LETZTES UPDATE: 10.11.2017; 15:47
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Sag mir, wo die Frauen sind

Wie viele Frauen arbeiten derzeit im Parlament? In welchen Ausschüssen sitzen sie? Ein Überblick:

Unterpunkte anzeigen Frauen im Nationalrat

Präsidium des Nationalrates

Seit 9. November 2017 hat Elisabeth Köstinger das Amt der Präsidentin des Nationalrates inne. Ihre Vorgängerin war Doris Bures, die der Nationalrat am 2. September 2014 zu seiner Präsidentin gewählt hatte. Sie war auf Barbara Prammer gefolgt, die als erste Frau in der österreichischen Geschichte dieses Amt von 30. Oktober 2006 bis zu ihrem Ableben am 2. August 2014 (XXIII. bis XXV. GP) bekleidete.

Ansprechpartnerinnen in den Klubs

In den parlamentarischen Klubs der Parteien kümmern sich die jeweiligen Bereichssprecherinnen um Frauenangelegenheiten.

Unterpunkte anzeigen Frauen im Bundesrat

Frauen im Präsidium

Im dreiköpfigen Präsidium sitzen mit den beiden Vize-Präsidentinnen des Bundesrates Ingrid Winkler und Sonja Ledl-Rossmann zwei Frauen.

Frauen in den Ausschüssen

Frauen sind in allen Ausschüssen des Bundesrates als Mitglieder vertreten. In den meisten davon haben Frauen entweder die Funktion einer Obfrau, Obfrau- bzw. Obmannstellvertreterin oder Schriftführerin inne.

Unterpunkte anzeigen Internationaler Vergleich

Aktuell sind in Österreich 63 der 183 Nationalratssitze mit Frauen besetzt: Das entspricht einem Anteil von rund 34 Prozent. Wie sieht es weltweit aus? In welchen Parlamenten sitzen wie viele Frauen? Die Interparlamentarische Union veröffentlich regelmäßig einen Überblick.

Viele Frauen, viel Emanzipation?

Weltweit sind die Abgeordneten in den Parlamenten etwa 20 Prozent Frauen. Es gibt deutliche regionale Unterschiede - und sehr unterschiedliche Ursachen für einen hohen Frauenanteil: In Kriegs- und Krisengebieten sitzen manchmal relativ viele Frauen im Parlament ohne, dass sich daraus ein besonders frauenfreundliches Klima ableiten ließe.

Unterpunkte anzeigen Frauen in der Parlamentsdirektion

Auch für die Parlamentsdirektion - die Verwaltungseinrichtung des Parlaments - ist Frauenförderung ein wichtiges Thema. Eine Parlamentsdirektorin gab es bisher noch nicht. Seit 1. November 2008 leitet erstmals eine Frau den Bereich Legislative: Dr.in Susanne Janistyn-Novák ist damit die erste Parlamentsvizedirektorin.

Immer mehr Frauen

Die erste Dienstleiterin wurde 1993 bestellt. Derzeit werden vier der insgesamt sieben Dienste von Frauen geleitet: der Bundesratsdienst, der Rechts-, Legislativ- und wissenschaftliche Dienst, der Dienst Information und Öffentlichkeit sowie der EU- und Internationale Dienst. Drei Frauen üben außerdem die Funktion einer DienstleiterIn-Stellvertreterin aus. 20 Frauen nehmen Leitungsfunktionen wahr: 16 davon sind Abteilungsleiterinnen, zwei Referatsleiterinnen und auch die Nationalrats- und die Bundesratskanzlei werden von Frauen geleitet.

Frauenförderung und individuelle Arbeitszeitmodelle

Frauenförderung in der Parlamentsdirektion bedeutet aber nicht nur den vermehrten Zugang von Frauen zu Führungspositionen, sondern auch Unterstützung für das generelle Bestreben der Frauen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Teilzeitbeschäftigung, individuelle Arbeitszeitmodelle, Telearbeit und anderes mehr sind entsprechende Angebote. Auch hinsichtlich der Aus- und Weiterbildung wird auf frauenspezifische Bedürfnisse zunehmend Rücksicht genommen.

Weitere Links

Weitere Informationen

Männer und Frauen in der EU - Daten und Fakten

Women in National Parliaments