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Glossar Internationales

A

ADB_(Asian_Development_Bank_/_Asiatische_Entwicklungsbank)ADB (Asian Development Bank / Asiatische Entwicklungsbank)

Die Asian Development Bank ist eine 1966 gegründete Entwicklungs­bank mit dem Ziel der Armuts­bekämpfung in Asien und der Region des Pazifik. Die Bank vergibt Darlehen und tätigt Kapital­beteiligungen mit Fokus auf Entwicklung des Privat­sektors, regionale Kooperationen und nachhaltige Umwelt­politik. Die Bank hat ihren Sitz in Manila und hat 49 regionale und 19 nicht-regionale Mitglieder. Auch Österreich ist seit der Gründung der Bank Mitglied.

AfCFTA_(African_Continental_Free_Trade_Area_/_Panafrikanische_Freihandelszone)AfCFTA (African Continental Free Trade Area / Panafrikanische Freihandelszone)

Die Panafrikanische Frei­handels‑zone ist ein Projekt der Afrikanischen Union. Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Marktes für Güter und Dienst­leistungen und die Förderung des inner­afrikanischen Handels. Das Abkommen wurde im Jahr 2018 von 54 Mitglied­staaten der Afrikanischen Union und damit von allen international anerkannten afrikanischen Staaten mit Ausnahme von Eritrea unterschrieben und trat nach der Ratifikation von 22 Mitglied­staaten in Kraft. Im Gegen­satz zu sonstigen Freihandels­abkommen, die ab dem Inkrafttreten üblicher­weise bereits einen Wegfall von Zöllen vorsehen, bedeutet dies in diesem Fall jedoch erst den Beginn der Verhandlungen. Der Sitz des Sekretariates der AfCFTA befindet sich in Accra (Ghana).

AfDB_(African_Development_Bank_Group_/_Afrikanische_Entwicklungsbank)AfDB (African Development Bank Group / Afrikanische Entwicklungsbank)

Die Afrikanische Entwicklungs­bank wurde 1963 gegründet und ist eine multinational tätige Entwicklungs­bank mit Sitz in Abidjan (Elfenbeinküste). Das Haupt­ziel der Organisation ist die Stärkung nach­haltiger Wirtschaft und Verbesserung der sozialen Verhältnisse in den partizipierenden Staaten, sowie den Ausbau der Infra­struktur und die Stärkung der Privat­wirtschaft auf dem ganzen Kontinent. Die AfDB ist eine der wichtigsten Institutionen, um Großprojekte in Afrika umzusetzen. Die Organisation umfasst heute drei Teil­organisationen: den Afrikanischen Entwicklungs­fonds (AfEF), den Nigeria Trust Fund (NTF) sowie die Afrikanische Entwicklungs­bank (AfEB).

AK_(Alpenkonvention)AK (Alpenkonvention)

Die Konvention über den Schutz der Alpen wurde im Rahmen eines völker­rechtlichen Vertrages im Jahr 1991 mit dem Ziel errichtet, die grenz­überschreitende Berg­region der Alpen in ihrer geographischen Einheit zu behandeln und somit besser schützen zu können. 1995 trat die Konvention in Kraft (Teilnehmer: Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, Schweiz, Liechten­stein, Slowenien und Monaco sowie die Europäischen Union). Sitz des Ständigen Sekretariats der Alpen­konvention ist in Innsbruck, dazu gibt es eine Außen­stelle in Bozen. Nach dem Vorbild der Alpen­konvention wurde 2003 die Konvention zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Karpaten unterzeichnet.

APEC_(Asia-Pacific_Economic_Cooperation_/_Asiatisch-Pazifische_Wirtschaftsgemeinschaft)APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation / Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft)

Die APEC wurde 1989 in Canberra gegründet und hat derzeit 21 Mitglieder. Ziel der Organisation ist die Einrichtung einer Frei­handels­zone rund um den Pazifik. Zuletzt kam es innerhalb der APEC zu Spannungen wegen handels­politischer Differenzen zwischen den beiden dominierenden Mitgliedern USA und China.

ASEAN_(Association_of_South_East_Asian_Nations/Verband_Sudostasiatischer_Nationen)ASEAN (Association of South East Asian Nations/Verband Südostasiatischer Nationen)

ASEAN ist eine internationale Organisation mit Sitz in Jakarta, Mitglieder sind Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam. Die Gründung erfolgte 1967 mit dem Ziel, Wirtschafts­wachstum, sozialen Fortschritt, kulturelle Kooperation und regionale Stabilität zu fördern. Die Zusammen­arbeit mit China, Japan und Korea erfolgt im Format ASEAN+3.

ASEM_(Asia_Europe_Meeting_/_Asien-Europa_Treffen)ASEM (Asia Europe Meeting / Asien-Europa Treffen)

Das Asia Europe Meeting ist ein Gesprächs­forum mit 53 Mitgliedern: EU‑Mitglied­staaten, Schweiz und Norwegen, ASEAN‑Mitglied­staaten und das ASEAN‑Sekretariat, sowie Australien, Bangladesch, Brunei, China, Indien, Japan, Kasachstan, die Republik Korea, die Mongolei, Myanmar, Neuseeland, Pakistan und Russland. ASEM ist keine internationale Organisation, sondern ein inter­regionales Gesprächs­forum. Ziel ist die Förderung eines breit angelegten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausches zwischen Europa und Asien. Alle zwei Jahre findet ein Gipfel­treffen statt, zudem wurde die Stiftung ASEF (Asia‑Europa Forum, Sitz in Singapur) eingerichtet, die den organisatorischen Rahmen für die Zusammen­arbeit in ASEM bildet.

AU_(African_Union_/_Afrikanische_Union)AU (African Union / Afrikanische Union)

Die Afrikanische Union (AU) ist eine internationale Organisation, die 55 Staaten Afrikas umfasst (inkl. West­sahara, dessen völker­rechtlicher Status umstritten ist). Die Afrikanische Union übernahm im Jahr 2002 die Nachfolge der bereits 1963 gegründeten Organisation für Afrikanische Einheit (OAU). Sitz der Organisation ist die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba, das Pan­afrikanische Parlament (das parlamentarische Organ der AU) hat seinen Sitz in Midrand (Südafrika). Ziele der AU sind die Förderung der Einheit und Solidarität Afrikas, die Koordination und Intensivierung der Zusammen­arbeit zwischen den Mitglied­staaten sowie die Beseitigung der Folgen des Kolonialismus. Unter dem Dach der AU finden sich mehrere spezialisierte Organisationen (bspw. Afrikanischer Gerichts­hof für Menschen­rechte; Wirtschaftlicher, Sozialer und Kultureller Rat), zudem führt die AU auch frieden­serhaltende Missionen in Mitglied­staaten durch.

AUKUSAUKUS

Trilaterales Verteidigungs­bündnis, das 2021 zwischen den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und Australien abgeschlossen wurde. Die drei Partner Vertrags­parteien setzen sich für einen freien und offenen Indo‑Pazifik ein, weitere Ziele sind die Wahrung der Menschen­rechte und der Recht­staatlichkeit sowie die friedliche Lösung inter­nationaler Dispute. AUKUS soll die militärischen Kapazitäten der Mitglieder stärken, um Sicherheit und Stabilität im Indo‑Pazifik zu fördern.

Austerlitz_/_Slavkov-FormatAusterlitz / Slavkov-Format

2015 wurde in Slavkov (Tschechien, im deutschen Sprach­raum besser als Austerlitz bekannt) bei einem Treffen der damaligen Regierungs­chefs ein Forum für trilaterale Zusammen­arbeit ins Leben gerufen. Ziel ist eine bessere Koordinierung der drei Länder zu verschiedenen Zukunfts­themen (Verkehrs­infrastruktur, Jugend­beschäftigung/Duale Ausbildung, Energie­infrastruktur/-sicherheit, Industrie 4.0, Europäische Fragen, EZA, Völker­recht). Auch auf Ebene der Parlaments­präsident:innen wurde dieses Format im Jahr 2018 eingeführt, dadurch soll vor allem die Zusammen­arbeit zwischen den der Parlamenten weiter verbessert werden.

B

Bewegung_der_blockfreien_StaatenBewegung der blockfreien Staaten

Die 1961 gegründete Bewegung der block­freien Staaten ist eine Vereinigung von Staaten, die im Ost‑West‑Konflikt keinem der beiden Blöcke (Warschauer Pakt/NATO) angehörten. Die Initiative dazu ging von Ägypten, Indien, Indonesien und Jugoslawien aus, auch zahlreiche frühere Kolonien, die im Begriff waren, sich als neue eigen­ständige Staaten zu konstituieren, schlossen sich der Bewegung an. Nach der Auflösung des Warschauer Paktes verlor die Bewegung an Bedeutung. Sie umfasst zwar 120 Mitglieder, die allerdings sehr heterogen sind.

C

CAN_(Comunidad_Andina_/_Andengemeinschaft)CAN (Comunidad Andina / Andengemeinschaft)

Die Comunidad Andina ist eine Internationale Organisation mit den vier Mitgliedern Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Peru. Die Organisation wurde 1969 gegründet und hat ihren Sitz in Lima (Peru), das zur Anden­gemeinschaft gehörende Anden­parlament hat seinen Sitz in Bogotá. Die Organisation wurde geschaffen, um die politische, wirtschaftliche und soziale Kooperation der Mitglied­staaten zu fördern und einen gemeinsamen Markt zu schaffen.

CEI_(Central_European_Initiative_/_Zentraleuropaische_Initiative)CEI (Central European Initiative / Zentraleuropäische Initiative)

Die Zentral­europäische Initiative wurde die älteste Kooperation mittel- und ost­europäischer Staaten zum Austausch und Wissens­transfer auf den Gebieten Kultur, Natur­wissenschaften und Technik. Die Zentral­europäische Initiative wurde 1989 unter dem Namen „Quadragonale“ von Österreich, Italien, Jugoslawien und Ungarn gegründet. Der Sitz des Exekutiv­sekretariates befindet sich in Triest. Der Vorsitz wechselt jährlich innerhalb der Mitglied­staaten. Nach dem Fall des Eiserenen Vorhanges und dem Zerfall Jugoslawiens stieg die Zahl der Mitglieder auf achtzehn, mit der Vergrößerung der Organisation erfolgte auch die Umbenennung zu ZEI. 2018 trat Österreich aus der ZEI aus. 

CERN_(Conseil_Europeen_pour_la_Recherche_Nucleaire_/_Europaische_Organisation_fur_Kernforschung)CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire / Europäische Organisation für Kernforschung)

Das CERN ist eine Groß­forschungs­einrichtung, die in der Nähe von Genf (zum Teil in Frankreich, zum Teil in der Schweiz) liegt und derzeit 23 Mitglied­staaten hat. Österreich ist seit 1959 Mitglied. Das CERN gilt als Geburtsort des World Wide Web. Ein britischer Forscher hatte im Jahr 1989 den Ursprungs­typus entwickelt, um den Informations­austausch zwischen Forschenden auf der ganzen Welt zu erleichtern.

CoE_(Council_of_Europe_/_Europarat)CoE (Council of Europe / Europarat)

Der Europa­rat ist eine am 5. Mai 1949 durch den Vertrag von London gegründete europäische internationale Organisation mit heute 46 Mitglied­staaten mit Sitz in Straß­burg. Der Europarat ist ein Forum für Debatten über allgemeine europäische Fragen, dessen Satzung eine Zusammen­arbeit der Mitglied­staaten zur Förderung von wirtschaftlichem und sozialem Fort­schritt vorsieht. Der Europarat ist institutionell nicht mit der Europäischen Union verbunden, auch wenn beide die Europa­flagge und die Europa­hymne verwenden. Er ist auch nicht zu verwechseln mit den EU‑Institutionen Europäischer Rat (Rat der Staats- und Regierungs­chef:innen) und dem Rat der Europäischen Union (Minister:innenrat).

Die Parlamentarische Versammlung des Europa­rates (ER-PV) mit Sitz in Straß­burg ist war das erste inter­parlamentarische Gremium auf europäischer Ebene nach dem Zweiten Weltkrieg Vertreter:innen aus 46 nationalen Parlamenten arbeiten im Rahmen der Versammlung zusammen. Die wichtigste Aufgabe der ER‑PV besteht in der Schaffung eines politischen Dialogs zwischen den Parlamentarier:innen der Mitglied­staaten sowie in der Einsetzung von Beobachter­delegationen bei Wahlen. Die von der ER‑PV verabschiedeten Texte dienen als Orientierungs­hilfen für das Minister­komitee des ER und für die nationalen Regierungen und Parlamente. Die Initiativen der ER‑PV haben zu einer Reihe von internationalen Verträgen (europäischen Konventionen) sowie weiteren Rechts­instrumenten geführt. Die bekannteste ist die 1950 verabschiedete Europäische Menschenrechts­konvention.

Commonwealth_of_NationsCommonwealth of Nations

Der Common­wealth of Nations ist eine Verbindung von insgesamt 54 Staaten, die auf allen Kontinenten verteilt sind und besteht aus dem Vereinigten Königreich und über­wiegend früheren britischen Kolonien. Oberhaupt des Commonwealth ist der britische Monarch, der auch Staats­oberhaupt von sechzehn Mitgliedern des Common­wealth ist. Die Zusammen­arbeit auf parlamentarischer Ebene erfolgt vor allem in der Commonwealth Parliamentary Association. Der Sitz des Sekretariates ist in London, die gemeinsame Werte der Mitglieder wurden in einer „Charter des Commonwealth“ fest­geschrieben.

CPLP_(Comunidade_dos_Paises_de_Lingua_Portuguesa_/_Gemeinschaft_der_portugiesischsprachigen_Lander)CPLP (Comunidade dos Países de Língua Portuguesa / Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder)

Die 1996 gegründete Gemein­schaft der portugiesisch­sprachigen (lusophonen) Länder besteht aus neun Mitgliedern: Angola, Äquatorial­guinea, Brasilien, Guinea‑Bissau, Kap Verde, Mozambik, Ost­timor, Portugal und São Tomé und Príncipe. Ziel der Organisation ist, die Zusammen­arbeit ihrer Mitglieder in verschiedenen Bereichen voran­zutreiben und die welt­weite Verwendung der portugiesischen Sprache zu fördern.

CTBTO_(Comprehensive_Nuclear-Test-Ban_Treaty_Organisation_/_Organisation_des_Vertrages_uber_das_umfassende_Verbot_von_Nuklearversuchen)CTBTO (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organisation / Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen)

Die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklear­versuchen wurde 1996 gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Ziel der Organisation ist die Vorbereitung des Vertrages über das umfassende Verbot von Kern­versuchen (Comprehensive Nuclear Test Ban Treaty), der erst in Kraft tritt, wenn er von allen Staaten, die über Nuklear‑technologie verfügen, ratifiziert wurde. Sobald der Vertrag ratifiziert wurde, wird die CTBTO dessen Über­wachung übernehmen. 

D

Danube_Commission_(Donaukommission)Danube Commission (Donaukommission)

Die Donau­kommission ist eine 1948 gegründete Organisation mit Sitz in Budapest, die Mitglieder sind elf Anrainer­staaten der Donau (Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Moldau, Österreich, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Ukraine, Ungarn). Das Ziel der Organisation ist die Sicher­stellung und Weiter­entwicklung der Schiff­fahrt auf der Donau (siehe auch Internationale Kommission zum Schutz der Donau). 

E

EAC_(East_African_Community_/_Ostafrikanische_Gemeinschaft)EAC (East African Community / Ostafrikanische Gemeinschaft)

Die 1967 gegründete EAC hat ihren Sitz in Arusha (Tansania) und umfasst mit Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania und Uganda sechs Staaten im östlichen Afrika. Die Organisation ruht auf vier Säulen: Zoll­union (seit 2010 in Kraft), gemeinsamer Markt (seit 2010 in Kraft), gemeinsame Währung (soll bis 2023 ein­geführt werden) und politische Föderation (ohne Ziel­datum, wird vielmehr als Prozess bezeichnet).

EAPC_(Euro-Atlantic_Partnership_Council_/_Euro-Atlantischer_Partnerschaftsrat)EAPC (Euro-Atlantic Partnership Council / Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat)

Die EAPC wurde am 30. Mai 1997 in Portugal gegründet. Es handelt sich um einen Kooperationsrat, der die militärische und politische Zusammenarbeit der NATO-Staaten mit ehemaligen Mitglied­staaten des Warschauer Paktes fördert. Die EAPC löste 1991 den NATO‑Kooperations­rat (NAKR) ab.

EBRD_(European_Bank_for_Reconstruction_and_Development_/_Europaische_Bank_fur_Wiederaufbau_und_Entwicklung)EBRD (European Bank for Reconstruction and Development / Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung)

Die Europäische Bank für Wieder­aufbau und Entwicklung wurde 1991 gegründet und hatte das Ziel, nach dem Zusammen­bruch des kommunistischen Systems die Länder in Mittel- und Ost­europa sowie in Zentral­asien auf ihrem Weg in freie Markt­wirtschaften zu unter­stützen. Fokus der Bank ist die Hilfe im Übergangs­prozess zur Markt­wirtschaft und die Implementierung von Reformen zur Dezentralisierung und Privatisierung. Die EBRD hat 71 Mitglieder (69 Staaten und die Europäische Kommission sowie die Europäische Investitions­bank), Österreich ist eines der Gründungs­mitglieder der Bank.

ECOWAS_(Economic_Community_of_West_African_States_/_Westafrikanische_Wirtschaftsgemeinschaft)ECOWAS (Economic Community of West African States / Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft)

Die 1975 gegründete Organisation hat fünf­zehn Mitglieder, der Sitz befindet sich in Abuja (Nigeria). Die Organisation wurde gegründet, um die wirtschaftliche Zusammen­arbeit ihrer Mitglieder zu verbessern, wird aber in jüngster Zeit auch in vielen anderen Bereichen tätig und hat Institutionen geschaffen, um dieser Neu­ausrichtung gerecht zu werden (z.B. ein gemein­schaftliches Parlament, einen Gerichts­hof und eine Investitions­bank).

EEU_(Eurasian_Economic_Union_/_Eurasische_Wirtschaftsunion)EEU (Eurasian Economic Union / Eurasische Wirtschaftsunion)

Der EEU gehören fünf Mitglied­staaten (Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland) an. Ziel der Organisation ist, das Wirtschafts­wachstum sowie die Wettbewerbs­fähigkeit ihrer Mitglied­staaten zu fördern und eine stabile Entwicklung zu sichern.

EIB_(European_Investment_Bank_/_Europaische_Investitionsbank)EIB (European Investment Bank / Europäische Investitionsbank)

Die Europäische Investitions­bank ist zuständig für die Förderung von Projekten, die einen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung in Europa leisten (z.B. Trans­europäische Netze für Verkehr, Tele­kommunikation etc.) und gewährt für derartige Vorhaben lang­fristige Darlehen. Die Zusammen­arbeit erfolgt in Abstimmung mit der Europäischen Kommission, die Mittel für die von der EIB gestellten Darlehen kommen aus Anleihe­emissionen auf dem Kapital­markt. Darüber hinaus ist die EIB auch außer­halb der EU tätig und unterstützt die Entwicklungs­zusammenarbeit der Europäischen Kommission. Im Rahmen eines Spenden­gipfels im Mai 2021 hat die EIB gemeinsam mit der Europäischen Kommission Finanz­hilfen zur Über­windung der Folgen der Covid‑19‑Pan­demie zugesagt.

EISC_(European_Interparliamentary_Space_Conference_/_Europaische_Interparlamentarische_Weltraumkonferenz)EISC (European Interparliamentary Space Conference / Europäische Interparlamentarische Weltraumkonferenz)

Die Europäische Inter­parlamentarische Welt­raum­konferenz ist eine seit 1999 jährlich stattfindende Konferenz, an der Vertreter von Parlamenten und Raum­fahrt­organisationen der ESA- und EU‑Mitglied­staaten sowie internationale Beobachter teil­nehmen. Die EISC wurde 1999 von Parlamentarier­gruppen aus Deutsch­land, Frank­reich, Italien und dem Vereinigten König­reich mit der Verabschiedung der „Charter of Interparliamentary Cooperation” gegründet. Das österreichische Parlament wurde 2019 EISC‑Voll­mitglied (davor hatte es Beobachter­status).

EPO_(European_Patent_Office_/_Europaisches_Patentamt)EPO (European Patent Office / Europäisches Patentamt)

Das Europäische Patent­amt hat seinen Haupt­sitz in München und Dienst­stellen in Wien, Berlin, Brüssel und den Haag. Mit einem Europäischen Patent wird Erfinder:innen die Möglichkeit gegeben, einen europa­weiten Patent­schutz (sogar über die EU hinaus­gehend) zu erhalten, was ein wichtiger Beitrag für die Stärkung der Wett­bewerbs­fähigkeit ist.

EPTA_(European_Parliamentary_Technology_Assessment_/_Europaische_Parlamentarische_Technikfolgenabschatzung)EPTA (European Parliamentary Technology Assessment / Europäische Parlamentarische Technikfolgenabschätzung)

Die Europäische Parlamentarische Technik­folgen­abschätzung in Brüssel ist ein Netzwerk von Einrichtungen der Technik­folgen­abschätzung. Die EPTA‑Partner beraten Parlamente in Hin­blick auf mögliche gesellschaftliche, wirtschaftliche und Umwelt­folgen neuer Wissen­schaften und Technologien. Das Netz­werk wurde 1990 auf Initiative des britischen Parliamentary Office of Science and Technology gegründet, österreichisches Mitglied ist das Institut für Technik­folgen‑Abschätzung der Akademie der Wissen­schaften.

ESA_(European_Space_Agency_/_Europaische_Weltraumorganisation)ESA (European Space Agency / Europäische Weltraumorganisation)

Die Europäische Welt­raum­organisation mit Sitz in Paris wurde 1975 zur Koordinierung der europäischen Raum­fahrt­aktivitäten mit dem Ziel gegründet, in technologischer Hinsicht gegenüber den Raum­fahrt­nationen Sowjet­union und Vereinigte Staaten gleich­berechtigt auftreten zu können. Die ESA verfolgt in ihren europäischen Projekten zur Welt­raum­erforschung und -nutzung „ausschließlich friedliche Zwecke“. Neun­zehn Mitglied­staaten der EU sowie Groß­britannien, Norwegen und die Schweiz sind Mitglieder der ESA. Die ESA hat im Jahr 2003 in Wien das European Space Policy Institute eingerichtet, das Studien zu strategischen Welt­raum­fragen erstellt, Fragen der Welt­raum­politik erforscht und lang­fristige Welt­raum­strategien für Europa erstellt. Im Dezember 2020 wurde der österreichische Geo­physiker Josef Aschbacher zum General­direktor der ESA gewählt, seine Amts­zeit begann im Juli 2021.

F

FAO_(Food_and_Agriculture_Organisation_of_the_United_Nations_/_Ernahrungs-_und_Landwirtschaftsorganisation_der_Vereinten_Nationen)FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations / Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen)

Die Ernährungs- und Land­wirtschafts­organisation der Vereinten Nationen (im deutschen Sprachraum oft als Welt­ernährungs­organisation bezeichnet) ist eine 1945 gegründete Sonder­organisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom. Aufgabe der FAO ist die weltweite Verbesserung der Produktion und Verteilung von land­wirtschaftlichen Gütern und Nahrungs­mitteln, um die Ernährung der Welt­bevölkerung sicherzustellen.

FATF_(Financial_Action_Task_Force_on_Money_Laundering_/_Finanzbehordliche_Eingreiftruppe_fur_Geldwasche)FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering / Finanzbehördliche Eingreiftruppe für Geldwäsche)

Die FATF ist eine im Jahr 1989 gegründete Arbeits­gruppe zur Bekämpfung vom Geld­wäsche mit Sitz bei der OECD in Paris. Die Task Force wurde ursprünglich von den G7‑Staaten gegründet, um die Geld­wäsche auf inter­nationaler und nationaler Ebene zu bekämpfen. Die Arbeits­gruppe macht unverbindliche Empfehlungen, denen jedoch große Bedeutung zukommt, da sie die Grund­sätze für die Bekämpfung von Geld­wäsche und Terrorismus­finanzierung darstellen. Aufbauend auf der Arbeit der FATF wurden die Europäische Geld­wäsche­richtlinie und die nach­folgenden Richtl­inien ausgearbeitet.

G

G-7__G8_(Group_of_Seven__Group_of_Eight_/_Gruppe_der_Sieben__Gruppe_der_Acht)G-7 – G8 (Group of Seven – Group of Eight / Gruppe der Sieben – Gruppe der Acht)

Die Gruppe der Sieben ist ein Zusammen­schluss der zu ihrem Gründung­szeit­punkt ökonomisch bedeutendsten Industrie­staaten der Erde, ihr gehören Deutsch­land, Frank­reich, Italien, Japan, Kanada, Groß­britannien sowie die USA an. Die Staats- und Regierungs­chefs der Länder treffen in regel­mäßig abgehaltenen Gipfel­treffen zusammen und diskutieren Fragen der Welt­wirtschaft. Das Forum wurde 1975 gegründet und 1998 durch die Aufnahme Russ­lands zur Gruppe der Acht erweitert. Nach der russischen Annexion der Krim kam es 2014 zum Ausschluss Russ­lands aus dem Gremium. Gemessen an Faktoren wie der Kauf­kraft oder dem Brutto­inlands­produkt haben einige Nicht‑G7‑Nationen mittler­weile jedoch größere ökonomische Bedeutung als offizielle Mitglieder der Gruppe der Sieben.

G-20_(Group_of_20_/_Gruppe_der_20)G-20 (Group of 20 / Gruppe der 20)

Den G‑20 gehören die welt­weit führenden 19 Industrie- und Schwellen­länder sowie die Europäische Union an. Seit 2009 nutzen die Teilnehmer der G‑20 dieses Forum zur Koordination der Wirtschafts- und Finanz­politik, aber auch zu Beratungen über allgemeine Themen.

I

IACA_(International_Anti-Corruption_Academy_/_Internationale_Anti-Korruptionsakademie)IACA (International Anti-Corruption Academy / Internationale Anti-Korruptionsakademie)

Die inter­nationale Anti‑Korruptions­akademie ist eine inter­nationale Organisation (und Bildungs­einrichtung) mit Sitz in Laxen­burg bei Wien. Kern­mission der auf Initiative von Österreich gegründeten Einrichtung ist es, Vertreter:innen des öffentlichen wie privaten Sektors praxis­nahes Know‑how im Bereich der Korruptions­bekämpfung zu vermitteln. Seit März 2020 fungiert der österreichische Diplomat Thomas Stelzer als Exekutiv­sekretär der Organisation.

IADB_(Inter-American_Development_Bank_/_Interamerikanische_Entwicklungsbank)IADB (Inter-American Development Bank / Interamerikanische Entwicklungsbank)

Bei dieser Organisation handelt es sich um eine multi­laterale Entwicklungs­bank mit Sitz in Washington, die 1959 von 19 amerikanischen Staaten gegründet wurde. 1977 wurde Österreich Mit­glied der IADB. Die Inter­amerikanische Entwicklungs­bank hat ihren wichtigsten Tätigkeits­bereich in Latein­amerika, wo sie noch vor der Welt­bank größter Kredit­geber ist. Zu den Haupt­zielen der Organisation gehört neben der Armuts­bekämpfung auch die Unter­stützung lokaler Unternehmen, um vor allem in Latein­amerika und der Karibik wirtschaftliches Wachs­tum voranzutreiben.

IAEA_(International_Atomic_Energy_Agency_/_Internationale_Atomenergie-Organisation)IAEA (International Atomic Energy Agency / Internationale Atomenergie-Organisation)

Im Jahr 1957 wurde die IAEA (dt. IAEO, Internationale Atome­nergie‑Organisation) gegründet. Sie hat ihren Sitz in Wien und von allen in Österreich angesiedelten inter­nationalen Organisationen die größte Anzahl an Mitarbeiter:innen. Das Ziel der IAEO ist die welt­weite Förderung der friedlichen Nutzung von Kern­energie, die Erhöhung der nuklearen Sicher­heit und Über­prüfung der Einhaltung des NPT (Nuclear Non‑Proliferation Treaty). Die IAEO berichtet regel­mäßig der General­versammlung und dem Sicherheits­rat der Vereinten Nationen. Aufgrund des Einsatzes für die oben genannten Ziele erhielt die Organisation im Jahr 2005 gemeinsam mit dem damaligen General­direktor Mohamed El‑Baradei den Friedens­nobel­preis. Die IAEO betreibt ein kern­technisches Unter­suchungs­labor in Seibers­dorf bei Wien.

IBRD_(International_Bank_for_Reconstruction_and_Development_/_Internationale_Bank_fur_Wiederaufbau_und_Entwicklung)IBRD (International Bank for Reconstruction and Development / Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung)

Die IBRD ist Teil der Welt­bank­gruppe und stellt die Welt­bank im engeren Sinne dar. Das Gründungs­datum der Organisation war der 27. Dezember 1945. In den ersten Jahren nach der Gründung konzentrierte sich die Bank auf die Kreditvergabe an europäische Staaten, um den Wieder­aufbau nach dem Zweiten Welt­krieg voran­zutreiben. Die IBRD finanziert sich zum Groß­teil durch die Mittel­aufnahme auf den Finanz- und Kapital­märkten sowie durch die Rück­zahlungen von Darlehen. Das derzeitige Haupt­aufgaben­gebiet der Institution ist die Modernisierung und ökonomische Stärkung von Entwicklungs­staaten. Mittels lang­fristiger Darlehen werden Umwelt­projekte, Privat­wirtschaft und Technologisierung in den betroffenen Regionen unter­stützt. Derzeit verzeichnet die IBRD 189 Mitglied­staaten beziehungs­weise Anteils­eigner.

ICAO_(International_Civil_Aviation_Organisation_/_Internationale_Zivilluftfahrtorganisation)ICAO (International Civil Aviation Organisation / Internationale Zivilluftfahrtorganisation)

Die Inter­nationale Zivil­luftfahrt­organisation ist eine Sonder­agentur der Vereinten Nationen. Sie legt die Richt­linien und Techniken der inter­nationalen Luft­fahrt fest und fördert die Planung und Ent­wicklung des inter­nationalen Luft­transportes. Der Sitz der Agentur ist Montréal (Kanada).

ICC_(International_Chamber_of_Commerce_/_Internationale_Handelskammer)ICC (International Chamber of Commerce / Internationale Handelskammer)

Die 1919 gegründete Inter­national Chamber of Commerce ist eine inter­national tätige, nicht­staatliche Organisation, die ihren Haupt­sitz in Paris hat. Die ICC Austria trat der Organisation bereits 1921 bei. Die ICC ist eine der wichtigsten Institutionen in der Welt­wirtschaft und trägt durch veröffentlichte Richt­linien wesentlich zum inter­nationalen Außen­handel bei. Seit 1923 unter­hält die ICC zudem den ältesten privaten Schieds­gerichts­hof, der Streitig­keiten zwischen inter­national operierenden Handels­partnern beilegen soll. Die Inter­nationale Handels­kammer vertritt heute über 45 Millionen Unter­nehmen und ist Binde­glied zwischen Firmen und wirtschafts­politischen Organisationen auf der ganzen Welt.

ICCT_(International_Council_on_Clean_Transportation_/_Internationaler_Rat_fur_sauberen_Verkehr)ICCT (International Council on Clean Transportation / Internationaler Rat für sauberen Verkehr)

Die 2005 gegründete ICCT erstellt wissen­schaftliche Analysen für Umwelt­behörden. Ziel ist die Effizienz­steigerung des welt­weiten Verkehrs, um die öffentliche Gesund­heit zu verbessern und die globale Erwärmung zu reduzieren.

ICMPD_(International_Centre_for_Migration_Policy_Development_/_Internationales_Zentrum_fur_migrationspolitische_Entwicklung)ICMPD (International Centre for Migration Policy Development / Internationales Zentrum für migrationspolitische Entwicklung)

Das Internationale Zentrum für Migrations­politik ist eine inter­nationale Organisation mit 18 Mitglied­staaten, die sich vor allem um Kooperationen und Partner­schaften mit Ländern entlang der Migrations­routen bemühen. Das beinhaltet vor allem Afrika, Zentral- und Süd­ostasien, Europa und den Mittleren Osten. Der Sitz dieser 1993 gegründeten Einrichtung ist in Wien mit Vertretungen in Brüssel, einem Büro in Malta und einigen Projekt­büros. Das ICMPD hat Beobachter­status bei den Vereinten Nationen. Seit 2016 ist der ehemalige österreichische Vize­kanzler, Dr. Michael Spindelegger, der General­direktor dieser inter­nationalen Organisation.

ICPDR_(International_Commission_or_the_Protection_of_the_Danube_River_/_Internationale_Kommission_zum_Schutz_der_Donau)ICPDR (International Commission or the Protection of the Danube River / Internationale Kommission zum Schutz der Donau)

Die 1998 gegründete Inter­nationale Kommission zum Schutz der Donau hat ihren Sitz in Wien, Mitglieder sind die vierzehn Staaten an der Donau und in deren Einzugs­gebiet (Bosnien‑Herzegowina, Bulgarien, Deutsch­land, Kroatien, Moldau, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn) sowie die Europäische Union. Ziel der Arbeit der Kommission sind die nach­haltige und umwelt­verträgliche Nutzung der Donau und die Umsetzung des Donau­schutz­übereinkommens von 1994 sowie der Europäischen Wasser­rahmen­richtlinie (s.a. Donau­kommission).

IDA_(International_Development_Association_/_Internationale_Entwicklungsorganisation)IDA (International Development Association / Internationale Entwicklungsorganisation)

Die IDA wurde als Teil der Welt­bank­gruppe 1960 gegründet. Die Organisation hat ihren Fokus auf der Armuts­bekämpfung in Ländern mit einem besonders niedrigem Einkommens­niveau. Im Vergleich zur IBRD werden die von der IDA gewährten Kredite zu günstigeren Konditionen an die betroffenen Staaten vergeben. Die Institution finanziert sich aus Beiträgen der 173 Mitglied­staaten und Aktionären sowie Kredit­rück­zahlungen. Zur Bekämpfung der Corona‑Krise in Entwicklungs­ländern war die IDA Teil des 160 Milliarden schweren Unter­stützungs­programm der Welt­bank, welches mit Juni 2021 endete.

IEA_(International_Energy_Agency_/_Internationale_Energieagentur)IEA (International Energy Agency / Internationale Energieagentur)

Die IEA wurde am 15. November 1974 in Paris gegründet. Sie bietet eine Kooperations­platt­form, um die inter­nationale Forschung zu Energie­technologien voran­zutreiben und veröffentlicht regel­mäßig Daten und Analysen zur Sicherung der inter­nationalen Energie­versorgung. Ein Schwer­punkt ihrer Arbeit ist die Auseinander­setzung mit der weiteren Energie­versorgung der Welt sowie der Ausbau nach­haltiger Energie­gewinnung.

IFAD_(International_Fund_for_Agricultural_Development_/_Internationaler_Fonds_fur_landwirtschaftliche_Entwicklung)IFAD (International Fund for Agricultural Development / Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung)

Der IFAD ist eine inter­nationale Finanz­institution mit Sitz in Rom und eine Sonder­agentur der Vereinten Nationen mit dem Ziel, Armut und Hunger in den ländlichen Gebieten von Entwicklungs­ländern zu bekämpfen. Es ist die einzige multi­laterale Entwicklungs­agentur, die sich ausschließlich auf Land­wirtschaft und Ernährungs­sicherheit konzentriert. Österreich trat der Organisation 1977 bei.

IFC_(International_Finance_Corporation_/_Internationale_Finanz-Corporation)IFC (International Finance Corporation / Internationale Finanz-Corporation)

Bei der IFC handelt es sich um eine Entwicklungs­bank mit Sitz in Washington, die 1956 gegründet wurde. Kern­aufgabe der Institution ist die Förderung und Unter­stützung der privaten Wirtschaft in Entwicklungs­ländern. Sie vergibt Kredite und Darlehen an lokale Unter­nehmen, beteiligt sich an der Umsetzung von Sozial- und Umwelt­standards und bietet Beratungs­leistungen an.

IFRCS_(International_Federation_of_Red_Cross_and_Red_Crescent_Societies_/_Internationale_Foderation_der_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Gesellschaften)IFRCS (International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies / Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften)

Die IFRCS wurde 1919 in Paris gegründet. Die Erfahrungen des Ersten Welt­kriegs waren ausschlag­gebend für die Bildung einer Kooperation zwischen den Organisationen des Roten Kreuzes und des Roten Halb­monds. Die Vereinigung ist eine global agierende Organisation, die inter­nationale Unter­stützung bei humanitären Katastrophen bietet. Zudem leistet sie Entwicklungs­arbeit in Form von Ausarbeitung von Katastrophen­plänen und Gesundheits­vorsorge. Die lang­fristigen Ziele der Organisation sind der Schutz humanitärer Lebens­grund­lagen, die gesundheitliche Versorgung vulnerabler Gruppen sowie die Stärkung sozialer Inklusion und die Friedens­stiftung.

IIASA_(International_Institute_for_Applied_System_Analysis_/_Internationales_Institut_fur_angewandte_Systemanalyse)IIASA (International Institute for Applied System Analysis / Internationales Institut für angewandte Systemanalyse)

Das IIASA ist ein inter­nationales Forschungs­institut mit 24 Mitgliedern und hat seinen Sitz in Laxen­burg. Das IIASA erforscht Problem­stellungen, die zu komplex sind, um auf nationaler Ebene oder inner­halb einer Disziplin erforscht zu werden (wie etwa Klima­wandel, Energie­sicherheit und nach­haltige Entwicklung) und schafft dadurch wissen­schaftliche Ent­scheidungs­grundlagen für politische Prozesse.

ILO_(International_Labour_Organisation_/_Internationale_Arbeitsorganisation)ILO (International Labour Organisation / Internationale Arbeitsorganisation)

Die Internationale Arbeits­organisation ist eine Sonder­agentur der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Ziel der Organisation ist die Förderung der sozialen Gerechtig­keit sowie der Schutz der Menschen- und Arbeits­rechte.

IMO_(International_Maritime_Organisation_/_Internationale_Seeschifffahrts-Organisation)IMO (International Maritime Organisation / Internationale Seeschifffahrts-Organisation)

Die Internationale See­schiff­fahrts­organisation ist eine Sonder­agentur der Vereinten Nationen für die Regulierung der Schiff­fahrt. Ihr Sitz ist in London, ihre Ziele sind die inter­nationale Regelung aller nicht rein wirtschaftlichen Angelegen­heiten der Handels­schiff­fahrt, die Verringerung und möglichst Verhütung der Meeres­verschmutzung durch Schiffe, die Verbesserung der Schiffs­sicherheit sowie die Sicherheit der See­fahrt insgesamt.

INCB_(International_Narcotics_Control_Board_/_Internationaler_Suchtstoffkontrollrat)INCB (International Narcotics Control Board / Internationaler Suchtstoffkontrollrat)

Der 1968 gegründete und in Wien ansässige INCB ist ein unabhängiges Gremium, das die Einhaltung der inter­nationalen UNO‑Drogen­kontroll­verträge über den Anbau, die Produktion und Verwendung von Drogen überwacht. Diese müssen auf medizinische und wissen­schaftliche Zwecke beschränkt bleiben.

INTERPOL_(International_Criminal_Police_Organisation_/_Internationale_kriminalpolizeiliche_Organisation)INTERPOL (International Criminal Police Organisation / Internationale kriminalpolizeiliche Organisation)

Inter­pol wurde im Jahr 1923 in Wien gegründet und hat heute den Sitz in Lyon. Es handelt sich bei Inter­pol nicht um eine inter­nationale Organisation, sondern um einen Verein mit aktuell 194 Mitglied­staaten. Durch die Zusammen­arbeit im Rahmen eines gemeinsamen Kommunikations­systems und gemeinsamer Daten­banken, aber auch die Benachrichtigung der Mitglied­staaten über gesuchte Personen wird eine bessere Verbrechens­bekämpfung angestrebt.

IOC_(International_Olympic_Committee_/_Internationales_Olympisches_Komitee)IOC (International Olympic Committee / Internationales Olympisches Komitee)

Das Internationale Olympische Komitee ist ein Verein mit Sitz in Lausanne (Schweiz), der die Olympischen Sommer- und Winter­spiele organisiert. Das IOC wurde 1894 gegründete und besteht derzeit aus 102 Mit­gliedern, die allerdings als Personen gewählt wurden und nicht ihre Herkunfts­länder repräsentieren. Die Beschluss­fassung sowie die Leitung der Organisation ist auf drei Organe verteilt: den Präsidenten, das IOC Executive Board und die IOC Session (Haupt­versammlung).

IOM_(International_Organisation_for_Migration_/_Internationale_Organisation_fur_Migration)IOM (International Organisation for Migration / Internationale Organisation für Migration)

Die Internationale Organisation für Migration ist eine zwischen­staatliche Organisation im Rahmen der Vereinten Nationen. Diese Organisation führt Hilfs­programme für Migrant:innen durch und hat zahl­reiche Länder­büros in vielen Regionen der Welt.

IPU_(Inter-Parliamentary_Union_/_Interparlamentarische_Union)IPU (Inter-Parliamentary Union / Interparlamentarische Union)

Die Inter­parlamentarische Union ist die inter­nationale Organisation der nationalen Parlamente souveräner Staaten. Sie wurde 1889 gegründet, hat ihren Sitz in Genf und zählt heute 179 Mitglieds­parlamente sowie 13 assoziierte Mit­glieder. Gemäß den Statuten verfolgt sie die Pflege sowie den Ausbau der Kontakte, der Zusammen­arbeit und des Erfahrungs­austausches unter den Parlamenten aller Staaten der Erde, schafft Raum für Debatten zwischen Parlamentarier:innen über Fragen von inter­nationaler Bedeutung, leistet einen Beitrag zur Verteidigung und Förderung der Menschen­rechte als entscheidender Faktor der parlamentarischen Demo­kratie und fördert bessere Kenntnis der Arbeits­weisen repräsentativer Institutionen. Die Organe der IPU sind die General­versammlung (Assembly), der Rat (Governing Council), das Exekutiv­komitee (Executive Committee) und das Sekretariat. An der Spitze der IPU steht der/die für 3 Jahre gewählte Präsident/in. Das österreichische Parlament nimmt mit einer für jede Legislatur­periode fest­gelegten Delegation an den Versammlungen und weiteren ausgewählten Aktivitäten der IPU teil. Alle fünf Jahre findet eine Welt­konferenz der Parlaments­präsident:innen statt, die Tagung 2021 fand in Wien statt.

ISA_(International_Seabed_Authority_/_Internationale_Seebodenbehorde)ISA (International Seabed Authority / Internationale Seebodenbehörde)

Die Internationale Meeres­boden­behörde ist eine Internationale Organisation mit Sitz in Kingston (Jamaika). Sie wurde 1994 durch das See­rechts­über­einkommen der Vereinten Nationen (SRÜ, engl. UNCLOS, United Nations Convention on the Law of the Sea) gegründet. Sie hat den Auftrag, Boden­schätze der Tief­see als „gemeinsames Erbe der Mensch­heit“ zu verwalten.

ITSO_(International_Telecommunications_Satellite_Organisation)ITSO (International Telecommunications Satellite Organisation)

Bei der Inter­nationalen Fern­melde­satelliten­organisation handelt es sich um eine Organisation, die 1973 unter dem Namen INTELSAT gegründet wurde und die weltweite Kommunikation mittels Satelliten regelt. Der Organisation mit Sitz in Washington gehören heute 149 Nationen an. Die ITSO stellt internationale Tele­kommunikations­dienste sicher und setzt sich für die Aufrecht­erhaltung der globalen Konnektivität ein. Sie handelt unter dem Grund­prinzip der Diskriminierungs­freiheit beim Zugang zu satelliten­übertragener Information und trägt zur Förderung einer welt­weiten Kommunikations­infrastruktur bei.

ITU_(International_Telecommunication_Union_/_Internationale_Fermeldeunion)ITU (International Telecommunication Union / Internationale Fermeldeunion)

Die Internationale Fern­melde­union mit Sitz in Genf ist eine Sonder­organisation der Vereinten Nationen und die einzige völker­rechtlich verankerte Organisation, die sich offiziell und welt­weit mit technischen Aspekten der Tele­kommunikation beschäftigt.

IWF_(International_Monetary_Fund_/_Internationaler_Wahrungsfonds)IWF (International Monetary Fund / Internationaler Währungsfonds)

Der Internationale Währungs­fonds wurde 1945 gegründet und hat seinen Sitz in Washington. Aufgabe des IWF ist die Vergabe von Krediten an Länder, die ihre Zahlungs­bilanz nicht erfüllen können und nicht über ausreichende Währungs­reserven verfügen. Weitere Tätigkeits­felder sind die Förderung der inter­nationalen Zusammen­arbeit in der Währungs­politik, die Ausweitung des Welt­handels, die Stabilisierung der Wechsel­kurse und die Über­wachung der Geld­politik.

J

JCPOA_(Joint_Comprehensive_Plan_of_Action_/_Gemeinsamer_umfassender_Aktionsplan)JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action / Gemeinsamer umfassender Aktionsplan)

Das Atom­abkommen zwischen Iran und den E3/EU+3 Staaten (Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutsch­land als damals die drei größten EU‑Mitglied­staaten und den Vereinigten Staaten, Russland und China) wurde im Jahr 2015 abgeschlossen. Die internationalen Nuklear­sanktionen gegenüber Iran wurden schritt­weise aufgehoben, im Gegen­zug ermöglichte Iran mehr Transparenz bei seinen Nuklear­aktivitäten. Im Mai 2018 zogen sich die USA aus dem Abkommen zurück.

K

KAICIID_(King_Abdullah_bin_Abdulaziz_International_Centre_for_Interreligious_and_Intercultural_Dialogue_/_Konig-Abdullah-Zentrum_fur_interreligiosen_und_interkulturellen_Dialog)KAICIID (King Abdullah bin Abdulaziz International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue / König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog)

Das König‑Abdullah‑Zentrum für inter­religiösen und inter­kulturellen Dialog (KAICIID) ist eine inter­nationale Organisation, die von Saudi‑Arabien, Spanien und Österreich im Jahr 2011 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hatte. Das Ziel des Zentrums ist der Dialog zwischen den Religionen als Mittel zur Vermeidung und Lösung von Konflikten. Nach Kritik am KAICIID wurde die österreichische Bundes­regierung im Juni 2019 vom National­rat aufgefordert, vom Errichtungs­über­einkommen zurückzutreten und das Amts­sitz­abkommen zu kündigen. Das Zentrum hat nun seinen Sitz in Lissabon.

L

LAS_(League_of_Arab_States_/Liga_der_arabischen_Staaten)LAS (League of Arab States /Liga der arabischen Staaten)

Die Arabische Liga (bzw. Liga der arabischen Staaten) wurde 1945 in Kairo gegründet, wo die Organisation auch ihren Sitz hat; Mitglieder sind 21 Staaten und Palästina, das inter­national nur teil­weise anerkannt ist. Ziele der Organisation sind die Förderung der politischen, kulturellen, sozialen und wirt­schaftlichen Zusammen­arbeit der Mitglieder, die Verhütung von Konflikten zwischen den Mitgliedern und die Wahrung der arabischen Interessen nach außen. Zudem werden die Bestrebungen Palästinas um inter­nationale Anerkennung unterstützt. Palästina hat den Status eines Völker­rechts­subjekts, wird aber von Österreich nicht als Staat im Sinn des Völker­rechts anerkannt.

M

MERCOSUR_(Mercado_Comun_del_Sur_/_Gemeinsamer_Markt_Sudamerikas)MERCOSUR (Mercado Común del Sur / Gemeinsamer Markt Südamerikas)

Mercosur (spanisch Mercado Común del Sur, portugiesisch Mercado Comum do Sul) wurde 1991 gegründet, hat vier Mitglieder (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) und seinen Sitz in Monte­video (Uruguay). Ziel des Mercosur ist wirt­schaftliche und politische Integration seiner Mitglieds­länder. Ein Abkommen der Europäischen Union mit Mercosur in der Form eines Assoziierungs­abkommens wurde seit 1999 verhandelt. Am 28. Juni 2019 wurde schließlich eine Einigung über den Abkommens­text ("agreement in principle") zwischen der EU und den Mercosur‑Ländern erreicht. Am 18. September 2019 sprach sich der EU‑Unter­ausschuss des National­rates mit Stimmen­mehrheit (ÖVP, SPÖ, FPÖ, Liste JETZT) gegen das Abkommen aus und erteilte somit der Bundes­regierung bindend den Auftrag, sich gegen das Abkommen auszusprechen.

MIGA_(Multilateral_Investment_Guarantee_Agency_/_Multilaterale_Investitions-Garantie-Agentur)MIGA (Multilateral Investment Guarantee Agency / Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur)

Die MIGA wurde 1988 gegründet und bildet seit jeher einen Teil der Welt­bank­gruppe. Das Haupt­augenmerk ihrer Tätig­keit liegt auf der Förderung ausländischer Direkt­investitionen in Entwicklungs­ländern. Sie tut dies, indem sie Garantien gegen Risiken wie Krieg, Vertrags­bruch oder Enteignung ausstellt. 181 Staaten sind Teil der Multilateralen Investitions‑Garantie Agentur.

Minsker_Abkommen_/_Minsk_IIMinsker Abkommen / Minsk II

Das Minsker Abkommen/Minsk II wurden von der deutschen Bundes­kanzlerin Angela Merkel und den Staats­präsidenten Francois Holland (Frankreich), Wladimir Putin (Russland) und Petro Poroschenko (Ukraine) ausgehandelt. Ziel der Vereinbarung ist die Deeskalation der Lage in der östlichen Ukraine und eine politische Lösung dieses Konflikts. Das Minsker Abkommen ist nicht zu verwechseln mit der Minsk‑Gruppe.

N

NATO_(North_Atlantic_Treaty_Organisation_/_Nordatlantikvertrag)NATO (North Atlantic Treaty Organisation / Nordatlantikvertrag)

Basis der 1949 gegründeten NATO ist der Nord­atlantik­vertrag. Die NATO versteht sich nicht nur als Verteidigungs­bündnis, sondern auch als militärisch‑politische Organisation mit derzeit 30 europäischen und nord­amerikanischen Mitglied­staaten mit dem Ziel welt­weiter Sicherheit und Stabilität. Das Haupt­quartier befindet sich in Belgien.

1955 fand das erste Treffen von Parlamentarier:innen aus den Mitglied­staaten der NATO statt, 1966 folgte die Gründung der Parlamentarischen Versammlung der NATO (NATO‑PV). Sie hat sich im Laufe der Jahre zu einem euro‑atlantischen Forum entwickelt, in dem Parlamentarier:innen aus Europa und Nord­amerika über Fragen und Probleme diskutieren, die die atlantische Allianz betreffen. Das österreichische Parlament verfolgt als assoziertes Mitglied die Arbeit der NATO‑PV.

NEA_(Nuclear_Energy_Agency_/_Kernenergie-Agentur)NEA (Nuclear Energy Agency / Kernenergie-Agentur)

Die Kern­energie‑Agentur wurde im Jahr 1957 gegründet und hat ihren Sitz in Paris. Das Ziel dieser Einrichtung ist es, die Ressourcen der west­europäischen Staaten im Bereich Nuklear­forschungs­programm zu bündeln und über gemeinsame Daten­banken auch im Störungs­fall eine optimale Zusammen­arbeit zu erreichen. Themen wie Nuklear­recht, humanitäre Aspekte von nuklearer Sicher­heit und Strahlen­schutz werden ebenfalls von der NEA behandelt. Österreich ist seit 1958 Mitglied der NEA.

Normandie-FormatNormandie-Format

Das Normandie‑Format ist eine Kontakt­gruppe zum 2014 ausgebrochenen Konflikt in der Ukraine, dem Russ­land, die Ukraine, Deutsch­land und Frank­reich angehören. Die erste Sitzung fand bei den Gedenk­feiern zum 70. Jahres­tag der Landung der Alliierten in der Normandie statt. Seitdem gibt es unregel­mäßig statt­findende Sitzungen mit dem Ziel, den Friedens­plan von Minsk umzusetzen (s. Minsker Abkommen).

NSG_(Nuclear_Suppliers_Group_/_Gruppe_der_nuklearen_Zulieferer)NSG (Nuclear Suppliers Group / Gruppe der nuklearen Zulieferer)

Gegründet wurde diese Organisation 1974 als Reaktion auf die erste von Indien entwickelte Atom­bombe. Die NSG hat zum Ziel, die Verbreitung von Kern­waffen durch Kern­material‑Liefer­länder zu unter­binden. Die NSG hat sich dem Nicht­verbreitungs­prinzip verpflichtet, wonach nur dann Kern­material an andere Nationen geliefert werden darf, sofern keine Gefahr einer Herstellung einer Kern­waffe besteht. Auch Österreich ist Teil der Nuclear Suppliers Group.

O

OAS_(Organisation_of_American_States_/_Organisation_amerikanischer_Staaten)OAS (Organisation of American States / Organisation amerikanischer Staaten)

Die Organisation amerikanischer Staaten hat 35 Mitglieder in Nord-, Mittel- und Südamerika, der Sitz der Organisation ist in Washington. Aufgabe der OAS ist, Frieden, Sicherheit und Demo­kratie zu fördern und die Zusammen­arbeit der Staaten auf dem amerikanischen Kontinent zu intensivieren.

OCHA_(United_Nations_Office_for_the_Coordination_of_Humanitarian_Affairs_/_Amt_der_Vereinten_Nationen_fur_die_Koordinierung_humanitarer_Angelegenheiten)OCHA (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs / Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten)

Das 1991 von der VN‑General­versammlung etablierte Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegen­heiten mit Sitz in Genf und New York hat die Aufgabe, in bedürftigen VN‑Mitglied­staaten durch die Koordination von Hilfs­maßnahmen, politisches Agieren, Informations­management sowie Erstellung und Erbringung von Finanzierungs­modellen und Dienst­leistungen humanitäre Hilfe zu leisten.

ODA_(Official_Development_Assistance)ODA (Official Development Assistance)

Die ODA (Official Development Assistance / Öffentliche Entwicklungs­zusammen­arbeit) gibt Auskunft darüber, wie viele Mittel im Rahmen der öffentlichen Entwicklungs­zusammen­arbeit zur Verfügung gestellt werden. Diese Definition wurde vom Development Assistance Committee entwickelt, die OECD veröffentlicht jedes Jahr Statistiken, in denen das Finanz­volumen und der Anteil an der ODA eines Landes in Prozent des Brutto­national­einkommens ausgewiesen wird.

OECD_(Organisation_for_Economic_Co-operation_and_Development_/_Organisation_fur_wirtschaftliche_Zusammenarbeit_und_Entwicklung)OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development / Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung wurde 1960 gegründet und hat ihren Sitz in Paris. Die internationale Organisation hat 37 Mitglied­staaten, die sich der Demo­kratie und Markt­wirtschaft verpflichtet fühlen und die zu den Ländern mit hohem Pro‑Kopf‑Einkommen zählen. Die Organisation hat zum Ziel, einen Beitrag zu Wirtschafts­wachstum und steigenden Lebens­standards in den Mitglied­staaten zu leisten sowie den Handel zu fördern.

OFID_(OPEC_Fund_for_International_Development_/_OPEC_Fonds_fur_internationale_Entwicklung)OFID (OPEC Fund for International Development / OPEC Fonds für internationale Entwicklung)

Der OPEC Fonds für internationale Entwicklung wurde 1976 gegründet, Mitglieder sind Algerien, Ecuador, Gabun, Indonesien, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi‑Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela (Katar bis Juli 2019). Der Sitz des Fonds ist in Wien und stellt Finanz­mittel zur Verfügung, um das Wirtschafts­wachstum und den sozialen Fortschritt in Ländern mit niedrigem oder mittleren Einkommen zu fördern.

OIC_(Organisation_for_Islamic_Cooperation_/_Organisation_fur_Islamische_Zusammenarbeit)OIC (Organisation for Islamic Cooperation / Organisation für Islamische Zusammenarbeit)

Die Organisation für Islamische Zusammen­arbeit wurde 1969 in Marokko gegründet und hat ihren Sitz in Dschidda (Saudi-Arabien). Sie umfasst 57 Mitglieder, soll die muslimische Welt zusammen­fassen und inter­national repräsentieren.

OIF_(Organisation_internationale_de_la_Francophonie_/_Organisation_der_frankophonen_Lander)OIF (Organisation internationale de la Francophonie / Organisation der frankophonen Länder)

Die OIF ist eine 1970 in Niamey (Niger) gegründete Organisation, deren Ziel die politische Kooperation der französisch­sprachigen Länder in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Kultur ist. Die Organisation hat 88 Mitglied­staaten und will die Nutzung und Verbreitung der französische Sprache fördern. Darüber hinaus setzt sie sich für Frieden, Demokratie und Menschen­rechte ein und widmet sich auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Mitglied­staaten.

OPCW_(Organisation_for_the_Prohibition_of_Chemical_Weapons_/_Organisation_fur_das_Verbot_chemischer_Waffen)OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons / Organisation für das Verbot chemischer Waffen)

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen ist eine unabhängige inter­nationale Organisation, die durch die Vertrags‑staaten der Chemie­waffen­konvention begründet wurde. Sie überwacht die Einhaltung und Umsetzung dieser Konvention und legt die Rahmen­bedingungen für die Vernichtung von Chemie­waffen fest.

OPEC_(Organisation_of_the_Petroleum_Exporting_Countries_/_Organisation_der_erdolexportierenden_Lander)OPEC (Organisation of the Petroleum Exporting Countries / Organisation der erdölexportierenden Länder)

1960 wurde die OPEC gegründet, die Organisation mit Sitz in Wien hat derzeit 13 Mitglieder: Algerien, Angola, Äquatorial‑Guinea, Gabun, Iran, Irak, Kongo, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi‑Arabien, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate (frühere Mitglieder: Ecuador, Indonesien, Katar). Die Mitglied­staaten der OPEC fördern etwa 40 Prozent der weltweiten Erdöl­produktion und verfügen über drei Viertel der welt­weiten Erdöl­reserven. Ziel der OPEC ist die Fest­legung von Förder­quoten für die einzelnen Mitglieder und dadurch die Preis­gestaltung für Erdöl.

OSZE_(Organisation_for_Security_and_Cooperation_in_Europe_/_Organisation_fur_Sicherheit_und_Zusammenarbeit_in_Europa)OSZE (Organisation for Security and Cooperation in Europe / Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)

Die Organisation für Sicher­heit und Zusammen­arbeit in Europa (OSZE) ist eine institutionalisierte Staaten­konferenz zur Friedens­sicherung. Sie ging 1995 aus der Konferenz über Sicherheit und Zusammen­arbeit in Europa (KSZE) hervorging, die 1975 mit der Schluss­akte von Helsinki gegründet worden war. Der Sitz des General­sekretariats und der wichtigsten Gremien ist Wien (Hofburg sowie seit 2007 auch Palais Pálffy). Die Ziele der Organisation sind die Sicherung des Friedens und der Wieder­aufbau nach Konflikten. Die Aktivitäten der OSZE gliedern sich in drei Themen­bereiche („Dimensionen“): die politisch‑militärische Dimension, die Wirtschafts- und Umwelt­dimension und die humanitäre (Menschen­rechts-)Dimension.

Eines der Gremien und Organe der OSZE ist die aus Abgeordneten der nationalen Parlamente bestehende Parlamentarische Versammlung der OSZE (OSZE-PV), deren Haupt­aufgabe die Förderung des inter­parlamentarischen Dialogs ist. Die Versammlung wird von einem jährlich gewählten Vorsitzenden geleitet und von einem General­sekretariat mit Sitz in Kopen­hagen unter­stützt. Das österreichische Parlament beschickt die OSZE‑PV und in diesem Rahmen etwa an Wahl­beobachtungs­missionen teil.

OVKS_(Organisation_des_Vertrages_uber_kollektive_Sicherheit,_engl._Collective_Security_Treaty_Organisation_CSTO)OVKS (Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit, engl. Collective Security Treaty Organisation CSTO)

2022 gegründetes Militär­bündnis, dem neben Russ­land fünf weitere frühere Sowjet­republiken (Armenien, Belarus, Kasachstan Kirgisistan, Tadschikistan) angehören. Sitz des General­sekretariates der OVKS ist in Moskau.

P

Paris_ClubParis Club

Beim Pariser Club handelt es sich um eine informelles Forum von Gläubiger­ländern (19 ständige Mitgliedstaaten), das von Frank­reich in Paris organisiert wird und in jenen Fällen tagt, wenn ein Schuldner­land seinen Verpflichtungen nicht mehr nach­kommen kann. Grund­gedanke bei der Gründung war, dass Schulden­probleme nur gemeinsam von Schuldner- und Gläubiger­staaten gelöst werden können. In diesem Fall werden multil­aterale Vereinbarungen zur Umschuldung zwischen dem Schuldner­land und den Gläubiger­staaten getroffen. Österreich nimmt seit 1977/78 an den Verhandlungen teil. 

PCA_(Permanent_Court_of_Arbitration_/_Standiger_Schiedshof)PCA (Permanent Court of Arbitration / Ständiger Schiedshof)

Der Ständige Schieds­hof mit Sitz in Den Haag besteht seit 1899 und dient zur Beilegung inter­nationaler Konflikte. Er stellt das Haupt­rechts­organ der Vereinten Nationen dar, ist jedoch kein inter­nationales Gericht im eigentlichen Sinne. Die Institution soll Staaten Hilfe­stellung bei Konflikt­beilegungen leisten und nimmt eine Vermittler­rolle ein. Durch seine Tätig­keit trägt er stark zur Entwicklung des Völker­rechtes bei. Bisher haben sich 122 Staaten dem Ständigen Schieds­hof angeschlossen.

PfP_(Partnership_for_Peace_/_Partnerschaft_fur_den_Frieden)PfP (Partnership for Peace / Partnerschaft für den Frieden)

Diese Verbindung wurde 1994 ins Leben gerufen und dient der militärischen Kooperation zwischen der NATO und Nicht‑NATO‑Mitgliedern. Die Organisation stellt jedoch kein verbindliches Verteidigungs­bündnis dar, weshalb es auch neutralen Ländern möglich ist, daran teil­zunehmen. Die Zusammen­arbeit in der PfP umfasst unter anderem gemeinsam durch­geführte Manöver oder Beschaffung von militärischem Gerät. Auch Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens sind im Rahmen der PfP möglich. Österreich ist seit 1995 Partner in der PfP.

Q

Quad_(Quadrilateral_Security_Dialogue)Quad (Quadrilateral Security Dialogue)

2007 gegründete und 2017 wieder­gegründete Organisation, die Australien, Indien, Japan und die Vereinigten Staaten angehören. Ziel der Organisation ist, einen „freien und offenen Indo­pazifik“ zu wahren.

R

RCEP_(Regional_Comprehensive_Economic_Partnership_/_Regionale_umfassende_Wirtschaftspartnerschaft)RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership / Regionale umfassende Wirtschaftspartnerschaft)

Die Frei­handels­zone RCEP wurde von den ASEAN‑Staaten (s. ASEAN) und China, Japan, Südkorea, Austra¬lien und Neusee­land gegründet und trat 2022 in Kraft.

S

SAARC_(South_Asian_Association_for_Regional_Cooperation_/_Sudasiatische_Vereinigung_fur_regionale_Kooperation)SAARC (South Asian Association for Regional Cooperation / Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation)

1985 gegründete Organisation mit acht Mitglied­staaten, das Sekretariat hat den Sitz in Kathmandu (Nepal). Ziele der Organisation sind u.a. die Förderung des Handels, des sozialen Fort­schritts und der sozialen Entwicklung in ihren Mitglied­staaten.

SADC_(Southern_African_Development_Community_/_Entwicklungsgemeinschaft_des_sudlichen_Afrika)SADC (Southern African Development Community / Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika)

Die SADC vereint sech­zehn Mitglieder im südlichen Afrika, ihr Sitz ist in Gaborone, der Haupt­stadt von Botswana. Ziel der Organisation ist, die wirtschaftliche Zusammen­arbeit, aber auch die Kooperation in Fragen der Politik und der Sicher­heit zu fördern.

SCO_(Shanghai_Cooperation_Organisation_/_Shanghaier_Organisation_fur_Zusammenarbeit)SCO (Shanghai Cooperation Organisation / Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit)

Die Organisation wurde 2001 in Shanghai gegründet, der Sitz des Sekretariates ist in Peking. Ihre Mitglieder sind China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Russ­land, Tadschikistan und Usbekistan. Die SOC umfasst etwa 40% der Welt­bevölkerung und ist damit die weltweit größte Regional­organisation. Wichtigstes Thema für die Zusammen­arbeit in der SOC sind Sicherheits­politik, die Stabilität in der Region sowie Wirtschaft und Handel.

SDG_(Sustainable_development_goals_/_nachhaltige_Entwicklungsziele)SDG (Sustainable development goals / nachhaltige Entwicklungsziele)

Mit 2016 traten die von den Vereinten Nationen betroffenen SDGs in Kraft. Durch sie will die inter­nationale Staaten­gemeinschaft Armut beseitigen, die Gleich­stellung von Frauen vorantreiben, die Gesundheits­versorgung verbessern und dem Klima­wandel entgegen­steuern. Die Ziele gelten bis 2030 und laufen dann aus.

SELEC_(Southeast_European_Law_Enforcement_Center_/_Sudosteuropaisches_Zentrum_fur_Strafverfolgung)SELEC (Southeast European Law Enforcement Center / Südosteuropäisches Zentrum für Strafverfolgung)

Das Südost­europäische Straf­verfolgungs­zentrum ist eine Organisation, die seit 1999 die Kompetenzen von Polizei und Zoll­behörden zusammenführt, um gegen grenz­überschreitende Kriminalität in Südost­europa vorzugehen. SELEC bietet für Sicherheits­behörden eine Platt­form, um sich durch gegen­seitigen Austausch ein größeres Know‑how im Kampf gegen die organisierte Kriminalität anzueignen.

SENATEUROPE_(Association_of_European_Senates_/_Vereinigung_der_Senate_Europas)SENATEUROPE (Association of European Senates / Vereinigung der Senate Europas)

Die Vereinigung der Senate Europas ist ein Zusammen­schluss von Zweiten Parlaments­kammern europäischer Staaten. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern und das Zwei­kammer­system in der parlamentarischen Demo­kratie zu fördern. Gegründet wurde die Vereinigung der Senate Europas am 8. November 2000 in Paris. Mindestens einmal im Jahr treffen die Mitglieder der mittler­weile 16 teilhabenden zweiten Kammern an wechselnden Orten zusammen.

T

TPNW_(Treaty_on_the_Prohibition_of_Nuclear_Weapons_/_Atomwaffenverbotsvertrag)TPNW (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons / Atomwaffenverbotsvertrag)

Im Herbst 2016 erfolgte der Startschuss für einen Atom­waffen­sperr­vertrag im Rahmen einer Resolution der VN‑General­versammlung. Für Österreich war das Thema eines Atom­waffen­sperr­vertrages von hoher Wichtigkeit, daher gehörte Österreich nicht nur zu den Mitinitiatoren der ersten Konferenz, sondern hat auch den Vertrag rasch unter­schrieben und im Mai 2018 ratifiziert. Am 22. Januar 2021, 90 Tage nach der 50. Ratifizierung, trat der Vertrag in Kraft. Der Vertrag über das Verbot von Kern­waffen öffnet Atom­waffen­staaten einen Weg für die unumkehr­bare und über­prüfbare Beseitigung ihrer Arsenale, dazu kommen Regelungen zur Opfer­hilfe und zur Sanierung von Umwelt­schäden.

U

UNCITRAL_(United_Nations_Commission_on_International_Trade_Law_/_Kommission_der_Vereinten_Nationen_fur_internationales_Handelsrecht)UNCITRAL (United Nations Commission on International Trade Law / Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht)

Die Kommission der Vereinten Nationen für inter­nationales Handels­recht wurde 1966 gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Ziel der Kommission ist, die Vereinheitlichung des inter­nationalen Handels­rechts zu fördern.

UNCTAD_(United_Nations_Conference_on_Trade_and_Development_/_Konferenz_der_Vereinten_Nationen_fur_Handel_und_Entwicklung)UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development / Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung)

Die UNCTAD ist ein ständiges Organ der General­versammlung der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Zu den Mitglied­staaten gehören alle Länder der Vereinten Nationen. Ziel ist es, den Handel zwischen Ländern mit unter­schiedlichem Entwicklungs­stand zu unter­stützen und besonders die Förderung von Entwicklungs­ländern voran zu treiben. UNCTAD war in den 1970er‑Jahren am Nord‑Süd‑Dialog beteiligt und ist ein ständiges, beratendes Organ der Voll­versammlung der Vereinten Nationen.

UNEP_(United_Nations_Environmental_Programme_/_Umweltprogramm_der_Vereinten_Nationen)UNEP (United Nations Environmental Programme / Umweltprogramm der Vereinten Nationen)

Das Umwelt­programm der Vereinten Nationen wurde 1972 gegründet und soll sich für einen schonenden Umgang mit der Umwelt einsetzen sowie die nachhaltige Entwicklung fördern. Das Programm arbeitet mit vielen anderen Organisationen in diesem Bereich zusammen und unterstützt diese. Im Juli 2004 wurde ein Büro des UNEP in Wien eröffnet. Dieses Büro dient auch als Interim‑Büro für die Karpaten­konvention.

UNESCO_(United_Nations_Educational,_Scientific_and_Cultural_Organisation_/_Organisation_der_Vereinten_Nationen_fur_Erziehung,_Wissenschaft_und_Kultur)UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation / Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur)

Die UNESCO ist eine der Sonder­organisationen der Vereinten Nationen. Die Organisation mit Sitz in Paris hat 195 Mitglieder, das Ziel der Organisation ist die Förderung von Erziehung, Wissen­schaft und Kultur. Bekannt wurde die UNESCO durch den Schutz des Welt­kultur- bzw. Welt­naturerbes (in Österreich sind derzeit zehn Stätten auf der Liste des Welterbes verzeichnet).

UNHCR_(United_Nations_High_Commissioner_for_Refugees_/_Hohe_Fluchtlingskommissar_der_Vereinten_Nationen)UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees / Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen)

Der Hohe Flüchtlings­kommissar der Vereinten Nationen steht dem Hoch­kommissariat der Vereinten Nationen vor. Das Hoch­kommissariat und somit auch der Hohe Flüchtlings­kommissar ist mit dem Schutz von Flüchtlingen und Staaten­losen beauftragt. Sitz der Kommissars und des ihn unter­stützenden Hoch­kommissariats ist in Genf.

UNICEF_(United_Nations_Childrens_Fund,_bis_1953_United_Nations_International_Childrens_Emergency_Fund_/_Kinderhilfswerk_der_Vereinten_Nationen)UNICEF (United Nations Children’s Fund, bis 1953 United Nations International Children’s Emergency Fund / Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen)

Das Kinder­hilfs­werk ist eine der Unter­organisationen der Vereinten Nationen und wurde 1946 gegründet, um Kindern in Europa nach dem Zweiten Welt­krieg zu helfen. Der heutige Schwer­punkt der Organisation mit 191 Mitgliedern liegt auf den Entwicklungs­ländern. UNICEF leistet humanitäre Hilfe in Notsituationen und unter­stützt Kinder im weitesten Sinn. Die Organisation tritt zudem für die welt­weite Umsetzung der Kinder­rechts­konvention der Vereinten Nationen ein.

UNIDO_(United_Nations_Industrial_Development_Organisation_/_Organisation_fur_industrielle_Entwicklung)UNIDO (United Nations Industrial Development Organisation / Organisation für industrielle Entwicklung)

Die UNIDO wurde 1966 gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Ziel der Organisation ist die Förderung der inklusiven und nach­haltigen Industrialisierung ihrer Mitglied­staaten.

UNO_(United_Nations_Organisation_/_Vereinte_Nationen)UNO (United Nations Organisation / Vereinte Nationen)

Das Gründungs­dokument der welt­umspannenden Organisation mit derzeit 193 Mitgliedern, die Charta der Vereinten Nationen, wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco unter­zeichnet. Die Haupt­aufgaben der Organisation sind die Wahrung des Welt­friedens und der internationalen Sicherheit, die Entwicklung besserer Beziehungen zwischen den Nationen, die inter­nationale Zusammen­arbeit, die Lösung globaler Probleme und die Förderung der Menschen­rechte. Seit dem 1. Jänner 2017 ist der frühere portugiesische Minister­präsident Antònio Guterres General­sekretär der Vereinten Nationen. Der Hauptsitz der Vereinten Nationen ist New York, daneben gibt es drei weitere Büros in Genf, Wien und Nairobi.

Österreich trat am 14. Dezember 1955 als 70. Mitglied den Vereinten Nationen bei und hat sich seitdem intensiv in dieser Organisation engagiert. Von besonderer Relevanz für Österreich sind die Friedens­sicherung, die Konflikt­prävention und die Stärkung der Menschen­rechte und der Recht­staatlichkeit, der Schutz der Zivil­bevölkerung in bewaffneten Konflikten sowie der Kampf gegen Straf­losigkeit. Ein weiteres prioritäres Thema ist der laufende VN‑Reform­prozess, wo sich Österreich unter anderem konsequent für verbesserte Arbeits­methoden des VN‑Sicherheits­rates einsetzt.

UNODA_(United_Nations_Office_for_Disarmament_Affairs_/_Buro_der_Vereinten_Nationen_fur_Abrustungsfragen)UNODA (United Nations Office for Disarmament Affairs / Büro der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen)

Das Büro der Vereinten Nationen für Abrüstungs­fragen wurde 1988 gegründet, hat seinen Sitz in New York und unterhält ein Büro in Wien. Aufgabe von UNODA ist die Unter­stützung multi­lateraler Bemühungen, die auf eine völlige Abrüstung und deren effektive internationale Kontrolle abzielen. Massen­vernichtungs­waffen (v.a. Nuklear­waffen) stehen im Mittel­punkt der Tätigkeit von UNODA, darüber hinaus beschäftigt sich die Organisation mit den humanitären Folgen konventioneller Waffen und in Entwicklung begriffenen Waffen­technologien (autonome Waffen­systeme).

UNODC_(United_Nations_Office_on_Drugs_and_Crime_/_Buro_der_Vereinten_Nationen_fur_Drogen-_und_Verbrechensbekampfung)UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime / Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung)

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechens­bekämpfung wurde 1997 gegründet, hat seinen Sitz in Wien und unterhält weltweit 21 Verbindungs­büros. Die fünf Schwer­punkt­themen der Organisation sind der Kampf gegen Terrorismus, Korruption und grenz­überschreitende Kriminalität sowie die Unter­stützung der Mitglied­staaten beim Aufbau einer funktionierenden Justiz und bei der Arbeit an einem ausgewogenen und umfassenden Ansatz des Drogen­problems.

UNOOSA_(United_Nations_Office_for_Outer_Space_Affairs_/_Buro_der_Vereinten_Nationen_fur_Weltraumfragen)UNOOSA (United Nations Office for Outer Space Affairs / Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen)

Das Büro der Vereinten Nationen für Welt­raumfragen hat seinen Sitz in Wien (und weitere Nieder­lassungen in Bonn und Peking). Ziel der Organisation ist die Förderung der internationalen Zusammen­arbeit bei der friedlichen Nutzung des Welt­raums.

UNOV_(United_Nations_Office_at_Vienna_/_Buro_der_Vereinten_Nationen_in_Wien)UNOV (United Nations Office at Vienna / Büro der Vereinten Nationen in Wien)

Das Büro der Vereinten Nationen in Wien ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier offiziellen Amts­sitze der Vereinten Nationen. Das UNOV wurde 1980 gegründet , ihm obliegt die Verwaltung derjenigen VN‑Einrichtungen in Wien, die keine eigen­ständige Organisation bilden.

UNRoD_(United_Nations_Register_of_Damage_Caused_by_the_Construction_of_the_Wall_in_the_Occupied_Palestinian_Territory_/_Register_der_Vereinten_Nationen_fur_die_Erfassung_der_durch_den_Bau_der_Mauer_in_dem_besetzten_palastinensischen_Gebiet_verursachten_Schaden)UNRoD (United Nations Register of Damage Caused by the Construction of the Wall in the Occupied Palestinian Territory / Register der Vereinten Nationen für die Erfassung der durch den Bau der Mauer in dem besetzten palästinensischen Gebiet verursachten Schäden)

Das 2007 ins Leben gerufene Register der Vereinten Nationen für die Erfassung der durch den Bau der Mauer in dem besetzten palästinensischen Gebiet verursachten Schäden hat seinen Sitz in Wien. Es ist ein Unterorgan der VN‑General­versammlung und soll Schäden an natürlichen und juristischen Personen dokumentieren, die durch den Mauer­bau an der israelischen Grenze zur West Bank entstanden sind. Das Ziel der Organisation ist, in diesem Konflikt einen Friedens­beitrag zu leisten.

UNSCEAR_(United_Nations_Scientific_Committee_on_the_Effects_of_Atomic_Radiation_/_Wissenschaftliche_Ausschuss_der_Vereinten_Nationen_zur_Untersuchung_der_Auswirkungen_atomarer_Strahlung)UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation / Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung)

Der Wissen­schaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Unter­suchung der Auswirkungen atomarer Strahlung befasst sich mit den Auswirkungen der Atom­technologie und Radio­aktivität. Die im Rahmen von Treffen (zwei Mal pro Jahr) erstellten Berichte dienen als Grund­lage für Empfehlungen zur nationalen Strahlen­schutz­gesetz­gebung.

UNTSO_(United_Nations_Truce_Supervision_Organisation_/_Organisation_der_Vereinten_Nationen_zur_Uberwachung_des_Waffenstillstands)UNTSO (United Nations Truce Supervision Organisation / Organisation der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands)

Die UNTSO wurde im Jahr 1948 gegründet, um die Sicherheits­situation im Nahen Osten zu beobachten. Der UN‑Sicherheits­rat hatte aufgrund der Unruhen nach der Gründung Israels 1948 zur Durch­setzung der Waffen­ruhe die UNTSO entsandt. Mittler­weile gibt es eine Zusammen­arbeit mit United Nations Disengagement Observer Force (UNDOF) auf dem Golan und United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL). Die Büros der UNTSO befinden sich in Jerusalem, Beirut und Damaskus. Auch Österreich nimmt an der UNTSO‑Mission im Nahen Osten teil.

UN_Women_(United_Nations_Entity_for_Gender_Equality_and_the_Empowerment_of_Women_/_Einheit_der_Vereinten_Nationen_fur_Gleichstellung_und_Ermachtigung_der_Frauen)UN Women (United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women / Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen)

Die Einheit der Vereinten Nationen für Gleich­stellung und Ermächtigung der Frauen ist ein Organ der Vereinten Nationen, dessen Gründung die VN‑General­versammlung 2010 einstimmig beschlossen hat. UN Women soll zwischen­staatliche Institutionen wie die VN‑Kommission zur Rechts­stellung der Frau bei der Formulierung von Politiken, globalen Standards und Normen unterstützen, mit der Zivil­gesellschaft zusammen­arbeiten sowie den Mitglied­staaten technisch und finanziell bei der Umsetzung dieser Standards helfen.

UNWTO_(United_Nations_World_Tourism_Organisation_/_Weltorganisation_fur_Tourismus)UNWTO (United Nations World Tourism Organisation / Weltorganisation für Tourismus)

Die Welt­organisation für Tourismus ist eine Sonder­organisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Madrid. Die UNWTO verfolgt als inter­nationales Forum für Tourismus­politik und Schnitt­stelle für zwischen­staatliche Kommunikation das Ziel der Entwicklung eines verantwortlichen, nachhaltigen und universell zugänglichen Tourismus, um zu ökonomischer Entwicklung, inter­nationaler Verständigung, Frieden, Wohl­stand und der Einhaltung der Menschen­rechte beizutragen. Schwer­punkt ist der Tourismus in Entwicklungs­ländern unter Berücksichtigung der SDGs und nach­haltiger Entwicklungs­konzepte.

UPU_(Universal_Postal_Union_/_Weltpostverein)UPU (Universal Postal Union / Weltpostverein)

Der 1874 gegründete Welt­post­verein regelt die inter­nationale Zusammen­arbeit der Post­unternehmen bzw. -behörden und die Rahmen­bedingungen des grenz­überschreitenden Postverkehrs. Der Haup­tsitz des Welt­pos­tvereins ist in Bern. 1947 wurde der Welt­post­verein eine Sonder­organisation der Vereinten Nationen und vereinigt heute 192 Mitglied­staaten. Österreich trat der Organisation bereits 1875 bei.

USMCA_(United_States__Mexico__Canada_Agreement_/_Freihandelsabkommen_USA__Mexiko__Kanada)USMCA (United States – Mexico – Canada Agreement / Freihandelsabkommen USA – Mexiko – Kanada)

Dieses Freihandels­abkommen wurde zwischen den drei genannten Staaten 2018 unterzeichnet und trat 2020 in Kraft. Es ersetzt das 1994 abgeschlossene frühere Abkommen NAFTA (North American Free Trade Agreement).

V

Visegrad-GruppeVisegrád-Gruppe

Die Visegrád‑Gruppe ist eine regionale Gruppierung von vier Ländern in Mittel­europa (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn), die 1991 in der ungarischen Stadt Visegrád gegründet wurde, um den Beitritt der vier Staaten zur EU zu fördern. Die Staaten halten regel­mäßige Konsultationen zu einer breiten Palette an Themen ab, die einzige gemeinsame Institution ist der in Bratislava ansässige Visegrád‑Fonds. Die Zusammen­arbeit mit Österreich erfolgt im Format Visegrád plus.

W

Wassenaar_AbkommenWassenaar Abkommen

Das Abkommen wurde 1995 in Wassenaar (Niederlande) ausverhandelt und 1996 in Wien unterzeichnet, es ist ein Inter­nationales Abkommen mit 42 Mitgliedern. Ziele des Abkommens sind die Erhöhung der Transparenz und ein verantwortungs­volles Verhalten bei Exporten von konventionellen Rüstungs­gütern und Dual‑Use‑Gütern (Waren, Software und Technologie, die für zivile und für militärische Verwendung geeignet sind). Weitere Ziele sind, destabilisierende Anhäufungen von Waffen und deren Erwerb durch Terrorist:innen zu verhindern. Das Sekretariat des Wassenaar Abkommens ist in Wien angesiedelt.

WCO_(World_Customs_Organisation_/_Weltzollorganisation)WCO (World Customs Organisation / Weltzollorganisation)

Die WCO ist eine inter­nationale Organisation mit Sitz in Brüssel, deren Ziel es ist, die Zoll­formalitäten zwischen den teil­nehmenden Ländern zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Die Organisation wurde im Jahr 1952 gegründet und soll den inter­nationalen Handel erleichtern sowie die gerechte Einhebung von Zöllen fördern.

WFP_(World_Food_Programme_/_Welternahrungsprogramm)WFP (World Food Programme / Welternährungsprogramm)

Das Welt­ernährungs­programm der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom ist eine gemeinsam von der VN‑General­versammlung und der Ernährungs- und Land­wirtschafts­organisation der Vereinten Nationen (FAO) getragene humanitäre Einrichtung und die wichtigste Institution der Vereinten Nationen im Kampf gegen den globalen Hunger. Das WFP versorgt nach Natur­katastrophen, Dürren oder gewalt­tätigen Konflikten Menschen in Not mit Nahrungs­mitteln. Zudem hilft das WFP durch Entwicklungs­projekte Menschen in Gebieten mit dauerhaft schlechter Ernährungs­lage. 2020 erhielt die Organisation den Friedens­nobel­preis.

WHO_(World_Health_Organisation_/_Weltgesundheitsorganisation)WHO (World Health Organisation / Weltgesundheitsorganisation)

Die 1948 gegründete Welt­gesundheits­organisation hat ihren Sitz in Genf und zählt 194 Mitglied­staaten. Ziel der WHO ist, alle Mitglied­staaten zu unter­stützen, einen möglichst hohen Gesundheits­zustand ihrer Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und die nationalen Gesundheits­systeme zu koordinieren. Die WHO hat von allen VN‑Sonder­organisationen das höchste Budget und trat während der COVID‑19 Pandemie verstärkt in den Vorder­grund. Im Juli 2020 traten die USA aus der WHO aus, als Grund dafür war die mangelnde Bereit­schaft der Organisation zu Reformen genannt.

WIPO_(World_Intellectual_Property_Organisation_/_Weltorganisation_fur_geistiges_Eigentum)WIPO (World Intellectual Property Organisation / Weltorganisation für geistiges Eigentum)

Die Welt­organisation für geistiges Eigentum wurde am 14. Juli 1967 durch das Stock­holmer Über­einkommen zur Errichtung der Welt­organisation für geistiges Eigentum als Nach­folgerin des seit 1883 bestehenden Büros zum Schutz des geistigen Eigentums gegründet. Das Ziel der Organisation liegt darin, Rechte an immateriellen Gütern welt­weit zu fördern. 1974 wurde die WIPO Teil­organisation der Vereinten Nationen. Die Organisation hat ihren Sitz in Genf.

WMO_(World_Meteorological_Organisation_/_Weltorganisation_fur_Meteorologie)WMO (World Meteorological Organisation / Weltorganisation für Meteorologie)

Die Welt­organisation für Meteorologie ist eine Sonder­organisation der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz ist Genf. Ihre Ziele sind vor allem Kooperation zwischen Wetter­stationen sowie die Förderung der Forschung und Ausbildung in der Meteorologie. Die WMO hat sich mit dem Umwelt­programm der Vereinten Nationen zusammen­geschlossen und das Inter­governmental Panel on Climate Change (IPCC) gebildet. Das IPCC (auch bekannt als „Welt­klimarat“) hat im Jahr 2007 gemeinsam mit Al Gore den Friedens­nobel­preis erhalten.

Worldbank_Group_(Weltbank_Gruppe)Worldbank Group (Weltbank Gruppe)

Der Sitz der Welt­bank Gruppe ist in Washington, sie wurde 1945 gegründet, um den Wieder­aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zu finanzieren. Die Gruppe umfasst heute fünf Organisationen mit eigener Rechts­persönlichkeit: Internationale Bank für Wieder­aufbau und Entwicklung, Internationale Entwicklungs­organisation, Internationale Finanz­kooperation, Multilaterale Investitions‑Garantie‑Agentur, Internationales Zentrum für die Beilegung von Investitions­streitigkeiten.

WTO_(World_Trade_Organisation_/_Welthandelsorganisation)WTO (World Trade Organisation / Welthandelsorganisation)

Die Welt­handels­organisation ist eine internationale Organisation, die 1994 gegründet wurde und ihren Sitz in Genf hat. Sie hat aktuell insgesamt 164 Mitglieder und befasst sich mit der Regelung von internationalen Wirtschafts- und Handels­beziehungen. Die WTO ist eine der zentralen Organisationen, die Handels- und Wirtschafts­politik auf welt­weiter Ebene verhandelt. Alle WTO‑Mit­glieder verpflichteten sich zur Einhaltung bestimmter Grund­regeln bei der Gestaltung ihrer Außen­handels­beziehungen (Abbau von Zöllen und Handels­hemmnissen, sozio‑ökonomische Ziele).