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Aktueller Tipp Oktober 2019 – 150 Jahre Parlaments­bibliothek

Anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Parlamentsbibliothek wird am 22. Oktober im Rahmen des Literaturfestivals „Österreich liest“ die Festschrift „Zu Wort gemeldet ist ... DAS BUCH“ präsentiert.

Die Parlamentsbibliothek wird anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens auf besondere Art und Weise gefeiert. 35 Autorinnen und Autoren aus Politik, Wissenschaft, Medien und Kunst haben »ihr« Buch aus den mehr als 370 000 Bänden der reichen Sammlung ausgesucht, um darüber zu schreiben. Ihre Beiträge gehen über klassische Rezensionen hinaus. Sie vermitteln eindrücklich Beschaffenheit und Lebendigkeit des Bibliotheksbestandes, geben Lektüreempfehlungen und führen exemplarisch die Aktualität von Geschichte und die Wichtigkeit politischer Debatten vor Augen. Die Festschrift ist ein Buch über Bücher, über Parlamentarismus und Demokratie.

Zu Wort gemeldet ist ... DAS BUCH : 150 Jahre Parlamentsbibliothek / herausgegeben von der Parlamentsdirektion - Salzburg : Residenz Verlag, 2019. - 262 Seiten Bestellen Verlagsinformation

Philipp Ther, Keynote Speaker bei der Festveranstaltung „150 Jahre Parlamentsbibliothek“ hat soeben sein neues Buch „Das andere Ende der Geschichte : über die große Transformation“ veröffentlicht. Anknüpfend an Karl Polanyis bahnbrechendes Buch „The Great Transformation“ analysiert der Sozialhistoriker Philipp Ther die rasanten Veränderungen seit 1989.

Der Titel seiner Keynotespeech lautet „Die Demokratisierung des späten Habsburgerreiches und die Transformationen Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert". Philipp Ther skizziert seine Rede folgendermaßen: „Der Vortrag zeigt zunächst die Errungenschaften bei der Demokratisierung des multinationalen Habsburgerreiches, auf denen auch die Gründung der Parlamentsbibliothek beruhte, und deren Grenzen, insbesondere auf lokaler Ebene. Anschließend geht es um die politischen und sozio-ökonomischen Transformationen nach dem Zerfall des Reiches im Jahr 1918. Die Gründung der Nachfolgestaaten brachte zunächst einen Demokratisierungsschub mit sich, doch wirtschaftliche Verwerfungen und politische Erblasten der Monarchie begünstigten den Aufstieg rechtsnationalistischer und autoritärer Regimes. Nach 1989 waren die Voraussetzungen für eine Demokratisierung weit besser. Die doppelte Transition zu einer liberalen Demokratie mit einer freien Marktwirtschaft, wie sie von dem Politologen Francis Fukuyama, dem neoliberalen Ökonom Milton Friedman und zahlreichen Transformationsforschern gedacht wurde, erwies sich jedoch als Illusion. Der globalisierte Kapitalismus erzeugte Krisen, Ängste und Gegenbewegungen, die sich seit einigen Jahren gegen die parlamentarische Demokratie richten.“

Anmeldung zur Veranstaltung