12.00

Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesminis­terin! Meine Damen und Herren! Die Familien und ihre Anliegen sind in den letzten Mo­naten durchaus mehr ins Bewusstsein getreten. Aufgrund der Coronapandemie mussten Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen geschlossen werden. Schule und Kinder­betreuung zu Hause bei vielleicht gleichzeitiger Heimarbeit von Mutter und/oder Vater bedeuten für die Familien große Herausforderungen.

Das wurde unterschiedlich wahrgenommen. Während es Familien gab, die mehr ge­meinsame Zeit als durchaus positiv empfanden, wurde das in manchen Familien zur Belastung. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht immer einfach und eine große Herausforderung. So wertvoll die öffentlichen Angebote auch sind, sollten wir die Wahl­freiheit der Familien immer in den Mittelpunkt unserer Überlegungen stellen.

Familien sind die Keimzelle einer Gesellschaft. Eltern wissen im Regelfall am besten, was ihre Kinder brauchen. Die öffentlichen Angebote sollten unterstützen und nicht be­vormunden. Das Budget 2020 sichert die Leistungen für die Familien in Österreich sehr gut ab. Allerdings geht es nicht nur um die finanzielle Abgeltung, bei der Österreich im europäischen Spitzenfeld liegt, sondern es geht auch um die gesellschaftliche Anerken­nung der Familienarbeit, und seien wir ganz ehrlich: Wenn es nicht die eigenen Enkelkin­der oder Kinder sind, die die Mittagsruhe stören oder anderwärtig auffallen, sinkt die Wertschätzung relativ schnell. Da hat sich in Stadt und Land einiges verändert.

Kinder brauchen zum Aufwachsen Orientierung, Leitlinien und Toleranz. Das heißt, Er­ziehung muss auch einen gewissen Rahmen vorgeben. Wir können Erziehung nicht in Schule oder Kinderbetreuungseinrichtungen abschieben, sondern die Erziehung muss zu Hause passieren. Dort, wo es Probleme gibt, müssen wir unterstützen, und es gibt ja Angebote. Wenn es Problemfälle gibt, gilt: Je eher man unterstützt, desto günstiger kommt es nicht nur den Steuerzahler, sondern es ist auch für die jungen Menschen we­sentlich besser, wenn wir früher unterstützend eingreifen.

Insgesamt kann man ruhigen Gewissens sagen: Familien und ihre Angelegenheiten sind bei dieser Bundesregierung, bei Bundesministerin Christine Aschbacher und Bundeskanzler Kurz, wirklich in den besten Händen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)

12.03

Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Markus Vogl. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Das ... die passende Antwort!)