LETZTES UPDATE: 16.07.2018; 14:52
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Wissenschaftspreis 2015

Mit den Worten "Der Wissenschaftspreis 2015 ist weiblich", freut sich die Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Nationalratspräsidentin Doris Bures über die drei Gewinnerinnen des Jahres 2015. Mit einer einstimmigen Entscheidung folgten die Kuratoriumsmitglieder dem Vorschlag der fünfköpfigen Fachjury, die Politikwissenschaftlerinnen Karin Liebhart und Tamara Ehs sowie die Kommunikationswissenschaftlerin Christina Ortner auszuzeichnen.

Am 30. Novemer 2015 wurde der Margaretha Lupac- Wissenschaftspreis im Rahmen eines feierlichen Aktes im Parlament an die diesjährigen Preisträgerinnen übergeben.

Mit Karin Liebhart, Tamara Ehs und Christina Ortner seien drei herausragende Wissenschaftlerinnen unterschiedlichster Generationen und deren Arbeit vor den Vorhang gebracht worden, was laut Nationalratspräsidentin Doris Bures sehr zu begrüßen sei. Liebhart und Ehs erhielten den Preis in Anerkennung für ihr bisheriges wissenschaftliches Gesamtwerk, Ortner wurde für die kürzlich erschienene Publikation "Wie junge Erwachsene die EU sehen und was die Medien dazu beitragen" ausgezeichnet. Die drei Frauen repräsentieren die Vielfalt wissenschaftlicher Arbeit in Österreich und verdeutlichen die Möglichkeiten einer fächerübergreifenden und thematisch vielfältigen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen.

Karin Liebhart: Demokratisierungs- und Transformationsforschung

Die habilitierte Politikwissenschaftlerin und Privatdozentin PDin. Mag.a Dr.in Karin Liebhart beschäftigt sich disziplinübergreifend mit grundlegenden Fragen der österreichischen Demokratie in europäischer und vergleichender Perspektive. Sie bearbeitet diese Thematik nicht nur in ihrer meist drittmittelfinanzierten Forschung sondern auch in ihrer internationalen Lehrtätigkeit. 

Tamara Ehs: Verbindung von Rechts- und Politikwisenschaft 

Mag.a Dr.in Tamara Ehs beschäftigt sich mit einer rechtswissenschaftlich und historisch orientierten kritischen Politikwissenschaft, die es ihr ermöglicht, die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, der Organisation der Staatsgewalten und der Politik zu verdeutlichen. Ebenso wie Liebhart ist auch Ehs neben ihrer Forschungs- und Publikationstätigkeit im universitären Bereich tätig und zeigt darüber hinaus großes zivilgesellschaftliches Engagement. 

Christina Ortner: junge Erwachsene, EU und Medien

In der ausgezeichneten Publikation von Mag.a Dr.in Christina Ortner werden die Sichtweisen von 20- bis 30-Jährigen zur Europäischen Union und deren Entstehung dargestellt. Dabei verweist Ortner vor allem auf die wichtige Rolle der Medien als Informationsquelle und auf die Relevanz von politischer Bildung. Letztgenannte sei in allen Ausbildungsstufen zu intensivieren, damit die Anzahl der kritischen aber begeisterten EuropäerInnen steigen kann.  

Weitere Informationen:

Pressemeldung: Nr. 648/2015