht ein ganz großer Mangel und ich ersuche Sie, da etwas zu tun. – Danke, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)

19.47

Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Nico Marchetti. – Bitte, Herr Abgeord­neter.