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Quadriga

Diese Veranstaltungsreihe hat das Ziel, Bücher aus den Bereichen Politik und Zeitgeschichte, Recht und Wirtschaft sowie Kunst, Kultur und Literatur dem Publikum vorzustellen. Über die Werke diskutieren wechselnde Gäste am Podium.

Unterpunkte anzeigen Quadriga 16: UNGARN. Quo vadis?

Wir blicken über die Grenze nach Ungarn und sehen die Entwicklung bei unserem östlichen Nachbarn. Konsequent, ob im eigenen Land oder von außen, setzt der nationalkonservative Ministerpräsident Viktor Orbán seine Reformpolitik unbeirrt fort und er baut das Land nach seinen Vorstellungen um. Es stellen sich Fragen, denen dieser Diskussionsabend nachgehen will: Wo steht Ungarn politisch, wohin wird es sich voraussichtlich entwickeln? Wie bedenklich sind die erkennbaren und vermuteten Tendenzen? Und welche Auswirkungen hat deren Politik für Kunst und Kultur, für Meinung und Bildung, für das gesellschaftliche Klima, nicht zuletzt auch für Europa? Und: Wie verhält sich die Europäische Union – ist sie sensibel genug oder müsste sie initiativer werden? Zu Wort kommen ausgewiesene Ungarn-KennerInnen, die keine oberflächlichen Ferndiagnosen erstellen und keine Klischees strapazieren, sondern differenziert urteilen.

Darüber diskutierte Roland Adrowitzer mit seinen Gästen am Dienstag, 14.10.2014, im Palais Epstein.

Folgende Publikationen bildeten die Diskussionsgrundlage:

  • Roland Adrowitzer/Ernst Gelegs: Schöne Grüße aus dem Orbán-Land. Die rechte Revolution in Ungarn. Verlagsgruppe Styria 2013.
  • Ágnes Heller: Die Welt der Vorurteile: Geschichte und Grundlagen für Menschliches und Unmenschliches.Edition Konturen 2014.
  • Lajos Parti Nagy: Der wogende Balaton. Aus dem Ungarischen von György Buda. Nischen Verlag 2012.
  • György Konrád: Europa und die Nationalstaaten. Essay, aus dem Ungarischen übersetzt von Hans-Henning Paetzke, Suhrkamp 2013.

Am Podium zu Gast:

  • Ágnes Heller: Philosophin, Budapest
  • Mag. Ernst Gelegs: Journalist, Leitung ORF-Osteuropabüro
  • Lajos Parti Nagy: Autor, Budapest

Moderation:

  • Dr. Roland Adrowitzer (ORF)

Unterpunkte anzeigen Quadriga 15: Nachhaltigkeit. Ein Begriff und viele Irrtümer.

Kaum ein Begriff ist in den vergangenen Jahren in der Sprache der Wirtschaft, der Politik und der Medien so bestimmend wie "Nachhaltigkeit". Es geht darum, nachfolgenden Generationen die Sicherheit zu geben, über jene Ressourcen zu verfügen, die weiterhin Wohlstand und Wachstum garantieren. In der Theorie zumindest. In der Praxis ist der omnipräsente Nachhaltigkeitsdiskurs der Versuch, die Ressourcenverschwendung der Gegenwart durch ein auf eine unbestimmte Zukunft gerichtetes Handeln schönzureden. Global gesehen gibt es nämlich weder ökonomisch noch ökologisch oder politisch brauchbare Strategien, die über kurzfristige Zeiträume hinausreichen. Jedenfalls nicht unter den Spielregeln des Marktes. Denn die, so heißt es im aktuellen Bericht an den Club of Rome, führen zur Selbstzerstörung der Marktwirtschaft, wie wir sie kennen.

Darüber diskutierten Zita Bereuter und Peter Zimmermann mit ihren Gästen am Mittwoch, 17.4.2013, im Palais Epstein.

Folgende Werke sind diesmal Diskussionsgrundlage:

  • Ulrich Grober: Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs. A. Kunstmann Verlag 2013
  • Jürgen Reuß, Cosima Dannoritzer: Kaufen für die Müllhalde. Das Prinzip der Geplanten Obsoleszenz. Orange Press 2013
  • Jorgen Randers (Hg): 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome: Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre. Oekom 2012
  • Hans-Jörg Bullinger, Brigitte Röthlein: Morgenstadt. Wie wir morgen leben. Lösungen für das urbane Leben der Zukunft. Hanser 2012

Am Podium zu Gast:

  • Jürgen Reuß: freier Journalist, Übersetzer und Autor (Freiburg)
  • Brigitte Röthlein: Physikerin, Journalistin, Autorin (München)
  • Karl Wagner: Director of External Relations, International Centre of the Club of Rome (Winterthur)

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 14: Die goldene Mitte? Die Entwicklung der Mittelschicht

Laut einer Studie der Arbeiterkammer empfinden sich 95 Prozent der Menschen im deutschen Sprachraum der Mittelschicht zugehörig, 4 Prozent zählen sich zur Unterschicht und nur 0,4 Prozent zur Oberschicht – subjektive Einschätzungen, die wenig mit der tatsächlichen Verortung in einer Gesellschaft zu tun haben. Die Mittelschicht gilt aufgrund ihrer Leistungsorientiertheit als Motor der Wirtschaft. Sie ist von Erwerbsarbeit abhängig, fehlen doch Vermögenswerte, die ein Auskommen über lange Zeit garantieren würden. Wer sich der Mittelschicht zurechnet, empfindet sich einerseits als gefährdet, nach unten abzurutschen, andererseits gibt es eine klare Solidarisierung mit der Oberschicht, der man zugehören möchte – doch die Aufstiegskanäle werden dünner, schreibt der Soziologe Steffen Mau. Die Mittelschicht reagiere mit Abgrenzung und Schließung nach unten und verbarrikadiere sich im Turm ihrer verbleibenden Privilegien. Sparpolitik, Sozialabbau, arbeitsrechtliche Veränderungen, Steuererhöhungen: Klar ist, dass die Träger gesellschaftlicher Stabilität immer mehr Lasten stemmen müssen. Ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht, wie Kathrin Fischer in ihrem Buch "Generation Laminat – mit uns beginnt der Abstieg" meint? Oder müssen wir uns einfach von gewohnten Sicherheiten verabschieden und den Begriff der Mitte neu verhandeln?

Darüber diskutierten Zita Bereuter und Peter Zimmermann am Mittwoch, 12.12.2012 im Palais Epstein mit ihren Gästen.

Folgende Werke wurden vorgestellt und dienten als Diskussionsgrundlage:

  • Kathrin Fischer: Generation Laminat. Mit uns beginnt der Abstieg – und was wir dagegen tun müssen. Knaus Verlag 2012
  • Steffen Mau: Lebenschancen. Wohin driftet die Mittelschicht? Edition Suhrkamp 2012
  • Markus Marterbauer: Zahlen bitte! Die Kosten der Krise tragen wir alle. Deuticke Verlag 2011
  • John Lanchester: Kapital. (Aus dem Englischen von Dorothee Merkel). Klett Cotta 2012

Am Podium zu Gast:

  • Kathrin Fischer: Autorin, Journalistin (Flensburg)
  • Markus Marterbauer: Wirtschaftswissenschaftler (Wien)
  • Steffen Mau: Soziologe (Bremen)

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 13: Der Wert der Bildung

Was ist uns Bildung wert und wer profitiert von ihr? Hat Bildung ihren Preis oder ist sie ein allgemein verfügbares Gut? Im politischen Diskurs wird der Wert der Bildung hoch veranschlagt, sie gilt als Schlüssel zu Wohlstand und Freiheit, doch im politischen Alltag ist Bildung auch ideologisches Kampfgebiet: einerseits hat man Bildungseliten im Sinn, andererseits möchte man möglichst alle am Bildungssystem teilhaben lassen. Von einer Spaltung der Gesellschaft sprechen die KritikerInnen der einen, von der Durchschnittsfalle die KritikerInnen der anderen. Die sich am Elitedenken orientierende, jedoch von offenen Bildungsinstitutionen profitierende Mittelschicht gerät in Bildungspanik, meint der Soziologe Heinz Bude, weil vor allem auf dem Feld der Bildung scheinbares und offensichtliches Müssen, Können, Wollen und Sollen für Verwirrung sorgen. Und niemand ist da, um den Knoten zu lösen.

Darüber diskutierten Zita Bereuter und Peter Zimmermann am Dienstag, 25.9.2012 im Palais Epstein mit ihren Gästen.

Folgende Werke dienten als Diskussionsgrundlage:

  • Heinz Bude: Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet. Hanser (2011)
  • Renate Girmes: Der Wert der Bildung. Schöningh (2012)
  • Markus Hengstschläger: Die Durchschnittsfalle. EcoWin (2012)
  • Alfred North Whitehead: Die Ziele von Erziehung und Bildung und andere Essays. Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Christoph Kann und Dennis Sölch. Suhrkamp (2012)

Am Podium zu Gast:

  • Heinz Bude: Soziologe, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel
  • Renate Girmes: Erziehungswissenschaftlerin, Lehrstuhlleitung für Allgemeine Didaktik und Theorie der Schule an der Universität Magdeburg
  • Konrad Paul Liessmann: Philosoph und Essayist, Vizedekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Wien

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 12: Erinnern als gesellschaftlicher Prozess

Der Engel des Vergessens dürfte vergessen haben, die Spuren der Vergangenheit aus meinem Gedächtnis zu tilgen, schreibt Maja Haderlap in ihrem Roman Engel des Vergessens. Diese Spuren der Vergangenheit, auch wenn sie von einzelnen Personen erinnert werden, sind Teil gesellschaftlicher Prozesse – mitunter sogar deren Motor. Das Erinnern – mit all seinen Auslassungen, Fehlinterpretationen, Ausschmückungen und Verfälschungen – verdichtet sich zu einer Kultur der Erinnerung.

Erinnerungskultur ist ein junger Begriff im kulturellen und wissenschaftlichen Diskurs. Es geht dabei um den kollektiven Umgang mit Vergangenheit und deren Deutung in der Gegenwart. Es geht aber auch darum, wie erinnert wird und welche Zeichen gesetzt werden, um das Vergangene, das Gegenwärtige und das Zukünftige zu verbinden.

Geschichte ist ein Prozess und nicht eine Abfolge von Ereignissen, nur so könne man aus ihr lernen, schreiben Dana Giesecke und Harald Welzer. Deswegen sei es auch wichtig, die Geschichte des Holocaust vom Anfang her zu erzählen und nicht von seinem Ende: weil er dann aus dem Status eines unvorstellbaren Ereignisses in jenen eines historisch jederzeit Möglichen transformiert wird.

Darüber diskutierten Zita Bereuter und Peter Zimmermann am 31. Mai 2012 im Palais Epstein mit ihren Gästen.

Folgende Werke wurden diesmal präsentiert:

  • Dana Giesecke, Harald Welzer: Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur. Edition Körber-Stiftung (2012)
  • Maja Haderlap: Engel des Vergessens. Wallstein Verlag (2011)
  • Katharina Sasso: Nicht nur in Worten, auch in Taten. Die Erinnerungen der Katharina Sasso. (Hörbuch) Supposé Verlag (2012)
  • Maria Halmer, Anton Pelinka, Karl Semlitsch (Hg.): Was bleibt von der Shoah? Braumüller Verlag (2012)

Am Podium waren zu Gast:

  • Klaus Mihacek, Psychiater und Neurologe, Ärztlicher Leiter des psychosozialen Zentrums ESRA
  • Lisa Rettl, Historikerin und Kuratorin
  • Katharina Sasso, Widerstandskämpferin

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 11: Der arabische Raum im Umbruch

Im Dezember 2010 begann in Tunesien eine politische Entwicklung, die in den Folgemonaten eine Reihe anderer arabischer Staaten erfasst hat: ein Aufstand von unten gegen korrupte autoritäre Regime. Von Tunesien sprang der Funke der Revolution über nach Libyen und Ägypten, wo bis zu zwei Millionen Menschen demonstrierten. Innerhalb weniger Monate änderten sich die Machtverhältnisse - mehr oder weniger gewalttätig. Aber haben sie sich wirklich geändert? Inwieweit war diese Revolution vorhersehbar? Welche Bedeutung hatten die Medien, Blogs, Facebook und Twitter? Was hat sich seit der Revolution verändert? Sind die gegenwärtigen vereinzelten Unruhen nur kleine Nachbeben? Welche Perspektiven bieten sich in den arabischen Ländern?

Mit Experten wie der NZZ-Korrespondentin Kristina Bergmann, dem Übersetzer und Fachmann für arabische Literatur, Hartmut Fähndrich und dem ORF-Korrespondenten Karim El-Gawhary diskutierten Zita Bereuter und Peter Zimmermann über Hintergründe und Perspektiven.

Folgende Werke wurden präsentiert:

  • Wael Ghonim: Revolution 2.0. Wie wir mit der ägyptischen Revolution die Welt verändern. Econ Verlag (2012)
  • Kristina Bergmann: Tausendundeine Revolution: Die arabische Welt im Umbruch. Lenos Verlag (2012)
  • Karim El-Gawhary: Tagebuch der arabischen Revolution. Der arabischen Frühling live! Verlag Kremayr & Scheriau (2010)
  • Nagib Machfus: Das junge Kairo. Übersetzung von Hartmut Fähndrich. Unionsverlag (2011)

Am Podium waren zu Gast:

  • Kristina Bergmann: Korrespondentin der NZZ in Kairo
  • Hartmut Fähndrich: Arabist, Übersetzer und Autor
  • Karim El-Gawhary: Leiter des ORF Büros in Kairo, Autor

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 10: Die Versprechen der Schönheit

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, ist vergänglich und gilt dennoch für immer mehr Menschen als oberstes Ziel. Versprechen der Beauty-Industrie gibt es für fast alle Körperteile, und längst wird nicht nur im Showbusiness, sondern quer durch die Berufs- und Gesellschaftsschichten bis in die Politik in Sachen äußerer Schönheit korrigiert und nachgeholfen. Individualität wird zugunsten von Schönheitsidealen aufgegeben. Welche kulturellen Werte und gesellschaftlichen Strukturen spiegeln sich in diesen Schönheitsidealen? Über den "Ursprung von Schönheit", "Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne", "Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen" und "Die Versprechen der Beauty-Industrie" diskutierten wir in der Quadriga 10.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Hans Weiss, Ingeborg Lackinger Karger: Schönheit. Die Versprechen der Beauty-Industrie. Deuticke (2011)
  • Josef H. Reichholf: Der Ursprung von Schönheit. C.H. Beck (2011)
  • Annelie Ramsbrock: Korrigierte Körper – Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne. Wallstein (2011)
  • Natasha Walter: Living Dolls. Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen. Krüger (2011)

Am Podium zu Gast:

  • Waltraud Posch: Soziologin, Autorin
  • Annelie Ramsbrock: Kulturhistorikerin, Autorin
  • Edvin Turkof: Facharzt für Plastische Chirurgie
  • Hans Weiss: Autor, Journalist

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 09: Das Ende des Privaten

Seit dem 19. Jahrhundert waren Räume des Privaten wesentlicher Bestandteil der bürgerlichen Gesellschaft: Nischen, die sich der öffentlichen Kontrolle entziehen, die es dem Einzelnen möglich machen, buchstäblich bei sich zu sein. Das Internet hat die Grenze zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen durchlässig gemacht; digitale Soziale Netzwerke vermitteln die Illusion einer Gemeinschaft, in der man sein Innerstes offenlegt. Was hat diese vermeintliche Demokratisierung der Öffentlichkeit zur Folge? Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn das Individuum ständig sichtbar und durchsichtig ist?

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Miriam Meckel: NEXT. Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns. Rowohlt (2011)
  • Viktor Mayer-Schönberger: Delete. Berlin University Press (2010)
  • Christian Stöcker: Nerd Attack! DVA Verlag (2011)
  • Constanze Kurz, Frank Rieger: Die Datenfresser. Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen. S. Fischer Verlag (2011)

Am Podium zu Gast:

  • Miriam Meckel: Kommunikationswissenschaftlerin, Publizistin, Direktorin am Institut für Medien – und Kommunikations-management an der Universität St. Gallen
  • Viktor Mayer-Schönberger: Jurist, Softwareunternehmer, Autor, Professor in Singapur, Harvard und derzeit am Institute Internet Governance and Regulation in Oxford
  • Christian Stöcker: Psychologe, Journalist, Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 08: Verirren

In unseren Breitengraden gilt der direkte kürzeste Weg als der einzig wahre. The Only Way Is Up! ist auch bloß eine Botschaft von gestern, die nur dazu geführt hat, dass Menschen über ihre Grenzen gehen. Dabei ist es oft besser, einen Umweg zu gehen, wenn man etwas Bestimmtes erreichen will. Darauf weisen vermehrt PsychologInnen, PhilosophInnen oder auch ManagementberaterInnen hin: Viele Ziele erreicht man leichter, wenn man die Kunst des Umwegs beherrscht und manche Dinge findet man erst, wenn man sich verirrt hat. Und nicht nur das. Es geht in diesem Zusammenhang auch um die Bedeutung des "Abschalten-Könnens" und der Regeneration. Um Muße, darum, sich frei zu machen, sich treiben zu lassen, um irgendwohin zu kommen, wo man vielleicht nie hin wollte. Aber wenn man einmal da ist, kann man das als unvermutetes Glück empfinden.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • John Kay: Obliquity. Die Kunst des Umwegs. DTV (2011)
  • Rebekka Reinhard: Odysseus oder Die Kunst des Irrens: Philosophische Anstiftung zur Neugier. Ludwig Verlag (2010)
  • Kathrin Passig, Aleks Scholz: Verirren. Eine Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. Rowohlt.Berlin Verlag (2010)
  • Ulrich Schnabel: Muße. Vom Glück des Nichtstuns. Blessing Verlag (2010)

Am Podium zu Gast:

  • Rebekka Reinhard, Philosophin, München
  • Kathrin Passig, Autorin, Berlin
  • Christine Altstötter-Gleich, Psychologin, Koblenz
  • Gerhard Schwarz, Journalist, Philosoph, Gruppendynamik-Trainer, Wien

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 07: Natürlich Essen

Unter dem Titel "Natürlich Essen." diskutierten am 17. März 2011 ExpertInnen am Podium über Ernährung, Lebensmittel und deren Produktion, die nach Möglichkeit nachhaltig erfolgen soll. Bio ist die kurze und vieldeutige Formel, die der moderne Konsument auf der Ware aufgeprägt sehen möchte, die im Einkaufskorb und letztlich im Magen landet. Und was lange Zeit nur die Kleinhändler im Angebot hatten, liefert auch schon jede Supermarktkette: Bio in unterschiedlichen Preisklassen und für jeden Geschmack.

Doch wovon sprechen wir, wenn wir von Essen sprechen? Und warum soll essen mehr sein als Nahrungsaufnahme – also etwa auch Haltung, Ideologie, Konsumkritik oder gar Genuss?

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Karen Duve: Anständig essen. Galiani Berlin 2011
  • Hans Ulrich Grimm: Der Bio-Bluff. Der schöne Traum vom natürlichen Essen. Hirzel 2011
  • Tanja Busse: Die Ernährungsdiktatur: Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt. Blessing 2010
  • Wolfram Siebeck: Wolfram Siebeck isst unterwegs. Residenz 2011

Am Podium diskutierten:

  • Hans Ulrich Grimm, Journalist, Autor und Geschäftsführer von Dr. Watson Der Food Detektiv
  • Werner Lampert, Biopionier in Österreich und Autor
  • Petra Lehner, Ernährungswissenschaftlerin und Vorsitzende der Nationalen Ernährungskommission
  • Wolfram Siebeck, kulinarischer Kolumnist

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 06: Geben und Nehmen

Unter dem Titel "Geben und Nehmen" diskutierten am 25. November 2010 die ExpertInnen am Podium über Altruismus versus Egoismus und über die Tatsache, dass Jahr für Jahr Milliardenbeträge in nationale und internationale Hilfsprojekte fließen. Eine ganze Hilfsindustrie ist auf diese Weise entstanden, deren Tätigkeit allerdings laut Kritikern weniger mit Altruismus zu tun hat als mit Marktanteilen und Aufmerksamkeit. Einen genauen Bericht zu QUADRIGA 06 entnehmen Sie bitte der Meldung der Parlamentskorrespondenz.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Stefan Klein: Der Sinn des Gebens, S. Fischer, 2010
  • Linda Polman: Die Mitleidsindustrie. Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen, Campus, 2010
  • Martin Schenk, Michaela Moser: Es reicht! Für alle!, Deuticke, 2010
  • Helmut Spudich: Reich und gut. Wie Bill Gates und Co. die Welt retten, Ueberreuter, 2010

Am Podium diskutierten:

  • Monika Kalcsics, freie Journalistin und Katastrophenhelferin der Caritas
  • Stefan Klein, Wissenschaftsautor, Physiker, Philosoph
  • Martin Schenk, Sozialexperte, Mitinitiator der Armutskonferenz
  • Helmut Spudich, Autor und Wirtschaftsredakteur der Tageszeitung Der Standard

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 05: Die Entdeckung des Menschen

Die fünfte Veranstaltung dieser Reihe am 30. September 2010 beschäftigte sich unter dem Titel "Die Entdeckung des Menschen – Möglichkeiten einer neuen demokratischen Kultur?" unter anderem mit den Chancen, die aus einer zunehmenden Betonung menschlicher Qualitäten, Werte und Moralvorstellungen erwachsen können.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Thomas Macho: Das Leben ist ungerecht, Residenz, Oktober 2010
  • Susan Neiman: Moralische Klarheit. Leitfaden für erwachsene Idealisten, Hamburger Edition, September 2010
  • Jeremy Rifkin: Die empathische Zivilisation. Wege zu einem globalen Bewusstsein, Campus, Jänner 2010
  • Axel Hacke, Giovanni di Lorenzo: Wofür stehst du? Die Werte unseres Lebens – eine Suche, Kiepenheuer & Witsch, September 2010

Am Podium waren anwesend:

  • Ulrich H. J. Körtner, evangelischer Theologe und Medizinethiker, Wissenschaftler des Jahres 2001
  • Thomas Macho, Kulturwissenschaftler und Philosoph, Direktor des Instituts für Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin
  • Susan Neiman, amerikanische Philosophin, Direktorin des Einstein Forum Potsdam
  • Franz Schuh, Schriftsteller und Essayist
  • die beiden KuratorInnen Peter Zimmermann (Ö1) und Zita Bereuter (FM4)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 04: Das Ende des Konsums

Nur eine radikale Wende beim Konsumverhalten kann die Erde noch vor einem ökologischen Zusammenbruch retten. Diese Erkenntnis einer Studie des US-Institut Worldwatch war am 27. Mai 2010 Ausgang einer neuerlichen Diskussionsrunde im Rahmen der Buchpräsentationsreihe Quadriga. Nachdem die Staaten beim Klimawandel versagt hätten, so die Autoren der Studie, könne nur noch ein allgemeiner Wertewandel weg vom Konsumzwang hin zur Nachhaltigkeit helfen. Die Gäste von Zita Bereuter und Peter Zimmermann widmeten sich den Themen Nachhaltigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Gemeinschaftlichkeit, Verantwortung und Ende des Profitdenkens einerseits, plädierten für eine stärkere Einmischung des Konsumenten in die Produktion und sprachen andererseits auch über die diesmal vorgestellten Bücher.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionbasis:

  • Michael Hardt, Antonio Negri: Common Wealth. Das Ende des Eigentums, Campus Verlag
  • Zygmunt Bauman: Leben als Konsum, Hamburger Edition
  • Birgit Blättel-Mink, Kai-Uwe Hellmann (Hg.): Prosumer Revisited. Zur Aktualität einer Debatte, Verlag für Sozialwissenschaften
  • BEIGEWUM/Attac (Hg.): Mythen der Krise, VSA

Am Podium diskutierten:

  • Johannes Gutmann Unternehmer, Gründer der Sonnentor KräuterhandelsgesmbH, Zwettl
  • Helene Schuberth Österreichische Nationalbank, Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM), Wien
  • Kai-Uwe Hellmann Konsumsoziologe, Privatdozent am Institut für Soziologie an der TU Berlin
  • Kathrin Hartmann Journalistin, München

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4), Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 03: Die Arbeit und ihr Preis

Arbeit, hieß es in der Zeit des Wirtschaftsaufschwungs der sechziger und siebziger Jahre, schaffe Wohlstand, Sicherheit und Identität.

Neuerscheinungen, die jeweils ein Thema aus den Bereichen Politik und Zeitgeschichte, Recht und Wirtschaft, sowie Kunst, Kultur und Literatur behandeln, werden gemeinsam vorgestellt und diskutiert. Mit dieser Form der Präsentation möchte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Themen der Zeit diskutieren, die nicht ausschließlich tagespolitischen Charakter haben, und damit auch den Blick erweitern. Die Veranstaltungen sind öffentlich, die Moderation haben die Rundfunkjournalistin Zita Bereuter (FM4) und ihr Kollege Peter Zimmermann (Ö1) übernommen. Der Titel der Reihe nimmt auf die bronzenen Pferdegespanne mit der Siegesgöttin Nike auf dem Parlamentsdach Bezug.

Zum Auftakt hat man sich ein brisantes und auch vor dem Hintergrund des laufenden Untersuchungsausschusses aktuelles Thema vorgenommen: "Überwachung – Bespitzelung – Sicherheit". Dabei wurde das Spannungsverhältnis zwischen berechtigtem Sicherheitsbedürfnis und Einschränkung der persönlichen Freiheit, zwischen Überwachungsstaat und Abbau von Bürgerrechten beleuchtet. Man ging der Frage nach: Was geschieht mit all den Daten, wer verwaltet sie, wer garantiert, dass das, was heute als unverdächtig gilt, sich nicht morgen gegen den Einzelnen richtet? Wie viel Kontrolle ist uns unsere Sicherheit wert?

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Gunter Dueck: Aufbrechen! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen. Eichborn Verlag
  • David Pfeifer: Der Strand der Dinge. DuMont Buchverlag
  • Ulrike Schramm-de Robertis, Daniel Behruzi: Ihr kriegt mich nicht klein! Eine Discounter-Angestellte kämpft um ihre Rechte. KiWi Verlag
  • Felix Heidenreich, Jean C. Monod, Angela Osten (Hg.): Arbeit neu denken. LIT Verlag

Am Podium diskutierten:

  • Dr. Herbert Buchinger, Vorstand des Arbeitsmarktservice
  • Dr.in Katharina Fischer-Ledenice, Leiterin des Hernstein Institut für Management und Leadership
  • Holm Friebe, Trendforscher und Autor von "Wir nennen es Arbeit" und "Marke Eigenbau"
  • Ulrike Schramm-de Robertis Verkäuferin, Filialleiterin und Autorin von "Ihr kriegt mich nicht klein!"

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 02: Nach 89. Ende der Utopien …?

Im Mittelpunkt dieser öffentlichen Buchpräsentation mit anschließender Diskussion stand das aktuelle Thema: "Nach 89. Ende der Utopien oder Anfang einer neuen Weltordnung?"

Mit der Veranstaltungsreihe Quadriga möchte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Themen der Zeit diskutieren, die nicht ausschließlich tagespolitischen Charakter haben, und damit auch den Blick erweitern. Bücher aus den Bereichen Politik und Zeitgeschichte, Recht und Wirtschaft, sowie Kunst, Kultur und Literatur werden vor Publikum vorgestellt und diskutiert.

S-Klubobmann Josef Cap erklärte in Vertretung der Präsidentin, das Parlament sei stolz auf die Serie "Quadriga", in der Bücher im Rahmen von politischen Diskussionen abseits des Tagesgeschehens vorgestellt werden können.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Ulrike Ackermann: Freiheit in der Krise? Der Wert der wirtschaftlichen, politischen und individuellen Freiheit. Verlag Humanities Online
  • Robert Menasse: Ich kann jeder sagen. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung. Suhrkamp Verlag
  • Ingo Schulze: Was wollen wir? Berlin Verlag
  • Raul Zelik und Elmar Altvater: Vermessung der Utopie. Ein Gespräch über Mythen des Kapitalismus und die kommende Gesellschaft

Am Podium diskutierten:

  • Ulrike Ackermann, Politologin, Publizistin und Autorin
  • Isolde Charim, Philosophin und Publizistin
  • Robert Menasse, Schriftsteller, Übersetzer und Essayist
  • Raul Zelik, Schriftsteller, Journalist und Politikwissenschaftler

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Quadriga 01: Leben wir in einer Verdachtsgesellschaft …?

Die Premiere am 1. Oktober 2009 spielte im Spannungsverhältnis zwischen berechtigtem Sicherheitsbedürfnis und Einschränkung persönlicher Freiheit, zwischen Überwachungsstaat und Abbau von Bürgerrechten.

Als Gastgeber und Moderatoren agierten bei dieser Reihe die Rundfunkjournalisten Zita Bereuter/FM4 und Peter Zimmermann/Ö1. Sie besprachen mit Gästen am Podium ausgewählte Neuerscheinungen zum aktuellen Thema. Dieses Mal waren auf dem Podium: die Schriftstellerin und Professorin für Verssprache Ines Geipel, der Journalist und Kulturwissenschaftler Dietmar Kammerer, der Journalist und Jurist Florian Klenk sowie der Schriftsteller Ilija Trojanow.

Zum Auftakt drehte sich alles um den topaktuellen Themenbereich "Überwachung – Bespitzelung – Sicherheit". Dem Ruf nach Kontrolle, ob am Arbeitsplatz im öffentlichen Raum, im Internet oder beim Telefonieren, folgt dem Bedürfnis nach mehr Sicherheit, erzeugt zugleich jedoch eine Fülle persönlicher Daten. Was geschieht mit diesen Daten? Wer sammelt und verwaltet sie? Wer garantiert, dass das, was heute als unverdächtig gilt, sich nicht morgen gegen den Bürger, die Bürgerin richtet?

Neben der Ausleuchtung der politischen Hintergründe im zurzeit tagenden Untersuchungsausschuss erfolgte somit an diesem Abend auch eine publizistische Annäherung an die brisante Thematik.

Folgende Werke wurden präsentiert und dienten als Diskussionsbasis:

  • Ilija Trojanow und Juli Zeh: Angriff auf die Freiheit. Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte. Hanser Verlag 2009
  • Ines Geipel: Zensiert, verschwiegen, vergessen. Artemis und Winkler 2009
  • Dietmar Kammerer: Bilder der Überwachung. Suhrkamp 2008

Am Podium diskutierten:

  • Ines Geipel, Schriftstellerin und Professorin für Verssprache
  • Dietmar Kammerer, Journalist und Kulturwissenschaftler
  • Florian Klenk, Journalist und Jurist

Moderation:

  • Zita Bereuter (FM4) und Peter Zimmermann (Ö1)

Weiterführende Informationen: