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Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Zunächst, meine Damen und Herren, erwarte ich mir hier eine Entschuldigung: Österreich ist eine Republik, in der jeder Mensch mit jedem Hintergrund jede Karriere machen kann. Menschen, die einen bäuerlichen Hintergrund haben, abzusprechen, hier Minister/Ministerin zu werden, ist eine Unverfrorenheit! (Beifall bei der ÖVP.)

In diesen Stunden, meine Damen und Herren, findet eine Übung des Pionierbataillons 1 in Villach statt. Am Ossiacher See wird eine Übung gemeinsam mit der Wasserrettung und der Feuerwehr durchgeführt. Die Männer und Frauen, Soldatinnen und Soldaten, machen das mit Überzeugung, weil sie ihrer Berufung nachgehen, für Schutz und für Sicherheit zu sorgen. Diese Männer und Frauen haben heute auch ein Lächeln im Gesicht. Warum, meine Damen und Herren? – Ich werde es ausführen: Die Politik muss Entscheidungen treffen, und 15 Jahre lang hat man eine notwendige Entscheidung vor sich hergeschoben. Übrigens waren da, Herr Abgeordneter Laimer, auch die Minister Klug und Darabos sowie der FPÖ-Minister Kunasek mit dabei. Es ist der Weitsicht und der Entscheidungsfreude der Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zu verdanken, dass sie die Entscheidung getroffen hat, in Villach für Klarheit zu sorgen und eine Großkaserne zu errichten. – Danke vielmals dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Nicht nur die Soldatinnen und Soldaten sind zufrieden und freuen sich über diese Entscheidung, sondern es ist die Stadt Villach, es ist der Kärntner Militärkommandant, es ist das Land Kärnten mit Landeshauptmann Peter Kaiser, die sagen: Eine richtige Entscheidung – Weitblick, Schutz und Sicherheit!, gerade auch, weil wir in Erinnerung haben, dass militärische Landesverteidigung für uns notwendig ist. Wir alle, vor allem wir Kärntnerinnen und Kärntner, erinnern uns an 1991, und wir sind stolz auf die Männer und Frauen, die Uniform tragen und für unsere Sicherheit sorgen.

Ein großes Dankeschön – das ist Sicherheitspolitik Marke Klaudia Tanner! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.) Mit der Entscheidung der Zusammenführung der Kasernen zu einer Großkaserne, meine Damen und Herren, können wir im Rahmen der Stadtentwicklung in Villach, in unserer prosperierenden Stadt, auch neue wirtschaftliche Impulse setzen. Das ist genau das richtige Zeichen in dieser Stunde, in der es notwendig ist, das Comeback für Österreich zu schaffen.

Es ist deswegen auch gut und richtig, dass die Frau Bundesministerin Themen aufgreift, die in unserer Zeit angegangen werden müssen:

Erstens, eine Neuausrichtung auch im Bereich von Schutz vor Pandemien, vor Cyberangriffen.

Zweitens, das klare Bekenntnis und die klare Analyse, dass klassische militärische Bedrohungsszenarien in den Hintergrund treten. Das bedeutet nicht, dass wir auf schwere Waffen verzichten (Abg. Kassegger: Das bedeutet es sehr wohl!), aber die Frau Bundesministerin stellt den Schutz der Mannschaft in den Vordergrund, in den Fokus und hat deswegen den Prozess gestartet, 30 Pandur-Panzer anzuschaffen. – Danke vielmals, das ist Sicherheitspolitik Marke Klaudia Tanner! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)

Die Miliz wird gestärkt und zeitgerecht auf Höhe unserer Anforderungen gebracht. Die Führung wird schneller und flexibler gestaltet. Die gesamte Organisation wird umgebaut, um gerade im Bereich der Kompetenzen Cybersecurity und Abwehr von ABC-Angriffen für unsere Bevölkerung und alle Menschen, die hier leben, für Schutz und Ordnung zu sorgen. Und – ganz wichtig –: Klaudia Tanner hat die klare Vision, das Bundesheer, unseren Sicherheitsapparat Nummer eins, in die Mitte der Gesellschaft zu führen, mit dem Modell der Hilfszonen, Schutzeinheiten, wo Kasernen vor Ort zu lebensnotwendigen Rettungsankern werden, die autark für die Unterstützung der Bevölkerung sorgen.

Das, meine Damen und Herren, ist eine klare Ansage. Veränderung ist für manche schwierig, aber es werden diejenigen übrig bleiben und unsere Heimat in die Zukunft führen, die mutig und entschlossen Entscheidungen treffen wie unsere Sicherheitsministerin Klaudia Tanner. – Glückauf Österreich und dem österreichischen Bundesheer! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Kickl: Die Rede hätte im Knien gehalten werden sollen!)

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