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Budget - Glossar

R

RechnungsabgrenzungRechnungsabgrenzung

Die Rechnungsabgrenzung dient grundsätzlich der periodengerechten Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen, da es in der Praxis häufig zu zeitlichen Abweichungen zwischen Zahlung und Leistungserbringung kommt. Auf Rechnungsabgrenzungskonten werden Aufwendungen bzw. Erträge verbucht, die in eine andere Rechnungsperiode fallen. Für die Rechnungsabgrenzung ist nicht der Zeitpunkt des Geldflusses maßgeblich, sondern die zeitliche Periode, in denen ein Aufwand oder Ertrag entstanden ist (altes Finanzjahr) oder erst entstehen wird (neues Finanzjahr).

Rechnungslegungs-verordnung_2013_(RLV_2013)Rechnungslegungs-verordnung 2013 (RLV 2013)

Die Rechnungslegungsverordnung 2013 regelt die Gliederung des Bundesrechnungsabschlusses (BRA), die Anhangsangaben sowie den Umfang der auszuweisenden Abschlussrechnungen vom Bund verwalteter Rechtsträger und die Überprüfung der Abschlussrechnungen.

Ressourcen-,_Ziel-_und_LeistungsplanRessourcen-, Ziel- und Leistungsplan

Der Ressourcen‑, Ziel- und Leistungsplan ist ein verwaltungsinternes Steuerungsinstrument, das zur Umsetzung der wirkungsorientierten Verwaltung dient und für jede haushaltsführende Stelle zu erstellen ist. Er wird jeweils für den Zeitraum des geltenden Bundesfinanzrahmengesetzes (BFRG) erstellt und hat Angaben über die finanziellen und personellen Ressourcen, die angestrebten Ziele der haushaltsführenden Stelle und die zur Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen und Leistungen zu enthalten.

Der Ressourcen‑, Ziel- und Leistungsplan muss eindeutig einem Detailbudget (DB) zugeordnet werden und orientiert sich an den Wirkungszielen der Untergliederung (UG) sowie den Maßnahmen und Leistungen des übergeordneten Globalbudgets (GB). Er legt die Schwerpunkte des Bundesvoranschlages (BVA) auf einzelne Verwaltungseinheiten (z. B. Sektionen eines Ministeriums, nachgeordnete Dienststellen) um und bildet deren Arbeitsplan für die nächsten vier Jahre ab. Der Ressourcen‑, Ziel- und Leistungsplan ist als verwaltungsinternes Zielvereinbarungsinstrument nicht öffentlich.

RisikowertRisikowert

Der Risikowert stellt gemäß Beteiligungs- und Finanzcontrolling-Verordnung das Restrisiko (Nettowert des Risikos) dar, das sich aus dem Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und den potentiellen Auswirkungen des Schlagendwerdens des Risikos (Risikopotential) nach der Umsetzung von risikoreduzierenden Maßnahmen ergibt oder das mittels einer besonderen Methode ermittelte Risiko. Im laufenden Jahr eingetretene Risiken sind nicht im Risikowert enthalten, da sie sich bereits in den laufenden Daten des Beteiligungs- und Finanzcontrollings niedergeschlagen haben. Es wird zwischen Finanzrisiken und Ereignisrisiken unterschieden.

Risikodeckung_durch_EigenmittelRisikodeckung durch Eigenmittel

Die Risikodeckung durch Eigenmittel berechnet sich gemäß Beteiligungs- und Finanzcontrolling-Verordnung aus den Eigenmittel in Prozent des Risikowertes.

RubrikRubrik

Der Gesamthaushalt wird auf der obersten Gliederungsebene in fünf ressortübergreifende Rubriken unterteilt. Rubriken sind Gruppierungen nach verwandten Politikbereichen:

1. Recht und Sicherheit;

2. Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie;

3. Bildung, Forschung, Kunst und Kultur;

4. Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt sowie

5. Kassa und Zinsen.

Im Bundesfinanzrahmengesetz (BFRG) werden auf Ebene der Rubriken verbindliche Auszahlungsobergrenzen für die nächsten vier Jahre festgelegt. Die Rubriken sind ihrerseits wiederum in Untergliederungen (UG) zu unterteilen.

RucklageRücklage

Am Jahresende nicht ausgenützte Voranschlagsbeträge (Differenz zwischen veranschlagtem und niedrigerem tatsächlichem Nettofinanzierungsbedarf) können für eine spätere Mittelverwendung einer Rücklage zugeführt werden. Die Möglichkeit der Bildung von Rücklagen soll einen Anreiz zum optimalen Mitteleinsatz darstellen. Die Verrechnung und Bildung von Rücklagen erfolgt auf Ebene der Detailbudgets (DB).

Diese Rücklagen sind vorrangig für die Tilgung bestehender Verbindlichkeiten zu verwenden. Der verbleibende Rest kann – mit wenigen Ausnahmen (zweckgebundene Gebarung, EU‑Gebarung, variable Gebarung) – ohne Beschränkung auf einen bestimmten Verwendungszweck herangezogen werden.

Rücklagen werden erst dann finanziert, wenn sie tatsächlich gebraucht werden und nicht schon zum Zeitpunkt ihrer Bildung. Die Entnahme von Rücklagen ist grundsätzlich durch Kreditoperationen zu bedecken.

Rucklage,_negativeRücklage, negative

Eine negative Rücklage ist eine vom/von der BundesministerIn für Finanzen festzusetzende Mittelverwendungsbindung für das folgende Finanzjahr, wenn im vorangegangenen Finanzjahr Mittelverwendungsüberschreitungen (MVÜ) von Globalbudgets (GB) ohne Einholung einer haushaltsrechtlichen Ermächtigung durch das haushaltsleitende Organ durchgeführt wurden. Diese ist vom haushaltsleitenden Organ auf Detailbudgets (DB) umzulegen.

RuckstellungRückstellung

Rückstellungen sind für Verpflichtungen des Bundes zu bilden, wenn

1. die haushaltsführende Stelle die Verpflichtung bereits vor dem Rechnungsabschlussstichtag eingegangen ist,

2. das Verpflichtungsereignis bereits vor dem Rechnungsabschlussstichtag eingetreten ist und

3. die Höhe der tatsächlichen Verpflichtung nicht genau bestimmbar, jedoch verlässlich ermittelbar ist.

Die Verpflichtung kann aus einer gesetzlichen oder vertraglichen Schuld resultieren.