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Budget - Glossar

D

Defizit,_gesamtstaatlichesDefizit, gesamtstaatliches

Ein gesamtstaatliches Defizit tritt auf, wenn der Sektor Staat in einem Jahr höhere Ausgaben als Einnahmen aufweist. In diesem Fall spricht man auch von einem negativen Maastricht-Saldo.

DefizitquoteDefizitquote

Die Defizitquote ist das Verhältnis des gesamtstaatlichen Defizits zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Siehe Maastricht-Saldo.

Defizitregel,_strukturelle_DefizitregelDefizitregel, strukturelle Defizitregel

Siehe Fiskalregeln gemäß Stabilitäts- und Wachstumspakt.

Detailbudget_(DB)Detailbudget (DB)

Das Detailbudget (DB) ist die unterste Ebene der Gliederung des Bundesvoranschlages (BVA). Jedes Globalbudget (GB) ist vollständig und grundsätzlich in mehrere DB erster Ebene aufzuteilen. Die Einrichtung von Detailbudgets erster Ebene hat organorientiert nach sachlichen Kriterien zu erfolgen (in Ausnahmefällen kann ein Globalbudget in ein einziges Detailbudget aufgeteilt werden, wenn eine Aufteilung nach sachlichen Gesichtspunkten nicht möglich ist oder eine tiefere Gliederung zu keiner Erhöhung der Transparenz führt). Ein DB wird jeweils nur einer haushaltsführenden Stelle zugewiesen. Auf diese Weise wird budgetäre Verantwortlichkeit klar delegiert.

Obergrenzen und Voranschlagswerte auf Ebene der DB unterliegen keiner gesetzlichen, sondern nur einer verwaltungsinternen Bindungswirkung.

Detailbudget_zweiter_EbeneDetailbudget zweiter Ebene

Ein Detailbudget (DB) erster Ebene kann in Detailbudgets zweiter Ebene im selben Globalbudget (GB) aufgeteilt werden, wenn dies zur Übertragung budgetärer Verantwortung zweckmäßig erscheint (z. B. bei Ressorts mit umfangreichen nachgeordneten Dienststellen). Wie die Obergrenzen und Voranschlagswerte der Detailbudgets erster Ebene unterliegen auch jene der Detailbudgets zweiter Ebene nur einer verwaltungsinternen Bindungswirkung.

Detailbudgets zweiter Ebene werden in den gedruckten Budgetunterlagen (Bundesvoranschlag (BVA) und Teilhefte) nicht dargestellt, jedoch ist für sie ein Ergebnisvoranschlag und ein Finanzierungsvoranschlag zu erstellen. Diese werden auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen als Anhang zu den Teilheften elektronisch bereitgestellt.

DoppelbudgetDoppelbudget

Für das Bundesfinanzgesetz (BFG) gilt das Prinzip der Jährlichkeit. Ausnahmsweise kann die Bundesregierung den Entwurf eines BFG auch für das folgende und das nächstfolgende Finanzjahr, nach Jahren getrennt, dem Nationalrat vorlegen. Diese Ausnahmebestimmung wird beispielsweise zu Beginn einer Gesetzgebungsperiode bzw. im Fall der vorzeitigen Beendigung der vorangegangenen Gesetzgebungsperiode anwendbar sein.

Doppelbudgets ermöglichen einerseits eine längerfristige Planung, erschweren aber gleichzeitig eine flexible Reaktion auf die aktuelle konjunkturelle Lage.

DoppikDoppik

Unter der Doppik (Abkürzung für doppelte Buchhaltung) versteht man ein kaufmännisches Rechnungswesen, bei dem Geschäftsvorfälle zu Buchungen auf zwei Konten führen. Im öffentlichen Rechnungswesen steht die Doppik im Gegensatz zur Kameralistik, die auf Zahlungsströme abstellt. Die Doppik der Privatwirtschaft wurde dabei an die Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung angepasst.

Draft_Budgetary_Plan_(DBP)Draft Budgetary Plan (DBP)

Siehe Übersicht über die Haushaltsplanung.