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Budget - Glossar

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Nationale_Energie-_und_KlimaplaneNationale Energie- und Klimapläne

Mit der Verordnung (EU) 2018/1999 über das Governance-System für die Energieunion wurden die EU-Mitgliedstaaten zur Erstellung eines integrierten nationalen Klima- und Energieplans (NEKP) verpflichtet, der die nationale Energie- und Klimapolitik für den Zeitraum 2021 bis 2030 umfassend beschreibt. Die Pläne sollen zu einer verbesserten Koordinierung der europäischen Energie- und Klimapolitik beitragen und als Instrument zur Erreichung der für 2030 gesetzten EU‑Energie- und Klimaziele dienen. Auf Basis erster Entwürfe fand im Jahr 2019 ein Konsultationsprozess mit der Europäischen Kommission statt, der in der Veröffentlichung der finalen Pläne mündete. Die Mitgliedstaaten müssen beginnend mit 2023 alle zwei Jahre über den Stand der Umsetzung ihrer Pläne berichten. Im Jahr 2024 ist eine Aktualisierung der nationalen Energie- und Klimapläne vorgesehen. Für den Zeitraum ab 2031 ist die Vorlage neuer nationaler Energie- und Klimapläne geplant.

Weiterführende Informationen:

Nationale Energie- und Klimapläne (Überblicksseite der Europäische Kommission)
Integrierter nationaler Energie- und Klimaplan für Österreich, Periode 2021 bis 2030

Nationales_ReformprogrammNationales Reformprogramm

Im Rahmen des Europäischen Semesters müssen die EU-Mitgliedstaaten der Europäischen Kommission und dem Rat der Europäischen Union jährlich ihre Nationalen Reformprogramme vorlegen, mit denen sie über die Umsetzung von Strukturreformen informieren. Diese sind ebenso wie die Stabilitäts- bzw. Konvergenzprogramme im April zu übermitteln. Die Nationalen Reformprogramme orientieren sich an den letztjährigen länderspezifischen Empfehlungen und weisen dazu umgesetzte, sich in Umsetzung befindliche bzw. geplante Maßnahmen aus. Zudem wird über die Umsetzung der Sustainable Development Goals (bzw. bis 2020 der Europa 2020 Ziele) sowie über diesbezügliche Hemmnisse und Reformvorhaben informiert. Nach Prüfung durch die Europäische Kommission beschließt der Rat dazu die länderspezifischen Empfehlungen.

Die Erstellung des Nationalen Reformprogrammes wird in Österreich vom Bundeskanzleramt koordiniert und unter Einbeziehung aller Ressorts, der Sozialpartner, von Länder- und GemeindevertreterInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft verfasst.

Nennkapital/NominalkapitalNennkapital/Nominalkapital

Das Nennkapital ist laut Beteiligungs- und Finanzcontrolling-Verordnung das Grundkapital der Aktiengesellschaft bzw. das Stammkapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Es entspricht den im Firmenbuch eingetragenen am Bilanzstichtag übernommenen Einlagen. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen sind gesondert auszuweisen.

NettoergebnisNettoergebnis

Das Nettoergebnis ist die Differenz zwischen der Summe der Erträge und der Summe der Aufwendungen im Ergebnisvoranschlag.

NettofinanzierungssaldoNettofinanzierungssaldo

Der Nettofinanzierungssaldo ist das Ergebnis des Finanzierungsvoranschlags der allgemeinen Gebarung und entspricht der Differenz zwischen voranschlagswirksamen Gesamteinzahlungen und Gesamtauszahlungen. Ein negativer Nettofinanzierungssaldo wird als Nettofinanzierungsbedarf, ein positiver Nettofinanzierungssaldo als Nettofinanzierungsüberschuss bezeichnet. Die Summe des Nettofinanzierungssaldos sämtlicher Untergliederungen (UG) ist über den Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit auszugleichen.

NettofinanzierungsbedarfNettofinanzierungsbedarf

Der Nettofinanzierungsbedarf (oder die Bundesfinanzierung) ist das Ergebnis des Finanzierungsvoranschlags der allgemeinen Gebarung, wenn die voranschlagswirksamen Gesamteinzahlungen niedriger sind als die Gesamtauszahlungen.

NettovermogenNettovermögen

Das Nettovermögen setzt sich aus der Summe der Vermögenswerte (kurzfristiglangfristig) abzüglich der Fremdmittel (kurzfristiglangfristig) zusammen. Beim Bund stellt das Nettovermögen einen Ausgleichsposten dar, es ist jedoch mit dem „Eigenkapital“ eines Unternehmens vergleichbar. Das Nettovermögen (Ausgleichsposten) hat als Mindestinhalte jedenfalls das kumulierte Nettoergebnis (Differenz zwischen Gesamterträgen und Gesamtaufwendungen im Ergebnisvoranschlag) und den Saldo aus der Eröffnungsbilanz auszuweisen.

Notifikation,_budgetareNotifikation, budgetäre

Siehe Maastricht-Notifikation.