18.42

Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus, aber auch alle, die uns zu dieser Uhrzeit noch zuschauen! Eigentlich wollte ich auf die für die Zukunft wesentlichen Punkte, die dieses Bildungs- und Wissenschaftsbudget beinhaltet, eingehen, aber Frau Kuntzl wünscht, dass wir über die aktuelle Situation reden.

Als schon seit sehr, sehr vielen Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen, in den unterschiedlichsten Ebenen bildungspolitisch Aktive möchte ich auf die aktuelle Situation und Diskussion, vor allem auf die, die die Opposition hier hereinträgt, die aber natürlich auch medial forciert wird, eingehen, und zwar auf eine ganz bestimmte Sache. Sowohl bei den Schulen also auch bei den Universitäten wird angeprangert, dass jetzt nichts mehr passiert, dass unsere Kinder, Jugendlichen und Studierenden nichts mehr lernen. (Abg. Kuntzl: Das hat niemand gesagt!)

Die Situation, die wir seit dem Frühjahr erlebt haben, ist allerdings so: Wir haben herausragende Pädagoginnen und Pädagogen, die sowohl in der Schule als auch auf den Universitäten als auch auf den Fachhochschulen sofort sehr, sehr gut geswitcht sind und es genau geschafft haben, unsere Kinder und Jugendlichen voranzutreiben und somit auch zukunftsfit zu machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der Opposition! Sie sind es, die von verlorenen Generationen sprechen, Sie sind es, die die Ausbildung der jungen Menschen, die eine grandiose Zukunft in Österreich vor sich haben, schlechtreden. Ich glaube, genau das ist verantwortungslose Politik, die Sie hier in Österreich betreiben! (Beifall bei der ÖVP.)

Genau deshalb, weil wir keine verantwortungslose Politik betreiben, sondern Bildung Zukunftspolitik ist, wird in den einzelnen Bereichen das Budget aufgestockt. Wir haben gelernt, dass es notwendig ist, auch für die digitalen Herausforderungen gerüstet zu sein. Deswegen gibt es auch 235 Millionen Euro für Laptops für die Schülerinnen und Schüler. Das sind allein in meinem Wahlkreis in Graz 9 700 Laptops, die zur Verfügung gestellt werden. Das ist ned nix! Das ist ein riesengroßer Schritt, der in den vergangenen Jahren nicht gesetzt wurde. In den vergangenen Jahren, als ich Schülervertreterin war, gab es immer rote Bildungsministerinnen, die verantwortlich waren und nichts zusammengebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)

Jetzt, da diese Meilensteine geschaffen werden, ist es für Sie zu spät, zu wenig. – Ja eh, das kann man eh leicht einfordern. – Es wird gemacht und es wird zukunftsweisend gemacht! Genauso wie zum jetzigen Zeitpunkt zukunftsweisend, erstmalig seit langer Zeit in die Fachhochschulen investiert wird. Eine zehnprozentige Steigerung, eine Steigerung in diesem großem Ausmaß gab es für die Fachhochschulen noch nie. Sie sind auch diejenigen, die es gut geschafft haben, in der Krise die digitalen Herausforderungen zu bewältigen, sie werden zukunftsfit sein und damit natürlich auch unseren Bildungsstand und Österreich in die Zukunft bringen.

Auf das können wir alle hier stolz sein. Wir sollten den nächsten Generationen nicht sagen, dass sie verlorene Generationen sind. Wir sollten hier heute das Signal aussenden, dass wir mit diesen Herausforderungen, mit dieser Herausforderung der Pandemie in die Zukunft gehen können und so vielleicht den einen oder anderen digitalen Schritt sogar übersprungen haben.

In diesem Sinne: Mit den Budgets sind die Grundlagen für den Bildungs- und für den Wissenschaftsbereich geschaffen, damit wir in Österreich zukunftsfit sind. Machen wir auch allen anderen diesen Mut! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

18.46

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Fiona Fiedler. – Bitte.