14.16

Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundes­minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Aus der Sicht der Seniorinnen und Senioren ist natürlich die demografische Entwicklung sehr wichtig, und es ist auch ganz wichtig, diese Entwicklung in einer Budgeterstellung mit zu berücksichtigen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die ältere Generation in Würde, selbstbestimmt und bei guter Lebensqualität alt werden kann – ich denke, da sind wir uns alle einig –, und natürlich ist auch die Pflegereform, die wir jetzt vor uns haben, eine ganz wichtige. Herr Bundesminister, unsere Unterstützung ist Ihnen da si­cher. Ich lade alle ein, positiv an dieser Pflegereform mitzuwirken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Im Rahmen der Budgeterstellung muss man natürlich den Blick auf alle Generationen richten. Wir sind derzeit in einer schwierigen Zeit – der Herr Bundesfinanzminister hat es gestern ja auch gesagt –, wir haben aber das große Glück, dass wir auf eine gute Budgetsituation zurückgreifen können und aufbauen können. Ich denke, es ist in diesem Budget gelungen, viele Perspektiven für die Jugend, aber auch viele Perspektiven für die ältere Generation sicherzustellen. Daher ist dieses Budget ein starkes Signal der Generationengerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Grebien und Schallmeiner.)

Erlauben Sie mir aus der Sicht der Seniorenvertreterin einige Anmerkungen: Wir Senio­rinnen und Senioren sind bereit, in allen Bereichen der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Es gibt keinen Bereich, für den wir uns nicht auch verantwortlich fühlen, weil wir eben auch für unsere Enkelkinder und für unsere Kinder Verantwortung über­nehmen, daher sind uns ganz selbstverständlich auch ihre Zukunft und die Perspektiven für die Jugend ganz besonders wichtig. Daher sind Investitionen in die Bildung, Investi­tionen in die Forschung, in die Digitalisierung, aber auch in die Wirtschaft und in die Umwelt und den Klimaschutz auch für uns Ältere wichtig.

Wir Senioren haben hart gearbeitet. Wir können selbstbewusst sagen, dass wir sehr viel dazu beigetragen haben, dass Österreich heute in vielen Bereichen – es wurde ja vieles heute schon erwähnt – sehr hohe Standards hat, und ich denke, es ist wichtig, dass die Pensionen gesichert sind. Wir haben mit der Inflationsanpassung für niedrige Pensionen einen wichtigen Schritt gesetzt. Wir haben die Valorisierung des Pflegegeldes durchge­setzt. Es ist aber auch wichtig anzumerken, dass gerade wir Seniorinnen und Senioren ganz entscheidend zur Wertschöpfung in unserem Land beitragen. Wir stärken mit un­serer Kaufkraft vor allem die kleinen Betriebe, den Handel, den Gewerbetreibenden vor Ort, und wir haben jetzt in dieser Zeit der Pandemie gesehen, wie wichtig es ist, dass die Nahversorgung funktioniert. Kaufen wir auch weiter regional ein, meine Damen und Herren!

Der Platz der älteren Generation ist daher in der Mitte der Gesellschaft – für mich steht das außer Frage. Viele haben sich in den letzten Wochen manchmal ein bisschen an den Rand gedrängt gefühlt, ich sage aber noch einmal: Diese Regierung wollte alle schützen, die gefährdet sind (Abg. Schnedlitz: Weggesperrt habt ihr sie!), die Jungen und genauso auch die Älteren. Ich appelliere daher an die Seniorinnen und Senioren, selbstbewusst zu sein, aktiv zu sein, sich weiter einzubringen, die Gemeinschaft zu pfle­gen. – Ich denke, wir müssen zusammenhalten.

Wir sollten positiv und zuversichtlich nach vorne schauen und mit Hausverstand diese schwierige Phase, die noch vor uns liegt, bewältigen, aber auch aufeinander Rücksicht nehmen. Wenn wir das schaffen, dann werden wir die nächste Zeit gut bewältigen. Das wünsche ich uns allen. Ich denke, da sind wir uns einig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

14.20

Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Felix Eypel­tauer. – Bitte, Herr Abgeordneter.