LETZTES UPDATE: 12.01.2017; 15:24
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Offenes Parlament

Heuer hat das Hohe Haus zu einem außergewöhnlichen Programm mit Kunstprojekt eingeladen. Den BesucherInnen aus dem In- und Ausland wurde bei freiem Eintritt am 26. und 27. Oktober Außergewöhnliches geboten.

Am 26. und 27. Oktober konnten BesucherInnen mit dem Projekt "Im Herzen der Demokratie" an einer spannenden künstlerischen Auseinandersetzung mit Österreichs Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft teilnehmen. Sowohl zahlreiche Mandatarinnen und Mandatare als auch die Spitzen des Nationalrates wie Präsidentin Doris Bures waren am Nationalfeiertag vor Ort und führten Gespräche mit BesucherInnen.

Künstlerische Attraktion

Der Tag der offenen Tür 2016 war der letzte vor der Sanierung des Parlamentsgebäudes. Das Parlament hat den Nationalfeiertag diesmal daher mit einem außergewöhnlichen Programm begangen.

Die Künstlergruppe "wenn es soweit ist" setzte das Hohe Haus unter der Regie von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf als einen Ort des Austauschs und der Reflexion über Demokratie und Parlamentarismus in Szene. Zur Aufführung gelangten Arrangements aus Texten renommierter AutorInnen, Musik und Tanz, die mit einem Schauspielensemble speziell für die ausgewählten Räumlichkeiten erarbeitet wurden.

Acht renommierte AutorInnen haben für das Parlament geschrieben

Acht deutschsprachige AutorInnen wurden eingeladen, sich mit dem Begriff der Demokratie auseinanderzusetzen und über Österreichs Vergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft nachzudenken. Die AutorInnen sind Juli Zeh, Clemens J. Setz, Christine Nöstlinger, Paulus Hochgatterer, Milena Michiko Flasar, Franz Schuh, Angelika Reitzer und Martin Pollack. Sie haben für je einen Ort im Parlament einen Text entwickelt. Diese Texte wurden mit einem Schauspielensemble – darunter Ulli Meier, Sona MacDonald und Katharina Stemberger – szenisch erarbeitet und im originalen Raum inszeniert.

In jedem Raum fand eine Szene von ca. 7 bis 10 Minuten statt, die wiederholt wurde, sodass jeder/jede BesucherIn die Möglichkeit hatte, alle Szenen zu sehen. Im Wechsel mit den Schauspielszenen fanden Musiktheaterszenen statt, etwa von den Gruppen Federspiel, Alma, den Strottern, Blech und Marino Formenti. Eine Tanzaktion kam von dem Leadsänger der Sofasurfers Emmanuel Obeya und der Tänzerin Esther Balfe.

Teil des Projekts war außerdem Christine Nöstlingers berührende Rede zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen. Interpretiert von der Puppenspielerin Ulrike Langenbein, die eigens dafür eine Puppe angefertigt hat, die 8-jährige Christine Nöstlinger.

Begegnung mit MandatarInnen

Am 26. Oktober hatten die Gäste, wie gewohnt, Gelegenheit, die PräsidentInnen des Hohen Hauses in ihren Amtsräumen zu treffen und MandatarInnen im Abgeordnetensprechzimmer persönlich kennenzulernen. Auch einen Fotopoint im Nationalratssaal hat es wieder geben. Und, wie immer, konnten die BesucherInnen die Fotos beim Verlassen des Gebäudes mitnehmen.

Palais Epstein – Stützpunkt Demokratiewerkstatt

Das umfangreiche Angebot an politischer Bildung im Parlament wurde diesmal im Palais Epstein vorgestellt. An Stützpunkten der Demokratiewerkstatt im Innenhof und in den Werkstatt-Räumen konnten sich Kinder und Jugendliche bei einem Stationenspiel über Parlamentarismus und Demokratie informieren.


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