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Archivierte Meldungen 2020

Archivierte Veranstaltungen - Übersicht

Tirol: Besuch bei den Barmherzigen Schwestern

Die Tiroler Altmandatare (Vorsitz Rudi Warzilek) wollten eine „etwas andere Welt“ sehen, so die Einladung.
Generaloberin Sr. Pauline Thorer machte keinen Hehl aus den personellen Nöten des Ordens: „Wir wollen uns mit all unseren Möglichkeiten für die Menschen in Not einsetzen. Das ist der klare Auftrag unseres Gründers, des Hl. Vinzenz. Aufgrund unserer Alterssituation können wir die Arbeit nicht mehr selber machen und müssen eben andere Möglichkeiten finden“. Dabei beschreiten sie neue Wege.

Die Schulen mit insgesamt 1100 SchülerInnen wurden – so Schwester Petra Fink – bereits 2002 in einem Schulverein zusammengefasst. Für die ordenstraditionellen Bereiche Gesundheit und Pflege wurde laut Sr. Jutta Maria Marte eine Holding gegründet. Sie beschäftigt derzeit etwa 600 ArbeitnehmerInnen und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa 45 Millionen €. Für den Wirtschaftsleiter der Kongregation und Geschäftsführer der Holding, Andreas Partl, ist es eine ständige Herausforderung die wirtschaftlichen Aspekte in Einklang mit den Vinzentinischen Werten zu bringen.
Nach Jahrzehnten des persönlichen Engagements in Schulen, im Dienst an Alten und Kranken müssen die Barm­herzigen Schwestern loslassen und neue Formen des Wirkens gegen die Not der Menschen finden. Unter diesem Aspekt wurde in Tanzania 1982 eine neue Provinz gegründet – mit inzwischen 130 einheimischen Schwestern! In Innsbruck schufen sie eine „HERberge“ für Menschen auf der Flucht und stellen die Versorgung der Katharinenstube für Obdachlose sicher. Die Not nimmt kein Ende. Der Auftrag an die „Barmherzigen“ bleibt, Alter hin oder her. Es war wirklich eine etwas andere Welt, die Tirols Altmandatare kennenlernen konnten.

Unterpunkte anzeigen Tirol: Vereinigung feiert einen „Stillen Großen“

In diesen Tagen feierte die "Vereinigung Öffentlicher Mandatare Tirol" den 95. Geburtstag von Dr. Carl Reissigl.

Dr. Carl Reissigl  arbeitete im Innsbrucker Gemeinderat, in der damals sogenannten „Tiroler Handelskammer“ und im Tiroler Landtag; von 1984 - 1989 als Präsident der „Unternehmerkammer“ und dann als Präsident des Tiroler Landtages. Im Landtag gehörte er – für ihn bezeichnend – den Ausschüssen für Wirtschaft, Soziales und Kunst- und Kultur an. Dieses breite fachliche und auch menschliche „Spektrum“ ist auf seine Ausbildung in der Schule Schloss Salem zurückzuführen. Diese hat auch jetzt noch jene Worte in ihrem „Logo“, die Carl Reissigl vor etwa 80 Jahren mitgegeben wurden: „Entdecke, was in Dir steckt…“.

Als Präsident des Landtages sah er sich vor allem als „Schiedsrichter und Vermittler“. Diese Rolle habe ihm der damalige LH Alois Partl aufgegeben. Heute würden wir es „Brückenbauer“ nennen. Carl Reissigl wurde im Landtag oft „Sir“ genannt. Weil er Vertrauen schuf. Und dazu gehört die Kunst des Hörens und der Schweigsamkeit.

Unter den Mitfeiernden auch viele frühere Bundesmandatare: u.a. die NR-Präsidenten a.D. Gerulf Stix und Siegfried Dillersberger, BR-Präsident a.D. Gottfried Jaud und Martin Strimitzer, BR/MEP a.D. Irene Crepaz, die Abg.z.NR a.D. Wanda Brunner und Prof. Karl Pischl und Lothar Müller.