LETZTES UPDATE: 18.07.2018; 23:18

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Nationales Reformprogramm

Im Rahmen der Umsetzung der Europa 2020 Strategie müssen EU-Mitgliedstaaten jährlich ein Nationales Reformprogramm vorlegen, das die wirtschaftspolitische Ergänzung zu den Stabilitäts- bzw. Konvergenzprogrammen bildet und mit diesen im April im Zuge des Europäischen Semesters der Europäischen Union übermittelt wird. Die Nationalen Reformprogramme umfassen die Strategie für nachhaltiges Wachstum und solide öffentliche Haushalte sowie die notwendigen Reformmaßnahmen zur Erreichung der Europa 2020 Ziele. Sie informieren aber auch über Wachstumshemmnisse, die den nationalen Zielen entgegenwirken. Nach Prüfung durch die Europäische Kommission beschließt der Rat dazu die länderspezifischen Empfehlungen.

Das Nationale Reformprogramm wird in Österreich vom Bundeskanzleramt koordiniert und unter Einbeziehung aller Ressorts, der Sozialpartner, von Länder- und GemeindevertreterInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft verfasst.

Nettodefizit

siehe Nettofinanzierungsbedarf

Nettoergebnis

Das Nettoergebnis ist die Differenz zwischen der Summe der Erträge und der Summe der Aufwendungen im Ergebnisvoranschlag.

§ 30 Abs. 8 BHG 2013

Nettofinanzierungsbedarf

Der Nettofinanzierungsbedarf (oder die Bundesfinanzierung) ist das Ergebnis des Finanzierungsvoranschlags der allgemeinen Gebarung (Differenz zwischen voranschlagswirksamen Gesamtein- und Geamtauszahlungen). Die Summe des Nettofinanzierungsbedarfs sämtlicher Untergliederungen ist über den Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit auszugleichen.

§ 33 Abs. 6 BHG 2013

Nettovermögen

Die Summe der Vermögenswerte abzüglich der Fremdmittel. Das Nettovermögen stellt beim Bund einen Ausgleichsposten dar und ist mit dem „Eigenkapital“ eines Unternehmens vergleichbar. Das Nettovermögen (Ausgleichsposten) hat als Mindestinhalte jedenfalls das kumulierte Nettoergebnis (Differenz zwischen Gesamterträgen und Gesamtaufwendungen im Ergebnisvoranschlag) und den Saldo aus der Eröffnungsbilanz auszuweisen.

Notifikation, budgetäre

Darunter versteht man die Meldeverpflichtung der EU-Länder an die Europäische Kommission hinsichtlich des öffentlichen Defizits und des öffentlichen Schuldenstandes (Maastricht-Kriterien).Die Verschuldungs- und Defizitdaten des Staates (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungsträger) sind der Kommission zweimal jährlich (jeweils Ende März und Ende September) zu melden.