15.16

Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! In der Debatte um das Forschungsbudget wird viel über neue Technologien gesprochen, über innovative Forschungsprojekte diskutiert, es wird jedoch oftmals der landwirtschaftliche Bereich vergessen. Auch da müssen wir im Sinne der heimischen Landwirtinnen und Landwirte, vor allem aber auch aus der Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten, in die Zukunft schauen.

Wie schützen wir die heimische Landwirtschaft vor dem Klimawandel? Wie schaffen wir es, Schädlinge in unseren heimischen Wäldern zu minieren und Krankheiten von den Feldern und der Ernte fernzuhalten? Mir als glühender Kämpferin für ein Glyphosatverbot ist es ein besonders Anliegen, Frau Ministerin, mehr Geld für die Erforschung von Alternativen zu Pestiziden bereitzustellen. (Beifall bei der SPÖ.)

Dieses Geld braucht es nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch ganz, ganz dringend in Österreich. Wir können nicht weiter den Weg der ÖVP einschlagen, der da lautet, dass die Antwort auf den Klimawandel ein verstärkter Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ist. So verlieren wir nämlich den Titel Feinkostladen in Europa schneller, als uns lieb ist. Es gibt bereits gute technische Alternativen, Frau Ministerin, und ich weiß, in der Frage des Totalverbots von Glyphosat sind wir einer Meinung, nur die großen Blockierer sind leider in den Reihen der ÖVP.

Ein weiterer Ansatz muss es sein, die Digitalisierung in der Landwirtschaft auszubauen. Diese erleichtert nicht nur die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern. Durch neue Technologien können Ressourcen besser genutzt und der Umweltschutz vorangetrieben werden. Dadurch sinkt auch der Pestizideinsatz, und die Ertragssicherheit steigt. Schauen wir zu unseren Nachbarn, vor allem in die Schweiz! Dort gibt es gute Alternativen zum Pestizideinsatz, die vorwiegend technischer Natur sind.

Zusammenfassend: Frau Ministerin, es braucht mehr Geld für die Forschung im Bereich der Landwirtschaft, um unsere heimische Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Für uns alle ist es wichtig, dadurch gesunde Lebensmittel auf unseren Tellern zu haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

15.18

Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Pfurtscheller. – Bitte.