LETZTES UPDATE: 13.09.2018; 18:20

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Säule

Stützendes Bauglied mit rundem, polygonalen oder profiliertem (Schaft-)Querschnitt; meist verfügen Säulen über Basis, Schaft und Kapitell und weisen im Unterschied zu Rundpfeilern nicht an jeder Stelle denselben Durchmesser auf, sondern verjüngen sich nach einer "Schwellung" nach oben hin. Neben freistehenden Säulen gibt es auch solche, die sich nur zum Teil von der Wand abheben (Viertel, Halb- und Dreiviertelsäulen). Die Bezeichnungen als dorische, korinthische und ionische Säulen stammen von der Form des Kapitells.

Säulenordnung

Konstruktive und formale Einheit der Gestaltung des griechisch antiken Tempels sind bestimmt durch das Zusammenwirken von Basis, Schaft, Kapitell und Gebälk bei den drei Ausformungen dorische, ionische und korinthische Ordnung (Sonderform: attisch-ionische Ordnung); von den Römern übernommen, modifiziert und ergänzt um die römisch-dorische Ordnung, die tuskische Säule und das Kompositkapitell (komposite Ordnung). Aufbau, Form und Details der Säulen sind bestimmt durch die ursprüngliche Konstruktion aus Holz.

Sapientia

(lateinisch = Weisheit, auf Griechisch Sophia), allegorische Figur, die oft als Frau mit einer Schriftrolle oder einem Buch dargestellt wird; auch Schlangen und Spiegel gelten als Symbole der Sapientia; die Weisheit galt schon bei Platon und Aristoteles als eine der Haupttugenden für ethisches Verhalten.

Stuccolustro

Stuccolustro (italienisch: blanker Stuck) ist eine Version der Fresko-Technik, die bereits in Pompeji eingesetzt wurde und in Italien im 18. Jahrhundert unter anderem als Marmorimitation wiederauflebte. Dabei wird eine Paste aus Marmorstaub, Farbe und Weißkalk auf feuchten Unterputz aufgetragen, mit Kalkseife (Seifenlauge und Kalk) bestrichen und bemalt. Die Malerei wird dann mit heißen Streichblechen geglättet und mit Bienenwachs oder Venezianerseife (Kernseife, der Olivenöl beigemengt wird) eingelassen, was den Farben starke Leuchtkraft und Glanz verleiht.