18.45

Abgeordneter Hermann Brückl, MA (FPÖ): Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es ist evident und es ist auch eine Lebensrealität, dass in den vergangenen Jahren Eltern vermehrt das Angebot an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen angenommen und nachgefragt haben. Die Zahl der Kinderbetreuungsplätze ist gestiegen und steigt auch weiter, auch bei uns im ländlichen Raum.

Um dem gerecht zu werden, braucht es natürlich auch entsprechend Personal. Wir bilden in den fünfjährigen Bildungsanstalten für Elementarpädagogik, ehemals Bakips, Elementarpädagogen aus, und wir bilden in dreijährigen Fachschulen das Assistenzpersonal aus. Wir brauchen da einfach mehr Personal, und daher ist dieser Vorschlag durchaus sinnvoll, dass man jetzt einmal prüft, ob man die Ausbildung auch für Menschen mit Behinderungen öffnen kann.

Auch der zweite Punkt, die Öffnung der Position des Schulleiters an den Pflichtschulen für Sonderpädagogen, ist aus unserer Sicht sinnvoll. Ich stelle aber in diesem Zusammenhang die Frage: Warum muss da der eigene Minister von den Regierungsfraktionen erst dazu aufgefordert werden? Ich darf feststellen, dass es hierzu bereits einen ähnlichen Antrag von Frau Kollegin Künsberg Sarre gibt, der im Februar eingebracht wurde. Wie gesagt, stellt sich wirklich die Frage, warum man da einen eigenen Antrag, eine eigene Aufforderung an den Minister braucht. Man hätte schon längst reagieren können.

Überhaupt darf ich in diesem Zusammenhang, was die Sonderpädagogik betrifft, die Fragen stellen: Wie geht es denn jetzt mit der sonderpädagogischen Ausbildung weiter, Herr Bundesminister? Wie geht es mit den sogenannten Sonderschulen weiter? Gibt es die Arbeitsgruppe, die eingesetzt wurde, noch? Arbeitet die überhaupt noch? Was macht sie? Wie ist der Stand? Oder, Herr Bundesminister, ist diese sonderpädagogische Ausbildung ohnehin schon zum Sterben verurteilt?

Das sind Fragen, die sich mir stellen. Es wäre aus unserer Sicht einfach falsch, wenn man das einstellt, aber grundsätzlich darf ich dazusagen, dass wir auch dem zweiten Antrag zustimmen werden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hofinger.)

18.48

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Heike Grebien. – Bitte.