10.45

Abgeordneter Ing. Johann Weber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe, ge­schätzte Ministerinnen auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Ich möchte die Gelegenheit nützen, Danke zu sagen, dass es nach 15 Jahren eine mar­kante Erhöhung im Frauenbudget gibt. Es sind, wir haben es heute schon gehört, circa 2 Millionen Euro – das ist nicht nix. Dafür einmal ein recht herzliches Dankeschön! (Bei­fall bei der ÖVP.)

Trotz aller Bemühungen und Anstrengungen bezüglich Gleichstellung im Frauenbereich ist es noch immer üblich, dass zu einem hohen Prozentsatz die Frauen die Hausarbeit verrichten, den Haushalt leiten, die Kindererziehung bewerkstelligen, die Kinder betreu­en, da sind, wenn es Angehörige zu pflegen gilt – und darüber hinaus auch bei den Gar­tenarbeiten ihre Stärken einbringen, das darf man nicht vergessen! Man hat auch gerade in der Bewältigung der Krise wieder gesehen, dass die Frauen die tragende Säule der Gesellschaft gewesen sind.

Ich möchte die Gelegenheit jetzt auch nützen, um hier vom Rednerpult aus Danke zu sagen. (Abg. Zanger: Danke! Danke! Danke!) Wir alle wissen, speziell im Gesundheits­bereich und im Pflegebereich sind sehr, sehr viele Frauen beschäftigt. Ich möchte die Gelegenheit insofern nützen, weil auch meine Partnerin Silvia in diesem Berufsbereich tätig ist. Sie ist Intensivkrankenschwester im LKH Wolfsberg, und ich weiß deswegen, was in diesem Bereich in der letzten Zeit wirklich geleistet wurde. Daher ein aufrichtiges Dankeschön an Silvia und allen Damen und Frauen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)

Leider gibt es immer noch zu viele Frauen, denen es nicht wirklich gut geht. Es gibt noch immer Gewalt, Übergriffe, sexuelle Gewalt und so weiter. Daher ist es wichtig, dass eben zusätzlich 700 000 Euro für die Mädchen- und Frauenberatung, für weitere Einrichtun­gen und so weiter zur Verfügung gestellt wurden. Darüber hinaus, glaube ich, wird es notwendig werden, mehr in die Prävention zu investieren. Wir brauchen auch, wenn der Fall eintritt, dass jemand Hilfe braucht, auf kurzen Wegen vor Ort Möglichkeiten, diese zu bekommen. Ich möchte im Hinblick auf Kärnten erwähnen, dass wir in den Bezirken Wolfsberg, Klagenfurt, Villach und Spittal an der Drau jeweils Frauenhäuser haben, die sofort auf kurzem Weg aufgesucht werden können und so weiter und so fort – mir läuft schon die Zeit davon.

Ich möchte abschließend noch einmal Danke sagen, Frau Minister, für diese zusätzli­chen Mittel im Frauenbudget. Ich bin mir sicher, dass dieses Geld, das von der Frau Minister eingesetzt wird, auch sehr sinnvoll verwendet wird. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

10.48

Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Nun ist Frau Abgeordnete Oberrauner zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Loacker – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Oberrauner –: Nicht vergessen: immer artig bedanken!)