16.02

Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Au­genscheinlich ist, dass diese Krise besonders unser Gesundheitssystem auf die Probe gestellt hat. Es zeigt sich aber, dass wir zu Recht stolz darauf sein können, in diesem Land zu leben und dieses zuverlässige Gesundheitssystem zu haben. Es sucht jeden­falls weltweit seinesgleichen. Ich habe Verwandte in Amerika, die berichten von ganz anderen Zuständen.

Weil der Dank heute so oft in Misskredit gekommen ist: In meiner Kinderstube hat man gelernt: Danke ist nie genug. Ich danke daher der Bundesregierung und insbesondere dem Herrn Finanzminister für diese herausragenden Leistungen, dass dieses System im Budgetvoranschlag Niederschlag findet. So ist es erfreulich, dass neben vielen Berei­chen auch die Gesundheit mehr Budget zur Verfügung bekommt.

Am Tag der Frauengesundheit möchte ich persönlich noch besonders auf das Wirkungs­ziel 2 in der UG Gesundheit eingehen, ein Gleichstellungsziel: „Gewährleistung des glei­chen Zugangs von Frauen und Männern zur Gesundheitsversorgung mit speziellem Fo­kus auf genderspezifische Vorsorge- und Präventionsprogramme. Prioritär ist die Ver­besserung der Gesundheit beider Geschlechter unter Berücksichtigung geschlechtsspe­zifischer Unterschiede“.

Dieses Wirkungsziel soll mit den folgenden drei Maßnahmen erreicht werden: „Berück­sichtigung von Genderaspekten im Rahmen der Arbeiten zu den Qualitätssystemen“, „Berücksichtigung der genderspezifischen Aspekte im Rahmen des nationalen Krebs­programmes“ und auch „Genderdifferenzierte und“ vor allem „altersdifferenzierte Daten­aufbereitung, damit eine verstärkte Ausrichtung“ dementsprechend „erfolgen kann.“

Unser Ziel ist es, das gesundheitliche Wohlbefinden der Bevölkerung zu stärken. Aktuell nützen 14,6 Prozent der Frauen, aber nur 13,3 Prozent der Männer das Angebot der Gesundenuntersuchung. Nachdem die Frauen in den vergangenen Jahren den Zielwert immer überschritten haben, soll nun eine Erhöhung der Teilnahme der Männer das Ziel sein. Ziel bis 2024 sind eine generelle Erhöhung der Teilnahme und eine Angleichung des Wertes beider Geschlechter.

Ich möchte noch einmal betonen: Es ist ein Privileg, in unserem Land ab dem 18. Le­bensjahr eine solche Untersuchung vornehmen lassen zu können. Dass dafür Geld benötigt wird, liegt auf der Hand. Dieser enormen Krise etwas Positives abzugewinnen, fällt jedem in diesem Saal schwer. Ein positiver Aspekt ist sicherlich der Vertrauenszu­wachs in unser Gesundheitssystem. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Ab­geordneten der Grünen.)

16.05

Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Silvan. – Bitte.